Laserangriff auf das galaktische Zentrum

Zwischen zwei Teleskoptürmen steigt die Milchstraße mit markanten Staubwolken auf, vom linken Teleskop leuchtet ein Laserstrahl in die Sternwolken.

Credit: Yuri Beletsky (ESO)

Warum schießt hier ein heller Laserstrahl zum Zentrum der Galaxis? Zum Glück ist es nicht der erste Schritt zu einem galaktischen Krieg. Vielmehr messen Astronomys am Very Large Telescope (VLT) in Chile die Unruhe der Erdatmosphäre, die sich ständig verändert.

Der Laser regt Atome in großer Höhe an. Dabei entsteht ein künstlicher Stern. Die Abbildungen der angeregten Atome ändern sich mit der Luftunruhe. So kann man die Unschärfe der Atmosphäre sofort messen. Mit dieser Information wird der beobachtende Teleskopspiegel am VLT leicht deformiert und gleicht die Unschärfe aus. Hier beobachtete das VLT das Zentrum der Galaxis. Daher wurde die atmosphärische Unschärfe in diese Richtung vermessen.

Was die intergalaktische Kriegsführung betrifft, sind im Zentrum unserer Galaxis keine Opfer zu erwarten. Das Licht dieses mächtigen Lasers erscheint dort – zusammen mit dem Licht unserer Sonne (!) – nur wie ein blasser ferner Stern.

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