Warum schleudert die Sonne Materie auf uns? Die Oberfläche der Sonne ist ein brodelnder Mix aus energiereichen Elektronen und Ionen, der als Plasma bezeichnet wird. Die Bewegung dieser geladenen Teilchen erzeugt Magnetfeldschleifen, die größer sind als die Erde. Diese Schleifen verdrehen sich, verformen sich und schließen Plasma ein.
Die hier gezeigte Zeitrafferaufnahme, die am 24. April 2026 über zwei Stunden hinweg vom Solar Dynamics Observatory aufgenommen wurde, zeigt, was passiert, wenn diese Magnetfelder zu stark beansprucht werden: Sie reißen und schleudern Milliarden Tonnen (Billionen Kilogramm) Plasma mit einer Geschwindigkeit von Millionen Meilen (oder Kilometern) pro Stunde in den Weltraum. Dieses Phänomen wird als koronale Massenauswurf (CME) bezeichnet. Die Sonne setzt täglich einige dieser CMEs frei, wenn sie sich auf dem Höhepunkt ihres Aktivitätszyklus befindet. Das letzte Aktivitätsmaximum fand im Jahr 2025 statt.
Einige dieser Eruptionen treffen auf die Erde und können Stromnetze stören, Satelliten außer Betrieb setzen und Astronautinnen und Astronauten gefährden – deshalb ist die Überwachung des Weltraumwetters so wichtig.