Der doppellappige Asteroid Torifune

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Bildcredit und Bildrechte: JAXA, U. von Tokio, Chiba Tech, Wissenschaftsuniversität Tokio, AIST, Obs. von Paris, IAC

Anfang dieses Monats flog die japanische Raumsonde Hayabusa2 am Asteroiden 98943 Torifune vorbei und machte dabei Fotos. Beobachtungen von der fernen Erde aus ließen eine längliche Form vermuten. Doch Hayabusa2 fand heraus, dass Torifune aus zwei verbundenen Teilen besteht.

Der Weltraumbrocken hat eine Länge von vier Fußballfeldern. Auf seinem Orbit um die Sonne kommt er der Erde zwar immer wieder nahe, doch er stellt keine Bedrohung dar.

Abgesehen von den zwei Teilen sieht man auf Torifune viele große Felsbrocken. Überraschenderweise gibt es keine deutlichen Krater, vermutlich weil die Oberfläche eine Geröllhalde ist. Wie beim Asteroiden Arrokoth scheint jeder der beiden Teile separat entstanden zu sein. Erst später kollidierten sie und blieben aneinander haften.

Hayabusa2 ist bekannt für den Besuch beim Asteroiden Ryugu im Jahr 2018. Nun ist die Sonde auf dem Weg zu einer Begegnung mit 1998 KY26 im Jahr 2031. Dabei handelt es sich um einen kleineren Asteroiden, der ungewöhnlich schnell rotiert und der möglicherweise größere Mengen Eis enthält.

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Polarlichter, aus dem Weltraum gesehen

Videocredit: ESA, NASA, ISS Expedition 74; Aufnahme: Sophie Adenot; Musik: ESA („Circle of Light“ von Patrick Hawes und Grace Davison von Audio Network)

Wie sehen Polarlichter von oben aus? Seht her! Vom Boden aus gesehen tanzen Polarlichter hoch über den Wolken. Dabei sorgen sie oft für spektakuläre Anblicke. Aus dem Weltraum sehen sie etwas anders aus. Die Internationale Raumstation (ISS) umrundet die Erde alle 90 Minuten. Dabei fliegt sie manchmal über Polarlichter, die auf der Nachtseite der Erde aktiv sind. Dieses Zeitraffer-Video zeigt Polarlichter. Es wurde vor rund zwei Wochen von der ISS aus aufgenommen. Die ISS und alle Objekte in erdnahen Umlaufbahnen fliegen weit über grünen Polarlichter, aber nur ein kleines Stück über rot leuchtenden. Die Polarlichter bestehen aus Strömen von Elektronen und Protonen. Diese sind zu dünn um eine Gefahr für die ISS darzustellen – so wie Wolken ungefährlich für Flugzeuge sind. Aus der Umlaufbahn scheinen Polarlichter sich wie riesige Schlangen zu winden und zu kriechen. Das passiert, wenn die Magnetfelder sich ändern. Die französische Astronautin Sophie Adenot nahm dieses einminütige Video auf. Sie ist derzeit Teil der Crew der ISS-Expedition 74.

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Galaxie NGC 474: Hüllen und Sternströme

Die Galaxie mitten im Bild ist von schalenförmigen Hüllen umgeben. Sie wirkt kaum noch wie eine Spiralgalaxie. Daneben ist eine Spirale, die ebenfalls von Sternströmen umgeben ist.
Bildcredit und Lizenz: CFHT, Coelum, MegaCam, J.-C. Cuillandre (CFHT) und G. A. Anselmi (Coelum)

Was passiert in der Galaxie NGC 474? Die mehrschichtigen Hüllen der Galaxie wirken seltsam komplex. Auf Bildern, die weniger lang belichtet sind, wirkt die elliptische Galaxie im Vergleich zu diesem relativ strukturlos.

Wie die Schalen entstehen, wird immer noch erforscht. Möglich ist, dass sie durch Gezeiten entstehen. Geröll, das übrig blieb, nachdem die Galaxie in der Vergangenheit viele kleinere Galaxien verschlungen hat, spielt wohl auch eine Rolle.

Alternativ sind die Schalen vielleicht ähnlich wie Wellen auf der Oberfläche eines Teiches. Es könnten Dichtewellen sein, die bei Kollisionen mit der Spiralgalaxie NGC 474 (rechts) entstanden sind. Jedenfalls zeigt dieses Bild, dass die Halos einiger elliptischer Galaxien überraschend komplex aufgebaut sind. Auch der Halo unserer Milchstraße enthält derlei Strukturen.

Die Galaxie NGC 474 ist etwa 250.000 Lichtjahre breit und an die 100 Millionen Lichtjahre entfernt. Sie liegt im Sternbild Fische.

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Messier 24: Sternennebel im Schützen

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Bildcredit und Bildrechte: Chuck Ayoub

Im Gegensatz zu den meisten Einträgen in Charles Messiers berühmtem Katalog der Deep-Sky-Objekte ist M24 keine helle Galaxie, kein Sternhaufen und kein Nebel. Es handelt sich um eine Lücke in nahegelegenen, lichtabschirmenden interstellaren Staubwolken, die den Blick auf die fernen Sterne im Sagittarius-Spiralarm unserer Milchstraße freigibt.

Wer mit einem Fernglas oder einem kleinen Teleskop durch diese Lücke schaut, blickt durch ein über 300 Lichtjahre breites Fenster auf Sterne, die ca. 10.000 Lichtjahre oder mehr von der Erde entfernt sind.

M24, manchmal auch als „Kleine Sagittarius-Wolke“ bezeichnet, erstreckt sich mit ihren leuchtenden Sternen über diese wunderschöne interstellare Szenerie. Das teleskopische Sichtfeld erstreckt sich am Himmel über vier Vollmonde. Wir schauen hier in Richtung des Sternbilds Schütze. Das Bild zeigt die Dunkelwolken Barnard 92 und Barnard 93 nahe dem Zentrum von M24 sowie weitere Staubwolken und leuchtende Nebel in Richtung des Zentrums der Milchstraße.

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Westlicher Mond, östliches Meer

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Bildcredit und Bildrechte: Guy Bardon

Das Mare Orientale, das östliche Meer, ist eine der auffälligsten großen Strukturen auf dem Mond. Es ist das jüngste der großen Einschlagbecken. Allerdings ist es nur sehr schwer von der Erde aus zu sehen. Trotzdem gelang am 7. Juli eine Aufnahme mit dem Teleskop während einer günstigen Neigung oder Libration des Mondes. Das östliche Meer ist in diesem Bild am oberen Rand zu sehen. Das große Mare erstreckt sich entlang des westlichen Mondrands und erscheint extrem verkürzt.

Das Becken mit fast 1000 Kilometern Durchmesser entstand vor mehr als 3 Milliarden Jahren durch den Einschlag eines Asteroiden. Seine konzentrischen Kreisstrukturen bilden Wellen in der Mondkruste. Sie sind in direkten Aufnahmen aus dem Orbit um den Mond etwas leichter zu erkennen.

Aber warum liegt das östliche Meer am westlichen Mondrand? Das Mare Orientale wurde vor 1961 benannt. In diesem Jahr wurde der Standard der Beschriftung von Ost und West auf Mondkarten umgedreht.

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Der rote Schimmer der kosmischen Fledermaus

Mitten im Bild ist eine dunkle Gas- und Staubwolke, die einer Fledermaus mit ausgebreiteten Flügeln ähnelt. Zwei Stellen leuchten scheinbar von innen heraus – dort sind junge Sterne. Der Hintergrund ist von dunklen Nebelschwaden und Sternen übersät.

Bildcredit und Bildrechte: Humbert Cédric; Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II)

Diese kosmische Fledermaus wünscht ein frohes Summerween! Diese Feier zur Jahreshälfte von Halloween überschreitet die Erdhälften, auch wenn der Sommer auf der Nordhalbkugel der Winter auf der Südhalbkugel ist.

Anders, als die unheimlichen Aura des kosmische Fledermausnebels (LDN 43) vermuten lässt, ist er eine lebhafte Stätte, wo Sterne entstehen. Diese Fledermaus sollte man nicht mit dem Fledermausnebel NGC 6995 verwechseln. Nur ein wenig junges Sternenlicht glimmt durch die dichten Gas- und Staubwolken. Die Spannweite der kosmischen Fledermaus macht 12 Lichtjahre aus.

Wenn ihr den Mauszeiger über das Bild schiebt, erscheint ein unheilvolles rotes Leuchten. Das ultraviolette Licht der jungen Sterne regt den Wasserstoff im Nebel an und bringt ihn dazu, rotes Licht abzustrahlen. Aus dem Kopf der Fledermaus strömt leuchtender Wasserstoff. Er deutet die Sternbildung an, die sich im Inneren der kosmischen Fledermaus verbirgt.

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Swift-Boost-Mission

Bildcredit: Katalyst Space; Text: Cecilia Chirenti (NASA GSFC, UMCP, CRESST II)

Manchmal braucht jeder ein bisschen Hilfe von Freundinnen oder Freunden. Das Neil Gehrels Swift-Observatorium der NASA ist fast 22 Jahren im All. Nun benötigt es einen Schub, um in der Umlaufbahn zu bleiben.

Dieses Video zeigt eine künstlerische Darstellung der Swift Boost Mission: Das Raumfahrzeug LINK von Katalyst startete gestern auf einer Pegasus XL-Rakete von Northrop Grumman. Es ist jetzt unterwegs und hebt Swift in den nächsten Monaten in eine höhere Umlaufbahn.

Noch nie hat jemand so ein Manöver versucht. Wenn es gelingt, haben wir eine neue Technologie, mit der Satelliten in niedrigen Umlaufbahnen länger im All bleiben können. Normalerweise sinken sie mit der Zeit ab.

Die Instrumente von Swift beobachten die energiereichsten Explosionen im Universum. Dazu nützen sie Gammastrahlung, Röntgen- und Ultraviolettlicht. Er hat auch die besondere Fähigkeit, sich in ein paar Dutzend Sekunden neu auszurichten. Astronominnen und Astronomen auf der ganzen Welt und alle, die kosmische Explosionen mögen, hoffen auf einen Erfolg der Mission!

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NGC 6188: Drachen im Sternbild Altar

Vor einem blau schimmernden Hintergrund kämpfen zwei rötlich-braune Nebelfetzen, deren Form an Fabelwesen erinnert. Rechts unten ist ein runder Nebel, der an ein Drachenei erinnert.
Bildcredit und Bildrechte: Rod Prazeres

Wo findet man kämpfende Drachen am Himmel? Ein Beispiel sieht man hier im südlichen Sternbild Altar. Die Drachen bestehen nicht aus Schuppen, sondern aus eigenartig geformten Gas- und Staubwolken. Die himmlische Heimat der Fabelwesen ist auch unter der Katalognummer NGC 6188 bekannt. Sie ist etwa 4000 Lichtjahre von der Erde entfernt und liegt am äußeren Rand einer großen Molekülwolke.

Die Struktur Ara-OB1 ist in die Molekülwolke eingebettet. Darin entstanden massereiche Sterne, die nur ein paar Millionen Jahre jung sind. Sie formen die dunklen Gestalten und bringen den Nebel mit Sternwinden und intensiver UV-Strahlung zum Leuchten. Rechts unten gesellt sich noch ein ungewöhnlicher Nebel zu NGC 6188: der Emissionsnebel NGC 6164. Auch dieser Nebel entstand durch einen der massereichen Sterne in der Gegend.

Das Panorama wurde in Queensland aufgenommen, das zu Australien gehört. Es reicht am Himmel über ganze zwei Grad. Das ist so breit wie vier Vollmonde nebeneinander.

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