Der nördliche Carinanebel

Der nördliche Teil des Carina-Nebels im Sternbild Schiffskiel. In der Mitte ist der Gabriela-Mistral-Nebel IC 2599.

Bildcredit und Bildrechte: Roberto Colombari

Der große Carinanebel enthält seltsame Sterne und kultige Nebel. In dem riesigen Gebiet entstehen Sterne. Es ist nach seinem Heimatsternbild benannt. Der Nebel ist größer und heller als der Orionnebel, aber weniger bekannt, weil er so weit im Süden liegt. Doch ein großer Teil der Menschheit lebt weiter nördlich.

Das Bild zeigt viele Details im nördlichsten Teil des Carinanebels. Ganz links laufen Fasern in einem Halbkreis um den aktiven Stern Wolf-Rayet 23 (WR23). Neben der Bildmitte schimmert der Gabriela-MistralNebel. Er ist ein Emissionsnebel und als IC 2599 katalogisiert. Er besteht aus leuchtendem Gas, das den kleinen offenen Sternhaufen NGC 3324 umgibt. Über der Bildmitte liegt der größere Sternhaufen NGC 3293, rechts daneben ein relativ blasser Emissionsnebel mit der Bezeichnung Loden 153.

Doch der berühmteste Bewohner im Carinanebel ist nicht zu sehen. Rechts unten außerhalb des Bildes liegt der helle, wechselhafte Stern Eta Carinae. Er ist dem Untergang geweiht. Einst war er einer der hellsten Sterne am Himmel. Voraussichtlich explodiert er irgendwann in den nächsten Millionen Jahren als Supernova.

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