Die Erde geht unter

Über dem Horizont des dunklen Mondes, der von Kratern bedeckt ist, steht die Erde als breite Sichel. Man erkennt weiße Wolken und blaue Meere.
Bildcredit: NASA; Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II)

„Ihr alle da unten auf der Erde und außen herum, wir lieben euch. Grüße vom Mond! Wir sehen euch auf der anderen Seite“, sendete Victor Glover, Pilot von Artemis II, am 6. April um 11:45 UTC. Dann verschwanden 8,3 Milliarden minus vier Leute und eine Erde hinter dem Horizont des Mondes.

Die Orion-Raumkapsel Integrity reiste bei ihrem Vorbeiflug am Mond hinter den Trabanten der Erde. Das dauerte sieben Stunden. Integrity entfernte sich dabei 406.771 km von der Erde. Noch nie zuvor ist jemand so weit gereist. Die Besatzung kartierte Regionen auf der Rückseite des Mondes, die noch nie so zu sehen waren. Es gibt dort auffallend weniger vulkanische Aktivität als auf der vorderen Seite, die zur Erde zeigt.

Nun gibt es neue Beobachtungen der Krater mit ihren Gipfeln und Böden, Terrassen und Ringen, die auf der Oberfläche des Mondes erhalten geblieben sind. Das hilft vielleicht, die Geschichte der Einschläge im Sonnensystem zusammenzustückeln. Zu diesen Gebieten gehört das Mare Orientale. Es ist das am besten erhaltene Becken auf dem Mond, die in einer Zeit heftiger Kollisionen mit Asteroiden entstanden sind. Man nennt diese Periode spätes schweres Bombardement. Auch zwei neue Krater wurden entdeckt.

Als die Erde über dem Horizont des Mondes wieder aufging, leitete Integrity die Heimkehr ein. Christina Koch ist Missions-Spezialistin von Artemis II. Sie fasste diese bedeutende Mission der Menschheit mit starken Worten zusammen: „… Wir entscheiden uns immer für die Erde. Wir wählen immer einander.“

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Reflexionsnebel IC 4592: Der blaue Pferdekopf

Der blasse Nebel im Bild schimmert blau und erinnert an den Kopf eines Pferdes. Ein Stern könnte sein Auge bilden.
Bildcredit und Bildrechte: Rabeea Alkuwari

Seht Ihr den Kopf des Pferdes? Es ist aber nicht um der berühmte Pferdekopfnebel im Orion, sondern ein ziemlich blasser Nebel. Nur wenn er längere Zeit belichtet wird, tritt die bekannte Form hervor.

Der Hauptteil der hier gezeigten Molekülwolke ist der Reflexionsnebel IC 4592. Solche Nebel bestehen aus sehr feinem Staub, der normalerweise dunkel ist. Wenn so ein Nebel das sichtbare Licht heller Sternen in der Nähe reflektiert, erscheint er blau.

In diesem Fall ist die Hauptquelle des reflektierten Lichts ein Stern im Auge des Pferdes. Dieser Stern ist Nu Scorpii. Er ist eines der helleren Sternsysteme im Sternbild Skorpion (Scorpius). Ein zweiter Reflexionsnebel mit der Bezeichnung IC 4601 umgibt die beiden Sterne unter der Bildmitte. Das Bild wurde in Sawda Natheel in Katar fotografiert.

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Der Weg der Artemis II

Video Credit: NASA, GSFC, Artemis II, SVS

Warum landet Artemis II nicht auf dem Mond? Der Hauptgrund dafür ist, dass Artemis II in erster Linie eine Testmission ist. Sie dient dazu, künftige Artemis-Missionen, bei denen Menschen auf dem Mond landen sollen, besser vorzubereiten. Auch bevor die NASA-Mission Apollo 11 auf dem Mond landete, waren schon Apollo 8 und Apollo 10 als Tests zunächst in die Nähe des Mondes geflogen.

Das animierte Video zeigt die Flugbahn von Artemis II. Das Raumschiff umkreist sowohl die Erde als auch den Mond. Etwa 10 Tage nach dem Start kehrt es zur Erde zurück. Die Mission Artemis II bringt erstmals seit den Apollo-Missionen vor 50 Jahren Menschen aus der Magnetosphäre der Erde hinaus. Im Video werden die Teilchen des Sonnenwinds als Streifen dargestellt. Die Magnetosphäre der Erde, die darauf reagiert, flackert grün.

Die Magnetosphäre der Erde spielt eine wichtige Rolle. Sie lenkt sehr energetische Teilchen ab, die von der Sonne kommen. Diese Teilchen lassen malerische Polarlichter entstehen, die man auf der Erdoberfläche sieht.

Portal ins Universum: APOD-Zufallsgenerator

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NGC 3310, eine spiralförmige Sternbildungsgalaxie

Die Galaxie im Bild ist etwa halb so breit wie die Milchstraße. Ihre Spiralstruktur ist nicht gleichmäßig. Rosarote Wolken vor der Galaxie zeigen, wo Sterne entstehen.
Bildcredit und Bildrechte: Verwaltung AAO ITSO, Gemini-Obs./AURA und T. A. Rector (U. Alaska Anchorage)

In der Spiralgalaxie NGC 3310 geht es noch rund. Vor etwa 100 Millionen Jahren kollidierte NGC 3310 vermutlich mit einer kleineren Galaxie. Das führte in der großen Spiralgalaxie zu einem gewaltigen Ausbruch an Sternentstehung. Im Laufe der Kollision änderte sich die Schwerkraft. Das erzeugte Dichtewellen, die bereits vorhandene Gaswolken komprimierten. Das löste die Sternbildung aus.

Das Bild wurde von Teleskop Gemini Nord aufgenommen. Es zeigt die Galaxie in allen Einzelheiten. Die Farbe Rosa zeigt Gas, Weiß und Blau heben die Sterne hervor. Einige der Sternhaufen in der Galaxie sind noch ziemlich jung. Das weist darauf hin, dass Galaxien mit heftiger Sternbildung über lange Zeit Sterne in großer Zahl erzeugen können.

NGC 3310 hat einen Durchmesser von etwa 50.000 Lichtjahren und ist ca. 50 Millionen Lichtjahre von uns entfernt. Die Galaxie sieht man schon mit kleinen Teleskopen im Sternbild Großer Bär (Ursa Major).

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Hallo, Welt!

Vor einem schwarzen Hintergrund mit wenigen Sternen steht die Erde als blaue Scheibe mit wenigen weißen Wolken. Links ist eine rotbraune Landmasse zu erkennen.
Bildcredit: NASA, Reid Wiseman, Artemis II

Dieser Schnappschuss aus dem All zeigt unseren schönen Planeten von Pol zu Pol. Auf dem eindrucksvollen Bild seht ihr den Blick aus einem Fenster der Orion-Raumkapsel Integrity. Aus der Sicht des Raumschiffs steht die Sonne rechts unten hinter dem hellen Rand der Erde. Auf der Oberfläche des blassblauen Planeten seht ihr Afrika und die Iberische Halbinsel. Polarlichter krönen die Erde über dem Südpol rechts oben und dem Nordpol links unten.

Reid Wiseman, der Kommandant der Mission Artemis II, nahm das historische Bild auf. Es entstand am 2. April, dem zweiten Flugtag der Mission. Zuvor hatte eine geplante Zündung der Triebwerke die Mission in Richtung Mond gebracht. Diese Zündung beschleunigte das Raumschiff und die Besatzung aus der Erdbahn heraus auf eine Bahn, die sie um den Mond herum und wieder zurück bringt. Menschen haben diese Reise zuletzt vor mehr als 50 Jahren gemacht.

Hinweis: Das Bild wurde stark aufgehellt. Hier ist das Originalbild

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Im Netz gefangen: Schwarze Löcher im Tarantelnebel verschmelzen

Die Illustration zeigt das Ergebnis einer Simulation. Zwei Schwarze Löcher verschmelzen vor dem Hintergrund des Tarantelnebels in der Großen Magellanschen Wolke. Das Ereignis ist fiktiv.
Bildcredit und Bildrechte: Artwork: Carl Knox OzGrav, Technische Universität Swinburne; Astrofotografie: Blake Estes und Christian Sasse, iTelescope.net; Text: Cecilia Chirenti (NASA GSFC, UMCP, CRESST II)

Wie können wir etwas sehen, das eigentlich unsichtbar ist? Schwarze Löcher sind in der dunklen kosmischen Nacht nicht leicht erkennbar. Aber in der Astronomie kann man sie aufspüren, indem man die Auswirkung ihrer Gravitation auf Materie, Licht und die Raumzeit erforscht.

Für diese Illustration simulierte man ein System aus zwei Schwarzen Löchern bei seinem finalen „Tanz“ und kombinierten es mit einer lang belichteten Aufnahme des Tarantelnebels, die dahinter gelegt wurde. Schwarze Löcher senden zwar selbst kein Licht aus. Doch sie krümmen den Pfad der Lichtstrahlen. Dabei wirken sie wie eine Gravitationslinse, die den Nebel extrem verzerrt. Das führt zu sogenannten Einsteinringen und Mehrfachbildern.

Der Tarantelnebel liegt in der Großen Magellanschen Wolke. Sie ist eine Zwerggalaxie und eine Satellitengalaxie unserer Milchstraße, die rund 160.000 Lichtjahre entfernt ist. Damit wäre dieses Ereignis mehr als 1.000-mal näher als jede Verschmelzung von binären Schwarzen Löchern, die man bisher beobachtet hat. Vermutlich sehen wir niemals eine Verschmelzung so nah an unserer galaktischen Heimat!

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Abflug! Zurück zum Mond

Artemis II und Orion: Eine Rakete hebt von einer Startrampe ab. Während sie aufsteigt, stößt sie nach unten einen gleißenden Feuerstrahl aus. Am Boden breiten sich dichte Staubwolken aus.
Bildcredit und Bildrechte: NASA/Bill Ingalls; Text: Ogetay Kayali (MTU)

Wir sind der Rückkehr zum Mond einen kleinen Schritt näher gekommen. Gestern begann mit dem Start der NASA-Mission Artemis II ein neues Kapitel bei der Erforschung des Weltraums. Artemis II startete an der Spitze des Weltraum-Startsystems (SLS) vom Kennedy-Raumfahrtzentrum. Vier Astronautys reisen an Bord des Raumschiffs Orion.

Der geplante Vorbeiflug am Mond ist der erste seit mehr als einem halben Jahrhundert. Dieser historische Testflug knüpft an den Erfolg von Apollo an und übertrifft ihn sogar. Er bringt eine Besatzung weiter von der Erde fort als Menschen jemals seit 1972 gelangten. Sie umrunden den Mond und kehren dann zur Erde zurück.

Die Reise dauert etwa zehn Tage. Dabei werden die Systeme der Orion im Weltraum getestet – von der Lebenserhaltung bis zur Navigation. Die Astronautys beobachten die Mondoberfläche. Dazu zählen auch beschattete Gebiete auf der Rückseite, die man nur aus dieser Perspektive direkt sieht. Nach der Umrundung des Mondes kehren sie zur Erde zurück. Ihre Reise endet mit einer Wasserung im Pazifischen Ozean.

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Hummerschere und Blase als Nebel

Teile der an sich dunklen Molekülwolke im Bild leuchten, weil sie von massereichen Sternen angeregt werden. Die Farben wurden in Blau und Orange übersetzt. Durch Pareidolie erkennt man in den Nebelmustern eine Klaue, die nach einer Blase greift.
Bildcredit und Bildrechte: Richard Whitehead; Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II)

Welche unerwarteten Dinge seht ihr am Nachthimmel? Dieses Bild gleicht einem abstrakten Gemälde. Auf einer kosmischen Leinwand sind große Farbflecken scheinbar zufällig verteilt. Das Bild ist abstrakt. Trotzdem erkennt das menschliche Auge darin bekannte Muster, zum Beispiel eine große Klaue, die nach einer zarten Blase greift.

Die Strukturen entstehen scheinbar zufällig. Doch sie basieren auf physikalischen Gesetzen, welche die Wechselwirkung von Licht und Materie bestimmen. Die Farben der Nebelgebiete „Hummerschere“ (Sh2-157) und „Blase“ (NGC 7635) wurden hier in Gelb und Blau dargestellt. Sie markieren Wasserstoff und Sauerstoff. Das intensive Licht von Sternen, deren Masse ein Vielfaches der Sonnenmassen beträgt, ionisiert die Elemente und bringt sie zum Leuchten.

Das Bild zeigt das Chaos, aber auch die Struktur astronomischer Prozesse. Es zeigt, wie sowohl Kunst als auch Wissenschaft das Unerwartete suchen.

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