Saturns Ringe wie eine Harfe spielen

Bildcredit: WISE, IRSA, NASA; Bearbeitung und Bildrechte: Francesco Antonucci

Beschreibung: Klar haben Sie Saturns Ringe schon einmal gesehen – aber haben Sie sie jemals gehört? Gut, dann nützen Sie diese Gelegenheit, um Saturns Ringe wie eine Harfe zu spielen. Bei dieser Klangdarstellung werden die Regionen von Saturns zentralem B-Ring als immer höhere Töne abgespielt, je heller ihre Färbung ist.

Klicken Sie zu Beginn im Webbrowser irgendwo ins Bild, und zupfen Sie aufeinanderfolgende Saiten, indem Sie den Magnetometermast des Raumsondenbildes über die Saiten schieben. Es gibt einen automatischen und einen manuellen Modus.

Dieses Naturfarbbild wurde im Juli 2017 während der Schlussphase der Mission Cassini aufgenommen, als sie die Saturnringe streifte und die am höchsten aufgelösten Ringbilder aufnahm, die je fotografiert wurden. Der Grund, weshalb die großteils aus Wassereis bestehenden Ringe bräunlich und nicht weiß sind, wird derzeit erforscht. Wenn man die Moll-Tonalität wählt, erscheint eine andere Falschfarbenversion desselben Bildes, auf dem Regionen mit höherem Wassereisgehalt röter erscheinen.

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Propellerschatten auf Saturns Ringen

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, Space Science Institute

Beschreibung: Wie entstanden diese ungewöhnlich langen Schatten auf den Saturnringen? Die dunklen Schatten nahe der Bildmitte laufen von der Sonne weg und stammen – angesichts ihrer Länge – von Objekten, die bis zu einige Kilometer hoch sind. Die normale Dicke von Saturns A- und B-Ring beträgt etwa 10 Meter, daher waren die langen Schatten unerwartet. Die abgehackten, länglichen Formen am Rand des B-Rings führten zu einer plausiblen Theorie, dass es dort Minimonde von der Größe einiger Kilometer gibt, deren Gravitation ausreicht, um diese und sogar größere senkrechte Ablenkungen kleiner Ringteilchen in der Nähe hervorzurufen. Die Ringwellen werden wegen ihres Aussehens Propeller genannt. Vermutlich werfen diese einheitlichen Gruppen kleiner Ringteilchen diese langen Schatten.

Das Bild wurde 2009 von der Roboterraumsonde Cassini fotografiert, die derzeit um Saturn kreist. Es entstand fast genau zu Saturns Tag- und Nachtgleiche, als das Sonnenlicht direkt über die Ringebene strömte, sodass es die längsten Schatten warf.

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