Aktive Protuberanzen auf einer ruhigen Sonne

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Bildcredit und Bildrechte: Alan Friedman (Averted Imagination)

Beschreibung: Warum ist die Sonne so ruhig? Da die Sonne in eine Phase eintritt, die als Sonnenminimum bekannt ist, weist sie – wie erwartet – weniger Sonnenflecken und aktive Regionen auf als sonst. Die Ruhe ist allerdings etwas beunruhigend, da dieses Jahr bisher an den meisten Tagen überhaupt keine Sonnenflecken sichtbar waren.

Im Gegensatz dazu waren während des Sonnenmaximums von 2011 bis 2015 fast jeden Tag Flecken auf der Sonne zu sehen. Maxima und Minima wechseln einander in einem 11-Jahres-Zyklus ab, wobei das letzte Sonnenminimum das ruhigste seit 100 Jahren war. Wird das aktuelle Sonnenminimum noch ruhiger? Obwohl die Sonnenaktivität die Erde und ihre Umgebung beeinflusst, weiß niemand genau, was die Sonne als Nächstes tut, und die Physik hinter den Prozessen wird weiterhin aktiv erforscht.

Dieses Bild wurde vor drei Wochen fotografiert und zeigt, dass unsere Sonne sogar an einem ruhigen Tag aktiv ist. Ständig tanzen Protuberanzen aus heißem Plasma, von denen manche größer sind als die Erde, am leichtesten sind diese über dem Rand erkennbar.

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Asperitas über Neuseeland

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Bildcredit und Bildrechte: Witta Priester

Beschreibung: Was sind das für Wolken? Ihr Ursprung ist zwar noch unbekannt, aber diese ungewöhnlichen atmosphärischen Strukturen, so bedrohlich sie auch erscheinen mögen, sind offenbar keine Vorboten des meteorologischen Untergangs. Asperitas wurden erst letztes Jahr formal als eigenständiger Wolkentyp anerkannt. Sie können atemberaubend aussehen, ihr Auftreten kann ungewöhnlich sein, und sie sind relativ unerforscht.

Während die meisten niedrigen Wolken flache Unterseiten haben, weisen Asperitas eine starke vertikale Struktur auf. Es wird daher vermutet, dass Asperitas mit Lenticularis, die in der Nähe von Bergen entstehen, oder Mammatuswolken, die mit Gewittern einhergehen, oder Föhn – ein trockener Fallwind, der von Bergen herab weht – verwandt sein könnten. Ein solcher Wind, der sogenannte Canterbury Northwester, strömt zur Ostküste der Südinsel Neuseelands.

Dieses Bild wurde 2005 über Hanmer Springs in Canterbury (Neuseeland) fotografiert und weist viele prächtige Details auf, weil das Sonnenlicht die gewellten Wolken von der Seite beleuchtet.

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Titan sehen

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Bildcredit und Bildrechte: VIMS Team, U. Arizona, ESA, NASA

Beschreibung: Saturns größter Mond Titan ist in eine dichte Atmosphäre gehüllt und wirklich schwierig zu sehen. Kleine Teilchen in der oberen Atmosphäre bilden einen fast undurchdringlichen Dunst, der sichtbares Licht stark streut und Titans Oberflächendetails vor neugierigen Augen verbirgt.

Doch Titans Oberfläche kann in Infrarotwellenlängen besser abgebildet werden, diese werden weniger stark gestreut, und die Absorption in der Atmosphäre ist reduziert. Rund um das Bild von Titan im sichtbaren Licht in der Mitte sind die bisher klarsten Infrarotansichten des faszinierenden Mondes angeordnet. Die sechs Bildfelder in Falschfarben stellen die Bearbeitung von Bilddaten des Visual and Infrared Mapping Spectrometer (VIMS) an Bord der Raumsonde Cassini aus 13 Jahren dar und bieten einen faszinierenden Vergleich mit Cassinis Ansicht im sichtbaren Licht.

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Feuerkugel-Perseïden und nachleuchtende Spur

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Bildcredit und Bildrechte: Petr Horálek

Beschreibung: Dieser gleißende Perseïd leuchtete am 12. August vor der lokalen Mitternacht über dem Nationalpark Poloniny in der Slowakei auf dem Planeten Erde und zog seine Spur neben der Sommermilchstraße. Seine ursprüngliche Farbe entstand wahrscheinlich durch die charakteristische hohe Geschwindigkeit der Meteore dieses Stroms. Perseïden rasen mit etwa 60 Kilometern pro Sekunde dahin und können grüne Emissionen von Sauerstoffatomen anregen, während sie die dünne Atmosphäre in großer Höhe durchqueren.

Dieser Perseïd hinterließ eine sichtbare Schliere – eine so genannte nachleuchtende Spur, die in der oberen Atmosphäre verwehte, was ebenfalls charakteristisch für helle Meteore ist. Die eingefügten Bilder sind Aufnahmen im Abstand von einer Minute im gleichen Maßstab wie das Originalbild, sie zeigen die Entwicklung der Leuchtspur. Verglichen mit dem kurzen Blitz des Meteors ist die geisterhafte Spur sehr beständig. Nach einer Stunde waren immer noch zarte Überreste davon erkennbar, die sich am Himmel auf über 80 Grad ausdehnten.

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Parker versus Perseïd

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Bildcredit und Bildrechte: Derek Demeter (Emil Buehler Planetarium)

Beschreibung: Der kurze Blitz eines hellen Perseïden zieht rechts oben über diese kombinierte Serie von Aufnahmen, die früh am Sonntagmorgen fast zum Höhepunkt des jährlichen Perseïden-Meteorstroms gemacht wurden. Der Fotograf war etwa drei Kilometer vom Raumfahrt-Startkomplex 37 am Luftwaffenstützpunkt Cape Canaveral entfernt. Er fotografierte auch die vier Minuten lange Spur einer Delta IV-Schwerlastrakete, welche die Parker Solar Probe am dunklen Morgenhimmel startete.

Die Meteore der Perseïden sind nicht langsam. Die Staubkörnchen des periodischen Kometen Swift-Tuttle verdampfen, wenn sie mit etwa 60 Kilometern pro Sekunde durch die obere Erdatmosphäre pflügen.

Die Parker Solar Probe ist auf dem Weg zu ihrer sieben Jahre dauernden Mission mit sieben gravitationsunterstützten Vorbeiflügen an der Venus. Ihre größte Annäherung an die Sonne wird kontinuierlich abnehmen, bis sie schließlich eine Entfernung von 6,1 Millionen Kilometern erreicht. Das ist etwa 1/8 der Entfernung zwischen Merkur und der Sonne und reicht in die Sonnenkorona hinein – die dünne äußere Atmosphäre der Sonne. Die Sonde hat dann eine Geschwindigkeit von ungefähr 190 Kilometern pro Sekunde gegenüber der Sonne und stellt damit einen Rekord für die schnellste Raumsonde vom Planeten Erde auf.

Galerie: Beste eingereichte Bilder des PSP-Starts
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Start der Parker Solar Probe

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Bildcredit und Bildrechte: John Kraus

Beschreibung: Wann ist die beste Zeit, um eine Sonde zur Sonne zu starten? Die nun historische Antwort – das ist kein Witz, weil es letztes Wochenende passiert ist – lautet nachts, nicht nur, weil das Startfenster der Parker Solar Probe (PSP) der NASA zu ihrer geplanten Umlaufbahn teilweise in der Nacht lag, sondern auch, weil die meisten PSP-Instrumente im Schatten ihres Schildes arbeiten werden – und so ihre eigene ewige Nacht in der Nähe der Sonne schaffen.

Bis dahin vergehen Jahre, in denen die PSP genügend Orbitalenergie abgibt, um sich der Sonne zu nähern, indem sie siebenmal an der Venus vorbeischwingt. Schließlich soll die PSP geplanterweise gefährlich nah an der Sonne vorbeiziehen, und zwar innerhalb von 9 Sonnenradien – es wird die größte Annäherung aller Zeiten. In dieser Nähe steigt die Temperatur auf 1400 Grad Celsius an der Tagseite des PSP-Sonnenschildes – das ist heiß genug, um viele Arten von Glas zu schmelzen. Auf der Nachtseite herrscht jedoch fast Zimmertemperatur.

Ein Hauptziel der PSP-Mission zur Sonne ist ein besseres Verständnis der Menschheit für die Ausbrüche der Sonne, welche die irdischen Satelliten und Stromnetze beeinträchtigen. Hier ist der Nachtstart der PSP an Bord der Delta IV Heavy der United Launch Alliances am frühen Sonntagmorgen abgebildet.

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M86 im Zentrum des Virgohaufens

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Bildcredit und Bildrechte: Mark Hanson, Stan Watson Obs.

Beschreibung: Sind diese beiden großen Galaxien durch eine Brücke aus Gas verbunden? Gut möglich, aber schwierig festzustellen. M86 links oben ist eine riesige elliptische Galaxie beim Zentrum des nahen Virgo-Galaxienhaufens. Unsere Milchstraße fällt in die Richtung des Virgohaufens, der etwa 50 Millionen Lichtjahre entfernt ist.

Rechts unter M86 befindet sich die ungewöhnliche Spiralgalaxie NGC 4438, welche – zusammen mit ihrem winkelförmigen Nachbarn NGC 4435 – als Augen der Jungfrau (auch Arp 120) bekannt ist. Dieses Bild ist eines der detailreicheren, die bisher von der Region aufgenommen wurden, es deutet an, dass M86 von rot leuchtendem Gas umgeben ist, das sie scheinbar mit NGC 4438 verbindet. Das Bild ist etwa so groß wie der Vollmond.

Es ist aber auch bekannt, dass dem Virgohaufen Cirrusgas in unserer Galaxis vorgelagert ist, und Beobachtungen der geringen Geschwindigkeit dieses Gases sind scheinbar besser mit dieser Ursprungshypothese vereinbar. Künftige Forschungen könnten eine klare Antwort liefern, die auch erklären könnte, wie die ausgefahrenen blauen Arme von NGC 4435 entstanden sind.

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Der Bleistiftnebel in Rot und Blau

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Bildcredit und Bildrechte: José Joaquín Perez

Beschreibung: Diese Stoßwelle pflügt mit mehr als 500.000 Kilometern pro Stunde durch den interstellaren Raum. Die dünnen, aufwärts gerichteten geflochtenen Fasern auf diesem scharfen, detailreichen Farbkomposit sind eigentlich lange Wellen in einer kosmischen Schicht aus leuchtendem Gas, die fast genau von der Seite sichtbar ist. Sie ist als NGC 2736 katalogisiert. Ihre längliche Erscheinung suggeriert die gängige Bezeichnung Bleistiftnebel.

Der Bleistiftnebel ist ungefähr 5 Lichtjahre lang und 800 Lichtjahre entfernt, ist aber nur ein kleiner Teil des Vela-Supernovaüberrestes. Der Vela-Überrest ist die ungefähr 100 Lichtjahre große expandierende Trümmerwolke eines Sterns, der vor etwa 11.000 Jahren explodierte. Ursprünglich bewegte sich die Stoßwelle mit Millionen Kilometern pro Stunde, wurde aber stark abgebremst und fegte das umgebende interstellare Material zusammen. Auf diesem Schmalband-Weitwinkelbild zeigen rote und blaue Farben das charakteristische Leuchten ionisierter Wasserstoff– und Sauerstoffatome.

Aktuelle Galerien: Start der Parker Solar Probe und Perseïden-Meteorstrom 2018

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Meteor vor Galaxie

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Bildcredit und Bildrechte: Fritz Helmut Hemmerich

Beschreibung: Was ist der grüne Streifen vor der Andromedagalaxie? Ein Meteor. Beim Fotografieren der Andromedagalaxie 2016 zum Höhepunkt des PerseïdenMeteorstroms zog ein sandkorngroßer Stein aus dem Weltraum direkt vor der weit entfernten Begleiterin unserer Milchstraße vorbei. Der kleine Meteor brauchte nur den Bruchteil einer Sekunde, um dieses 10-Grad-Feld zu durchqueren.

Der Meteor flammte mehrmals auf, als er beim Eintritt in die Erdatmosphäre stark abgebremst wurde. Die grüne Farbe entstand – zumindest teilweise -, weil das Gas des Meteors beim Verdampfen leuchtete. Die Aufnahme war zwar zeitlich auf Perseïden-Meteore abgestimmt, doch die Ausrichtung dieser Leuchtspur scheint eher von einem Meteor der südlichen Delta-Aquariiden zu stammen. Dieser Meteorstrom hatte seinen Höhepunkt einige Wochen zuvor erreicht. Nicht zufällig erreicht der Meteorstrom der Perseïden heute Nacht wieder seinen Höhepunkt.

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Mond, Mars und Milchstraße

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Bildcredit und Bildrechte: Taha Ghouchkanlu (TWAN)

Beschreibung: Erst vor zwei Wochen bot der dunkle Himmel über der Wüste im Nordiran diese faszinierende Himmelsansicht. Das dramatische Digitalmosaik zeigt Mond und Mars neben den staubigen Rissen, Sternen und Nebeln der Milchstraße. Um einen größeren Helligkeitsbereich abzudecken, wurde eine Belichtungsserie fotografiert.

Der eigentlich volle Mond dieser Nacht ist in den Erdschatten getaucht. Während der von vielen beobachteten totalen Mondfinsternis erschien er sogar blasser und röter als der Rote Planet. Kosmischen Touristen bietet die Himmelslandschaft auch den Lagunennebel (M8), den Trifidnebel (M20) und den Planeten Saturn, die vor dem blassen Sternenlicht der Milchstraße leuchten. Doch der Mond ist noch nicht ganz fertig mit seinen Schattenspielen. Heute verdunkelt der Neumond im Norden des Planeten Erde teilweise die Sonne.

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Spiralgalaxie NGC 6744

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Bildcredit und Bildrechte: Martin Pugh

Beschreibung: Die schöne Spiralgalaxie NGC 6744 ist fast 175.000 Lichtjahre groß – größer als unsere Milchstraße. Sie ist etwa 30 Millionen Lichtjahre entfernt im südlichen Sternbild Pfau und erscheint in kleinen Teleskopen nur als blasses, ausgedehntes Objekt. Wir sehen die Scheibe des nahen Inseluniversums zu unserer Sichtlinie geneigt.

Dieses bemerkenswert detailreiche Galaxienporträt bedeckt einen Bereich, der etwa die gleiche Winkelgröße misst wie der Vollmond. Im darin liegenden länglichen gelblichen Kern der riesigen Galaxie leuchtet überwiegend das Licht alter, kühler Sterne. Die mächtigen Spiralarme außerhalb des Kerns sind mit jungen, blauen Sternhaufen gefüllt und mit rötlichen Sternbildungsregionen gesprenkelt. Ein längerer Arm zieht links oben an einer kleineren Begleitgalaxie vorbei. Die galaktische Begleiterin von NGC 6744 erinnert an die Große Magellansche Wolke, eine Begleitgalaxie der Milchstraße.

Dieses Wochenende: 11. August 2018, 15 Uhr, Schloss Albrechtsberg:
Sternstunden der Astronomie“ – Vortrag von Werner Gruber – Eintritt frei

Meteorströme, Neumond bedeckt die Sonne (wieder)

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