Farbige Polarlichter über einem isländischen Wasserfall

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Bildcredit und Bildrechte: Victor Lima; Text: Cecilia Chirenti (NASA GSFC, UMCP, CRESST II)

Was für ein Anblick! Ein Nachthimmel voller Farben scheint über den Skógafoss Wasserfall in Island herunterzuregnen. Das Bild entstand im April 2025 in einer einzigen 5 Sekunden Belichtung.

Viele Leute möchten zumindest einmal im Leben eine Aurora sehen. Doch das ist nicht so einfach. Hohe Sonnenaktivität, ein dunkler, klarer Himmel und ein hochgelegener Beobachtungsplatz sind dazu nötig. Nordlichter sind daher leichter zu sehen als ihr Gegenpart, die Südlichter. Denn auf der Südhalbkugel der Erde gibt es weniger Landmassen, besonders um den südlichen Polarkreis.

Aurorae werden durch geladene Teilchen aus dem Sonnenwind verursacht. Diese werden von der Magnetosphäre der Erde eingefangen und durch das Magnetfeld in ein Gebiet nahe der Pole geleitet. Dort kollidieren sie mit Gasteilchen in der Atmosphäre. Verschiedene Farben zeigen die Wechselwirkungen mit verschiedenen Gasen in unterschiedlichen Höhen an. Rot und grün entsteht durch Sauerstoff, blau und rosa durch Stickstoff.

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Der Löwenkopfnebel auf Bildern des JWST

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Bildcredit: NASA, ESA, CSA, STScI; Bildbearbeitung: Alyssa Pagan (STScI); Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II)

Blicken wir auf die Zukunft unserer Sonne? Das James Webb Weltraumteleskop hat unser heutiges Bild des Löwenkopfnebels (NGC 2392) aufgenommen. Es besteht aus Aufnahmen der Instrumente NIRCam und MIRI. Der Löwenkopfnebel ist das Überbleibsel eines sonnenähnlichen Sterns. Der Stern konnte die Kernfusion in seinem Inneren nicht mehr aufrechterhalten und wurde dadurch instabil. Er begann seine äußeren Schichten aus Gas und Staub in den Weltraum hinaus zu schleudern. So ist dieser planetarische Nebel entstanden. Der extrem heiße Kern des Sterns blieb zurück: ein weißer Zwerg. Er ist in der Nase des Löwen zu sehen. Bitte die Nase nicht anstupsen! Die starke Strahlung des weißen Zwergs bringt das Gas zum Leuchten. Es dehnt sich aus und erzeugt so die unregelmäßigen Blasen, die das Gesicht des Löwen bilden. Eine leuchtende Gaswolke und dichte Staubklumpen, die die Strahlung des weißen Zwergs überlebt haben, bilden die Löwenmähne. Dieser neue und sehr detaillierte Blick auf den Nebel hilft uns, ihn besser zu verstehen. Wir lernen daraus, wie das Gas und der Staub miteinander und mit dem Licht des weißen Zwergs wechselwirken.

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Mondfinsternisse visualisieren den Erdschatten

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Bildcredit und Bildrechte: Tim Martin

Was erzeugt dieses riesige Loch im Weltraum? Das ist kein Schwarzes Loch – es ist ein Schatten. Es ist der Schatten der Erde. Mindestens seit der Zeit von Aristoteles haben die Menschen bemerkt, dass der dunkle Schatten der Erde bei einer partiellen Mondfinsternis rund ist. Es ist allerdings nie ein ganzer Kreis. Mit moderner digitaler Technologie können wir aber viele Bilder von Mondfinsternissen kombinieren. Dadurch wird der gesamte Schatten der Erde sichtbar. Die heutige Bilderserie stammt von einem hartnäckigen Astrofotografen und vereint 22 Jahre von Mondfinsternissen in einem Bild. Der Mond wird nicht jeden Monat verfinstert, da seine Umlaufbahn relativ zur Erdbahn leicht geneigt ist. Bei genauerer Betrachtung sieht man auf manchen Bildern von Mondfinsternissen ein schwaches, bläuliches Band. Es entsteht, wenn die obere Atmosphäre der Erde mehr rotes Licht herausfiltert als blaues. Diese Woche wird eine neue Mondfinsternis stattfinden, die am besten aus Teilen Nord- und Südamerikas, Europa und Afrika zu sehen ist.

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Der Komet 220P bricht aus

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Bildcredit und Bildrechte: Spilios Asimakopoulos

Der Komet 220P ist unerwartet hell. Normalerweise hat der periodische Komet 220P/McNaught nur eine geringe Helligkeit. Um ihn beobachten zu können, benötigt man daher meistens ein Teleskop. Allerdings kam es in diesem Jahr zu gleich zwei Helligkeitsausbrüchen. Der Kometen ist dadurch
20 000-mal heller als sonst. Er ist somit auch mit einem Fernglas und einer Kamera mit Langzeitbelichtung sichtbar.

Die Umlaufbahn des Kometen 220P um die Sonne liegt zwischen den Planeten Mars und Jupiter. Seine Umlaufzeit beträgt 5 Jahre. Die hier gezeigte Langzeitaufnahme wurde vor 10 Tagen in Südafrika gemacht. Sie zeigt den hellen grünen Kopf und den kurzen Staubschweif des Kometen.

Die Ursache für die beindruckenden Helligkeitsausbrüche des Kometen 220P ist unbekannt. Kometenbeben oder die Freisetzung von Gas, das sich unter der Oberfläche angesammelt hat, könnten mögliche Erklärungen sein. Im Oktober fliegt der Komet 220P in einem Abstand, der der Entfernung von der Erde zu Sonne entspricht, an der Erde vorbei. Danach wird er voraussichtlich stark an Helligkeit verlieren, da er sich wieder auf den Weg zum äußeren Teil seiner Umlaufbahn macht.

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Cassini nähert sich Saturn

Videocredit und -rechte: Cassini-Bildgebungsteam, ISS, JPL, NASA, ESA, S. Van Vuuren et al.; Musik: Adagio for Strings (New Yorker Philharmoniker)

Wie würde es aussehen, wenn man sich dem Riesenplaneten Saturn nähert?

Es ist unnötig darüber zu phantasieren – das Raumschiff Cassini hat es 2004 gemacht und tausende von Bildern im Anflug aufgenommen – und einige weitere hunderttausende während des Eintrittsorbits.

Einige von Cassinis frühen Bildern wurden digital nachbearbeitet, zurecht geschnitten und zu einem inspirierenden Video kombiniert. Es ist Teil eines größeren IMAX Filmprojekts mit dem Namen In Saturn’s Rings. In der Sequenz am Ende wird Saturn bei der Annäherung immer größer, während der wolkige Titan unter ihm vorbeirauscht.

Während Saturn im Hintergrund herumwirbelt, sehen wir als nächstes Cassini über den Mond Mimas fliegen und der große Herschel Crater ist klar erkennbar. Saturns majestätische Ringe übernehmen dann die Show, während Cassini die sehr dünne Ringebene durchquert. Dunkle Schatten der Ringe erscheinen auf Saturn selbst. Abschließend kommt der rätselhafte Eis-Geysir-Mond Enceladus mit etwas Abstand ins Bild. Während des Annäherungsmanövers endet der Videoflug.

Nach mehr als einem Jahrzehnt Erforschung und Entdeckungen ging dem Cassini-Raumschiff 2017 der Treibstoff aus und es wurde gezielt in zum Eintauchen in die Atmosphäre von Saturn gebracht, wo es bestimmt zerschmolzen ist.

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Überwiegend Perseiden

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Bildcredit und Bildrechte: Jakub Koukal (Valašské Meziříčí Observatory)

Vier verschiedene Kameras, deren Hauptzweck das Monitoring von Meteoren ist, nahmen dieses Bild in der Nacht vom 12 – 13 August in Tschechien auf. Um das Bild zu erstellen, mussten die vier Einzelbilder ausgerichtet und schließlich vereinigt werden.

In dieser Nacht wurden 1706 Meteore gezählt. Da diese Nacht mit dem Höhepunkt des Perseiden Sternschnuppenschauers im Jahr 2026 zusammenfiel, sind auch die meisten hier abgebildeten Meteore Perseiden. Ihre große Anzahl macht es einfach, sie zu sehen. Die Perseiden scheinen alle aus einem einzigen Punkt, dem Radianten, am oberen rechten Bildrand zu kommen. Dieser Punkt befindet sich im Sternbild Perseus.

Aber auch Meteore anderer Sternschnuppenschauer ziehen ihre Spuren über das Bild: Ein solcher Strom hat seinen Radianten im Sternbild Schwan (Cygnus). Er ist auch bekannt unter dem Namen Kappa Cygnids. Der Antihelion Komplex, eine Gegend nahe dem Sternbild Wassermann und somit gegenüber der Sonne, lässt sich ebenfalls als ein Radiant für einen schwachen Sternschnuppenstrom identifizieren.

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Zeitraffer: Der Stern S301 kreist um das Schwarze Loch im Zentrum der Galaxis

Videocredit und -rechte: ESO/GRAVITY Collaboration/L. Calçada; Text: Cecilia Chirenti (NASA GSFC, UMCP, CRESST II)

Wie fühlt es sich an, ein rotierendes, supermassereiches Schwarzes Loch zu umkreisen? Dieses Video ist eine Animation. Es zeigt Beobachtungen des Sterns S301, der Sagittarius A* umkreist, über vier Jahre hinweg als Zeitraffer. Sgr A* ist das Schwarze Loch im Zentrum unserer Galaxis und hat eine Masse von vier Millionen Sonnenmassen.

S301 wurde im Jahr 2023 mit dem Very Large Telescope Interferometer der Europäischen Südsternwarte ESO entdeckt, das sich in der Atacamawüste in Chile befindet. Astronom*innen haben kürzlich festgestellt, dass S301 etwa 8,7 Jahre benötigt, um das Schwarze Loch zu umkreisen, und dabei Geschwindigkeiten von 25.000 km/s erreicht. Er nähert sich dem Schwarzen Loch mehr als jeder andere Stern, der zuvor entdeckt wurde – er kommt bis auf eine Entfernung heran, die der vom Saturn zur Sonne entspricht.

Da S301 Sagittarius A* so nahe kommt, kann man mit ihm die Rotationsgeschwindigkeit des Schwarzen Lochs direkt messen und Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie überprüfen. Der Theorie zufolge verzerrt ein rotierendes Schwarzes Loch die Raumzeit um sich herum und beeinflusst dadurch die Umlaufbahnen von Objekten in seiner Nähe.

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Elefantenrüssel in Kepheus

Ein rötlicher Nebel vor einem Sternenhintergrund, in dem sich dunkle Strukturen abzeichnen. Der Nebelkomplex ähnelt einem Elefantenrüssel.
Bildcredit und Bildrechte: Eddie Sgarbossa

Er sieht aus wie eine Illustration aus einer Genau-so-Geschichte. Der Elefantenrüsselnebel schlängelt sich durch einen Emissionsnebel und einen jungen Sternhaufen. Diese Objekte tragen die Katalogbezeichnung IC 1396 und befinden sich im Sternbild Kepheus. Der Elefantenrüsselnebel ist auch unter der Bezeichnung vdB 142 bekannt und mehr als 20 Lichtjahre lang. Dieser detaillierte Anblick durch ein Teleskop zeigt die hellen, verwehten Grate und Bereiche aus kühlem Staub und Gas zwischen den Sternen, von denen es dort viele gibt. Die dunklen, rankenförmigen Wolken enthalten das Rohmaterial für die Sternentstehung. In ihnen verstecken sich Protosterne. Der vergleichsweise lichtschwache Komplex IC 1396 ist rund 3000 Lichtjahre entfernt. Er bedeckt eine großen Bereich am Himmel und erstreckt sich über mehr als 5 Grad. Von oben nach unten misst diese rüsselartige Darstellung fast 1 Grad. Das ist etwas weniger als der Winkeldurchmesser von 2 Vollmonden.

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