Der rote Rechtecknebel von Hubble

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Bildcredit: Hubble, NASA, ESA; Bearbeitung und Lizenz: Judy Schmidt

Beschreibung: Wie ist der ungewöhnliche Rote Rechtecknebel entstanden? Im Zentrum des Nebels befindet sich ein alterndes Doppelsternsystem, das zwar die Energie für den Nebel liefert, aber – bis jetzt – nicht seine Farben erklärt.

Die ungewöhnliche Form des Roten Rechtecknebels entstand wahrscheinlich durch einen dicken Staubwulst, der den normalerweise kugelförmigen Ausfluss in die Kegelformen drückt, die einander an der Spitze berühren. Weil wir den Staubring von der Seite sehen, scheinen die Begrenzungsränder der Kegelformen ein X zu bilden. Die ausgeprägten Sprossen lassen vermuten, dass der Ausfluss schubweise verläuft.

Die ungewöhnlichen Farben des Nebels sind jedoch weniger gut erklärbar, es gibt Vermutungen, dass sie teilweise von Kohlenwasserstoffmolekülen stammen, die sogar Bausteine für organisches Leben sein könnten.

Der Rote Rechtecknebel liegt ungefähr 2300 Lichtjahre entfernt im Sternbild Einhorn (Monoceros). Der Nebel ist hier sehr detailreich auf einem kürzlich überarbeiteten Bild des Weltraumteleskops Hubble abgebildet. Wenn in wenigen Millionen Jahren bei einem der Zentralsterne der Kernbrennstoff zur Neige geht, wird der Rote Rechtecknebel wahrscheinlich zu einem planetarischen Nebel aufblühen.

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Das beobachtbare Universum

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Illustrationscredit und Lizenz: Wikipedia, Pablo Carlos Budassi

Beschreibung: Wie weit können Sie sehen? Alles, was Sie jetzt gerade sehen können und könnten, wenn Ihre Augen alle Arten von Strahlung um Sie herum erkennen würden, ist das beobachtbare Universum.

Im elektromagnetischen Spektrum stammt das Fernste, das für uns sichtbar ist, vom kosmischen Mikrowellenhintergrund aus einer Zeit vor 13,8 Milliarden Jahren, als das Universum undurchsichtig wie dicker Nebel war. Einige Neutrinos und Gravitationswellen, die uns umgeben, kommen sogar von noch weiter draußen, doch die Menschheit hat noch keine Technologie, um sie zu erkennen.

Dieses Bild veranschaulicht das beobachtbare Universum in einem zunehmend kompakteren Maßstab mit Erde und Sonne im Zentrum, umgeben von unserem Sonnensystem, nahen Sternen, nahen Galaxien, fernen Galaxien, Fasern aus früher Materie und der kosmischen Hintergrundstrahlung.

Kosmologen gehen üblicherweise davon aus, dass unser beobachtbares Universum nur der nahe Teil eines größeren Ganzen ist, das als „das Universum“ bezeichnet wird, wo die gleiche Physik gilt. Doch es gibt einige Zeilen beliebter, aber spekulativer Überlegungen, die behaupten, unser Universum wäre Teil eines größeren Multiversums, in dem entweder unterschiedliche Naturkonstanten auftreten, andere physikalische Gesetze gelten, höhere Dimensionen wirken oder in denen es leicht abweichende Versionen unseres Standarduniversums gibt.

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Der ungewöhnliche Felsen auf Tychos Gipfel

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Bildcredits – Hauptbild: NASA, Arizona State U., LRO; Einschub oben: NASA, Arizona State U., LRO; Einschub unten: Gregory H. Revera

Beschreibung: Warum liegt auf Tychos Gipfel ein riesiger Felsblock? Der Krater Tycho auf dem Mond ist eines der am leichtesten erkennbaren Merkmale, die mit bloßem Auge sichtbar sind (Einschub rechts unten). Doch in der Mitte von Tycho (Einschub links oben) befindet sich etwas Ungewöhnliches – ein 120 Meter großer Felsbrocken.

Der Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO), welcher den Mond umkreist, fotografierte diesen Brocken im letzten Jahrzehnt bei Sonnenaufgang in sehr hoher Auflösung. Die führende Ursprungshypothese besagt, dass der Felsbrocken bei der gewaltigen Kollision, bei der Tycho vor etwa 110 Millionen Jahren entstand, hochgeschleudert wurde und zufällig nahe der Mitte des neu entstandenen Zentralberges wieder herabfiel.

Im Laufe der nächsten Milliarden Jahre sollten Meteoriteneinschläge und Mondbeben Tychos Zentralberg langsam abtragen, wodurch der Felsblock wahrscheinlich die 2000 Meter zum Kraterboden hinabtaumelt und zerfällt.

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Meteore, Flugzeuge und eine Galaxie über dem Bryce Canyon

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Bildcredit und Bildrechte: Dave Lane

Beschreibung: Manchmal sind Land und Himmel belebt und zugleich schön. Die Landschaft im Vordergrund zeigt den Bryce Canyon in Utah, USA, der für seine vielen interessanten, über Jahrmillionen erodierten Felsformen bekannt ist. Diese fotogene Himmelslandschaft umfasst die gewölbte zentrale Scheibe unserer Milchstraße, drei kurze Streifen vorbeiziehender Flugzeuge am Horizont, mindestens vier lange Streifen, die wahrscheinlich von Meteoren der Eta Aquariiden stammen, sowie viele Sterne, darunter die drei hellen Sterne des Sommerdreiecks.

Das Bild ist ein digitales Panorama, das 2014 aus 12 kleineren Bildern des heutigen Datums erstellt wurde. Gestern und heute erreicht der jährlich wiederkehrende Meteorstrom der Eta Aquariiden seinen diesjährigen Höhepunkt. Ein geduldiger Beobachter kann bei dunklem Himmel und an die Dunkelheit angepassten Augen alle paar Minuten einen Meteor sehen.

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Der Krater Stickney

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Bildcredit: HiRISE, MRO, LPL (U. Arizona), NASA

Beschreibung: Stickney, der größte Krater auf dem Marsmond Phobos, ist nach der Mathematikerin Chloe Angeline Stickney Hall, Ehefrau des Astronomen Asaph Hall, benannt. Asaph Hall entdeckte 1877 die beiden Monde des Roten Planeten. Der mehr als 9 Kilometer große Stickney ist fast halb so groß wie Phobos selbst, sodass der Einschlag, der den Krater schlug, den winzigen Mond beinahe zerstört hätte.

Dieses faszinierende, farbverstärkte Bild von Stickney und seiner Umgebung wurde von der HiRISE-Kamera an Bord des Mars Reconnaissance Orbiter aufgenommen, als sie im März 2008 weniger als etwa 6000 Kilometer entfernt an Phobos vorbeiflog. Die Oberflächengravitation des asteroidenähnlichen Phobos beträgt weniger als ein Tausendstel der Erdbeschleunigung, doch die Streifen lassen vermuten, dass mit der Zeit loses Material die Kraterwände hinabrutschte. Die hellblauen Bereiche am Kraterrand sind vielleicht ein Hinweis auf eine relativ frisch freigelegte Oberfläche. Der Ursprung der merkwürdigen Rillen auf der Oberfläche ist rätselhaft, doch ein Zusammenhang mit dem Kratereinschlag ist möglich.

Follow: Mars InSight Launch

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Der Blick auf M101

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Bildcredit und Bildrechte: Joonhwa Lee

Beschreibung: Die große, schöne Spiralgalaxie M101 ist einer der letzten Einträge in Charles Messiers berühmtem Katalog, aber sicherlich nicht der Unwichtigste. Diese Galaxie ist riesig – sie misst ungefähr 170.000 Lichtjahre und ist somit fast zweimal so groß wie unsere Milchstraße. M101 war einer der ursprünglichen Spiralnebel, die mit Lord Rosses großem Teleskop aus dem 19. Jahrhundert, dem Leviathan von Parsontown, beobachtet wurden.

Auf diesem aktuellen Teleskopsichtfeld ist M101 zusammen mit gezackten Vordergrundsternen der Milchstraße und einer begleitenden Zwerggalaxie NGC 5474 (rechts unten) abgebildet. Die Farben der Sterne in der Milchstraße sind auch im Sternenlicht des großen Inseluniversums zu finden. In seinem Kern dominiert das Licht kühler gelblicher Sterne. Die stattlichen Spiralarme sind von den blauen Farben heißer, junger Sterne geprägt, gemischt mit undurchsichtigen Staubbahnen und rosaroten Sternbildungsregionen.

M101 ist auch als Feuerradgalaxie bekannt und liegt etwa 23 Millionen Lichtjahre entfernt an den Grenzen des nördlichen Sternbildes Ursa Major. NGC 5474 wurde wahrscheinlich bei früheren gravitativen Wechselwirkungen mit der größeren M101 verzerrt.

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Gegenüber der untergehenden Sonne

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Bildcredit und Bildrechte: Roy Spencer

Beschreibung: Am 30. April ging gegenüber dem Sonneuntergang der Vollmond auf. Sein gelbliches Mondlicht leuchtete auf dieser nordöstlichen Himmelslandschaft in Alabama über dem niedrigen, von Bäumen gesäumten Kamm des Lewis Mountain.

Der graue Erdschatten, der rosarote Venusgürtel und der helle Planet Jupiter teilen sich dieses Telesichtfeld gegenüber der Sonne. Jupiter, der sich seiner Opposition am 8. Mai 2018 nähert, wird von winzigen Lichtpunkten flankiert, es sind drei seiner großen galileischen Monde. Europa liegt unter Jupiter, Ganymed und Kallisto stehen darüber.

Unser eigener natürlicher Begleiter ist näher und heller. Er wirkt riesig, doch der Mond ist physisch gesehen etwas kleiner als Ganymed und Kallisto, aber etwas größer als die Wasserwelt Europa. Scharfe Augen erkennen die Spuren zweier Flugzeuge am klaren Abendhimmel.

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Mondhalo über Steinkreis

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Bildcredit und Bildrechte: Alyn Wallace Photography

Beschreibung: Haben Sie schon einmal einen Halo um den Mond gesehen? Das ist recht häufig zu beobachten, wenn hohe dünne Wolken mit Millionen winziger Eiskristalle einen großen Teil des Himmels bedecken. Jeder Eiskristall verhält sich wie eine Miniaturlinse.

Da die meisten Kristalle eine ähnliche längliche sechseckige Form haben, wird das Licht, das in eine Kristallfläche eintritt und durch die gegenüberliegende Fläche austritt, um 22 Grad abgelenkt, was dem Radius des Mondhalos entspricht. Ein ähnlicher Sonnenhalo kann tagsüber sichtbar sein. Wie Eiskristalle in Wolken entstehen, wird noch untersucht.

Auf diesem Bild wird der Eiskreis am Himmel von einem Steinkreis am Boden gespiegelt. Der Wackelstein wurde vor etwas mehr als einem Monat in Pontypridd Common (Wales, Großbritannien) fotografiert und stammt aus der letzten Eiszeit, während die umliegenden Steine im Kreisen erst im 19. Jahrhundert platziert wurden.

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Polarlicht und Sonnenaufgang

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Bildcredit: NASA, Internationale Raumstation, Ricky Arnold

Beschreibung: Auf der Internationalen Raumstation ISS kann man ein Polarlicht nur bis zum Sonnenaufgang bewundern, danach wird die Erde im Hintergrund zu hell. Leider dauert es nach Sonnenuntergang wegen der schnellen Umlaufbahn der ISS um die Erde bis zum Sonnenaufgang meist weniger als 47 Minuten. Auf diesem Bild sind unter der ISS sowie rechts oben am Horizont grüne Polarlichter sichtbar, während sich links oben der Sonnenaufgang ausbreitet.

Im Weltraum ein Polarlicht zu beobachten kann verzaubern, seine veränderliche Form wurde mit einer riesigen grünen Amöbe verglichen. Polarlichter entstehen durch energiereiche Elektronen und Protonen von der Sonne, welche auf das Erdmagnetfeld treffen und dann so schnell zur Erde hinabwirbeln, dass dadurch Atome und Moleküle in der Atmosphäre aufleuchten. Die ISS kreist fast in der gleichen Höhe wie Polarlichter und fliegt häufig mitten durch die dünnen oberen Schichten eines Polarlichts. Das schadet aber weder den Astronauten, noch verändert es die Form des Polarlichts.

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