Detailreiches Bild der Magellanschen Wolken liefert Hinweise auf Kollisionen

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Bildcredit und Bildrechte: Yuri Beletsky (Carnegie Las Campanas Observatory, TWAN) und David Martinez-Delgado (U. Heidelberg)

Beschreibung: Sind die beiden berühmtesten Begleitgalaxien unserer Galaxis einst kollidiert? Das ist nicht sicher, doch eine genaue Prüfung von detailreichen Bildern wie diesem liefert Hinweise, dass das passiert ist. Links oben ist die Große Magellansche Wolke (GMW) abgebildet, rechts unten die Kleine Magellansche Wolke (KMW). Das umgebende Feld ist ein Schwarz-Weiß-Negativ, um blasse, grau dargestellte Sternströme hervorzuheben. Es überrascht vielleicht, dass dieses forschungstaugliche Bild mit kleinen Teleskopen kompiliert wurde, um das fast 40 Grad große Weitwinkelbildfeld abzudecken. Viele der blassen Nebulositäten sind galaktische Federwolken aus dünnem Staub in unserer Galaxis, doch ein zarter Strom aus Sternen erstreckt sich anscheinend von der KMW zur GMW. Auch die Sterne, welche die GMW umgeben, erscheinen asymmetrisch verteilt, was in Simulationen darauf hinweist, dass sie in einer oder mehr Kollisionen durch die Gravitation fortgezogen worden sein könnten. Die GMW und die KMW sind am Südhimmel mit bloßem Auge sichtbar. Sicherlich werden künftige Teleskopbeobachtungen und Computersimulationen helfen, die Geschichte unserer Milchstraße und ihrer Umgebung besser zu verstehen.

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