Fließende Polarlichter über Norwegen


Bildcredit und Bildrechte: Tor Even Mathisen; Musik: Per Wollen; Gesang: Silje Beate Nilssen

Beschreibung: Haben Sie schon einmal ein Polarlicht gesehen? Polarlichter treten nun wieder häufiger auf. Wenn die Sonne ihr alle elf Jahre auftretendes Aktivitätsmaximum erreicht, bei dem Polarlichter ausgelöst werden, stellt sie einen größeren Reichtum an Sonnenflecken, Sonneneruptionen und koronalen Massenauswürfen zur Schau. Bei Sonnenaktivitäten wie dieser werden üblicherweise geladene Teilchen ins Sonnensystem ausgestoßen, von denen einige die Magnetosphäre der Erde treffen und irdische Polarlichter auslösen. Die oben gezeigten Zeitrafferaufnahmen von pittoresken Polarlichtern wurden Ende 2010 über Tromsø in Norwegen aufgenommen. Schleier aus Polarlicht, meist grün, fließen, schimmern und tanzen, während energiegeladene Teilchen zur Erde fallen und Luftatome hoch oben in der Erdatmosphäre anregen. Vielleicht haben Sie sogar heute Nacht eine Gelegenheit, Polarlichter zu sehen, da im Lauf der letzten Tage kürzlich stattgefundene Sonnenexplosionen zahlreiche Polarlichtsichtungen auslösten.

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Sterngrößenvergleiche


Videocredit und -rechte: morn1415 (YouTube)

Beschreibung: Wie groß ist unsere Sonne im Vergleich zu anderen Sternen? In einem dramatischen, beliebten Video, das auf YouTube zu sehen ist, werden die relativen Größen von Planeten und Sternen dargestellt, vom kleinsten bis zum größten. Das oben gezeigte Video beginnt mit dem Erdmond und schreitet fort zu immer größeren Planeten im Sonnensystem. Als Nächstes ist die Sonne zu sehen, im Vergleich zu vielen der helleren Sterne in der näheren Umgebung in unserer Galaxis, der Milchstraße. Schließlich rotieren einige der größten Sterne, die wir kennen, ins Sichtfeld. Allerdings sind die wahren Größen der meisten Sterne jenseits von Sonne und Beteigeuze nicht durch direkte Beobachtung bekannt, sondern werden durch Messung ihrer wahrnehmbaren Leuchtkraft, Temperatur und Entfernung ermittelt. Obwohl das Video ein anregendes und ziemlich genaues Lernwerkzeug ist, sind APOD-Leser eingeladen, die Lernerfahrung zu verbessern – und vielleicht zu helfen, weitere Versionen noch genauer zu machen – durch Aufzeigen leichter Ungenauigkeiten im Video.

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Galaxienkollisionen: Simulation versus Beobachtungen


Bildcredits: NASA, ESA; Visualisierung: Frank Summers (STScI); Simulation: Chris Mihos (CWRU) und Lars Hernquist (Harvard).

Beschreibung: Was geschieht, wenn zwei Galaxien kollidieren? Obwohl es länger als eine Milliarde Jahre dauert, sind solche Titanenkämpfe ziemlich häufig zu beobachten. Da Galaxien hauptsächlich aus leerem Raum bestehen, kollidieren wahrscheinlich nicht die Sterne selbst. Eher verzerrt oder zerstört die Gravitation jeder Galaxie die andere Galaxie, und die Galaxien können schlussendlich verschmelzen, um eine einzelne größere Galaxie zu bilden. Ausgedehnte Gas- und Staubwolken kollidieren und lösen Sternbildungswellen aus, die sogar während des Wechselwirkungsprozesses weiterlaufen. Oben ist eine Computersimulation zweier kollidierender großer Spiralgalaxien zu sehen, unterbrochen von echten Stand bildern, die mit dem Weltraumteleskop Hubble aufgenommen wurden. Unsere eigene Galaxis, die Milchstraße, hat in ihrer Geschichte bereits mehrere kleinere Galaxien absorbiert und soll sogar in wenigen Milliarden Jahren mit der größeren benachbarten Andromedagalaxie verschmelzen.

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Im Orbit ein nasses Handtuch auswringen


Videocredit: CSA, ASC, Expedition 35

Beschreibung: Was passiert, wenn man ein nasses Handtuch auswringt, während man im Weltraum schwebt? Das Wasser sollte im Erdorbit nicht zu Boden fallen, weil frei fallende Objekte zu schweben scheinen. Fließt jedoch das Wasser aus dem Tuch, oder was? Die Antwort mag überraschen. Um es herauszufinden und um weiters zu zeigen, wie seltsam ein Aufenthalt im Orbit sein kann, machte Chris Hadfield, Commander der Expedition 35, letzte Woche dieses Experiment in der Mikrogravitation der Internationalen Raumstation im Erdorbit. Im obigen Video ist zu sehen, dass zwar wenige Tropfen herausfliegen, ein Großteil des Wassers jedoch zusammenhält und eine ungewöhnlich aussehende, zylindrische Hülle in und um das Tuch bildet. Die selbstklebende Oberflächenspannung des Wassers ist auf der Erde bekannt und hilft zum Beispiel, um künstlerische Wasserkaskaden oder, etwas gewöhnlicher, Regentropfen zu bilden.

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Nachts über die Erde fliegen


Videocredit: Gateway to Astronaut Photography, NASA; Zusammenstellung: David Peterson (YouTube); Musik: Freedom Fighters (Two Steps from Hell)

Beschreibung: Viele Wunderdinge sind zu sehen, wenn man nachts über die Erde fliegt. Einige dieser optischen Spektakel wurden unlängst auf der Internationalen Raumstation (ISS) aufgenommen und mit stimmungsvoller Musik untermalt. Unten ziehen weiße Wolken, orange Stadtlichter, Blitze in Gewittern und dunkelblaue Meere vorbei. Am Horizont ist der goldene Dunst der dünnen Erdatmosphäre zu sehen, die im Laufe des Videos häufig mit tanzenden Polarlichtern geschmückt ist. Die grünen Teile der Polarlichter bleiben normalerweise unter der Raumstation, doch die Station fliegt mitten durch die roten und violetten Polarlichtspitzen. An den Bildrändern sind die Solarpaneele der ISS zu sehen. Die unheilvolle Welle näherkommender Helligkeit am Ende jeder Sequenz ist bloß die Dämmerung der sonnenbeleuchteten Erdhälfte, ein Morgenrot, das sich alle 90 Minuten ereignet.

11. April 2013, Wien: Top Kino zeigt den Film „Fliegerkosmonauten“
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Koronaler Regen auf der Sonne


Videocredit: Solar Dynamics Observatory, SVS, GSFC, NASA; Musik: Thunderbolt von Lars Leonhard

Beschreibung: Regnet es auf der Sonne? Ja, obwohl das, was herunterfällt, kein Wasser ist, sondern extrem heißes Plasma. Ein Beispiel ereignete sich Mitte Juli 2012 nach einem Ausbruch auf der Sonne, der sowohl einen koronalen Massenauswurf als auch eine mittelmäßige Sonnenfackel erzeugte. Noch ungewöhnlicher war jedoch, was danach geschah. Plasma in der nahe gelegenen Sonnenkorona wurde gefilmt, während es abkühlte und zurückfiel – ein Phänomen, das als koronaler Regen bekannt ist. Weil sie elektrisch geladen sind, wurden Elektronen, Protonen und Ionen im Regen graziös entlang der vorhandenen Magnetfeldschleifen nahe der Sonnenoberfläche kanalisiert, weshalb die Szenerie wie ein surrealer dreidimensionaler Wasserfall ohne Quelle aussieht. Das sich daraus ergebende überraschend ruhige Spektakel ist in Ultraviolettlicht zu sehen und hebt Materie hervor, die bei einer Temperatur von etwa 50.000 Kelvin leuchtet. Jede Sekunde des obigen Zeitraffervideos braucht in Echtzeit etwa 6 Minuten, daher dauerte die ganze koronale Regenszene etwa 10 Stunden.

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Der große russische Meteor 2013


Videocredit und -rechte: RussiaToday

Beschreibung: Was zum Teufel ist das? Tausende Menschen, die in der Nähe des Uralgebirges in Russland leben, sahen letzten Freitag früh einen der spektakuläreren Meteore der Neuzeit über den Himmel blitzen. Mächtige Schallwellen erreichten Minuten später den Boden, verletzten Menschen und zerbrachen über Hunderte Kilometer Fensterscheiben. Das obige Video ist eine Sammlung von Aufnahmen mehrerer Armaturenbrettkameras und zeigt Echtzeitmaterial des Meteortobens – treibende Rauchspuren, rasch wandernde Schatten und das Licht des Meteors, das sich an der Rückseite eines Busses spiegelt. Die Feuerkugel entstand vermutlich durch einen fahrzeuggroßen Brocken aus Eis und Gestein, der in die Erdatmosphäre stürzte. Da das Ereignis aus vielen verschiedenen Blickwinkeln festgehalten wurde, konnte die Bahn des Meteors gut genug ermittelt werden, um festzustellen, woher er kam und wo die daraus resultierenden Stücke gelandet sein könnten. Sicher ist, dass dieser Meteor nichts mit dem vielfach größeren Asteroiden 2012 DA14 zu tun hatte, der am gleichen Tag zu einem späteren Zeitpunkt aus einer anderen Richtung an der Erde vorbeizog. Falls Stücke des Meteors gefunden werden, könnten diese der Menschheit mehr über das frühe Sonnensystem verraten, in dem der Meteor vermutlich entstand.

Galerie: Videos und Bilder von 2012 DA14
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Asteroid 2012 DA14 zieht an der Erde vorbei


Videocredit und -rechte: Daniel López (El Cielo de Canarias)

Beschreibung: Da zieht er hin. Der kleine Punkt, der sich im obigen Video vor dem Hintergrund der Sterne bewegt, ist ein potenziell gefährlicher Asteroid, der über der Erdatmosphäre dahinzieht. Letzten Freitag verfehlte der 50 Meter große Asteroid 2012 DA14 knapp die Erde, indem er nicht nur innerhalb der Mondbahn passierte, was für einen Asteroiden dieser Größe ungewöhnlich nahe wäre, sondern sogar innerhalb der Bahn geosynchroner Satelliten. Unglücklicherweise treffen Asteroiden dieser Größe oder sogar noch größere etwa alle 1000 Jahre die Erde. Hätte 2012 DA14 die Erde getroffen, so hätte er ein Stück Land von der Größe einer Stadt verwüsten können, wenn er aber einen Ozean getroffen hätte, wären gefährliche Tsunamis entstanden. Obwohl die Suche und das Verfolgen potenziell gefährliche Asteroiden ein wichtiges Anliegen der heutigen Astronomie ist, wurde, da diese kleinen Körper aus Eis und Gestein üblicherweise sehr dunkel sind, bisher nur ein kleiner Teil davon gefunden. Noch kleinere Brocken aus Eis und Gestein, wie die (nicht damit zusammenhängenden) spektakulären Meteore, die in den vergangenen Tagen über Russland und Kalifornien dahinzogen, sind sogar noch schwieriger zu entdecken, stellen aber eine geringere Gefahr dar.

Galerie: Videos und Bilder von 2012 DA14
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Streifzug über den Südhimmel

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bild/Videocredit und Bildrechte: Alex Cherney (Terrastro, TWAN)

Beschreibung: Fürs Erste streifen Komet Lemmon (C/2012 F6a) und Komet PanSTARRS (C/2011 L4) über den Südhimmel. Lemmons limettengrüne Koma und sein dünner Schweif sind auf dieser Teleobjektivszene links zu sehen – sie ist ein Einzelbild aus einem Zeitraffervideo (hier auf Vimeo), das am 12. Februar aufgenommen wurde und seine Bewegung vor den Hintergrundsternen zeigt. Komet Lemmons Bahn brachte ihn in die Nähe der Sichtlinie markanter Südhimmelsschätze, etwa der Kleinen Magellanschen Wolke oder des Kugelsternhaufens 47 Tucanae (rechts). Komet PanSTARRS, der einen breiteren, weißlicheren Schweif zur Schau stellt, wandert auf späteren Videobildern durch das blasse Sternbild Mikroskop. Beide Kometen sind mit Ferngläsern und kleinen Teleskopen zu sehen, werden heller und steuern in den nächsten Monaten auf den Nordhimmel zu.

Videos und Diskussion: Russische Meteorexplosion
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Namibische Nächte


Videocredit und -rechte: Marsel van Oosten; Musik: Simon Wilkinson

Beschreibung: Namibia bietet einige der dunkelsten Nächte aller Kontinente. Daher sind in diesem Land die spektakuläreren Himmelslandschaften zu beobachten, von denen einige im obigen Zeitraffervideo fotografiert wurden. Zu Beginn des Videos hocken ungewöhnliche Köcherbäume vor einem dicht gefüllten Sternenfeld, das vom Zentralband unserer Milchstraße hinterlegt ist. Dieses helle Band aus Sternen und Gas scheint sich um den Himmelssüdpol zu drehen, während unsere Erde rotiert. Dann stehen die Reste von Kameldornbäumen vor einem Himmel mit einem verschwommenen Fleckchen weit rechts – der Großen Magellanschen Wolke, einer kleinen Begleitgalaxie der Milchstraße. Ein heller, das Sonnenlicht reflektierender Satellit wandert oben schnell vorbei. Wieder erscheinen Köcherbäume und zeigen nun ihre ungewöhnlichen Stämme, während die Kleine Magellansche Wolke im Hintergrund deutlich sichtbar wird. Künstliche Lichter beleuchten den Dunst um die Kameldornbäume im Deadvlei. In der Schlusssequenz wurden natürliche namibische Steinbögen mit den aufziehenden Schatten des untergehenden Mondes fotografiert. Dieses Video enthält mehr als 16.000 im Laufe von zwei Jahren fotografierte Bilder und wurde bei der Preisverleihung der Reisefotografen des Jahres 2012 bestens bewertet.

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Vollmondsilhouetten


Videocredit und -rechte: Mark Gee; Musik: Tenderness (Dan Phillipson)

Beschreibung: Haben Sie schon einmal einen Mondaufgang beobachtet? Der langsame Aufgang eines fast vollen Mondes über einem klaren Horizont kann ein eindrucksvoller Anblick sein. Vor zwei Nächten wurde ein beeindruckender Mondaufgang über dem Mount Victoria Lookout in Wellington (Neuseeland) aufgenommen. Nach sorgfältiger Planung platzierte ein fleißiger Astrofotograf seine Kamera etwa zwei Kilometer entfernt und richtete sie über den Aussichtspunkt hinweg auf den Punkt, an dem der Mond seinen nächtlichen Auftritt absolvieren würde. Die obige in einem Stück aufgenommene Bildserie ist unbearbeitet und wird in Echtzeit abgespielt – es ist kein Zeitraffervideo. Die Leute auf dem Mount Victoria Lookout sind als Silhouetten zu sehen, die ihrerseits den Aufgang des größten Erdsatelliten bewundern. Einen Mondaufgang zu beobachten ist nicht schwierig: Es geschieht jeden Tag, wenngleich nur die halbe Zeit bei Nacht. Jeden Tag geht der Mond etwa fünfzig Minuten später auf als am Vortag, wobei der Vollmond immer bei Sonnenuntergang aufgeht.

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