Die Internationale Raumstation im Visier

Videocredit und -rechte: Eric Holland

Am Dienstag, dem 13. Oktober, startete eine Falcon-9-Rakete noch vor der Dämmerung. Sie brachte eine Dragon-Raumkapsel in die erdnahe Umlaufbahn. Es war die 35. kommerzielle NASA-Mission zur Versorgung der ISS. Dieses Video zeigt den Start in Zeitraffer. Es wurde in Indian Harbour Beach in Florida gefilmt.

Die Reise begann am Startkomplex 40 des Raumfahrthafens in Cape Canaveral. Von dort aus jagten Falcon und Dragon der Internationalen Raumstation ISS hinterher. Wie auf Befehl flog die Raumstation sogar von oben ins Bild. Nach etwa 8 Sekunden bewegt sich der helle Streifen der ISS „hinunter“ zum Horizont. Die beiden Stufen der Falcon 9 Rakete trennten sich. Dabei formen die Abgase der Rakete eine spektakuläre Feuerqualle. Während die Abgaswolke wuchs, leuchtete schon die Sonne darauf, die gerade aufging.

Bei etwa 20 Sekunden beginnt im Video der Rückflug der ersten Raketenstufe. Später sehen wir, wie sie wieder eintritt und nach Bremsschüben landet. Die zweite Raketenstufe folgt der ISS weiter zum Horizont. Nur die beleuchtete Abgas-Qualle schwebt auch nach der erfolgreichen Landung der ersten Stufe noch am frühen Morgenhimmel.

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Milchstraße über Manhattan

Manhattan leuchtet und glitzert im Vordergrund mit seinen riesigen Wolkenkratzern. Doch darüber steigt zart die Milchstraße am sternklaren Himmel auf.
Bildcredit und Bildrechte: Jason Kurth

In der Stadt, die niemals schläft, strahlen die Lichter heller als die Sterne. Wer hätte gedacht, dass man dort die Milchstraße sehen kann? Dieses Bild entstand mit einem Filter, der einen Großteil des sichtbaren Lichts herausfiltert. Dazu gehören Wellenlängen zwischen etwa 400 und 700 Nanometern. Nur Licht im nahen Infrarot dringt durch diesen Filter. Infrarotes Licht gehört zum elektromagnetischen Spektrum und hat längere Wellenlängen als sichtbares Licht.

Die Ausrüstung des Astrofotografen ist gut gewählt. Sie blockiert einen Großteil der Lichtverschmutzung. Alte Glühbirnen und einige Neonröhren leuchten zwar auch im nahen Infrarot hell, Energiesparlampen und LED-Lampen hingegen nicht.

Natürlich leuchten auch die Sterne im nahen Infrarot hell! Wir verwenden Teleskope, die empfindlich sind für verschiedene Arten von Licht. Damit untersuchen wir bestimmte Eigenschaften bei allen möglichen astronomischen Objekten. Die Strahlung, die wir untersuchen, reicht von Radiowellen bis hin zu Gammastrahlung.

Dieses Bild erinnert uns daran, dass wir alle unter demselben Himmel leben. Astronomie macht es uns möglich, mehr über den Platz der Menschheit im Kosmos zu erfahren.

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Mars und Praesepe unter einem Polarlicht

Mars leuchtet hell. Er steht mitten im Sternhaufens Praesepe (M44) am Horizont. Über ihm breitet sich am Himmel ein prächtiges Polarlicht aus, das an einen Schleier aus Licht erinnert. Vorne säumen dunkle Bäume und ein Fluss die Szene.
Bildcredit und Bildrechte: Petr Horálek (Institut für Physik in Opava), Josef Kujal, Vojan Höfer

Was für ein kosmischer Zufall! Auf diesem Bild gesellt sich Mars zum offenen Sternhaufen Praesepe (M44). Darüber weht ein Schleier aus Polarlichtern. Am Horizont in der Nähe von Lansjärv in Schweden stehen hübsche kleine Bäume.

Am 10. Oktober 2026 erreichte ein koronaler Massenauswurf der Sonne die Erde. Dabei löste er starke Störungen im Erdmagnetfeld aus. Energiereiche Teilchen des Ausbruchs kollidieren mit den Molekülen der Erdatmosphäre und regen sie an. Die Moleküle der Luft geben die überschüssige Energie später als farbige Polarlichter wieder ab, die hier zu sehen sind. Polarlichter heißen auf Nordsamisch guovssahasat. Die indigenen Samen in Schweden und anderen arktischen Regionen betrachten Nordlichter seit jeher mit großem Respekt.

Zufällig erreichte der Mars damals am Himmel den kleinsten Abstand zum Zentrum des Sternhaufens, den wir als Praesepe kennen (lateinisch für Krippe, im Englischen heißt er auch Bienenkorb). Es waren zwar tatsächlich schon Bienen im Weltraum. Doch der Bienenkorb-Haufen ist in Wirklichkeit um einen Schwarm junger Sterne. Forschende beobachteten, wie schnell diese Sterne rotieren. Das half uns zu verstehen, wie Sterne im Laufe der Zeit langsamer rotieren, wenn sie durch ihre Sternwinde an Masse verlieren.

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Treppe von der Wüste zum Himmel

Die Milchstraße geht am Horizont auf und schlängelt sich am Himmel nach oben. Vorne verläuft ein Steinweg zu einer Treppe, die abrupt endet. Das Band der Milchstraße bildet scheinbar eine Fortsetzung der Treppe.

Bildcredit und Bildrechte: Julien Looten

Diese Treppe bringt euch dem Himmel nur ein kleines Stück näher. Aber der Himmel darüber lässt euch staunen, zum Beispiel über die dunkle Spur in unserer Milchstraße. Sie steigt hinter der weiten Atacama-Wüste in Chile auf.

Links oben seht ihr ein Band aus Zodiakallicht. Direkt über dem Horizont leuchtet die Luft grün und rot. Es ist das sogenannte Nachthimmellicht (Airglow). Im Streifen des Zodiakallichts steht der Stern Spica. Und ganz oben rechts seht ihr eine Galaxie, nämlich die Kleine Magellansche Wolke. Die Skulptur im Vordergrund ist die „Desert Staircase“.

Das Foto wurde so geplant, dass die malerische Treppe genau vor dem Band der Milchstraße steht, das fast senkrechten aufsteigt. Wer genau hinschaut, erkennt am Horizont die Anden, die von links nach rechts verlaufen. Dort findet ihr auch der Vulkan Licancabur und die Lichter der Stadt San Pedro de Atacama. Dieses Weitwinkel-Panorama entstand im Juli 2025.

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Jupiter und die Monde

Über dem riesigen Mond strahlt der helle Jupiter mit seinen vier galileischen Monden. Die Nachtseite des Mondes wird von der Erde beleuchtet, daher erkennt man Meere und Strahlen um den Krater Tycho.
Bildcredit und Bildrechte: Chirag Upreti

Wie viele Monde seht ihr hier? Die Antwort lautet: Fünf. Vier kreisen um Jupiter, und Luna umrundet die Erde. Das Bild mit mehreren Monden gelang, weil sich der Erdmond letzte Woche direkt vor Jupiter schob. Dieses Bild entstand aus einer Serie, die kurz nach der Bedeckung in Westchester fotografiert wurden. Westchester liegt im Bundesstaat New York in den USA.

Links unten strahlt die überbelichtete Sichel des Erdmondes, die von der Sonne beleuchtet wird. Die Nachtseite des Mondes ist rechts oben. Sie ist zart in Erdschein getaucht. Jupiters helle galileische Monde stehen fast senkrecht über dem Mond. Von unten nach oben bilden Ganymed, Io, Kallisto und Europa eine Reihe. Kallisto, Ganymed und Io sind größer als der Mond der Erde, nur Europa ist etwas kleiner.

Derzeit kreist die robotische NASA-Raumsonde Juno um Jupiter. Sie zog an drei dieser Monde in geringem Abstand vorbei.

Portal ins Universum: APOD-Zufallsgenerator

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Eisfischen nach kosmischen Neutrinos

Blick in ein Bohrloch, in dessen Mitte eine lange Stange verschwindet. Das Schmelzloch führt tief ins Eis und ist oben mit silbrig reflektierendem Material ausgekleidet.
Bildcredit: NSF, B. Gudbjartsson, IceCube Collaboration

Forschende schmelzen Löcher in das Ende der Welt. Es sind fast 100 Löcher nahe dem Südpol. Sie dienen als astronomisches Observatorium. Hier senkt sich gerade ein langes Seil im IceCube Neutrino Observatorium in einen senkrechten See. Es ist mit Detektoren für Licht besetzt, die so groß sind wie Basketbälle. Das Wasser in jedem Loch gefriert schnell wieder.

Die Messgeräte am Seil sind besonders empfindlich für blaues Licht. Es wird im klaren Eis der Umgebung abgestrahlt. Das Licht stammt von Sekundärteilchen, die sich schnell bewegen. Sie werden freigesetzt, wenn sehr ergiereiche Neutrinos mit den Molekülen im Eis kollidieren. Die Neutrinos entstehen bei gewaltigen Vorgängen im Universum. Inzwischen wies IceCube viele dieser erhellenden Neutrinos nach.

Auf diesem Bild wird im Jahr 2010 eine der letzten Detektorketten für den IceCube in den eisigen Abgrund gesenkt. IceCube ist damit der größte Neutrino-Detektor der Welt. Nun werden die beispiellosen Entdeckungen gewürdigt. Diese Woche wurde bekannt gegeben, dass ein Gründungsmitglied der IceCube Collaboration den Nobelpreis in Physik erhält.

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Die Rückseite des Mondes

Foto der gesamten Rückseite des Erdmonds. Sie ist von vielen Kratern zernarbt und besitzt nur eine kleine Stelle, an der Lava aus dem Inneren zur Oberfläche gedrungen ist.
Bildcredit und Bildrechte: NASA / GSFC / Arizona State Univ. / Lunar Reconnaissance Orbiter

Der Mond zeigt uns auf der Erde stets die bekannte erdnahe Seite, weil er gebunden rotiert. Doch aus der Mondumlaufbahn kann man auch die erdferne Seite beobachten. In der Tat zeigt dieses scharfe Bild die Seite, die wir nicht sehen. Es ist ein Mosaik aus Bildern der Weitwinkelkamera des Lunar Reconnaissance Orbiter und Teil eines Mosaiks der gesamten Oberfläche des Monds. Dieses entstand zwischen November 2009 und Februar 2011. In der Version mit der höchsten Auflösung zeigt es Einzelheiten, die gerade einmal 100 Meter groß sind.

Es überrascht vielleicht, dass die raue, von Kratern übersäte Oberfläche der Mondrückseite ganz anders aussieht als die Vorderseite, die von glatten, dunklen Ebenen geprägt ist. Vermutlich liegt das daran, dass die Kruste auf der Rückseite dicker ist. Deswegen konnte geschmolzenes Material aus dem Inneren nicht so leicht zur Oberfläche fließen und die dunklen, glatten Maria bilden.

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Der Krater Stickney

Ein asteroidenähnlicher Körper ragt ins Bild. Oben ist ein riesiger Krater, halb so breit wie der Mond Phobos. Links oben ist ein kleinerer Krater, der trichterförmig wirkt. Kleine Krater und viele Rillen überziehen den Mond. Rechts ist eine Kante, über die Geröll gerutscht ist. Dort befinden sich keine Krater. Unten ist helles Material, das von Kratern und Rillen überzogen ist. Vermutlich wurde dort kürzlich eine tiefer gelegene Schicht freigelegt.
Bildcredit und Bildrechte: HiRISE, MRO, LPL (U. Arizona), NASA

Stickney ist der größte Krater auf dem Marsmond Phobos. Benannt wurde er nach der Mathematikerin Chloe Angeline Stickney Hall. Ihr Mann war der Astronom Asaph Hall, der im Jahr 1877 beide Monde des Roten Planeten entdeckte. Stickney ist mehr als 9 Kilometer breit, also fast halb so groß wie Phobos. Der Einschlag, der den Krater schlug, hätte den winzigen Mond wahrscheinlich fast gesprengt.

Dieses Bild zeigt Stickney und seine Umgebung in kontrastverstärkten Farben. Es stammt von der Kamera HiRISE. Sie befindet sich an Bord des Mars Reconnaissance Orbiter. Die Sonde flog im März 2008 in einer Distanz von nur 6000 km an Phobos vorbei.

Der Mond hat eine Ähnlichkeit mit Asteroiden. An der Oberfläche von Phobos ist die Gravitation 1000-mal geringer als auf der Erde. Dennoch lassen die Streifen im Bild vermuten, dass loses Material mit der Zeit die Wände im Krater hinabgerutscht ist. Helle, bläuliche Regionen nahe am Kraterrand zeigen eine Oberfläche, die vielleicht relativ frisch freigelegt ist.

Der Ursprung der seltsamen Rillen, die außen an der Oberfläche verlaufen, ist rätselhaft. Eine mögliche Ursache sind starke Gezeitenkräfte, denen Phobos auf seiner Bahn nahe am Planeten ausgesetzt ist. Vielleicht entstanden sie aber auch schon bei dem Einschlag, der den Krater schuf.

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