
Dieses Bild zeigt eine dunkle, rätselhafte Region am Nordpol des Mondes Charon. Manche kennen sie als Mordor Macula. Das Porträt von Charon ist sehr hoch aufgelöst. Die Raumsonde New Horizons fotografierte Plutos größten Mond nahe der größten Annäherung am 14. Juli 2015.
Daten in blauen, roten und infraroten Wellenlängen wurden kombiniert und bearbeitet, um die Farben zu verstärken. Sie zeigen die Vielfalt von Charons Merkmalen auf der Oberfläche. Die Details messen bis zu 2,9 km. Abgebildet ist die Halbkugel von Charon, die zu Pluto gerichtet ist. Die Ansicht zeigt auch einen Gürtel aus Verwerfungen und Schluchten, der offenbar um den ganzen Mond reicht. Er trennt scheinbar die glatten südlichen Ebenen von dem vielfältigen Gelände im Norden.
Charon ist 1214 km groß. Sein Durchmesser misst etwa des Erddurchmessers, aber ungefähr die Hälfte von Plutos Durchmesser. Damit ist er im Sonnensystem der größte Begleiter im Verhältnis zu seinem Stammkörper. Trotzdem erscheint der Mond auf dem körnigen Teleskop-Negativbild, das links oben eingeschoben ist, etwa auf der Einuhrposition der Plutoscheibe nur als kleine Beule. Die Ansicht stammt vom U.S. Naval Observatory in Flagstaff. Darauf entdeckten James Christy und Robert Harrington Charon im Juni 1978. Das war vor 40 Jahren.