Ein Neutronenstern kühlt aus

Eine Nebelwolke in weiß, grün, blau und violett. Rechts unten ist ein Einschub, er zeigt einen Neutronenstern in Rot und Orange, der von Strahlen umgeben ist. Rechts oben ist ein dreieckiges Stück aus dem Neutronenstern herausgeschnitten.

Credit: Röntgenstrahlung: NASA / CXC / UNAM / Ioffe / D.Page, P.Shternin et al; Sichtbares Licht: NASA / STScI; Illustration: NASA/CXC/M.Weiss)

Der Supernovaüberrest Cassiopeia A (Cas A) ist behagliche 11.000 Lichtjahre entfernt. Eine Supernova ist die finale Explosion eines massereichen Sterns. Das Licht von Cas A erreichte die Erde erstmals vor nur 330 Jahren. Dieses Kompositbild entstand aus Aufnahmen in Röntgenstrahlung und sichtbarem Licht. Es ist etwa 15 Lichtjahre breit und zeigt die Trümmerwolke, die sich ausdehnt. Die helle Quelle nahe der Mitte ist ein Neutronenstern. Das ist der unglaublich dichte Überrest des stellaren Kerns, der in sich zusammenfiel. Eine eingefügte Illustration ergänzt das Bild.

Der Neutronenstern Cas A ist immer noch so heiß, dass er Röntgenlicht abstrahlt. Er kühlt aber aus. Cas A wurde zehn Jahre lang mit dem Röntgen-Weltraumteleskop Chandra beobachtet. Dabei zeigte sich, dass der Neutronenstern rasch auskühlt – so schnell, dass man vermutet, dass ein großer Teil im Kern des Neutronensterns eine reibungsfreie Neutronen-Superfluidität erzeugt. Die Ergebnisse von Chandra sind der erste empirische Hinweis auf diesen exotischen Materiezustand.

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