Geminiden-Meteore über dem Xinglong-Observatorium

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Bildcredit und Bildrechte: Steed Yu und NightChina.net

Beschreibung: Woher kommen die Geminiden? Was den Ort am Himmel betrifft, scheinen die sandgroßen Steinchen, welche die Streifen des Meteorstroms der Geminiden erzeugen, aus dem Sternbild Zwillinge zu strömen, wie dieses Bildkomposit zeigt. Bezogen auf den Ursprungskörper zeigen die Flugbahnen im Sonnensystem zum Asteroiden 3200 Phaethon – doch das ist ziemlich rätselhaft, da das ungewöhnliche Objekt vorwiegend inaktiv zu sein scheint. Vielleicht erfährt 3200 Phaethon größere Staub befreiende Ereignisse, als uns bekannt sind, trotzdem ist es ein Rätsel, was genau geschieht und warum. Beim Höhepunkt letzte Woche wurden mehr als 50 Meteore – darunter eine helle Feuerkugel – fotografiert, als sie über das Xinglong-Observatorium in China zogen. Da die Geminiden im Dezember einer der am besten vorhersagbaren und aktivsten Meteorströme sind, werden die Untersuchungen der Details ihrer Herkunft wahrscheinlich fortgeführt.

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Beleuchtete Sonnenwende: ein Himmelsjahr


Videocredit und -rechte: Ken Murphy (MurphLab); Musik: Ariel (Moby)

Beschreibung: Sehen Sie den Tag der Wintersonnenwende? Jedes Bildfeld zeigt einen Tag. Mit 360 Filmfeldern ist der Himmel (fast) eines ganzen Jahres im Zeitrafferformat zu sehen, aufgezeichnet mit einer Videokamera auf dem Dach des Exploratoriums in San Francisco (Kalifornien). Die Kamera fotografierte von Mitte 2009 bis Mitte 2010 alle 10 Sekunden ein Bild von vor Sonnenaufgang bis nach Sonnenuntergang. Rechts unten zeigt ein Zeitstempel die Ortszeit des Tages. Die Videos sind chronologisch angeordnet, links oben ist der 28. Juli und etwa in der Mitte der 1. Januar. In den Videos zeigt Dunkelheit die Nacht, blau einen klaren Tag und Grau eine Wolkendecke bei Tag. Viele Videos zeigen komplexe Wolkenmuster, die im Laufe des Tages über das Weitwinkelfeld der Kamera wandern. Die Anfangsdunkelheit in der Mitte zeigt die spätere Dämmerung des Winters mit weniger Tageslichtstunden. Obwohl jeder Tag 24 Stunden hat, dauert die Nacht im Dezember in den Wintermonaten auf der Nordhalbkugel am längsten. Daher zeigt das Bildfeld mit der längsten Nacht den Tag der Wintersonnenwende, die heute auf der Nordhalbkugel stattfindet. Wenn alle Videos gemeinsam enden, beginnen der Sonnenuntergang und die Dunkelheit zuerst an den Wintertagen in der Mitte, zuletzt sind die Hochsommerbilder unten an der Reihe.

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SN Refsdal: Das erste vorhergesagte Supernovabild

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Bildcredit: NASA, ESA und S. Rodney (JHU) und das FrontierSN-Team; T. Treu (UCLA), P. Kelly (UC Berkeley) und das GLASS-Team; J. Lotz (STScI) und das Frontier Fields Team; M. Postman (STScI) und das CLASH team; und Z. Levay (STScI)

Beschreibung: Sie ist zurück. Noch nie zuvor wurde eine beobachtete Supernova vorhergesagt. Das einzigartige astronomische Ereignis trat im Feld des Galaxienhaufens MACS J1149.5+2223 auf. Die meisten hellen Flecken im Bild sind Galaxien dieses Haufens. Die aktuelle Supernova mit der Bezeichnung Supernova Refsdal ereignete sich im fernen Universum nur einmal, weit hinter diesem massereichen Galaxienhaufen. Die Gravitation führt dazu, dass sich der Haufen wie eine massereiche Gravitationslinse verhält und das Bild der Supernova Refsdal in mehrere helle Bilder aufspaltete. Eines dieser Bilder erreichte die Erde vor etwa zehn Jahren – wahrscheinlich im oberen roten Kreis – und wurde verpasst. Vier weitere helle Bilder erreichten im April ihren Höhepunkt im unteren roten Kreis, verteilt um eine massereiche Galaxie im Haufen als erste Einsteinkreuz-Supernova. Doch da war mehr. Untersuchungen zeigten, dass wahrscheinlich noch ein sechstes helles Supernovabild auf dem Weg zur Erde war und wahrscheinlich im nächsten Jahr ankommen würde. Zu Beginn des Monats wurde dieses sechste helle Bild pünktlich und wie vorhergesagt im mittleren roten Kreis geborgen. Die Untersuchung solcher Bildfolgen hilft der Menschheit zu verstehen, wie Materie in Galaxien und Galaxienhaufen verteilt ist, wie schnell das Universum expandiert und wie massereiche Sterne explodieren.

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Dunkle Erde mit rotem Kobold

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Bildcredit:  ISS, Besatzung der Expedition 31, NASA

Beschreibung: Dieses Bild der Erde zeigt etwas sehr Ungewöhnliches – sehen Sie es? Ein flüchtiges Phänomen, das man für eine Legende hielt, ist hier erkennbar, wenn man weiß, wo man es suchen muss. Dieses Bild wurde Ende April auf der Internationalen Raumstation (ISS) in der Erdumlaufbahn fotografiert. Es zeigt links die bekannten Solarpaneele der ISS und rechts Teile eines Roboterarms. Das selten fotografierte Phänomen ist als Roter Kobold bekannt und – wenn auch sehr blass – über der hellen Region rechts im Bild zu sehen. Dieser helle Bereich und der Rote Kobold sind verschiedene Blitzarten, wobei der weiße Blitz häufiger vorkommt. Obwohl schon seit 300 Jahren anekdotenhaft über Kobolde berichtet wird, wurden sie erst 1989 erstmals auf Film festgehalten – zufällig. Vieles über Kobolde bleibt unbekannt, etwa wie sie entstehen, ihre Auswirkung auf den atmosphärischen globalen Stromkreislauf, und ob sie irgendwie mit anderen Blitzphänomenen der oberen Atmosphäre zusammenhängen, zum Beispiel blauen Strahlen oder terrestrischen Gammablitzen.

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Sternströme und die Walgalaxie

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Bildcredit und Bildrechte:  R Jay Gabany (Blackbird Observatory); Mitarbeit: David Martínez-Delgado (Universität Heidelberg) et al.

Beschreibung: Die Spiralgalaxie NGC 4631 ist nur 25 Millionen Lichtjahre entfernt im wohlerzogenen nördlichen Sternbild Jagdhunde erkennbar. Die von der Kante sichtbare Galaxie ist ähnlich groß wie die Milchstraße. Ihre verzerrte Keilform erinnert manche an einen kosmischen Hering, andere an ihren gängigen Namen: Walgalaxie. Der kleine, auffallend helle elliptische Begleiter NGC 4627 der großen Galaxie liegt über ihrem staubigen gelblichen Kern, weiters sind kürzlich entdeckte blasse Zwerggalaxien im Halo von NGC 4631 erkennbar. Die blassen, ausgedehnten Strukturen unter (und über) NGC 4631 wurden inzwischen als Gezeitensternströme erkannt. Die Sternströme sind Reste einer Zwergbegleitgalaxie, die durch wiederholte Begegnungen mit dem Wal zerrissen wurde, welche vor etwa 3,5 Milliarden Jahren begannen. Auch in nahen Galaxien postulieren kosmologische Galaxienentstehungsmodelle Gezeitensternströme, etwa bei der Entstehung unserer eigenen Milchstraße.

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Herbig-Haro 24

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Bildcredit:  NASA, ESA, Hubble Heritage (STScI / AURA) / Hubble-Europe Collaboration; Danksagung: D. Padgett (GSFC), T. Megeath (University of Toledo), B. Reipurth (University of Hawaii)

Beschreibung: Es sieht zwar wie ein Doppellichtschwert aus – diese beiden kosmischen Materiestrahlen strömen von einem neuen Stern in einer nahen Galaxis aus. Die atemberaubende Szene wurde aus Bilddaten des Weltraumteleskops Hubble konstruiert und zeigt etwa ein halbes Lichtjahr des Objekts Herbig-Haro 24 (HH 24), das ungefähr 1300 Lichtjahre oder 400 Parsec entfernt in den Sternkrippen des Orion-B-Molekülwolkenkomplexes liegt. Der zentrale Protostern von HH 24 ist vor direkter Sicht verborgen und von kaltem Staub und Gas umgeben, der zu einer rotierenden Akkretionsscheibe abgeflacht ist. Materie, die aus der Scheibe auf das junge stellare Objekt fällt, wird aufgeheizt. In der Rotationsachse des Systems werden Ströme ausgestoßen, die einander gegenüberliegen. Die schmalen, energiereichen Ströme schneiden durch die interstellare Materie in der Region und bilden auf ihrem Pfad Serien leuchtender Stoßfronten.

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Geminiden des Südens

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Bildcredit und Bildrechte: Yuri Beletsky (Carnegie Las-Campanas-Observatorium, TWAN)

Beschreibung: Der jährliche Meteorstrom der Geminiden auf der Erde enttäuschte nicht, er erreichte seinen Höhepunkt am 14. Dezember vor der Dämmerung, als unser Planet durch den Staub des aktiven Asteroiden 3200 Phaethon pflügte.

Die Meteore strömen auf dieser Nachtlandschaft der Südhalbkugel vom Radianten des Stroms in den Zwillingen aus. Für dieses Bild wurden in einem Zeitraum von mehr als 5 Stunden viele Einzelbilder fotografiert, die Meteorstreifen aufzeichneten. Dann wurden sie für das Ergebniskompositbild ausgewählt und am sternklaren Himmel über den 6,5-Meter-Magellan-Zwillingsteleskopen des Las-Campanas-Observatoriums in Chile ausgerichtet. Rigel im Orion und Sirius leuchten hell neben der Milchstraße, die zum Zenit aufsteigt.

Der Radiant des Meteorstroms steht unten nahe am Horizont bei Castor und Pollux, den Zwillingssternen von Gemini. Der Radianteffekt entsteht durch die Perspektive, da die parallelen Meteorspuren scheinbar in der Ferne zusammenlaufen. Die Geminiden treten mit etwa 22 Kilometern pro Sekunde in die Erdatmosphäre ein.

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Der Pferdekopfnebel

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Bildcredit und Bildrechte: José Jiménez Priego

Beschreibung: Der Pferdekopfnebel ist einer der berühmtesten Nebel am Himmel. Im oben gezeigten Foto ist er in der Mitte als dunkle Einkerbung im roten Emissionsnebel sichtbar. Die Pferdekopfstruktur ist dunkel, weil sie eine undurchsichtige Staubwolke ist, die vor dem hellen roten Emissionsnebel liegt. Diese kosmische Wolke hat – wie manche Wolken in der Erdatmosphäre – zufällig eine erkennbare Form. In vielen Tausenden Jahren ändern die Bewegungen im Inneren der Wolke ihre äußere Erscheinung. Die rote Emission des Nebels entsteht, wenn Elektronen mit Protonen rekombinieren, um Wasserstoffatome zu bilden. Links im Bild liegt der Flammennebel, ein orangefarbiger Nebel mit Fasern aus dunklem Staub. Links unter dem Pferdekopfnebel befindet sich im Bild ein bläulicher Reflexionsnebel, der bevorzugt das blaue Licht der nahen Sterne reflektiert.

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