Riesige Sonnenprotuberanz bricht aus


Credit: GSFC der NASA, SDO AIA Team, ESA JHelioviewer Team

Beschreibung: Klicken Sie auf den Pfeil und beobachten Sie, wie ein ungewöhnlich langes Filament aus der Sonne heraus explodiert. Das Filament war in diesem Monat bereits länger als eine Woche vor seiner Explosion über der Sonnenoberfläche beobachtet worden. Die Bildfolge wurde vom Solar Dynamics Observatory (SDO) im Erdorbit in einer Farbe des ultravioletten Lichts, die von Helium ausgestrahlt wird, aufgenommen. Die Explosion erzeugte einen koronalen Massenauswurf, der hochenergiereiches Plasma ins Sonnensystem verbreitete. Diese Plasmawolke verfehlte die Erde jedoch und erzeugte daher keine Polarlichter. Die obige Eruption und eine ungewöhnlich ausgedehnte Eruption, die sich im August ereignete, zeigen, wie sich weit auseinander liegende Gebiete der Sonne manchmal übereinstimmend verhalten können. Explosionen wie diese werden wahrscheinlich im Lauf der nächsten Jahre häufiger, da sich unsere Sonne einem Sonnenmaximum nähert.

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Fließende Polarlichter über Norwegen


Bildcredit und Bildrechte: Tor Even Mathisen; Musik: Per Wollen; Gesang: Silje Beate Nilssen

Beschreibung: Haben Sie schon einmal ein Polarlicht gesehen? Polarlichter treten wieder mit zunehmender Häufigkeit auf. Während die Sonne im Lauf der letzten Jahre ungewöhnlich ruhig war, war auch die Zahl der von der Sonne mitverursachten Polarlichter ebenfalls ungewöhnlich gering. In jüngerer Zeit jedoch wurde unsere Sonne zunehmend aktiv und stellte einen größeren Reichtum an Sonnenflecken, –fackeln und koronalen Massenauswürfen zur Schau. Sonnenaktivität wie diese stößt typischerweise geladene Teilchen ins Sonnensystem aus, von denen manche irdische Polarlichter auslösen können. Im Laufe dieses Jahres wurden die oben gezeigten Zeitrafferdarstellungen pittoresker Nordlichter über Tromsø in Norwegen aufgenommen. Gardinen aus Nordlicht, üblicherweise grün, fließen, schimmern und tanzen, während energiegeladene Teilchen zur Erde fallen und die Luftmoleküle in der hoch gelegenen oberen Erdatmosphäre ionisieren. Da das Sonnenmaximum erst kommt, könnten Sie die Gelegenheit haben, im Lauf der nächsten drei Jahre selbst spektakuläre Polarlichter zu sehen.

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Wolken und Sterne über dem Vulkan Cotopaxi in Ecuador


Credit und Bildrechte: Stéphane Guisard (Los Cielos de America), TWAN

Beschreibung: Was geschieht über dem Vulkan Cotopaxi in Ecuador? Einiges, so wie es auf dem obigen Zeitrafferfilm aus einer Nacht aussieht, der Anfang dieses Monats aufgenommen wurde. Der majestätische Vulkan ist zu Beginn des Films durch Lücken in den rasch wandernden Wolken zu sehen. Bald haben sich die Wolken verzogen, und der mit Sternen übersäte Himmel scheint um den schneebedeckten Vulkangipfel zu kreisen. Das Band unserer Galaxis – der Milchstraße -, der dunkle Kohlensacknebel und das Kreuz des Südens sind allesamt hoch oben zu sehen. Satelliten streifen aus verschiedenen Richtungen vorbei. Bald rollen dünne Wolken an und scheinen die hellsten Sterne zum Funkeln zu bringen. Auf dem Vulkan (ab etwa 1:13 im Film) blitzen die Lichter von Bergsteigern auf. Gegen Ende des Films ist zu sehen, wie ein helles Flugzeug über dem Gipfel vorbeifliegt und einen Kondensstreifen hinterlässt, der sich verzieht.

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Video: Große ausbrechende Protuberanz von SDO


Credit: NASA / Goddard / SDO-AIA-Team

Beschreibung: Manchmal kann ein Teil der Sonne einfach in den Weltraum hinaus explodieren. Diese Explosionen können als mächtige Sonnenfackeln, koronale Massenauswürfe oder vergleichsweise zahm ausbrechende Sonnenprotuberanzen auftreten. Oben ist einer der größten Sonnenprotuberanz-Ausbrüche dargestellt, die je beobachtet wurden – eine, die mit einem darauf folgenden koronalen Massenauswurf in Verbindung gebracht wird. Die Protuberanz brach letzten Monat aus und wurde von mehreren die Sonne beobachtenden Instrumenten aufgezeichnet, darunter dem kürzlich gestarteten Solar Dynamics Observatory (SDO). Die oben gezeigte Zeitrafferaufnahme wurde von SDO aufgenommen und dauerte einige Stunden. In den vergangenen Monaten wurde unsere Sonne zunehmend aktiv, nach einem einige Jahre dauernden ungewöhnlich ruhigen Sonnenminimum. Im Laufe der nächsten paar Jahre wird unsere Sonne voraussichtlich ein Sonnenfleckenmaximum erreichen und einen dramatischen Anstieg an Sonnenflecken und allen Arten von Sonnenexplosionen zeigen.

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So rotiert Jupiter


Credit: NASA, Johns Hopkins University Applied Physics Laboratory, Southwest Research Institute

Beschreibung: Wie wäre es beim Jupiter zu halten und ihn rotieren zu sehen? Das war die Erfahrung der Raumsonde New Horizons, als sie sich im Jahr 2007 Jupiter näherte und an ihm vorbeiflog. Wenn Sie auf das Bild klicken, sehen Sie in einem Film, was die automatisierte Raumsonde sah. Oben sind in der ausgedehnten Atmosphäre des größten Planeten im Sonnensystem Bänder und Gürtel aus hellen und dunklen Wolken zu sehen, aber auch riesige rotierende Sturmsysteme in Form von Ovalen. Andere Filme, die von New Horizons und anderen vorbeifliegenden Raumsonden erstellt wurden, zeigten, wie die Wolken wirbeln und sich relativ zueinander bewegen. Jupiter hat durchmisst zirka elf Erddurchmesser und dreht sich in etwa 10 Stunden einmal um seine Achse. Die robotische Raumsonde New Horizons rast weiterhin ins äußere Sonnensystem und passierte letzte Woche den Punkt auf halbem Weg zu Pluto, den sie voraussichtlich 2015 erreicht.

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Mond- und Regenbogen über Patagonien


Credit und Bildrechte: Stéphane Guisard (Los Cielos de Chile)

Beschreibung: Haben Sie je einen Mondregenbogen gesehen? So wie Regenbogen von der Sonne beleuchtet werden, werden Mondregenbogen vom Mond beleuchtet. Da die Sonne viel heller als der Mond ist, leuchten sonnenbeleuchtete Regenbögen viel stärker und sind häufiger zu beobachten als Mondregenbögen. Der Film, der oben zu sehen ist, zeigt nicht nur einen Mondregenbogen, sondern auch mehrere Regenbögen, wandernde Wolken und den Sternenhimmel, der im Februar 2009 über Patagonien in Chile zu sehen war. Die geringfügige Bewegung der Regenbögen entsteht durch die sich verändernde Himmelsposition der Sonne. Da das Mondlicht selbst reflektiertes Sonnenlicht ist, sind die Farben fast dieselben. Sowohl der Regenbogen als auch der Mondregenbogen entstanden durch Licht, das in kleinen Wassertröpfchen gestreut wurde, üblicherweise dann, wenn in der Nähe Regen fällt. Die Regentropfen verhalten sich wie Miniaturprismen, die zusammen das pittoreske Farbspektrum erzeugen, das zu sehen ist.

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Raumsonde Kaguya stürzt auf den Mond


Credit & Bildrechte: SELENE-Team, JAXA, NHK

Beschreibung: Die japanische Raumsonde Kaguya stürzte letzte Woche wie geplant auf den Mond. Die Raumsonde mit dem offiziellen Namen Selenological and Engineering Explorer (SELENE) bekam den Spitznamen Kaguya nach der Prinzessin in der Geschichte vom Bambusschneider. Oben ist ein Film zu sehen, der von Kaguya während des letzten Umlaufes der zwanzig Monate dauernden Mondmission aufgenommen wurde. Einsames, hügeliges und von Kratern übersätes Gelände zieht unterhalb vorbei, wärhend die Raumsonde kaum ein paar Gipfel ausmacht. Am Ende des Filmes verschwindet die Raumsonde in der Dunkelheit nahe dem Krater Gill. Die robotische SELENE trug dreizehn wissenschaftliche Instrumente und zwei HDTV-Kameras. Die bahnbrechende* Mission sammelte Daten der Mondtopologie und -zusamensetzung, die dazu dienen den Ursprung und die Geschichte des einzigeartigen alten Begleiters zu verstehen. Daten und Bilder von Kayuga und dem kürzlich gestarteten Lunar Reconnaissance Orbiter können dazu verwendet werden gute Landeplätze für künftige Astronauten, die den Mond erforschen auszuwählen.

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Sternspuren über dem Canada-France-Hawaii-Teleskop


Credit und Bildrechte: Jean-Charles Cuillandre (CFHT)

Beschreibung: Wenn Sie Ihre Kamera auf einem Stativ befestigen, können auch Sie ein Bild der zierlichen Spuren aufnehmen, welche die Sterne ziehen, während sich der Planet Erde um seine Achse dreht. Ein Zeitraffervideo wie das oben gezeigte ist allerdings mehr Aufwand. Dieses Video, das am 13. Oktober 2006 auf dem Mauna Kea auf Hawaii in den USA aufgenommen wurde, zeigt, was Sie vom Nachthimmel sehen würden, wenn Sie Ihr Gehirn davon abhalten könnten die sichtbare Bildwahrnehmungen etwa jede Hundertstelsekunde zu aktualisieren.

Das Video beginnt mit einem dunklen Himmel und punktförmigen Sternen und zeigt, wie die Sterne sich über den Himmel zu bewegen scheinen, während sich die Welt dreht. Nahe der Mitte der so entstandenen Zielscheibe steht der Polarstern.

Links im Vordergrund ist das 3,7-Meter- Canada-France-Hawaii-Teleskop (CFHT) zu sehen. Das rote Leuchten, das die Kuppel des CFHT kurz nach Beginn des Filmes beleuchtete, stammte von einem Auto, das den Vulkangipfel verließ. Der Mond geht etwa zur Hälfte des Videos auf und wirft weißes Licht, das allmählich einen Großteil der CFHT-Kuppel beleuchtet.

Das interessante Zeitraffervideo wurde aus etwa 1000 aufeinanderfolgenden Bildern erstellt, die mit einer Digitalkamera im Lauf von fast neun Stunden aufgenommen wurden.

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Sickernde orange Sonne


Credit: Bruno Sánchez-Andrade Nuño et al. (IAG und MPS, NRL)

Beschreibung: Die Oberfläche der Sonne verändert sich. Klicken Sie auf den Pfeil in der Mitte und beobachten Sie, wie die Oberfläche der Sonne in nur einer Stunde wegsickert.

Die Photosphäre der Sonne besteht aus Tausenden Dellen, die als Granulen bezeichnet werden, und üblicherweise wenigen dunklen Senken – Sonnenflecken.

Der obige Zeitrafferfilm zeigt den Sonnenfleck 875 in der Mitte und wurde 2006 mit dem Vacuum Tower Telescope auf den Kanarischen Inseln (Spanien) aufgenommen, unter Verwendung einer adaptiven Optik, um Details mit weniger als 500 Kilometern Durchmesser aufzulösen.

Jede der zahllosen Granulen hatte die Größe eines irdischen Kontinents, lebte aber viel kürzer. Eine Granule verändert im Lauf einer Stunde langsam ihre Form und kann sogar völlig verschwinden. Heißer Wasserstoff steigt im hellen Zentrum einer Granule auf und sinkt am dunklen Granulenrand in die Sonne zurück.

Der obige Film und ähnliche Filme ermöglichen Studenten und Sonnenforschern zu untersuchen, wie sich Granulen und Sonnenflecken entwickeln, und wie magnetische Sonnenfleckenregionen mächtige Sonneneruptionen erzeugen.

Tipp: Folgen Sie der Sonne als Teil von 100 Stunden Astronomie
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Feuerkugel über Edmonton


Credit und Bildrechte:  Global Television Edmonton, YouTube

Beschreibung: Was wäre, wenn Sie die Straße entlangfahren und ein Objekt aus dem All genau vor Ihnen über den Himmel schießen würde? Genau das passierte letzte Woche vielen Menschen im mittleren Süden Kanadas. Eine extrem helle Feuerkugel, wahrscheinlich ein Meteor mit den Ausmaßen eines Tisches aus den Tiefen des Alls, raste am 20. November 2008 unmittelbar nach Sonnenuntergang über den Himmel.

Die helle Feuerkugel wurde auf vielen Bildern und Filmen aufgezeichnet, darunter auf dem spektakulären oben gezeigten Video, das von der Kamera auf dem Armaturenbrett einer Polizeistreife in Edmonton in Alberta (Kanada) aufgezeichnet wurde.

Da mindestens zwei Schlieren zu sehen sind, zerbrach das Objekt wahrscheinlich, als es tiefer in die Erdatmosphäre stürzte. Durch Triangulierung der Feuerkugelbilder mehrerer gleichzeitig aufgenommener Aufnahmen hoffen die Astronomen, sowohl die ungefähre Bahn, aus der das Objekt kam, als auch die wahrscheinlichen Orte auf der Erde zu ermitteln, an denen größere Brocken eingeschlagen haben könnten, sofern sie den Wiedereintritt überlebt haben.

Bestenfalls würden Stücke eines bekannten Kometen oder Asteroiden aus dem fernen Weltraum geborgen, was der Menschheit einen noch nie dagewesenen Blick auf ein uraltes Objekt gewähren würde, das uns wahrscheinlich Hinweise auf die frühen Jahre unserer Erde und des Sonnensystems geben könnte.

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Landesonde Phoenix erreicht den Mars


Animierte Illustration und Bildrechte: MAAS Digital, SVV-Projekt, NASA

Beschreibung: Wird der Phoenix seine Landung auf dem Mars überleben? Die Landesequenz des Phoenix beginnt heute Nacht um etwa 23:30 UTC (1:30 MESZ) und dauert etwas länger als eine Stunde. Wenn alles gutgeht, wird eines der ersten Bilder des Phoenix vom Mars morgen auf APOD erscheinen. Die Landesonde Phoenix ist darauf programmiert, nahe dem Nordpol des Mars aufzusetzen, während der kommenden drei Monate außerirdische Eis- und Bodenproben zu sammeln und die Bedingungen, die auf mögliche Vorkommen früheren mikrobiellen Lebens hinweisen, zu untersuchen. Wie die Landung des Phoenix auf dem Mars aussehen könnte, ist als künstlerische Animation oben zu sehen. In dieser Animation erreicht die Raumsonde Phoenix den Mars, fährt ihren Bremsfallschirm aus, wirft den Hitzeschild ab, zündet ihre Schubdüsen, landet, entfaltet ihre Solarpaneele, fährt ihre Instrumente aus, nimmt Proben vom Mars auf und beginnt mit deren Untersuchung.

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