Ein Venustransit-Musikvideo von SDO


Bildcredit: Solar Dynamics Observatory, SVS, GSFC, NASA; Musik: Dramatic Intro (stockmusic.net)

Beschreibung: Was ist dieser schwarze Punkt, der sich über die Sonne bewegt? Es ist die Venus. Die vielleicht die klarste Sicht auf die Venus, die letzte Woche vor der Sonne vorbeizog, hatte man im Erdorbit. Das Solar Dynamics Observatory hatte während der Aufzeichnung eine ununterbrochene Sicht, nicht nur im sichtbaren Licht, sondern auch in ultravioletten Spektralbereichen. Oben ist ein mit Musik untermaltes Kompositvideo des Transits zu sehen. Obwohl das Ereignis auch wissenschaftlich erfolgreich war, da die Bestandteile der Venusatmosphäre besser ermittelt werden konnten, war es sicherlich auch kulturell erfolgreich, da Menschen auf der ganzen Welt das seltene astronomische Phänomen beobachteten. Viele spektakuläre Bilder dieses Venustransits vom (und über dem) Globus werden stolz präsentiert.

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Virtueller Flug über den Asteroiden Vesta


Bildecredit: NASA, JPL-Caltech, UCLA, MPS, DLR, IDA; Animation: Deutsches Zetrum für Luft- und Raumfahrt (DRL)

Beschreibung: Wie wäre es, über den Asteroiden Vesta zu fliegen? Trickfilmspezialisten vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt verwendeten kürzlich aktuelle Bilder und Höhendaten der NASA-Mission Dawn, die derzeit Vesta besucht, um ein fiktives Video zu generieren. Das obige Video beginnt mit einem Abschnitt über Divalia Fossa, zwei ungewöhnlichen Mulden, die parallel über ein mit zahllosen Kratern übersätes Gelände verlaufen. Danach erforscht das virtuelle Raumschiff Vestas 60 Kilometer großen Marcia-Krater mit zahllosen plastischen Details. Schließlich wurden die Dawn-Bilder digital mit übertriebener Höhe umgerechnet, um Vestas 5 km hohen Berg Aricia Tholus besser zeigen zu können. Derzeit entfernt sich Dawn von Vesta, nachdem die Sonde nahe genug gekommen war, um äußerst detailreiche Oberflächenbilder und Gravitationsmessungen des zweitgrößten Asteroiden im Sonnensystem zu bekommen. Im August wird Dawn ihre Triebwerke zünden, für die planmäßige Reise von Vesta zu Ceres, dem größten Asteroiden des Sonnensystems.

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Das Licht von Sternen


Videocredit und -rechte: Daniel López (El Cielo de Canarias); Musik: La Busqueda de Ianna (Epic Soul Factory)

Beschreibung: Was bewegt sich da? Zeitraffervideos, die den Himmel zeigen, können ziemlich spektakulär sein, wenn sie lang genug dauern, dass Sterne, Planeten, Polarlichter und Wolken scheinbar in wenigen Sekunden wandern. Doch im obigen Video zeigt uns der Astrovideofilmer Daniel López nicht nur verschiedene interessante Zeitraffervideos des Nachthimmels, sondern auch, wie er Schlitten und motorisierte Kräne verwendete, um die Kameras selbst zu bewegen, was einen aufregenden, dreidimensionalen Eindruck von Tiefe erzeugt. Die Videoabschnitte wurden in den letzten zwei Monaten auf Teneriffa, eine von Spaniens Kanarischen Inseln, aufgenommen, und zeigen Szenen wie Sonnenuntergangsschatten, die sich dem Observatorio de Tiede nähern, die Milchstraße, die wandert, während der Himmel rotiert, die untergehenden hellen Planeten Venus und den nachfolgenden Jupiter, einen geröteten Mond, der durch unterschiedlich brechende Luftschichten hindurch aufgeht, die Gammastrahlenteleskope MAGIC, die schwenken, um eine neue Quelle zu beobachten, und ungewöhnliche Vordergrundobjekte, etwa kegelförmige Natternköpfe (Echium wildpretii), ungewöhnliche Felsformationen und eine Spinne, die sich in ihrem Netz bewegt. Das Video endet mit dem Venusgürtel, der bei Sonnenaufgang hinter dem Teide untergeht.

Neue Spiegelseite: APOD ist nun aus Indonesien auf indonesisch verfügbar
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Das Higgs Boson – in einem Cartoon erklärt


Illustrationscredit und Rechte: Jorge Cham, PHD Comics

Beschreibung: Was soll dieses Getue um das Higgs-Boson? In der Physik-Gesellschaft gibt es Aufregung um ein Teilchen, das im weitgehend erfolgreichen Standardmodell der Teilchenphysik zu erwarten ist, und das vielleicht bald vom riesigen Large Hadron Collider (LHC) am CERN in Europa gefunden werden könnte. Der Begriff Boson bezieht sich auf eine Art Elementarteilchen, das Ähnlichkeiten mit dem Photon aufweist, während sich Higgs auf Peter Higgs bezieht, einen Physiker, der unter anderem eine Untersuchung publizierte, welche den Mechanismus vorhersagt, durch den ein solches Teilchen wirken könnte. Der obige animierte Trickfilm erklärt humorvoll, aber eindrucksvoll detailreich, warum das Higgs-Boson zu erwarten ist, sowie eine Methode des Large Hadron Collider, mit der danach gesucht wird. Obwohl es Gerüchte gibt, dass vorläufige Spuren des Higgs-Bosons bereits gefunden werden, würde sogar das Nicht-Finden dieses ungewöhnlichen Teilchens die Tür zu einem neuen grundlegenden Verständnis dessen öffnen, wie unser Universum funktioniert.

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Rosetta nähert sich dem Asteroiden Lutitea


Bildcredit: ESA / MPS / UPD / LAM / IAA / RSSD / INTA / UPM / DASP / IDA; Videokompilierung: Daniel Machacek / YouTube: planetaryprobes

Beschreibung: Wie sieht es aus, wenn man sich einem Asteroiden in einem Raumschiff nähert? 2010 zischte die robotische Raumsonde Rosetta der ESA am Asteroiden 21 Lutetia vorbei. Dabei sammelte sie Daten und schoss Bilder, um die Geschichte des Asteroiden und den Ursprung seiner ungewöhnlichen Farben besser untersuchen zu können. Kürzlich wurde aus vielen Bildern einer Kamera, die ständig auf den Asteroiden gerichtet war, das obige Video erstellt. Zwar ist die Zusammensetzung von Lutetia nicht bekannt, doch er ist jedenfalls nicht massereich genug, um unter dem Einfluss der Gravitation eine Kugel zu bilden. Mit einem Durchmesser von 100 Kilometern ist Lutetia derzeit der größte Asteroid oder Kometenkern, der von einer von Menschen gestarteten Raumsonde besucht wurde. Lutetia, der im Asteroidengürtel kreist, erweist sich als mit zahlreichen Kratern übersäter Überrest des frühen Sonnensystems. Lange nach der Begegnung mit Lutetia steuert die Raumsonde Rosetta weiterhin auf den Kometen Tschurjumow-Gerasimenko zu, auf dem sie planmäßig 2014 landen soll.

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Geostationäre Satelliten hinter den Alpen

Videocredit und -rechte: Michael Kunze

Beschreibung: Warum bewegen sich diese Sterne nicht? Sterne am Himmel scheinen üblicherweise auf- und unterzugehen, während die Erde sich dreht. Die weit im Norden oder Süden stehenden Sterne scheinen um den Pol zu kreisen. Wenn Sie den obigen Zeitrafferfilm jedoch genau betrachten, sehen Sie Lichtpunkte, die feststehend erscheinen. Diese Objekte sind keine Sterne, sondern von Menschen gestartete robotische Raumsonden, die hoch über dem Erdäquator fixiert sind. Sie werden als geostationäre Satelliten bezeichnet und fallen nicht herunter, weil sie um die Erde kreisen – doch sie kreisen mit exakt der gleichen Winkelgeschwindigkeit, mit der sich die Erde dreht. Die Umlaufbahn, in der das möglich ist, ist viel weiter entfernt als die Internationale Raumstation, aber viel näher als der Mond. Das Video wurde an einem der am höchsten rotierenden Restaurants der Welt aufgenommen und befindet sich auf dem Mittelallalin in den Schweizer Alpen. Im Vordergrund ist ein Berg zu sehen, der als Allalinhorn bekannt ist. Eine noch genauere Betrachtung zeigt, dass die geostationären Satelliten im Schein reflektierten Sonnenlichts aufblitzen. Die Satelliten stehen alle in einer Reihe – diese ist die Projektion des Erdäquators an den Himmel.

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Die Entwicklung des Mondes


Videocredit: LRO, SVC, NASA

Beschreibung: Wie verlief die Entwicklung des Mondes? Der Mond entstand wahrscheinlich aus den Trümmern, die ausgeworfen wurden, als vor etwa 4,5 Milliarden Jahren ein marsgroßes Objekt einen gewaltigen Einschlag auf der Erde verursachte. Kurz nachdem diese durch Gravitation verdichtet wurden, was oben zu sehen ist, kühlte die rot glühende Oberfläche des Mondes aus und brach. Große und kleine Gesteinsbrocken trafen weiterhin die Oberfläche, darunter ein besonders großer Einschlag, bei dem vor etwa 4,3 Milliarden Jahren das Aitken-Becken entstand. Eine darauf folgende Periode schweren Bombardements dauerte Hunderte Millionen Jahre an, wobei auf der gesamten Oberfläche große Becken entstanden. In den nächsten Milliarden Jahren floss Lava in die erdzugewandten Becken, die schließlich zu den dunklen Meeren auskühlten, die wir heute sehen. Die nicht nachlassenden Einschläge bildeten die Krater, die wir heute sehen. Erst im Laufe der letzten Milliarde Jahre wurden es langsam weniger. Heute ist der ausgekühlte Mond, den wir kennen und lieben, so dunkel wie Kohle und zeigt der Erde immer die gleiche Seite. Wie der Mond nun genau entstand, und warum Mondmeere nur auf der erdzugewandten Seite befinden, wird weiterhin erforscht.

Frühlingsbeginn: Heute sind Tag und Nacht auf der ganzen Erde gleich lang
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Die Größenordnung des Universums – interaktiv!


Credit und Rechte der Flash-Animation: Cary und Michael Huang

Beschreibung: Wie sieht das Universum auf einer kleinen Skala aus? Oder auf einer großen Skala? Die Menschheit entdeckt, dass das Universum in jeder Größenordnung, die erforscht wird, ein ganz anderer Ort ist. Zum Beispiel ist unseres Wissens jedes winzige Proton exakt gleich, doch jede riesige Galaxie ist anders. Oder – in vertrauteren Größenordnungen – eine für einen Menschen kleine Glastischoberfläche ist für eine Staubmilbe eine gewaltige, seltsam glatte Ebene – möglicherweise von Zellbrocken übersät. Nicht alle Skalenlängen sind gut erforscht – was zum Beispiel mit den winzigen Tröpfchen geschieht, die beim Niesen entstehen, wird derzeit aktiv untersucht – das zu wissen kann nützlich sein, um die Ausbreitung von Krankheiten zu stoppen. Die oben gezeigte interaktive Flash-Animation, eine aktuelle Version des klassischen Videos Zehn hoch, ist ein neues Fenster, das zu vielen der bekannten Größenordnungen unseres Universums führt. Wenn Sie den Scrollbalken am unteren Rand bewegen, können Sie eine Vielfalt an Größenordnungen untersuchen, während ein Klick auf die einzelnen Objekte Informationen über diese liefert.

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Nachts über die Erde fliegen


Bildcredit: Gateway to Astronaut Photography, NASA; Zusammenstellung: Bitmeizer (YouTube); Musik: Freedom Fighters (Two Steps from Hell)

Beschreibung: Viele Wunder sind zu sehen, wenn man nachts über die Erde fliegt. Eine Zusammenstellung solcher visueller Schauspiele wurde kürzlich auf der Internationalen Raumstation (ISS) aufgenommen und stimmungsvoll vertont. Unterhalb ziehen weiße Wolken, orange Stadtlichter, Blitze in Gewittern und dunkle, blaue Meere vorbei. Am Horizont ist der goldene Schleier der dünnen Erdatmosphäre zu sehen, die im Lauf des Videos immer wieder von tanzenden Polarlichtern geschmückt ist. Die grünen Anteile der Polarlichter bleiben üblicherweise unterhalb der Raumstation, doch die Station fliegt mitten durch die roten und violetten Polarlichtspitzen. Die Solarpaneele der ISS sind an den Bildrändern zu sehen. Die ahnungsvolle, herannahende Lichtwelle am Ende jedes Abschnittes ist bloß die Dämmerung der sonnenbeleuchteten Erdhälfte – eine Dämmerung, die sich alle 90 Minuten wiederholt.

Quiz: Erkennen Sie einige der Landschaften?
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Bäume, Sterne, Polarlicht!


Videocredit und Copyright: Christian Mülhauser; Musik: Elemental von Pulse Faction; Path of Stars von Jonathan Geer

Beschreibung: Haben Sie schon einmal ein Polarlicht gesehen? Polarlichter treten jetzt wieder häufiger auf. Während die Sonne im Lauf der letzten vier Jahre ungewöhnlich ruhig war, blieb das Aufkommen an von der Sonne ausgelösten Polarlichtern ungewöhnlich gering. In jüngerer Zeit jedoch wurde unsere Sonne zunehmend aktiver und stellte einen größeren Reichtum an Sonnenflecken, Sonnenfackeln und koronalen Massenauswürfen zur Schau. Bei Sonnenaktivität wie dieser werden üblicherweise geladene Teilchen ins Sonnensystem geschleudert, von denen einige auf der Erde Polarlichter auslösen können. Vor zwei Wochen führte ein Sonnensturm hinter Bäumen und vor Sternen zu der oben gezeigten Zeitrafferdarstellung pittoresker Polarlichter über Ravnastua in Skoganvarre und Lakselv in Norwegen. Wenn energiereiche Teilchen zur Erde fallen und die Luftmoleküle hoch oben in der Erdatmosphäre anregen, fließen, schimmern und tanzen Schleier aus vorwiegend grünem Polarlicht. Da das Sonnenmaximum immer noch in der Zukunft liegt, könnte es im Lauf der nächsten paar Jahre sogar noch bessere Gelegenheiten geben, um spektakuläre Polarlichter zu sehen.

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Zodiakallicht und falsche Dämmerung


Bildcredit und Bilrechte: Nilesh Vayada und Ajay Talwar (TWAN)

Beschreibung: Ist es Dämmerung oder falsche Dämmerung? Zu gewissen Zeiten des Jahres beginnt der Horizont bei der aufgehenden Sonne ungewöhnlich früh zu leuchten. Dieses frühmorgendliche Leuchten stammt nicht direkt von der Sonne, sondern ist Sonnenlicht, das von interplanetarem Staub reflektiert wird. Das leuchtende Dreieck aus Licht, das als Zodiakallicht bezeichnet wird, kann eine Weile mit dem Sonnenaufgang verwechselt werden, man könnte es daher als „falsche Dämmerung“ bezeichnen. Das oben eingebundene Zeitfaffervideo zeigt zwei Ereignisse einer falschen Dämmerung, jede davon zirka fünf Stunden lang, aufgenommen bei der am höchsten gelegenen Sternwarte der Welt: Mount Saraswati in der Nähe von Hanle in Indien. Zeitweise leuchtet das aufgehende Zodiakaldreieck auf der linken Seite sogar heller als die zentrale Scheibe unserer Galaxis, der Milchstraße, die als diagonales Band zu sehen ist, das sich im Bild von links nach rechts bewegt.

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