Titania, Uranus‘ größter Mond

Der Uranus-Mond Titania ist etwas mehr als halb beleuchtet. Am Terminator ist oben ein großer Krater mit Zentralberg, der von kleineren Kratern übersät ist. In der Mitte ist eine tiefe, gefurchte Schlucht. Die ganze Oberfläche ist voller Krater und mit hellen Flächen bedeckt.
Bildcredit: NASA, Voyager 2; Bearbeitung und Lizenz: zelario12

Titanias zerklüftete Landschaft ist eine Mischung aus Schluchten, Klippen und Kratern. Dieses Bild nahm die interplanetare Roboter-Raumsonde Voyager 2 der NASA auf, als sie 1986 am größten Mond von Uranus vorbeiflog. Die Gräben auf Titania ähneln denen von Ariel, einem weiteren Uranusmond. Sie deutet auf hin, dass es auf der Oberfläche von Titania in der Vergangenheit Phasen mit gewaltigen Veränderungen gab. Wahrscheinlich spielte Wasser, das fror und sich ausdehnte, eine wichtige Rolle.

Titania ist zwar der größte Mond von Uranus, aber nur halb so groß wie Triton, Neptuns größter Mond. Triton ist wiederum nur etwa halb so groß wie der Erdmond.

1787 entdeckte William Herschel den Mond Titania. Vereinfacht kann man den Mond als großen, schmutzigen Eisball beschreiben. Er besteht zur Hälfte aus Wassereis und zur Hälfte aus Gestein. Jüngste Spekulationen besagen, dass ein Teil des Eises unter der Oberfläche zu Ozeanen geschmolzen ist. Als Grund vermutet man radioaktive Erwärmung.

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NGC 253: Staubige Insel im Universum

Die Galaxie NGC 253 liegt schräg im Bild. Ihre Oberfläche ist von dunklen Staubwolken, blauen Sternhaufen und roten Sternbildungsregionen überzogen. Ihre Form erinnert an eine Münze.

Bildcredit und Bildrechte: Adam Block

Die Galaxie NGC 253 ist nicht nur eine der hellsten Spiralgalaxien, die wir sehen. Sie ist auch eine der staubigsten. Ihre Erscheinung in kleinen Teleskopen führte dazu, dass sie manche sie Silberdollar-Galaxie nennen. Andere nennen sie Sculptor-Galaxie, weil sie im südlichen Sternbild Bildhauer (Sculptor) liegt.

Caroline Herschel entdeckte die staubige Insel im Universum im Jahr 1783. Sie war eine Mathematikerin und Astronomin. NGC 253 ist etwa 10 Millionen Lichtjahre entfernt und 70.000 Lichtjahre breit. Sie ist die größte Galaxie in der Sculptor-Galaxiengruppe. Sie ist der Lokalen Gruppe am nächsten gelegen.

Neben den spiralförmigen Staubbannen steigen auch Ranken aus Staub von der galaktischen Scheibe auf. Das farbige Porträt der Galaxie zeigt junge Sternhaufen und Regionen mit Sternbildung. Sie säumen die Staubranken. Der hohe Staubgehalt führt zu rasanter Sternbildung. Daher bezeichnet man NGC 253 als Sternbildungsgalaxie.

NGC 253 ist auch eine starke Quelle energiereicher Röntgen– und Gammastrahlen. Der wahrscheinliche Grund sind Schwarze Löcher beim Zentrum der Galaxie.

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NGC 253: Staubiges Inseluniversum

Eine sehr flache Galaxienscheibe mit vielen Dunkelwolken und Sternbildungsregionen ist schräg von oben zu sehen, sie liegt diagonal im Bild.

Bildcredit und Bildrechte: Steve Crouch

Die glänzende Galaxie NGC 253 ist eine der hellsten sichtbaren Spiralgalaxien und zugleich eine der staubigsten. Manche nennen sie wegen ihres Aussehens in kleineren Teleskopen die Silberdollargalaxie oder einfach die Sculptor-Galaxie wegen ihrer Lage innerhalb der Grenzen des südlichen Sternbilds Sculptor.

Das staubige Inseluniversum wurde 1783 von der Mathematikerin und Astronomin Caroline Herschel entdeckt und liegt nur 10 Millionen Lichtjahre entfernt. Mit einem Durchmesser von etwa 70 000 Lichtjahren ist NGC 253 das größte Mitglied der Sculptor-Galaxiengruppe, die unserer eigenen Lokalen Galaxiengruppe am nächsten ist.

Zusätzlich zu den spiralförmigen Staubbahnen scheinen in diesem farbenfrohen Galaxienporträt Staubfäden aus der galaktischen Scheibe aufzusteigen, die mit jungen Sternhaufen und Sternentstehungsgebieten durchsetzt sind. Der hohe Staubgehalt geht mit einer rasanten Sternentstehung einher, was NGC 253 die Bezeichnung „Starburst-Galaxieeinbrachte.

NGC 253 ist auch als starke Quelle hochenergetischer Röntgen– und Gammastrahlung bekannt, was wahrscheinlich auf massive schwarze Löcher in der Nähe des Galaxienzentrums zurückzuführen ist.

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Der Krater Herschel auf Mimas

Die Raumsonde Cassini nahm bei ihrem Rekord-Vorbeiflug an dem kleinen Saturnmond Mimas dieses detailreiche Bild des Kraters Herschel auf.

Bildcredit: Cassini-Bildgebungsteam, ISS, JPL, ESA, NASA

Mimas, ein kleiner Saturnmond mit einem Durchmesser von 400 Kilometern, besitzt den 130 Kilometer großen Krater Herschel, einen der größeren Einschlagkrater im ganzen Sonnensystem. Die Roboter-Raumsonde Cassini im Orbit um Saturn nahm 2010 bei einem Rekordvorbeiflug an der winzigen eisigen Welt in einer Entfernung von 10.000 Kilometern diese faszinierende Ansicht des kleinen Mondes und seines großen Kraters auf.

Das Bild ist in kontrastverstärkten Falschfarben dargestellt, die Daten zeigen deutlich, dass Herschels Landschaft ein bisschen anders gefärbt ist als das von vielen Kratern übersäte Gelände in der Umgebung. Der Farbunterschied liefert vielleicht Hinweise auf die Oberflächenzusammensetzung und die gewaltsame Geschichte von Mimas. Vermutlich hätte ein etwas größerer Einschlag auf Mimas als jener, der den 130 Kilometer großen Krater Herschel hervorrief, den kleinen Saturnmond zerstört.

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UGC 12591: Die am schnellsten rotierende bekannte Galaxie

Die Galaxie UGC 12591 weist die schnellste Rotation auf, die wir kennen; Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: NASA, ESA, Hubble; Bearbeitung und Bildrechte: Leo Shatz

Beschreibung: Warum rotiert diese Galaxie so schnell? Schon die Definition, um welche Art Galaxie es sich bei UGC 12591 handelt – sie ist links unten abgebildet – ist schwierig. Die Galaxie besitzt dunkle Staubbahnen wie eine Spiralgalaxie, aber auch eine große, diffuse Wölbung aus Sternen wie eine linsenförmige Galaxie.

Beobachtungen zeigen, dass UGC 12591 überraschenderweise mit ungefähr 480 km/s rotiert, also fast doppelt so schnell wie unsere Milchstraße. Das ist die schnellste Rotationsgeschwindigkeit, die je gemessen wurde. Um eine so schnell rotierende Galaxie zusammenzuhalten, wäre die mehrfache Masse unserer Milchstraße nötig. Mögliche Vorläuferszenarios für UGC 12591 sind langsames Wachstum, bei dem die Galaxie Materie aus der Umgebung aufnahm, oder schnelles Wachstum durch eine Galaxienkollision oder mehrere Kollisionen in jüngster Zeit – vielleicht verraten künftige Beobachten mehr.

Das Licht, das wir heute von UGC 12591 sehen, wurde vor ungefähr 400 Millionen Jahren abgestrahlt, als sich die ersten Bäume auf der Erde entwickelten.

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NGC 253: Staubiges Inseluniversum

Waagrechts liegt eine Galaxienscheibe im Bild, wir sehen sie von schräg oben. Sie ist von vielen Staubwolken durchzogen, ihre Spiralarme sind schwach ausgeprägt.

Bildcredit und Bildrechte: Stefano Cancelli, Paul Mortfield

Die glänzende Spiralgalaxie NGC 253 ist eine der hellsten, die wir sehen. Sie ist auch eine der staubigsten Galaxien. Wegen ihrer Erscheinung in kleinen Teleskopen nennen manche sie Silberdollargalaxie. Ein anderer Name ist Sculptor-Galaxie, weil sie im südlichen Sternbild Bildhauer (Sculptor) liegt.

Im Jahr 1783 entdeckte Caroline Herschel das staubige Inseluniversum. Sie war Mathematikerin und Astronomin. NGC 253 ist etwa 10 Millionen Lichtjahre entfernt und 70.000 Lichtjahre breit. Damit ist sie die größte Galaxie in der Sculptor-Gruppe. Diese Galaxiengruppe ist in der Umgebung unserer Lokalen Gruppe am nächsten gelegen.

Neben ihren spiralförmigen Staubbahnen steigen anscheinend Staubranken aus der Scheibe der Galaxie auf. Die Scheibe ist auf diesem scharfen Farbbild von jungen Sternhaufen und Regionen mit Sternbildung übersät. Der hohe Anteil an Staub führt zu hektischer Sternbildung. Daher bezeichnet man NGC 253 als Sternbildungsgalaxie.

NGC 253 ist auch eine starke Quelle energiereicher Röntgen- und Gammastrahlung. Wahrscheinlich stammt sie von einem massereichen Schwarzen Loch im Zentrum der Galaxie. Dieses Video zeigt eine fiktive Reise durch den extragalaktischen Raum um NGC 253.

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Herschel zeigt den Seelennebel in Infrarot

Der Seelennebel im Sternbild Kassiopeia wirkt hier fremd, weil das Bild in Infrarot aufgenommen wurde. Eine blau schimmernde Höhlung ist von dichten rotbraunen Wolken umgeben.

Bildcredit und Lizenz: ESA, Weltraumteleskop Herschel, NASA, JPL-Caltech

In der Seele der Königin von Aithiopia entstehen Sterne. Genauer gesagt liegt im Sternbild Kassiopeia eine große Region mit Sternbildung. Sie wird Seelennebel genannt. In der griechischen Mythologie ist sie die eitle Gattin eines Königs, der vor langer Zeit die Länder am oberen Nil regierte.

Im Seelennebel befinden sich mehrere offene Sternhaufen. Auch eine große Radioquelle befindet sich im Nebel. Sie ist als W5 bekannt. Riesige hohle Blasen wurden von den Winden junger, massereicher Sterne geformt.

Der Seelennebel ist etwa 6500 Lichtjahre entfernt und ungefähr 100 Lichtjahre groß. Meist wird er zusammen mit seinem himmlischen Nachbarn abgebildet. Es ist der Herznebel (IC 1805). Letzten Monat nahm das Weltraumteleskop Herschel dieses detailreiche Bild in mehreren Spektralbereichen von Infrarot auf.

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Cassini nähert sich Saturn

Videocredit und -rechte: Cassini-Bildgebungsteam, ISS, JPL, ESA, NASA, S. Van Vuuren et al.; Musik: Adagio for Strings (New Yorker Philharmoniker)

Wie sieht es aus, wenn man in einem Raumschiff zu Saturn fliegt? Das muss man sich nicht bloß vorstellen. Die Raumsonde Cassini tat das 2004. Sie machte unterwegs Tausende Bilder. Seit sie in die Umlaufbahn eingetreten ist, entstanden Hunderttausende weitere.

Einige von Cassinis frühen Bildern wurden digital justiert, beschnitten und zu diesem eindrucksvollen Video verarbeitet. Es gehört zu einem größeren IMAX-Filmprojekt. Es trägt den Namen Outside In und entsteht gerade. Im ersten Abschnitt wird Saturn beim Anflug immer größer. Unten zischt der bewölkte Titan vorbei.

Als Nächstes fliegt Cassini über Mimas. Darauf ist der riesige Krater Herschel gut sichtbar, während Saturn im Hintergrund rotiert. Dann bieten Saturns majestätische Ringe eine Schau, wenn Cassini die dünne Ringebene kreuzt. Die dunklen Schatten der Ringe fallen auf Saturn. Schließlich taucht in der Ferne der rätselhafte Mond Enceladus mit seinen Eisgeysiren auf. Das ist das Ende des Kurzfilms.

Die Raumsonde Cassini hat nur noch wenig Treibstoff. Am Freitag bringt sie ihre Mission zu Ende. Dann wird sie so nahe an Saturn gelenkt, dass sie hineinfällt und schmilzt.

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