Naher Mars

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Bildcredit und Bildrechte: D. Peach, V. Suc, Chilescope-Team

Beschreibung: Mars, der immer noch hell am Abendhimmel leuchtete, erreichte am 31. Juli kurz nach seiner Opposition den erdnächsten Punkt, nur 57,6 Millionen Kilometer entfernt. Dieses beachtliche Bild wurde nur eine Woche später fotografiert, es zeigt die fast maximale Größe der Scheibe des Roten Planeten in irdischen Teleskopen, diese misst weniger als 1/74stel des scheinbaren Vollmonddurchmessers.

Großflächige Oberflächenschattierungen treten auf dieser reizenden Ansicht wieder hervor, nachdem der letzte planetenweite Staubsturm nachlässt. Unten befindet sich die helle Südpolkappe. Das Valles Marineris verläuft über die Mitte der Scheibe. Gleich darunter es liegt die fast runde Region Solis Lacus, die auch als Auge des Mars bekannt ist. Die drei markanten dunklen Flecken, die links neben der Mitte in einer Linie verlaufen, sind die vulkanischen Tharsis Montes.

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Der NGC-6914-Komplex

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Bildcredit und Bildrechte: Ivan Eder

Beschreibung: Diese farbenprächtige Himmelslandschaft ist eine Kontraststudie, sie zeigt Sterne, Staub und leuchtendes Gas in der Umgebung von NGC 6914.

Der Komplex aus Reflexionsnebeln liegt etwa 6000 Lichtjahre entfernt im hoch fliegenden nördlichen Sternbild Schwan in der Ebene unserer Milchstraße. Undurchsichtige interstellare Staubwolken bilden Silhouetten, rötliche Wasserstoff-Emissionsnebel füllen zusammen mit staubigen blauen Reflexionsnebeln die kosmische Leinwand. Die ultraviolette Strahlung massereicher, heißer junger Sterne in der ausgedehnten Cygnus OB2-Assoziation ionisieren den atomaren Wasserstoff in der Region und erzeugen das charakteristische rote Leuchten, wenn Protonen und Elektronen rekombinieren. Die eingebetteten OB2-Sterne im Schwan liefern auch das blaue Sternenlicht, das von den Staubwolken des Nebels stark reflektiert wird.

Das fast ein Grad weite Teleskopsichtfeld umfasst in der geschätzten Entfernung von NGC 6914 ungefähr 100 Lichtjahre.

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Der nahe veränderliche Cepheid RS Pup

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Bildcredit: NASA, ESA, Hubble Heritage Team; Danksagung: Howard Bond (STScI und Penn State U.)

Beschreibung: In der Mitte befindet sich einer der wichtigsten Sterne am Himmel, teils, weil er zufällig von einem eindrucksvollen Reflexionsnebel umgeben ist. Der pulsierende RS Puppis, der hellste Stern in der Bildmitte, besitzt vermutlich zehnmal mehr Masse und leuchtet durchschnittlich 15.000 Mal heller als unsere Sonne.

RS Pup ist ein veränderlicher Stern vom Typ der Cepheiden, das ist eine Klasse von Sternen, anhand deren Helligkeit man die Entfernung naher Galaxien bestimmen kann – ein erster Schritt zur Etablierung einer kosmischen Entfernungsskala. Da RS Pup mit einer Periode von etwa 40 Tagen pulsiert, sind seine regelmäßigen Helligkeitsschwankungen mit einer Zeitverzögerung auch im Nebel sichtbar, quasi als Lichtecho. Durch Messung der Zeitverzögerung und der Winkelgröße des Nebels, und weil die Lichtgeschwindigkeit bekannt ist, können Astronomen mithilfe der Geometrie die Entfernung zu RS Pup auf 6500 Lichtjahre festsetzen, mit einer bemerkenswert kleinen Abweichung von ±90 Lichtjahren.

Die anhand des Echos ermittelte Entfernung ist eine eindrucksvolle Leistung der Stellarastronomie, damit lässt sich auch die absolute Helligkeit von RS Pup genauer bestimmen, und somit auch die absolute Helligkeit anderer Cepheiden, was die Kenntnis der Entfernungen zu Galaxien außerhalb der Milchstraße verbessert.

Dieses Bild wurde mit dem Weltraumteleskop Hubble fotografiert.

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Meer und Himmel leuchten über der Küste von the Oregon

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Bildcredit und Bildrechte: Rudy Montoya

Beschreibung: Bei jedem Schritt leuchtete der Sand blau auf. Das Licht entstand durch Biolumineszenz – ein blaues Leuchten, das auch die Brandung auf dieser surrealen Szene beleuchtet, die letzten Monat an Meyer’s Creek Beach in Oregon (USA) fotografiert wurde. Im Vordergrund sind vulkanische Hügel im Meer verteilt, am Horizont streut eine leichte Nebelschicht das Licht.

Die Lichtstrahlen links am Horizont stammen von Autoscheinwerfern auf dem Oregon Coast Highway (US 101), das orange Licht rechts am Horizont von einem Fischerboot. In weiter Ferne ist das Band unserer Milchstraße zu sehen, die scheinbar von einer dunklen Felsnase aufsteigt. Sechzehn Bilder wurden kombiniert, um die Milchstraße im Hintergrund herauszuarbeiten und das Rauschen zu reduzieren.

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Schatten der totalen Sonnenfinsternis von einem Ballon

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Bildcredit: Kuaray Project, NASA Eclipse Ballooning Project, Brasilia Astronomy Club, Montana State U.

Beschreibung: Wo waren Sie während der großen amerikanischen Finsternis 2017? Letzte Woche vor einem Jahr gingen in Nordamerika mehr als 100 Millionen Menschen hinaus, um eine partielle Sonnenfinsternis zu sehen. Mehr als 10 Millionen fuhren sogar durch einen Teil der USA, um zu sehen, wie die Sonne vollständig hinter dem Mond verschwand – eine totale Sonnenfinsternis. Ungefähr 88 Prozent der Erwachsenen in Amerika sahen die Finsternis entweder selbst oder mit elektronischen Hilfsmitteln. Es war eines der am besten fotografierten Ereignisse der Menschheitsgeschichte.

Zu den Bildern der Finsternis zählen einige ungewöhnliche Aussichten, zum Beispiel von Ballonen, die in der Stratosphäre der Erde schwebten. Ungefähr fünfzig solcher robotischen Ballone wurden im Rahmen des Eclipse Ballooning-Projekts der NASA gestartet. Dieses Bild stammt aus einem 360-Grad-Panoramavideo eines Ballons, der von Studenten aus Brasilien zusammen mit der NASA und der Montana State University hoch über Idaho stationiert wurde. Der Film zeigt, wie der dunkle Mondschatten unten auf der Erde vorüberzog.

Obwohl die totale Finsternis weniger als drei Minuten dauerte, erinnern sich viele, die sie beobachteten, vielleicht ihr ganzes Leben lang daran. Viele Nordamerikaner bekommen 2024 eine zweite Chance, um eine totale Sonnenfinsternis zu erleben.

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Feuer auf der Erde

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Bildcredit: John McColgan (AFS, BLM)

Beschreibung: Manchmal fangen Gebiete auf dem Planeten Erde zu brennen an. Feuer ist die rasante Aufnahme von Sauerstoff und Sauerstoff ist ein Schlüsselindikator für Leben, daher wäre Feuer auf jedem beliebigen Planeten ein Indikator für Leben. Auf der Erde wurde ein Großteil des Festlandes irgendwann in der Vergangenheit von Feuer versengt.

Obwohl Feuer viele Tragödien verursacht, gehört es an vielen Orten der Erde zum natürlichen Kreislauf des Ökosystems. Große Waldbrände auf der Erde werden meist entweder durch Menschen oder Gewitter verursacht und sind von der Umlaufbahn aus sichtbar. Auf diesem Bild aus dem Jahr 2000 flüchten verängstigte Hirsche vor einem Feuer, das durch das Bitterroot Valley in Montana fegt, indem sie sich in einen Bach stellen.

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ESO 137-001 entblättern

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Bildcredit: NASA, ESA, CXC

Beschreibung: Die Spiralgalaxie ESO 137-001 rast durch den massereichen Galaxienhaufen Abell 3627, der ungefähr 220 Millionen Lichtjahre entfernt ist. Die ferne Galaxie liegt in diesem farbenprächtigen Hubble-Chandra-Kompositbild hinter den Milchstraßensternen im Vordergrund des südlichen Sternbildes Südliches Dreieck. Da die Spirale mit fast 7 Millionen Kilometern pro Stunde dahinrast, werden Gas und Staub darin entfernt, wenn der Staudruck des heißen, dünnen Mediums im Galaxienhaufen stärker wird als die Gravitation in der Galaxie.

Anhand der Daten von Hubble im sichtbaren Licht ist klar erkennbar, dass im abgestreiften Material entlang der kurzen, nachziehenden blauen Schliere helle Sternhaufen entstanden sind. Chandras Röntgendaten zeigen die gewaltige Ausdehnung des aufgeheizten, abgestreiften Gases als diffuse Bahnen in dunklerem Blau, die sich über mehr als 400.000 Lichtjahre zum rechten unteren Rand ausdehnen. Der deutliche Verlust an Staub und Gas macht neue Sternbildung in dieser Galaxie schwierig. Im Bild liegt rechts neben ESO 137-001 eine gelbliche elliptische Galaxie, der es an Sterne bildendem Staub und Gas mangelt.

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Messier 20 und 21

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Bildcredit und Bildrechte: Ignacio Diaz Bobillo

Beschreibung: Der schöne Trifidnebel ist auch als Messier 20 bekannt und mit einem Teleskop leicht im nebelreichen Sternbild Schütze zu finden. Die farbenprächtige kosmische Kontraststudie ist ungefähr 5000 Lichtjahre entfernt, sie teilt sich dieses gut komponierte, fast 1 Grad weite Feld mit dem offenen Sternhaufen Messier 21 (rechts unten).

Der Trifid ist ungefähr 40 Lichtjahre groß und wird von Staubbahnen dreigeteilt. Er ist an die 300.000 Jahre alt, somit ist er eine der jüngsten Sternbildungsregionen am Himmel, die neu geborenen und embryonischen Sterne sind in die Staub- und Gaswolken ihrer Entstehung eingebettet. Die Entfernung des offenen Haufens M21 wird ähnlich geschätzt wie die von M20, doch obwohl sie sich diese prächtige Teleskop-Himmelslandschaft teilen, gibt es keine offensichtliche Verbindung zwischen den beiden. Die Sterne von M21 sind nämlich viel älter, ungefähr 8 Millionen Jahre alt.

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Komet, Herz und Seele

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Bildcredit und Bildrechte: Juan Carlos Casado (TWAN, Earth and Stars)

Beschreibung: Die grünliche Koma des Kometen 21P/Giacobini-Zinner steht hier links vor einer Tele-Himmelslandschaft, die mehr als 10 Grad der nördlichen Sternbilder Kassiopeia und Perseus zeigt. Das Bild vom 17. August zeigt den periodischen Kometen, der als Ursprung des bevorstehenden Draconiden-Meteorstroms bekannt ist. Nächsten Monat soll der Komet, der hier nur vier Lichtminuten von unserem hübschen Planeten entfernt vor einem reichhaltigen Sternfeld liegt, seine größte Helligkeit erreichen.

Giacobini-Zinner bleibt voraussichtlich zu schwach für eine Sichtbarkeit mit bloßem Auge, wie auch der farbenprächtige Herz- und Seelennebel nahe der Mitte des empfindlichen Sichtfeldes der Digitalkamera. Doch das Paar offener Sternhaufen rechts, h und χ Perseï, sind an dunklen Orten mit bloßem Auge gerade eben sichtbar. Herz- und Seelennebel mit ihren eingebetteten Haufen junger Sterne, die etwa eine Million Jahre alt sind, sind jeder größer als 200 Lichtjahre groß und 6000 bis 7000 Lichtjahre entfernt. Sie sind Teil einer großen aktiven Sternbildungskomplexes, der sich entlang des Perseus-Spiralarms unserer Milchstraße ausbreitet. h und χ Perseï sind auch als Doppelsternhaufen bekannt, sie sind ungefähr gleich weit entfernt.

Der periodische Giacobini-Zinner wurde von einer irdischen Raumsonde besucht, als der umfunktionierte International Cometary Explorer im September 1985 seinen Schweif durchquere.

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Asteroid Ryugu vom Hayabusa2

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Bildcredit und Bildrechte: ISAS, JAXA,

Beschreibung: Dieser große Weltraumdiamant hat einen geschätzten Wert von über 80 Milliarden Dollar. Er ist jedoch nur von der Form her ein Diamant – Asteroid 162173 Ryugu besteht vermutlich großteils aus Nickel und Eisen.

Asteroiden wie Ryugu sind aus mehreren Gründen interessant, hauptsächlich, weil sie sich in der Nähe der Erde befinden und eines fernen Tages die Gefahr eines Einschlags drohen könnte. In naher Zukunft ist Ryugu interessant, weil es in Zukunft vielleicht möglich ist, Raumfahrzeuge dorthin zu schicken, um Bergbau zu betreiben, er könnte somit eine neue Quelle wertvoller Metalle für die Menschheit sein. Wissenschaftlich gesehen ist Ryugu interessant, weil er Information bietet, wie unser Sonnensystem vor Milliarden Jahren entstand und warum seine Bahn so nahe an die Erde heranreicht.

Die japanische Roboter-Raumsonde Hayabusa2 erreichte den einen Kilometer großen Asteroiden Ende Juni. Dieses Bild zeigt Oberflächenstrukturen, die vor der Ankunft der Raumsonde Hayabusa2 unbekannt waren, unter anderem Gesteinsfelder und Krater. In den nächsten drei Monaten wird Hayabusa2 mehrere Sonden aussenden, von denen manche auf Ryugu landen und herumhüpfen sollen, während Hayabusa2 selbst ein kleines Stück des Asteroiden abbauen und zur Erde zurückbringen wird.

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Leuchtende Elemente im Seelenebel

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Bildcredit und Bildrechte: Jesús M.Vargas & Maritxu Poyal

Beschreibung: Sterne entstehen in der Seele der Königin von Äthiopien. Genauer gesagt befindet sich eine große Sternbildungsregion mit dem Namen Seelennebel (IC 1898) in Richtung des Sternbildes Kassiopeia, das in der griechischen Mythologie die eitle Frau eines Königs darstellt, der vor langer Zeit das Land um den oberen Nil beherrschte.

Der Seelennebel beherbergt mehrere offene Sternhaufen, eine große Radioquelle, die als W5 bezeichnet wird, sowie riesige entleerte Blasen, welche durch die Winde der jungen massereichen Sterne entstanden. Der Seelennebel ist etwa 6500 Lichtjahre entfernt, ungefähr 100 Lichtjahre groß und wird meist neben seinem himmlischen Nachbarn, dem Herznebel (IC1805), abgebildet.

Dieses Bild ist ein Komposit aus drei Aufnahmen in verschiedenen Farben: Rot, das von Wasserstoff abgestrahlt wird, gelb, das von Schwefel stammt, und blau, das durch Sauerstoff entsteht.

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