Der Norden Merkurs

Siehe Beschreibung. Mögliche Wassereisvorkommen auf Merkur, entdeckt von der Raumsonde MESSENGER. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: NASA / JHU Applied Physics Lab / Carnegie Inst. Washington

Beschreibung: Merkur, der innerste Planet, wäre vielleicht kein guter Ort für interplanetare Olympische Winterspiele. Doch neue Ergebnisse, basierend auf Daten der Raumsonde MESSENGER, die Merkur umkreist, lassen vermuten, dass es in den permanent beschatteten Kraterregionen in der Nähe des Nordpols eine erhebliche Menge Wassereis gibt.

Seit Jahren werden mögliche Eisvorkommen auf Merkur vermutet, angeregt durch die Entdeckung von Regionen nahe dem Nordpol, die im Radarbereich hell sind und somit stark reflektieren. Auf dieser Karte, die anhand von projizierten MESSENGER-Bildern erstellt wurde, sind hell leuchtende Radarbereiche gelb markiert, und sie stimmen offensichtlich mit Böden und Wänden von Einschlagkratern am Nordpol überein. Weiter vom Pol entfernt konzentrieren sich diese Regionen auf die nach Norden gerichteten Kraterwände.

MESSENGERs NeutronenSpektroskopie und thermische Modelle für Krater zeigen, dass das Material in diesen Regionen einen Wasserstoffgehalt von fast reinem Wassereis aufweist, und dieses auf Bereiche mit Temperaturen unter 100 Kelvin (-280 Grad Fahrenheit, -173 Grad Celsius) beschränkt ist. Die Bedingungen sind ähnlich wie in permanent beschatteten Kratern auf dem Mond. Das Eis auf Merkur stammt vermutlich von Kometeneinschlägen.

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Merkur erspähen

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Bildcredit: SOHOEIT Consortium, NASA

Beschreibung: Entdecken Sie den Planeten? Die winzige Scheibe Merkurs, des innersten Planeten im Sonnensystem, kreuzte 2003 von der größeren Umgebung des Planeten Erde aus gesehen etwa fünf Stunden die gewaltige Scheibe der Sonne. Das Tagesgestirn stand während des gesamten Transits für Beobachter in Europa, Afrika, Asien und Australien über dem Horizont, doch der Horizont war natürlich kein Problem für die Raumsonde SOHO, welche die Sonne beobachtet. Merkur, der als dunkler Punkt zu sehen ist, wandert auf diesen vier SOHO-Bildern der Kamera für extremes Ultraviolettlicht von links nach rechts (vom oberen Bildfeld zum unteren). Die Falschfarben der Bildfelder entsprechen verschiedenen Ultraviolett-Wellenlängen, welche Regionen hervorheben, die über der der sichtbaren Sonnenoberfläche liegen. Es war der erste von 14 Merkurtransiten im 21. Jahrhundert. Nächste Woche findet jedoch ein viel selteneres, aber leichter sichtbares Ereignis statt – ein Venustransit vor der Sonne. Brauchen Sie Hilfe, um Merkur zu erkennen? Klicken Sie einfach auf das Bild.

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Morgen, Mond und Merkur

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Bildcredit und Bildrechte: Stephen Mudge

Beschreibung: Letzte Woche wanderte Merkur von der Sonne aus weit nach Westen. Als der innerste Planet des Sonnensystems seine größte Elongation oder seinen größten Winkelabstand von der Sonne erreichte (bei diese Erscheinung waren es zirka 27 Grad), gesellte sich ein alter Sichelmond zu ihm. Die Konjunktion war auf der Südhalbkugel eine bezaubernde Ansicht für Frühaufsteher. Das Paar ging zusammen in der Morgendämmerung auf und kletterte über dem Horizont die steil angewinkelte Ebene der Ekliptik entlang. Diese gut komponierte Bildfolge zeigt Mond und Merkur beim Aufgang über den Lichtern von Brisbane in Queensland (Australien). Der Stapel Digitalbilder besteht aus Aufnahmen, die am 19. April in Abständen von 3 Minuten gemacht wurden, die erste davon um 4:15 Uhr Lokalzeit. Merkurs Pfad verläuft rechts und ist etwa 8 Grad vom Pfad des Mondes entfernt.

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Merkurs Oberfläche in verstärkten Farben

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Credit: NASA/JHU APL/CIW

Beschreibung: Die Roboter-Raumsonde MESSENGER vollendete kürzlich mehr als 100 Umläufe um Merkur. Messengers Kameras zeichneten detailreiche Bilder auf und verwendeten acht verschiedene Farben im sichtbaren und nahen Infrarotlicht, um die Oberflächenzusammensetzung zu erkunden und nach Hinweisen auf die Geschichte und Entwicklung des innersten Planeten im Sonnensystem zu suchen. Dieses scharfe Bild kombiniert drei Farben von MESSENGER Weitwinkelkameras, doch auf überhöhte Weise. Andernfalls würden Merkurs Oberflächenfarben dem bloßen menschlichen Auge vergleichsweise gedämpft erscheinen. Das Bild hat einen Durchmesser von etwa 1000 Kilometern, und Details von nur einem Kilometer Durchmesser sind in der Originalauflösung erkennbar. Heute wird das Messenber-Projekt neue Bilder und wissenschaftliche Erkenntnisse der ersten Raumsonde, die Merkur umkreist, veröffentlichen.

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Sonnenuntergang mit vier Planeten

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Credit und Bildrechte: Jia Hao

Beschreibung: Dieses malerische Sonnenuntergangsfoto wurde am 21. Juli auf dem Gipfel des Vulkans Lawu in 3265 Metern Seehöhe aufgenommen. Die Ansicht weist nach Westen über die Stadtlichter von Surakarta (alias Solo) in Zentral-Java (Indonesien). Zwei weitere Vulkangipfel – der scharf umrissene Merapi (links) und der Gunung Merbabu – stehen am farbenprächtigen Horizont.

Über ihnen leuchten am Abendhimmel vier Planeten. Nahe der ekliptischen Ebene sind Merkur, Venus, Mars und Saturn aufgefädelt, zusammen mit dem hellen Regulus, dem Hauptstern des Löwen. Um sie leichter zu finden schieben Sie den Mauspfeil über das Bild.

Diese vier Planeten stehen immer noch bei Sonnenuntergang am Westhimmel, wobei Venus, Mars und Saturn dieses Wochenende und Anfang August viel näher beisammen stehen. Am 12. August gesellt sich die junge Mondsichel zu den vier Planeten am Abendhimmel.

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Mond und Planeten am Morgen

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Credit und Bildrechte: Stefan Seip (TWAN)

Beschreibung: Letzten Freitag schmückte eine Begegnung dreier heller Planeten und des Mondes den Morgenhimmel. Dieses Bild der wunderschönen Konjunktion mit Merkur, Venus, Saturn und einer schmalen Mondsichel im Dämmerungszwielicht nahe am östlichen Horizont wurde in der Nähe von Nördlingen (D) aufgenommen. Diese Planeten wandern nun auseinander, und Merkur sinkt weiter in Richtung der aufgehenden Sonne. Doch wenn Sie diese Woche auch den Rest des Himmels absuchen, sollten Sie Jupiter und Mars zu Ihrer Planetensichtungsliste hinzufügen können, wobei Mars etwa um Mitternacht aufgeht und Jupiter nach Sonnenuntergang hell leuchtet. Wenn Sie eine bessere Sicht als Galileo auf Jupiter haben möchten, besuchen Sie während der wenigen Galileischen Nächte (22.-24. Oktober) Aktivitäten und Veranstaltungen des Internationalen Jahres der Astronomie 2009 (Deutschland: www.astronomy2009.de).

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Merkur am Horizont

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Credit und Bildrechte: Juan Carlos Casado

Beschreibung: Haben Sie jemals den Planeten Merkur geshen? Merkur kreist nämlich so eng um die Sonne, dass er sich am Himmel der Erde niemals weit von der Sonne entfernt. Wenn er hinter der Sonne wandert, ist Merkur nur kurz nach Sonnenuntergang knapp am Horizont sichtbar. Wenn er der Sonne vorausläuft, ist Merkur nur kurz vor Sonnenaufgang sichtbar. Somit kann ein gut informierter Himmelsbeobachter zu bestimmten Zeiten des Jahres mit etwas gutem Willen Merkur an einem Ort mit klarem Horizont beobachten.

Oben wurde viel Entschlossenheit mit ein bisschen digitaler Trickserei kombiniert, um Merkurs fortlaufende Position im März 2000 zu zeigen. Jedes Bild wurde vom gleichen Ort in Spanien aus gemacht, als die Sonne 10 Grad unter dem Horizont stand, und mit dem schönsten Sonnenuntergang überlagert.

Merkur ist derzeit nach Sonnenuntergang im Westen sichtbar, verschwindet aber in wenigen Tagen im grellen Sonnenlicht.

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Sichelförmiger Merkur in Farbe

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Credit: MESSENGER, NASA, JHU APL, CIW

Beschreibung: Der sichelförmige Merkur ist im Glanz der Dämmerung am Horizont der Erde nur schwer erkennbar. Anfang letzter Woche wurde er von der Raumsonde MESSENGER aus der Nähe aufgenommen.

Die Farben auf diesem bemerkenswerten Bild entstanden mithilfe von Daten, die mit Infrarot-, Rot- und Violettfiltern aufgenommen wurden. Diese Kombination verstärkt die Farbunterschiede, die auf der kraterübersäten Oberfläche des innsersten Planeten sonst mit dem Auge nicht sichtbar wären. Auf diesem Bild umgibt hellblaues Material die relativ neuen Krater und kontrastiert das vorwiegend eintönige, braune Gelände. Merkur hat einen Durchmesser von 4880 Kilometern. Das voll aufgelöste Bild zeigt Details mit nur 10 Kilometern Durchmesser.

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