Annäherung an den Asteroiden Ceres

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Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, UCLA, MPS/DLR/IDA/PSI

Beschreibung: Sie ist der größte Asteroid im Asteroidengürtel – welches Geheimnis birgt sie? Um das herauszufinden, schickte die NASA die Roboter-Raumsonde Dawn, um diese geheimnisvolle, 1000 Kilometer große Welt zu erforschen und zu kartieren: Ceres, die zwischen Mars und Jupiter kreist. Ceres ist offiziell als Zwergplanet kategorisiert, wurde jedoch noch nie detailliert abgebildet. Oben ist ein 20-Bild-Video dargestellt, das vor einer Woche bei Dawns Annäherung fotografiert wurde und nun mit den besten Bildern von Ceres konkurriert, die je mit dem Weltraumteleskop Hubble fotografiert wurden. Das Video zeigt genug Oberflächendetails, um ihre 9-Stunden-Rotationsperiode zu erkennen. Dawn ist auf Kurs, um Ceres Anfang März zu erreichen, passt dann die Geschwindigkeit an und versucht, diesen bisher unerforschten Körper zu umrunden und Bilder und Daten zu sammeln, die der Menschheit helfen sollen, nicht nur Ceres‘ Natur und Vergangenheit besser zu verstehen, sondern auch die frühe Geschichte des gesamten Sonnensystems.

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Mondrückseite

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Bildcredit: NASA / GSFC / Arizona State Univ. / Lunar Reconnaissance Orbiter

Beschreibung: Der Mond, dessen Rotation durch die Gezeitenkraft an die Erde angepasst ist, zeigt den Erdbewohnern immer seine vertraute Vorderseite. In der Mondumlaufbahn kann jedoch auch die Mondrückseite vertraut sein. Tatsächlich ist dieses scharfe Bild, ein Mosaik der Weitwinkelkamera des Lunar Reconnaissance Orbiters, auf die Rückseite zentriert. Es ist Teil eines globalen Mosaiks aus mehr als 15.000 Bildern, die zwischen November 2009 und Februar 2011 gemacht wurden, und dessen höchstaufgelöste Version 100 Meter große Strukturen pro Bildpunkt zeigt. Überraschenderweise sieht die raue, zerbeulte Oberfläche der Rückseite ganz anders aus als die Vorderseite, die mit glatten dunklen Mondmeeren bedeckt ist. Die wahrscheinliche Erklärung ist, dass die Kruste der Rückseite dicker ist, weshalb geschmolzenes Material nicht so leicht aus dem Inneren an die Oberfläche fließen kann, um die glatten Meere zu bilden.

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Rotierender Mond von LRO


Credit: LRO, Arizona State U., NASA

Beschreibung: Niemand kann derzeit den Mond so rotieren sehen. Das ist wegen der gebundenen Rotation des Erdmondes nicht möglich, er zeigt uns nur eine Seite. Mit moderner Digitaltechnologie jedoch wurde aus den vielen detailreichen Bildern, die vom Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) zur Erde geschickt wurden, das oben gezeigte, virtuelle hoch aufgelöste Zeitraffervideo des rotierenden Mondes erstellt, das mit der Standard-Erdsicht des Mondes beginnt. Rasch jedoch rotiert das Mare Orientale knapp unter dem Äquator ins Bild, ein großer Krater mit dunkler Mitte, der von der Erde aus schwierig zu sehen ist. Das Video zeigt einen ganzen Mondmonat in 24 Sekunden und zeigt deutlich, dass die Erdseite des Mondes einen Reichtum an dunklen Mondmeeren aufweist, während auf der abgewandten Seite helles lunares Hochland dominiert. Zwei neue Missionen sollen noch dieses Jahr beginnen den Mond zu erforschen, der erste davon ist der Lunar Atmosphere and Dust Environment Explorer (LADEE) der Nasa. LADEE, der vor etwas mehr als einer Woche startete, beginnt voraussichtlich im Oktober den Mond zu umkreisen und erforscht seine dünne, ungewöhnliche Atmosphäre. In wenigen Monaten startet die chinesische Sonde Chang’e 3; zu dieser Mission gehört auch die weiche Landung eines Roboterrovers.

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Die einst geschmolzene Oberfläche der Venus

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Bildcredit: E. De Jong et al. (JPL), MIPL, Magellan Team, NASA

Beschreibung: Wenn Sie mit Radaraugen auf die Venus blicken könnten – was würden Sie sehen? Diese mit Computern erstellte Rekonstruktion der Venusoberfläche wurde aus Daten der Raumsonde Magellan erstellt. Magellan umkreiste von 1990 bis 1994 die Venus und setzte Radar ein, um die Oberfläche unseres benachbarten Planeten zu kartieren. Magellan entdeckte viele interessante Oberflächendetails, auch die großen, kreisrunden Kuppeln, jeweils etwa 25 Kilometer groß, die oben abgebildet sind. Die Kuppeln entstanden vermutlich durch Vulkanismus, doch der genaue Vorgang ist nicht bekannt. Die Oberfläche der Venus ist so heiß und feindselig, dass keine Oberflächensonde länger als wenige Minuten funktionsfähig blieb.

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Sonnenaufgang über Tycho

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Credit: NASA / GSFC / Arizona State Univ. / Lunar Reconnaissance Orbiter

Beschreibung: Der Zentralbergkomplex Tychos wirft beim örtlichen Sonnenaufgang über dieser spektakulären Mondlandschaft einen langen, dunklen Schatten. Die dramatische schräge Ansicht wurde am 10. Juni 2011 vom Lunar Reconnaissance Orbiter fotografiert. Unglaublich detailreich sind auf der am höchsten aufgelösten Version mit 1,5 Metern pro Bildpunkt mit Felsbrocken übersäte Hänge und gezackte Schatten zu sehen. Der zerklüftete Komplex ist etwa 15 Kilometer breit und entstand durch Anhebung bei dem gigantischen Einschlag, der vor 100 Millionen Jahren den bekannten Strahlenkrater erzeugte. Der Gipfel seines Zentralberges erhebt sich 2 Kilometer über Tychos Kraterboden.

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Der Norden Merkurs

Siehe Beschreibung. Mögliche Wassereisvorkommen auf Merkur, entdeckt von der Raumsonde MESSENGER. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: NASA / JHU Applied Physics Lab / Carnegie Inst. Washington

Beschreibung: Merkur, der innerste Planet, wäre vielleicht kein guter Ort für interplanetare Olympische Winterspiele. Doch neue Ergebnisse, basierend auf Daten der Raumsonde MESSENGER, die Merkur umkreist, lassen vermuten, dass es in den permanent beschatteten Kraterregionen in der Nähe des Nordpols eine erhebliche Menge Wassereis gibt.

Seit Jahren werden mögliche Eisvorkommen auf Merkur vermutet, angeregt durch die Entdeckung von Regionen nahe dem Nordpol, die im Radarbereich hell sind und somit stark reflektieren. Auf dieser Karte, die anhand von projizierten MESSENGER-Bildern erstellt wurde, sind hell leuchtende Radarbereiche gelb markiert, und sie stimmen offensichtlich mit Böden und Wänden von Einschlagkratern am Nordpol überein. Weiter vom Pol entfernt konzentrieren sich diese Regionen auf die nach Norden gerichteten Kraterwände.

MESSENGERs NeutronenSpektroskopie und thermische Modelle für Krater zeigen, dass das Material in diesen Regionen einen Wasserstoffgehalt von fast reinem Wassereis aufweist, und dieses auf Bereiche mit Temperaturen unter 100 Kelvin (-280 Grad Fahrenheit, -173 Grad Celsius) beschränkt ist. Die Bedingungen sind ähnlich wie in permanent beschatteten Kratern auf dem Mond. Das Eis auf Merkur stammt vermutlich von Kometeneinschlägen.

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Aufbruch von Vesta

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Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, UCLA, MPS, DLR, IDA

Beschreibung: Nächster Halt: Ceres. Letzte Woche beendete die robotische Raumsonde Dawn ihre ein Jahr dauernde Mission zum Asteroiden Vesta. Sie war somit die erste Raumsonde, die jemals diese ferne Welt zwischen Mars und Jupiter im Hauptasteroidengürtel des Sonnensystems besucht hat. Etliche der besten Bilder, die Dawn bei Vesta fotografiert hat, wurden zu der obigen Gesamtansicht zusammengefügt. Hinweisen zufolge ist Vesta ein Überrest aus den frühen Jahren unseres Sonnensystems – ein Baustein für Gesteinsplaneten wie die Erde. Vestas urzeitliche Oberfläche weist starke Kraterbildung und lange Vertiefungen auf, die wahrscheinlich bei gewaltigen Einschlägen entstanden. Die geringe Gravitation des Kleinplaneten erlaubt Oberflächenstrukturen wie riesige Klippen und einen großen Berg, der zweimal so hoch ist wie der Mount Everest auf der Erde, und der am unteren Bildrand zu sehen ist. Vesta hat einen Durchmesser etwa von 500 Kilometern und ist somit nur das zweitmassereichste Objekt im Asteroidengürtel. Daher zündete Dawn vor zwei Wochen seine sanften Ionentriebwerke und machte sich auf die Jagd nach dem massereichsten Objekt: Ceres. Wenn alles nach Plan verläuft, kommt Dawn 2015 dort an. Ceres sieht im fernen Teleskop etwas anders aus – doch was wird Dawn vorfinden?

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Über den Planeten Erde fliegen


Bildcredit: NASA; Danksagung: Infinity Imagined

Beschreibung: Haben Sie je davon geträumt, hoch über der Erde zu fliegen? Astronauten, die die Internationale Raumstation besuchen, tun das jeden Tag und kreisen zweimal in drei Stunden um unseren rastlosen Planeten. Das oben gezeigte Zeitraffer-Video, das aus in diesem Monat fotografierten Bildern erstellt wurde, ist ein eindrucksvolles Beispiel der Ansichten, die sie sehen. Während die ISS um die nächtliche Hälfte der Erdkugel rast, sind vertraute Sternbilder darüber zu sehen. Ein Aerosol-Nebel der dünnen Erdatmosphäre ist als schmaler, farbiger Ring am Horizont sichtbar. Viele Wunder schwirren darunter vorbei, darunter riesige, weiße Wolkenbänke, große Gebiete mit tiefen, blauen Meeren, Land, das von den Lichtern großer und kleiner Städte beleuchtet ist sowie Sturmwolken, die von Blitzen aufgehellt werden. Das Video beginnt über dem Nordpazifik, führt vom Nordwesten Amerikas nach Südamerika und endet nahe der Antarktis, wo endlich das Tageslicht beginnt.

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Sonnenaufgang über Tycho

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Credit: NASA / GSFC / Arizona State Univ. / Lunar Reconnaissance Orbiter

Beschreibung: Der Zentralberg des Kraters Tycho wirft beim örtlichen Sonnenaufgang über dieser spektakulären Mondlandschaft einen langen, dunklen Schatten. Diese dramatische, schräge Ansicht wurde am 10. Juni vom Lunar Reconnaissance Orbiter aufgenommen. Mit Felsbrocken übersäte Ahänge und gezackte Schatten sind auf der am höchsten aufgelösten Version mit 1,5 Metern pro Bildpunkt unglaublich detailreich dargestellt. Der zerfurchte Komplex ist etwa 15 Kilometer breit und entstand durch Anhebung bei dem gewaltigen Einschlag, der vor 100 Millionen Jahren den bekannten Strahlenkrater erzeugte. Der Gipfel des Zentralberges erhebt sich 2 Kilometer über Tychos Kraterboden.

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Der Regolith des Asteroiden Eros

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Credit: Projekt NEAR, JHU APL, NASA

Beschreibung: Fünfzig Kilometer über dem Asteroiden Eros erscheint die Oberfläche in einem seiner größten Krater mit einer ungewöhnlichen Substanz bedeckt: Regolith. Die Dicke und Zusammensetzung des Oberflächenstaubs – des Regoliths – bleibt ein Gegenstand der Forschung. Ein Großteil des Regoliths auf 433 Eros entstand vermutlich durch zahlreiche kleine Einschläge im Laufe seiner langen Geschichte. Auf dieser Ansicht in charakteristischen Farben der robotischen Raumsonde NEAR-SHOEMAKER, die Eros 2000 und 2001 umkreiste, stellen braune Regionen Regolith dar, der chemisch verändert wurde, indem er während Einschlägen durch Mikrometeorite dem Sonnenwind ausgesetzt war. Weiße Regionen wurden diesem vermutlich weniger lang ausgesetzt. Die im Krater sichtbaren Brocken erscheinen braun, was darauf hinweist, dass sie entweder so alt sind, dass ihre Oberfläche durch den Sonnenwind gebräunt wurde, oder dass sie irgendwie mit dunklem Oberflächenstaub bedeckt werden. Diesen Juli wird die Raumsonde Dawn der NASA den großen Asteroiden Vesta im Hauptgürtel umkreisen.

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Die nahe Seite des Mondes

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Credit: NASA / GSFC / Arizona State Univ. / Lunar Reconnaissance Orbiter

Beschreibung: Aus etwa 1300 Bildern der Weitwinkelkamera der Raumsonde Lunar Reconnaissance Orbiter wurde diese spektakuläre Ansicht eines vertrautes Gesichtes – der nahen Seite des Mondes – erstellt. Doch warum gibt es eine uns zugewandte Mondseite? Der Mond dreht sich um seine Achse und kreist mit der gleichen Frequenz um die Erde, etwa einmal in 28 Tagen.

Die synchrone Rotation, welche durch die Gezeiten in dieser Konfiguration arretiert ist, lässt immer die gleiche Seite zur Erde zeigen. Daher kennen irdische Himmelsbeobachter die ebenen, dunklen Mondmeere (eigentlich mit Lava überflutete Einschlagbecken) und zerfurchten Hochländer, die auf diesem voll aufgelösten Mosaik beispiellos detailreich dargestellt sind, sehr gut.

Um Ihr Lieblingsmeer oder große Krater zu finden, schieben Sie den Mauspfeil über das Bild. Die LRO-Bilder, welche für die Erstellung des Mosaiks verwendet wurden, wurden letzten Dezember in einem Zeitraum von mehr als einer Woche aufgenommen.

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