Interplanetare Erde

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Bildcredit: Cassini Imaging Team, SSI, JPL, ESA, NASA und NASA/JHU Applied Physics Lab/Carnegie Inst. Washington

Beschreibung: Am 19. Juli 2013 wurde die Erde an einem Tag von zwei verschiedenen Welten des Sonnensystems fotografiert – dem innersten Planeten Merkur und dem beringten Gasriesen Saturn – es war eine interplanetare Premiere. Auf dem linken Bild ist die Erde der blasse blaue Punkt unter den Saturnringen, fotografiert von der Roboter-Raumsonde Cassini, die damals den äußeren Gasriesen umkreiste. Am gleichen Tag schossen Menschen auf der ganzen Erde viele eigene Bilder von Saturn.

Im rechten Bild ist das Erde-Mond-System vor dem dunklen Hintergrund des Weltraums zu sehen, fotografiert von der Roboter-Raumsonde MESSENGER, die sich damals im Merkurorbit befand. MESSENGER fotografierte seine Bilder bei der Suche nach kleinen natürlichen Begleitern Merkurs. Diese Monde wären erwartungsgemäß ziemlich blass gewesen. Auf dem MESSENGER-Bild sind die Erde (links) und der Mond (rechts) überbelichtet und leuchten hell im reflektierten Sonnenlicht.

Sowohl Cassini als auch MESSENGER haben inzwischen ihre Missionen zur Erforschung des Sonnensystems beendet.

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Der ganze Merkur

Bildcredit: NASA/JHU-Labor für angewandte Physik/Carnegie Inst. Washington

Die Oberfläche des Planeten Merkur wurde erst vor sechs Jahren ganz kartiert. Robotische Sonden untersuchten die ungewöhnliche Kruste des innersten Planeten gründlich. Es begann, als die Raumsonde MESSENGER im Jahr 2008 erstmals an Merkur vorbeiflog. Die Mission dauerte bis zum kontrollierten Absturz 2015.

Davor war der größte Teil von Merkurs Oberfläche unbekannt. Sie ist nämlich zu weit entfernt für einen genauen Blick mit Teleskopen auf der Erde. Auch die Raumsonde Mariner 10 kartierte bei ihren Vorbeiflüge in den 1970er-Jahren nur etwa die Hälfte der Oberfläche.

Dieses Video kombiniert Tausende Bilder von Merkur. Sie wurden in verstärkten Farben dargestellt. So kam der Kontrast zwischen verschiedenen Strukturen auf der Oberfläche besser zur Geltung.

Das Video zeigt Merkur als rotierende Welt. Von einem nördlichen Einschlag gehen Strahlen aus. Sie breiten sich über einen Großteil des Planeten aus. Etwa zur Hälfte des Videos kommt das helle Caloris-Becken in Sicht. Es ist die Struktur eines urzeitlichen Einschlags im Norden, die sich mit Lava füllte. Aktuelle Untersuchungen von MESSENGERs Daten zeigen, dass der innere Kern von Merkur fest ist.

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Dämmerung am westlichen Himmel

Über den Silhouetten von Felsen leuchten der schmale Sichelmond mit Erdschein und die Planeten Venus und Merkur zwischen dunklen Wolkenstreifen am Himmel in der Dämmerung.

Bildcredit und Bildrechte: Stan Honda

Die schmale Mondsichel und die inneren Planeten Venus und Merkur sind am Himmel der Erde niemals weit von der Sonne entfernt. Diese stimmungsvolle Landschaft am Himmel wurde am 18. März fotografiert. Hier bilden sie eine Reihe in der abklingenden Abenddämmerung am westlichen Horizont.

Die himmlische Szene war auf der ganzen Welt zu bewundern. Auf diesem Bild des Trios steht der blassere Merkur ganz rechts über den Felsen im Big-Bend-Nationalpark. Er liegt im Südwesten von Texas. Heute Nacht ist der Mond voll, er geht also gegenüber der Sonne auf. Um Mitternacht steht er hoch am Himmel nahe beim hellen Stern Spica.

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Merkur, visualisiert von MESSENGER

Videocredit: NASA, JHUAPL, CIW; Bearbeitung: Roman Tkachenko; Musik: Open Sea Morning von Puddle of Infinity

Wie ist es, wenn man über den Planeten Merkur fliegt? Die Robotersonde MESSENGER der NASA umkreiste Merkur von 2011 bis 2015. Ihre Bilder und Daten wurden digital zu einem virtuellen Flug kombiniert. Er zeigt einen Großteil der Oberfläche des heißen Planeten.

Die innerste Welt im Sonnensystem sieht so ähnlich aus wie der Erdmond. Das Gelände auf der Oberfläche ist grau und voller Krater. MESSENGER fand viel über Merkur heraus. Dazu gehört, dass es in den Schatten bei seinen Polen wahrscheinlich Wassereis gibt.

Zu Beginn des Videos sieht man die Seite von Merkur, die zur Sonne zeigt. Am Ende verschwindet die virtuelle Raumsonde in der Merkurnacht. Merkur dreht sich so langsam, dass er bei zwei Wanderungen um die Sonnen nur dreimal um sich selbst rotiert. 2018 soll die europäische und japanische Sonde BepiColombo starten. Sie soll Merkurs Oberfläche besser kartieren und sein Magnetfeld sondieren.

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Drei Planeten im September am Morgenhimmel

Über Schloss Veszprém in Ungarn versammelten sich am Morgenhimmel der Mond und die Planeten Mars, Merkur und Venus.

Bildcredit und Bildrechte: Tamas Ladanyi (TWAN)

Am 18. September versammelten sich der Mond, drei Planeten und ein heller Stern am Morgenhimmel über dem ungarischen Schloss Veszprém auf der Ekliptik. Auf dieser himmlischen Landschaft leuchten Merkur und Mars in der Dämmerung am östlichen Horizont. Sie verschwanden aber bald im Glanz der Sonne. Regulus, der Alphastern im Sternbild Löwe, ist das helle Licht beim abnehmenden Sichelmond. Oben steht die gleißende Venus.

Morgens sah man auf dem ganzen Planeten Erde die schöne Konjunktion von Mond, Planeten und dem hellen Stern. Interessanterweise bedeckte der Mond an manchen Orten Regulus. Er wanderte am 18. September in nur 24 Stunden genau vor Regulus und an jedem der drei Planeten vorbei. Doch es war schwierig, die Beobachtung der Mondbedeckung zeitlich zu planen. Meist war es nur am Tageshimmel möglich.

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Merkur – wie MESSENGER ihn zeigte

Der Planet Merkur wurde aus der Nähe abgebildet. Er füllt fast das ganze Bild. Sehr helle Krater leuchten hell auf der dunklen Oberfläche. Sie sind von hellem Auswurfmaterial umgeben. Von einem Krater ganz oben gehen Strahlen aus, die fast bis nach unten reichen. Sie erinnern an Meridiane.

Bildcredit: MESSENGER, NASA, JHU APL, CIW

Merkur war nie zuvor so zu sehen. 2008 sauste die Roboter-Raumsonde MESSENGER zum zweiten Mal an Merkur vorbei. Dabei fotografierte sie Gelände, das zuvor nur mit relativ grobem Radar kartiert wurde.

Für dieses Bild blickte MESSENGER 90 Minuten nach dem Vorbeiflug aus einer Höhe von etwa 27.000 Kilometern zurück. Viele Strukturen wurden neu abgebildet. Von einem jungen Krater beim oberen Rand gehen ungewöhnlich lange Strahlen aus. Sie sehen aus wie Längenmeridiane.

MESSENGER trat 2011 in den Orbit um Merkur ein. Die Primärmission endete 2012. Bis 2015 wurden weiterhin detailreiche Messungen durchgeführt. Zu dieser Zeit ging der Treibstoff zur Neige. Daher wurde MESSENGER auf der Merkuroberfläche kontrolliert zum Absturz gebracht.

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Dämmerung mit Mond, Merkur und Radioantenne

In der Abenddämmerung steht eine gelb beleuchtete Radio-Parabolantenne, die Schüssel ist nach oben gerichtet. Darüber verfärbt sich der Himmel von leuchtend rot aufwärts nach mittelblau. Oben steht der Mond, die schmale Sichel zeigt nach unten, die Nachtseite nach oben. Links unter dem Mond leuchtet Merkur.

Bildcredit und Bildrechte: Pierluigi Giacobazzi

Am 29. September stand Merkur in der Morgendämmerung beim Mond. Er war so weit von der Sonne entfernt, wie es ihm möglich ist. Der innerste Planet erreichte am Himmel des Planeten Erde fast seine größte Elongation. In der bunten Szene leuchtet Merkur links unter der abnehmenden Mondsichel, die von der Sonne beleuchtet ist. Die Nachtseite des Mondes wird von der Erde beleuchtet. Der neue Mond lag in den Armen des alten Mondes.

Unten steht die italienische Astrophysikalische Radiostation Medicina. Sie befindet sich in der Nähe von Bologna. Eine Reihe niedriger Antennen gehört zur ersten italienischen Anordnung von Radioteleskopen, sie tragen die Bezeichnung „Kreuz des Nordens“. Dazu kommt eine 32 Meter große Parabolantenne. Wer am 8. Oktober den Mond beobachten möchte, muss natürlich nicht frühmorgens aufstehen. Bei der Internationalen Nacht der Mondbeobachtung steht der Mond nach Sonnenuntergang hoch und hell als Halbmond am Abendhimmel.

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Licht am Ende der Straße

Eine Straße führt zum Horizont. Darüber leuchten drei helle Planeten im Abendrot. Links und rechts sind dunkle Silhouetten von Bäumen. Steil steigt Zodiakallicht zum Himmel auf, oben zieht schräg über den dunklen Nachthimmel.

Bildcredit und Bildrechte: Josh Calcino

Am Ende der Landstraße ist ein helles Licht. Es ist eine unglaublich enge Konjunktion zweier Planeten. Am 27. August nach Sonnenuntergang leuchteten die gleißende Venus und Jupiter auf dieser himmlischen Nachtlandschaft fast wie ein einziges Himmelslicht. Sie wurden in der Nähe von Lake Wivenhoe im australischen Queensland fotografiert.

Das spektakuläre senkrechte Panorama von der Südhalbkugel zeigt die zentrale Milchstraße nahe dem Zenit an der Spitze einer Säule aus Zodiakallicht, das in der Ebene der Ekliptik schimmert. Auch Mars und Saturn befinden sich in der Nähe der Ekliptik, knapp unter der zentralen Wölbung der Galaxis. Links über einem Baum am Horizont fügt sich der flüchtige Planet Merkur zu den Lichtern am Ende der Straße.

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