Bildcredit und Bildrechte: Bastian Werner
Wie entstehen diese ungewöhnlichen Himmelsbögen? Durch Eiskristalle. Anfang des Monats überquerte der Fotograf bei Füssen in Bayern ein frisch verschneites Feld. Dabei merkte er, dass er in einen Eisnebel geraten war. Damit Wasserdunst zu einem Eisnebel gefriert, muss die Temperatur ziemlich tief sein. An diesem Tag wurde tatsächlich eine Lufttemperatur weit unter Null gemessen.
Der Eisnebel reflektierte das Licht der Sonne, die hinter der Colomanskirche unterging. Das führte zu einem der schönsten Schauspiele, die der Fotograf je gesehen hatte. Die Punkte im Bild sind keine Sterne im Hintergrund, sondern schwebendes Eis und Schnee.
Als nächstes seht ihr zwei markante Eishalos, einen 22-Grad-Halo und einen 46-Grad–Halo. Weitere Bögen sind – von oben nach unten – ein Gegensonnenbogen, ein Zirkumzenitalbogen, ein Parrybogen, ein Tangentenbogen und ein Horizontalkreis, der waagrecht verläuft.
Eine ballonförmige Kurve verbindet den obersten Bogen mit der Sonne. Sie ist die seltenste von allen: ein Sonnenbogen. Er entsteht durch Reflexion an den Seiten von sechseckigen Eiskristallen, die flach zu Boden flattern.