WR 134 – Ringnebel

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Bildcredit und Bildrechte: Don Goldman

Beschreibung: Dieser farbenprächtige kosmische Schnappschuss, der mithilfe von Schmal- und Breitbandfiltern entstand, umfasst ein etwa vollmondgroßes Sichtfeld im Sternbild Schwan (Cygnus). Es betont den hellen Rand eines ringartigen Nebels, der vom Leuchten ionisierten Wasserstoff- und Sauerstoffgases eingefasst ist. Bei den komplexen, leuchtenden Bögen, die in die interstellaren Wolken der Region aus Gas und Staub eingebettet sind, handelt es sich um Blasen oder Hüllen aus Material, das vom Wind des Wolf-Rayet-Sterns WR 134 – dem hellsten Stern nahe der Bildmitte – weggefegt wurde. Die Entfernung von WR 134 beträgt etwa 6000 Lichtjahre, womit das Bildfeld eine Diagonale von mehr als 50 Lichtjahren hat. Massereiche Wolf-Rayet-Sterne stoßen ihre äußeren Hüllen mit mächtigen Sternwinden ab, nachdem sie einen Großteil ihres Kernbrennstoffs verbraucht haben, und beenden diese Schlussphase der Entwicklung massereicher Sterne in einer spektakulären Supernovaexplosion. Die Sternwinde und Supernovae am Ende reichern die interstellare Materie mit schweren Elementen an, die in künftige Sterngenerationen eingebaut werden.

10.-12. August 2012: Perseïden und die Burggespräche des Orion
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