Zwei Finsternisse im Saros-Zyklus 133

Die beiden Mondfinsternisse wurden am 21. Februar 2008 und am 3. März 2026 fotografiert. Sie sehen sehr ähnlich aus und gehören zum Saroszyklus 133. In der Mitte ist der maximal verfinsterte Mond, kombiniert mit zwei Bildern von Beginn und Ende der Totalität.

Bildcredit und Bildrechte: Tunc Tezel (TWAN), Petr Horalek / Institut für Physik in Opava / KPNO/NOIRLab/NSF/AURA

Diese beiden totalen Mondfinsternisse sind auf das Maximum der Finsternis zentriert. Sie sehen fast gleich aus. Allerdings entstand die obere aus Aufnahmen im Februar 2008. Die untere ist die totale Mondfinsternis vom März 2026, sie wurde erst kürzlich fotografiert.

Warum sehen die beiden Mondfinsternisse einander so ähnlich? Das liegt daran, dass sie aus dem gleichen Saroszyklus stammen. Historisch wurde der Saroszyklus entdeckt, indem man die Mondbahn beobachtete. Seine Periode beträgt 18 Jahre, 11 und 1/31/3 Tage. Der Zyklus sagt voraus, wann Sonne, Erde und Mond zur selben geometrischen Konfiguration zurückkehren, bei der es zu einer Finsternis von Mond oder Sonne kommt.

Finsternisse, die im Abstand von genau einem Saroszyklus auftreten, haben die gleiche Nummer in der Sarosreihe. In diesem Fall ist das 133. Demnach erwarteten wir die nächste Mondfinsternis mit der Nummer 133 am 3. März dieses Jahres. Die darauffolgende findet am 13. März 2044 statt.

Galerie: Totale Mondfinsternis vom 3. März

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HD 61005 und seine Astrosphäre

Siehe Beschreibung. XXX Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: Röntgen: NASA / CXC / Johns Hopkins Univ. / C.M. Lisse et al.; Infrarot: NASA / ESA / STIS; Optisch: NSF / NoirLab / CTIO / DECaPS2; Bearbeitung: NASA / CXC / SAO / N. Wolk – Text: Cecilia Chirenti (NASA GSFC, UMCP, CRESST II)

Machen junge Sterne Kaugummiblasen?

Das große Bild zeigt eine Sternfeldaufnahme vom Cerro Tololo Inter-American Observatory CTIO in Chile. Das kleine Inlay-Bild hebt den Stern HD 61005 hervor, einen sonnenähnlichen Stern. Er ist nur 120 Lichtjahre entfernt.

Der Stern HD 61005 ist viel jünger als die Sonne, nämlich nur ca. 100 Million Jahre alt. Er stößt einen schnellen, dichten Sternwind aus, der das kältere Gas und den Staub wegschiebt, die den Stern zuvor umgaben. So bildet sich eine Blase, die man auch Astrosphäre nennt.

Die vom Stern geblasene Bubble wurde Röntgenobservatorium Chandra aufgespürt. Sie hat einen Durchmesser von rund 200 mal der Entfernung Erde-Sonne. Unsere Sonne hat auch so eine Blase, die man Heliosphäre nennt. Sie schützt die Planeten vor der kosmischen Strahlung.

Auf dem kleine Inlay-Bild ist auch Debris erkennbar, also Schotter, der von der Sternentstehung übrig geblieben ist. Dieser wurde von Hubble beobachtet. Der Schotter erscheint flügelförmig um den Stern, was zu dem Spitznamen des Sterns führte: die Motte.

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Totale Mondfinsternis über Tsé Bit’a’í

Über dem Tsé Bit'a'í im Gebiet der Navajo zieht der Mond über den Himmel, während er in den Erdschatten eintaucht.

Bildcredit und Bildrechte: Satoru Murata; Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMCP, CRESST II)

Diese Woche wanderte der Vollmond durch den Erdschatten. Es war die einzige totale Mondfinsternis des Jahres. Die beeindruckende Bildfolge zeigt den Weg des Mondes am Nachthimmel. Die Fotoserie zeigt, wie der Erdschatten den Mond langsam bedeckt, bis er rot leuchtet.

Warum wird der Mond rot? Die Erdatmosphäre streut und bricht Sonnenlicht. Blaues und grünes Licht, also Licht mir kürzerer Wellenlänge, wird stärker gestreut. Übrig bleiben Rot-, Orange- und Gelbtöne, die den Mond färben.

Vorne steht der Tsé Bit’a’í („Fels mit Flügeln“), der auch Shiprock genannt wird. Der Vulkan liegt im Navajo-Gebiet. Er ist ein wichtiger Ort in den Geschichten der Navajo – voller Ursprungsmythen, Abenteuer und Helden.

Diese Finsternis war speziell: Sie war der erste Vollmond im neuen Mondjahr und für viele Kulturen ein bedeutendes Ereignis. Man sah sie von Ostasien bis Nordamerika, doch sie verband Menschen weltweit – eine kosmische Erinnerung, dass wir alle unter demselben Himmel leben.

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Der ringförmige planetarische Nebel Shapley 1

Auf einem dunklen Hintergrund mit Sternen steht ein blauer, nebliger Ring. In seiner Mitte leuchtet ein heller Stern.

Bildcredit und Bildrechte: Peter Bresseler; Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II)

Was euch hier ansieht, ist kein kosmisches Auge. Das ist Shapley 1, ein wunderschön symmetrischer planetarischer Nebel. Shapley 1 trägt auch den Namen „Schöner-Ring-Nebel“ und die Bezeichnung PLN 329+2.1. Er ziert das Sternbild Winkelmaß am Südhimmel.

Der Nebel entstand, als einem Stern der Brennstoff ausging. Dieser Stern war ungefähr so schwer wie die Sonne und stieß seine äußeren Schichten ab. Sauerstoff aus diesen Schichten bringt den kreisrunden Schein zum leuchten. Der helle Punkt in der Mitte ist ein Doppelsternsystem. Es besteht aus einem Weißen Zwerg und einem zweiten Stern, die einander alle 2,9 Tage umrunden. Der Weiße Zwerg ist der Sternenkern, der zurückblieb, nachdem die äußeren Schichten ins All geschleudert wurden.

Shapley 1 sieht für uns ringförmig aus, weil wir von oben auf das System blicken. Aus ihr können wir etwas darüber erfahren, wie zentrale Sterne die Struktur planetarischer Nebel beeinflussen.

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Flug über den Nordpol des Mars

Videocredit: ESA, Mars Express, VMC; Bearbeitung und Lizenz: Simeon Schmauß

Was sehen wir bei einem Flug über den Nordpol des Mars? Dieses Video zeigt so eine Reise. Es entstand aus Bildern der ESA-Sonde Mars Express aus dem Jahr 2019. Zuerst sehen wir unten eine Landschaft aus fein gemahlenem Boden, die vom rostigen Eisen rot getönt ist. Ein Teil davon erscheint dunkler. Dort ist Fels und Gestein freigelegt.

Bald kommt die nördliche Polkappe in Sicht. Sie ist fast weiß, weil sie aus gefrorenem Wasser besteht, das reflektiert. Um die Polkappe verläuft das Borealis-Becken. Es ist eine geschichtete Senke, die mit Staub und Sand bedeckt ist. Die Einzelbilder im Video entstanden im nördlichen Marsfrühling, als sich das Kohlendioxideis verflüchtigte. Darunter liegt Wassereis in der Kappe, das übrig blieb.

Mars Express erkundet weiterhin die Oberfläche des Mars. Dabei sucht die Sonde nach Hinweisen auf das frühe Klima des Roten Planeten und sein Potenzial für Leben.

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Orion und Plejaden in einer staubigen Umgebung

Das Bild zeigt viele sehr bekannte Himmelsobjekte, die man hier aber kaum erkennt, weil so viele Details abgebildet wurden.

Bildcredit und Bildrechte: Ignacio Fernández

Wie gut kennt ihr den Nachthimmel? Erkennt ihr auf einem sehr detailreichen Bild berühmte Objekte am Himmel? Hier ist ein Test: Die lang belichtete Aufnahme ist voller Filamente aus Staub und Gas. Sie sind normalerweise sehr blass. Findet ihr hier einige bekannte Wahrzeichen des Nachthimmels?

Das Bild zeigt den Sternhaufen der Plejaden, die Barnardschleife, den Orion-Nebel, Aldebaran, Beteigeuze, den Hexenkopfnebel, die Eridanus-Schleife und den Kalifornien-Nebel. Hier ist eine beschriftete Version, die beim Erkennen hilft.

Die Übung und das Erkennen vertrauter Sternbilder bei sehr dunklem Himmel sind aus einem ähnlichen Grund schwierig: Das Bildwerk des Nachthimmels hat eine extrem hohe verborgene Komplexität. Das Komposit zeigt einen Teil davon. Es ist ein 16-stündige Belichtung des Himmels bei dunklem Himmel über Granada in Spanien.

3. März: Totale Mondfinsternis (Verlauf in AT und DE)

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Der Mond bei einer totalen Mondfinsternis

Bildcredit und Bildrechte: Wang Letian und Zhang Jiajie

Wie verändert sich das Aussehen des Mondes bei einer totalen Mondfinsternis? Hier seht ihr ein Zeitraffervideo. Es wurde digital bearbeitet, sodass der Mond während der fünf Stunden langen Mondfinsternis vom 31. Januar 2018 hell und zentriert bleibt.

Zunächst sieht man den Vollmond, denn nur bei Vollmond kann eine Mondfinsternis stattfinden. Im Hintergrund laufen Sterne durch das Bild, da der Mond während der Finsternis um die Erde kreist. Dann bewegt sich der kreisförmige Schatten der Erde über den Mond. Der hellblaue Farbton am Rand des Schattens hat dieselbe Ursache wie das Himmelsblau auf der Erde. Der tiefrote Farbton im Zentrum des Schattens hat dieselbe Ursache wie die rötliche Färbung der Sonne in der Nähe des Horizonts.

Morgen Nacht sehen Leute in Ostasien, Australien und weiten Teilen Nordamerikas mit etwas Glück eine totale Mondfinsternis mit Blutmond. Der Begriff Blut bezieht sich hier auf die (wahrscheinlich) rötliche Färbung des total verfinsterten Mondes.

Knobelspiel: Astronomie-Puzzle des Tages

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Der Mond bedeckt Merkur

Zwei Bilder übereinander. Oben die Sichel des Monds mit Erdschein am dunkelblauen Himmel, direkt daneben ein Stern (der Planet Merkur). Unten die Sichel am dunklen Himmel, rötlich leuchtend. Der helle Stern steht nun weiter weg vom Mondrand.

Bildcredit und Bildrechte: Fabrizio Melandri

In diesem Monat konnten Fans sich des Westhimmels nach Sonnenuntergang eine besondere Ansammlung heller Planeten freuen. Am 18. Februar schien der Planet Merkur an einigen Orten hinter dem Mond zu verschwinden. Ein solches Ereignis heißt Bedeckung durch den Mond.

Diese beiden Bilder entstanden am frühen Abendhimmel. Sie zeigen den Blick durch ein Teleskop vor und nach dem seltenen Verschwinden des sonnennächsten Planeten hinter dem jungen Mond. Im oberen Bild könnt ihr Merkur gerade noch am nördlichen (rechten) Rand der Mondscheibe sehen. Diese ist vom Erdschein beleuchtet. Im unteren Bild ist der Planet am inzwischen dunkleren Himmel wieder aufgetaucht. Er steht nun neben der von der Sonne angestrahlten Mondsichel.

In Sallisaw in Oklahoma auf der Erde dauerte diese Bedeckung von Merkur durch den Mond nur 3 Minuten (Video). Aber auch heute Nacht könnt ihr die Parade der Planeten sehen.

3. März: Totale Mondfinsternis (Verlauf in AT und DE)

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