Orion und das Meer der Stürme

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Bildcredit: NASA, Artemis 1

Eine Kamera an Bord des unbesatzten Raumschiffs Orion fotografierte diese Ansicht vom 5. Dezember, als sich Orion bei ihrem Rückkehr-Vorbeiflug dem Mond näherte. Unter einem von Orions großflächigen Solarpaneelen liegt das dunkle, glatte Gelände am westlichen Rand des Oceanus Procellarum (Meer der Stürme).

Das markante Meer der Stürme auf der Mondvorderseite ist das größte der lavagefluteten Mondmeere. Der Terminator des Mondes – die Schattenlinie zwischen Tag und Nacht auf dem Mond – verläuft am linken Bildrand. Über der Mitte befindet sich der 41 Kilometer große Krater Marius. Der Strahlenkrater Kepler lugt rechts neben dem Solarpaneel ins Bild. Keplers helle Strahlen reichen bis nach Norden und Westen zum dunklen Boden des Kraters Marius.

Aktuell ist das Raumschiff Orion unterwegs zu seiner Wasserung am 11. Dezember im wasserüberfluteten Pazifik des Planeten Erde.

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Video: Zehn Hoch

Videocredit und -rechte: Charles und Ray Eames (Eames Office)

Wie sehr unterscheidet sich das Universum im kleinen und im sehr großen Maßstab? Der berühmteste Wissenschafts-Kurzfilm seiner Generation bietet atemberaubende Vergleiche. Der Film Zehn Hoch entstand in den 1960er-Jahren. Inzwischen wurde er offiziell auf YouTube veröffentlicht und ist hier verlinkt.

Der Film zoomt von einer Picknickdecke in der Nähe von Chicago alle zehn Sekunden hinaus bis zum Virgo-Galaxienhaufen und zeigt jedes Mal ein Quadrat mit einer zehnmal größeren Seitenlänge. Das Video dauert 9 Minuten. In der Mitte kehrt das Video um und saust alle zwei Sekunden um einem Faktor zehn zurück. Schließlich endet es bei einem einzelnen Proton.

Das Video Zehn Hoch basiert auf dem Buch Kosmische Sicht von Kees Boeke aus dem Jahr 1957 sowie dem ähnlichen, großteils animierten Film Kosmisches Vergrößern, der ebenfalls Ende der 1960er-Jahre entstand. Die wechselnden Perspektive sind so faszinierend und lehrreich, dass Teile davon mit moderneren Computertechniken nachgestellt wurden, zum Beispiel die ersten Minuten des Films Contact.

Die Urheber des Films, das Paar Ray und Charles Eames, waren als ziemlich visionäre Geister bekannt und erfanden sogar einen sehr beliebten Stuhl.

>> deutsche Version des Videos

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Artemis 1: Flugtag 13

Das Bild zeigt das Raumschiff Orion im Vordergrund, dahinter sind der Erdmond und der Planet Erde in großer Entfernung zu sehen.

Bildcredit: NASA, Artemis 1

Am Flugtag 13 (28. November) der Mission Artemis 1 erreichte die Raumkapsel Orion ihre größte Entfernung zur Erde. Ihr retrograder Orbit war mehr als 430.000 Kilometer von der Erde entfernter und brachte Orion sogar fast 70.000 Kilometer an den Mond heran.

Im Video-Einzelbild vom Flugtag 13 seht ihr den Planeten und seinen riesigen natürlichen Satelliten im selben Sichtfeld. Die beiden erscheinen aus der Perspektive des besatzungslosen Raumschiffs sogar fast gleich groß.

Heute, am 1. Dezember, soll Orion ihren fernen retrograden Orbit verlassen. Auf dem Weg zum Planeten Erde führt sie einen zweiten Vorbeiflug am Mond durch. Die Wasserung auf ihrer Heimatwelt ist für 11. Dezember geplant.

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Planet Erde von Orion

Das Bild zeigt die Triebwerke des Manöversystems des Raumschiffs Orion und ein Solarpaneel, im Hintergrund leuchtet die Erde.

Bildcredit: NASA, Artemis 1

Am Mittwoch, dem 16. November, verließ um 1:47 Uhr EST eine Space Launch System-Rakete bei der Mission Artemis 1 mit dem Raumschiff Orion den Planeten Erde. Es war der erste umfassende Test der NASA-Systeme zur Erforschung des Weltraums. Mehr als eine Stunde nach dem Start am historischen Startkomplex 39B des Kennedy-Raumfahrtzentrums zeigte eine von Orions externen Videokameras diese Ansicht ihrer neuen Perspektive im Weltraum.

Im Vordergrund seht ihr Orions Triebwerke des Orbitalen Manövriersystems am Fuß des europäischen Servicemoduls. Hinter einem der sieben Meter langen ausgefahrenen Solarpaneele des Moduls liegt die wunderschöne Heimatwelt des Raumschiffs. Die Mission Artemis 1 dauert fast vier Wochen, in denen die Möglichkeiten zur Erkundung von Mond und Mars durch Menschen getestet wird.

Das Raumschiff Orion ist ohne Besatzung auf den Weg in eine retrograde Umlaufbahn, die 70.000 Kilometer über die Mondbahn hinausreicht. Voraussichtlich am 21. November zieht sie am Mond vorbei und nähert sich dabei der Mondoberfläche.

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Sonnenuntergang, Monduntergang, Tadsch Mahal

Das Bild zeigt die partielle Sonnenfinsternis vom 25. Oktober 2022 am dunstigen Himmel über dem Tadsch Mahal in der indischen Stadt Agra.

Bildcredit und Bildrechte: Neelam and Ajay Talwar (TWAN)

Am 25. Oktober gingen Sonne und Neumond über Agra in Indien gemeinsam unter. Diese Ansicht wurde auf einer Erhöhung fotografiert, sie zeigt ihre enge Begegnung nahe dem westlichen Horizont, eine partielle Sonnenfinsternis am dunstigen Himmel nahe der einsamen Kuppel des Tadsch Mahal.

Natürlich war die partielle Sonnenfinsternis auch in den meisten Teilen von Europa, Nordafrika, dem Mittleren Osten und den westlichen Teilen von Asien zu sehen. Die Finsternis war die zweite und letzte Sonnenfinsternis 2022 (beide Finsternisse waren partiell). Doch der nächste Vollmond gleitet am 7. / 8. November* bei einer totalen Mondfinsternis durch den Schatten des Planeten Erde.

*In Mitteleuropa unbeobachtbar

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Äquinoktium: Analemma über den Steinen von Callanish

Das Bild zeigt die Sonne in vielen Positionen über den Steinen von Callanish.

Bildcredit und Bildrechte: Giuseppe Petricca

Wie ändert sich die Position der Sonne, wenn man jeden Tag zur selben Zeit hinausgeht und ein Foto von der Sonne macht? Eine visuelle Antwort auf diese Frage ist ein Analemma – das ist ein Komposit aus Bildern, die im Laufe eines Jahres regelmäßig zur selben Zeit am selben Ort fotografiert wurden.

Die Bilder für dieses Analemma wurden alle paar Tage zu Mittag in der Nähe des Dorfes Callanish auf den Äußeren Hebriden in Schottland im Vereinigten Königreich fotografiert. Im Vordergrund stehen die Steine von Callanish. Dieser Steinkreis wurde etwa um 2700 v. Chr. in der Bronzezeit errichtet. Es ist nicht bekannt, ob die Steine von Callanish astronomisch ausgerichtet sind oder waren.

Der Grund für die Achterform der Schleife eines Analemmas sind die Neigung der Erdachse und die Elliptizität der Erdbahn um die Sonne. Zu den Sonnenwenden steht die Sonne am oberen oder unteren Ende des Analemmas. Doch die Äquinoktien entsprechen den mittleren Punkten des Analemmas – nicht dem Schnittpunkt.

Diesen Freitag um 01:04 Uhr (UT) – auf dem amerikanischen Kontinent ist es der Donnerstag – ist Äquinoktium („gleiche Nacht“). Tag und Nacht sind dann auf dem ganzen Planeten Erde gleich lang. Viele Kulturen feiern zum Äquinoktium den Wechsel der Jahreszeiten.

Erforsche das Universum: APOD-Zufallsgenerator
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Erntemond über Sizilien

Der Erntemond, ein Vollmond in der Hähe der Herbst-Tag-und-Nachtgleiche, leuchtet über Castiglione di Sicilia.

Bildcredit und Bildrechte: Dario Giannobile

Für die Leute auf der Nordhalbkugel war der Vollmond im September der Erntemond. Als er auf dieser Nahaufnahme vom 9. September über der historischen Stadt Castiglione di Sicilia aufging, gab er die warmen Farbtöne bei Sonnenuntergang wider.

Der Vollmond in zeitlicher Nähe der Herbst-Tag-und-Nachtgleiche wird traditionell Erntemond genannt und wird mit Festen, Sagen und Liedern gefeiert. Der Tradition nach ist der Name sehr passend. Auch wenn die Tage gegen Ende der Vegetationsperiode immer kürzer wurden, konnte die Landbevölkerung im Licht des Vollmondes, der von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang leuchtete, ihre Ernte einbringen.

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Vollmond-Perseïden

Hinter einem mittelalterlichen Turm in Sant Llorenç de la Muga in der spanischen Provinz Girona befindet sich der Radiant des Meteorstroms der Perseiden, oben leuchten der Vollmond und der Planet Saturn.

Bildcredit und Bildrechte: Juan Carlos Casado (Sternklare Erde, TWAN)

Der jährliche Meteorstrom der Perseïden war am 13. August fast am Höhepunkt. Als der Planet Erde den Teilchenstrom des periodischen Kometen Swift-Tuttle durchquerte, regneten Meteore vom nördlichen Sommernachthimmel.

Am oberen Rand dieses Kompositbildes leuchtet der fast volle Mond, doch er konnte nicht alle Meteorspuren des beliebten Stroms überstrahlen. Das Bild zeigt einige der hellsten Perseïden-Meteore, die im Laufe von mehr als zwei Stunden vor der Dämmerung auf vielen kurz belichteten Aufnahmen erfasst wurden.

Der Radiant des Stroms im heroischen Sternbild Perseus befindet sich direkt hinter einem gut beleuchteten mittelalterlichen Turm in Sant Llorenç de la Muga in der spanischen Provinz Girona. Der Meteorstrom der Perseïden wird seit dem Mittelalter beobachtet. In der katholischen Tradition ist er auch als die Tränen des Laurentius bekannt, und um den jährlichen Höhepunkt des Meteorschauers werden Feste gefeiert.

Neben dem Vollmond, der gegenüber der Sonne steht, leuchtet rechts oben der helle Planet Saturn.

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Meteoritenwind über Tunesien

Das zusammengesetzte Bild zeigz viele Meteoritenstreifen über den Ruinen eines alten Dorfes.

Bildcredit und Bildrechte: Makrem Larnaout

Wandert die Erde jemals durch einen Meteorwind? Ja, es gibt immer wieder Meteorschauer. Fast alle Meteore sind sandkorngroße Bruchstücke von einem Kometen oder Asteroiden, der um die Sonne kreist. Diese Stücke ziehen weiterhin auf einer länglichen Bahn um die Sonne. Unsere Erde, die um dieselbe Sonne kreist, kann sich durch die Bahn eines solchen Teilchenstroms bewegen, der im Laufe der Zeit zu einem Meteorwind anwachsen kann.

Meteore, welche in der Erdatmosphäre aufleuchten, werden für gewöhnlich zerstört. All ihre Leuchtspuren können zu einem gemeinsamen Punkt am Himmel zurückverfolgt werden, der als Radiant bezeichnet wird. Dieses Bildkomposit wurde Ende Juli an zwei Tagen in der Nähe des antiken Berberdorfes Zriba El Alia in Tunesien zum Höhepunkt des Juli-Aquariiden-Meteorstroms aufgenommen. Der Radiant liegt rechts außerhalb des Bildes.

Vor wenigen Tagen erlebte die Erde den Höhepunkt eines besser bekannten Meteorwindes – der Perseïden.

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Voyager 1 zeigt Europa und Jupiter

Die Raumsonde Voyager 1 zeigt Jupiter mit dem großen Roten Fleck, dem Mond Europa, dem Schatten von Io und dichten Wolken.

Bildcredit: NASA, Voyager 1, JPL, Caltech; Bearbeitung und Lizenz: Alexis Tranchandon / Solaris

Was sind diese Flecken auf Jupiter? Der größte und am weitesten entfernte Fleck rechts neben der Mitte ist der große Rote Fleck – ein riesiges Sturmsystem, das vielleicht schon seit der Zeit auf Jupiter wütet, wahrscheinlich seit Giovanni Cassini es vor 357 Jahren beschrieb. Wir wissen noch nicht, warum dieser große Fleck rot ist.

Der Fleck links unten ist einer von Jupiters größten Monden: Europa. Bilder von Voyager aus dem Jahr 1979 stützen die heutige Annahme, dass Europa unter der Oberfläche einen Ozean besitzt und daher ein guter Ort ist, um nach außerirdischem Leben zu suchen.

Was aber ist der dunkle Fleck rechts oben? Das ist der Schatten eines weiteren großen Jupitermondes: Io. Voyager 1 zeigte, dass Io so vulkanisch ist, dass dort keine Einschlagkrater zu finden waren.

Sechzehn Aufnahmen vom ersten Vorbeiflug der Raumsonde Voyager 1 an Jupiter im Jahr 1979 wurden kürzlich überarbeitet und zu diesem Bild kombiniert. Vor 45 Jahren startete Voyager 1 im August von der Erde und begann eine der bisher großartigsten Forschungsreisen ins Sonnensystem.

Frei herunterladen: Voyager-Poster
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Vollmond über der Lublauer Burg

Vollmond über der Lublauer Burg in der Slowakei

Petr Horalek / Institute of Physics in Opava

Am 13. Juli entstand diese gut geplante Nahaufnahme mit Vollmond, der über der Lublauer Burg im Osten der Slowakei aufging. Der Fotograf war rund 3 Kilometer von der Burgmauer entfernt und etwa 357.000 Kilometer vom Vollmond nahe dem Perigäum, dem erdnächsten Punkt auf seiner elliptischen Bahn.

Vollmonde nahe dem Perigäum werden gelegentlich als Supermonde bezeichnet. Sie sind am Himmel des Planeten Erde etwas heller und größer als Vollmonde in der durchschnittlichen Entfernung von etwa 384.000 Kilometern.

Jeder Vollmond am Horizont kann die Auswirkungen der Refraktion über eine lange Sichtlinie durch eine dichte, klare Atmosphäre zeigen. Auf diesem Bild erzeugt die atmosphärische Brechung den leicht grünlichen Blitz oben, der von dünnen Wolken eingerahmt ist, und den ausgefransten roten unteren Rand des Juli-Volmondes beim Perigäum.

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