Blick Richtung M101

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Bildcredit und Bildrechte: Laszlo Bagi

Beschreibung: Die große, schöne Spiralgalaxie M101 ist einer der letzten Einträge in Charles Messiers berühmtem Katalog, doch sicherlich nicht der Mindeste. Diese etwa 170.000 Lichtjahre große Galaxie ist riesig, fast doppelt so groß wie unsere Milchstraße. M101 war auch einer der typischen Spiralnebel, die mit Lord Rosses großem Teleskop des 19. Jahrhunderts, dem Leviathan von Parsonstown, beobachtet wurden. M101 teilt sich dieses zeitgenössische Teleskopsichtfeld mit gezackten Vordergrundsternen in der Milchstraße und weiter entfernten Hintergrundgalaxien. Die Farben der Milchstraßensterne sind auch im Sternenlicht des großen Inseluniversums zu finden. In seinem Kern dominiert das Licht kühler, gelblicher Sterne. In ihren prächtigen Spiralarmen leuchten die blauen Farben heißerer junger Sterne, gemischt mit undurchsichtigen Staubbahnen und rötlichen Sternbildungsregionen. M101 ist auch als Feuerradgalaxie bekannt und liegt etwa 25 Millionen Lichtjahre entfernt innerhalb der Grenzen des nördlichen Sternbildes Ursa Major.

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Wolf-Lundmark-Melotte

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Bildcredit: ESO, VST/Omegacam Local Group Survey

Beschreibung: Die einsame Zwerggalaxie WolfLundmarkMelotte (WLM) ist nach den drei Astronomen benannt, die bei ihrer Entdeckung und Erkennung behilflich waren. Sie ist im großteils südlichen Sternbild Cetus zu sehen, etwa 3 Millionen Lichtjahre von der Milchstraße entfernt und eine der abgelegensten Mitglieder unserer Lokalen Gruppe. Vielleicht hatte sie niemals eine Wechselwirkung mit einer anderen Galaxie der Lokalen Gruppe. Trotzdem sprenkeln verräterische rötliche Sternbildungsregionen und heiße junge bläuliche Sterne das isolierte Inseluniversum. Ältere, kühle gelbliche Sterne verlaufen in den etwa 8000 Lichtjahre großen Hof der kleinen Galaxie. Dieses scharfe Porträt von WLM wurde mit dem 268-Megapixel-OmegaCAM widefield imager and survey telescope  am Paranal-Observatorium der ESO fotografiert.

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Der Supernovaüberrest Simeis 147

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Bildcredit und Bildrechte: Daniel López (El Cielo de Canarias) / IAC

Beschreibung: Man verläuft sich leicht, wenn man auf diesem detailreichen Bild den verworrenen Fasern des blassen Supernovaüberrestes Simeis 147 folgt. Er ist auch als Sharpless 2-240 katalogisiert und hat den gängigen Kosenamen Spaghettinebel. Er liegt an den Grenzen der Sternbilder Stier und Fuhrmann und bedeckt am Himmel fast 3 Grad oder 6 Vollmonde. Das sind etwa 150 Lichtjahre in der geschätzten Entfernung der Sterntrümmerwolke, diese beträgt ungefähr 3000 Lichtjahre. Dieses Kompositbild enthält Bilddaten, die mit Schmalbandfiltern fotografiert wurden, um die rötlichen Emissionen ionisierter Wasserstoffatome zu verstärken, welche das komprimierte leuchtende Gas aufzuzeigen. Der Supernovaüberrest ist ungefähr 40.000 Jahre alt, somit erreichte das Licht der massereichen Sternexplosion die Erde erstmals vor 40.000 Jahren. Doch der expandierende Überrest ist nicht die einzige Nachwirkung. Die kosmische Katastrophe hinterließ auch einen rotierenden Neutronenstern oder Pulsar, dieser ist alles, was vom ursprünglichen Sternkern blieb.

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Die Galaxiengruppe Hickson 90

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Bildcredit: NASA; ESA, Hubble Legacy Archive; Bearbeitung: Oliver Czernetz

Beschreibung: Als der kanadische Astronom Paul Hickson mit seinen Kollegen den Himmel nach Galaxien absuchte, entdeckten sie etwa 100 kompakte Galaxiengruppen. Diese werden nun passenderweise Hickson Compact Groups (HCGs) genannt. Dieses scharfe Hubblebild zeigt HCG 90, eine dieser Galaxiengruppen, überraschend detailreich. Bei drei Galaxien – zwei sind hier zu sehen – zeigte sich, dass sie stark wechselwirken: eine staubige, gestreckte und verzerrte Spiralgalaxie in der Bildmitte sowie zwei große elliptische Galaxien. Enge Begegnungen lösen heftige Sternbildung aus. In kosmischen Zeiträumen führt der Gravitationszug des Kampfes schlussendlich zur Verschmelzung des Trios und zu einer einzigen großen Galaxie. Der Verschmelzungsprozess ist nun als normaler Teil der Galaxienentwicklung bekannt, auch bei unserer Milchstraße. HCG 90 ist ungefähr 100 Millionen Lichtjahre entfernt im Sternbild Südlicher Fisch (Piscis Austrinus). Diese Hubble-Ansicht ist in der geschätzten Entfernung etwa 40.000 Lichtjahre groß. Natürlich lohnt sich der Anblick kompakter Hickson-Gruppen auch für irdische Astronomen, sogar solche mit kleineren Teleskopen.

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Die Zwillingssterne Pollux und Castor

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Bildcredit und Bildrechte: Rogelio Bernal Andreo (Deep Sky Colors)

Beschreibung: Wer sind diese Zwillinge in Gemini? In Bezug auf astronomische Objekte wird das berühmte Sternbild von zwei hellen Sternen beherrscht: Pollux (links) und Castor (rechts). Die beiden Sterne sind auffällig, weil sie so hell sind und bei Helligkeit und Blickrichtung so nahe beisammen liegen, aber so unterschiedliche Farben haben. Der 33 Lichtjahre ferne Pollux ist ein voll entwickelter Riesenstern mit zwei Sonnenmassen. Der 51 Lichtjahre ferne Castor ist ein blauer Hauptreihenstern mit etwa 2,7 Sonnenmassen. Castor hat bekanntlich mindestens zwei Sternbegleiter, während Pollux, wie man nun weiß, von mindestens einem massereichen Planeten umkreist wird. In der antiken babylonischen, griechischen und römischen Mythologie sind Castor und Pollux Zwillingsbrüder. Derzeit zieht die Sonne vom Erdorbit aus gesehen vor dem Sternbild Zwillinge vorbei, sodass Castor und Pollux für die meisten Menschen nur noch wenige Wochen nach Sonnenuntergang im Westen sichtbar bleiben.

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Gewitter wandert über die USA


Videocredit: NOAA, NASA, Lockheed Martin, GOES-16, GLM

Beschreibung: Beobachten Sie, wie ein riesiges Gewitter über den Osten der USA wandert. Der mächtige Sturm verursachte unterwegs große Schäden und leider auch einige Todesfälle. Auf diesem Zeitraffervideo, das letzten Monat vom Geostationary Lightning Mapper (GLM) an Bord des Satelliten GOES-16 im Weltraum gefilmt wurde, sind die kurzen Blitze des Gewitters zu sehen. Tagsüber ist der Umriss von Nordamerika klar erkennbar, nachts sind die hellen Blitzschläge deutlich zu sehen. Das Video zeigt, dass viele der Blitze am vorderen Ende des riesigen Schweifs des wirbelnden Sturms auftraten. Weil Blitze häufig vor den heftigsten Auswirkung eines Sturms auftreten, versprechen die Blitzdaten von GLM bei künftigen Stürmen weniger Schäden für Menschen.

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Ganymed, der größte Mond

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Bildcredit: NASA, JPL, Raumsonde Galileo

Beschreibung: Wie sieht der größte Mond im Sonnensystem aus? Jupiters Mond Ganymed ist sogar größer als Merkur und Pluto, er hat eine eisige Oberfläche, die mit hellen jungen Kratern gesprenkelt ist, welche eine Mischung aus älterem, dunklerem, von mehr Kratern übersätem Gelände überlagern, und das von Rillen und Graten umgeben ist. Die große, runde Struktur rechts oben heißt Galileo Regio, sie ist eine urzeitliche Region unbekannten Ursprungs. Ganymed besitzt vermutlich eine Ozeanschicht, die mehr Wasser besitzt als die Erde und Leben enthalten könnte. Wie auch der Erdmond zeigt Ganymed seinem Zentralplaneten – in diesem Fall Jupiter – immer die gleiche Seite. Dieses Bild fotografierte vor 20 Jahren die NASA-Raumsonde Galileo, deren Mission 2003 mit einem Tauchgang in Jupiters Atmosphäre endete. Derzeit kreist die NASA-Raumsonde Juno um Jupiter. Sie untersucht den inneren Aufbau des Riesenplaneten und viele andere Eigenschaften.

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Planet Polarlicht

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Bildcredit: Scott Kelly, Expedition 44, NASA

Beschreibung: Welcher seltsame fremde Planet ist das? Es ist natürlich der Planet Erde, der auf der Internationalen Raumstation durch das schimmernde Leuchten von Polarlichtern zu sehen ist. Die Station im Orbit kreist etwa 400 Kilometer über der Erde und befindet sich in den oberen Bereichen von Polarlichtern. Polarlichter haben die unverkennbaren Farben angeregter Moleküle und Atome in geringer Dichte, wie sie in extremer Höhe vorherrschen. Auf dieser Ansicht dominieren Emissionen von atomarem Sauerstoff. Das schaurige Leuchten ist in niedriger Höhe grün, doch über den Horizont der Raumstation reicht ein eher rötliches Band. Diese Polarlichtschau, die auch auf der Oberfläche des Planeten zu sehen war, begann während eines geomagnetischen Sturms. Der Sturm wurde ausgelöst, nachdem ein koronaler Massenauswurf im Juni 2015 die Magnetosphäre der Erde getroffen hatte.

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M13: Der goße Kugelsternhaufen im Herkules

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Bildcredit und Bildrechte: Adam Block, Mt. Lemmon SkyCenter, U. Arizona

Beschreibung: 1716 notierte der englische Astronom Edmond Halley: „Das ist nur ein kleiner Fleck, doch er zeigt sich dem bloßen Auge, wenn der Himmel heiter ist und der Mond abwesend.“ Natürlich ist M13 inzwischen weniger bescheiden als der große Kugelsternhaufen im Herkules und einer der hellsten Kugelsternhaufen am nördlichen Himmel bekannt. Teleskopansichten zeigen eindrucksvolle Hunderttausende Sterne. In einer Entfernung von 25.000 Lichtjahren sind die Haufensterne in einer 150 Lichtjahre großen Region verteilt. In der Nähe des Haufenkerns könnte ein Würfel mit nur 3 Lichtjahren Kantenlänge bis zu 100 Sterne enthalten. Zum Vergleich: Der sonnennächste Stern ist mehr als 4 Lichtjahre entfernt. Die äußeren Bereiche von M13 sind zusammen mit dem dichten Kern des Haufens auf diesem scharfen Farbbild hervorgehoben. Die entwickelten roten und blauen Riesensterne des Haufens haben gelbliche und bläuliche Farbstiche.

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Der Multiwellenlängenkrebs

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Bildcredit: NASA, ESA, G. Dubner (IAFE, CONICET-Universität von Buenos Aires) et al.; A. Loll et al.; T. Temim et al.; F. Seward et al.; VLA/NRAO/AUI/NSF; Chandra/CXC; Spitzer/JPL-Caltech; XMM-Newton/ESA; Hubble/STScI

Beschreibung: Der Krebsnebel ist als M1 katalogisiert und somit das erste Objekt auf Charles Messiers berühmter Liste von Dingen, die keine Kometen sind. Inzwischen ist der Krebs als Supernovaüberrest bekannt – die expandierenden Trümmer eines massereichen Sterns nach der Todesexplosion, die 1054 n. Chr. auf dem Planeten Erde beobachtet wurde.

Dieses stattliche neue Bild ist ein Blick des 21. Jahrhunderts auf den Krebsnebel, bei dem Bilddaten des gesamten elektromagnetischen Spektrums als Wellenlängen des sichtbaren Lichts präsentiert werden. Die Weltraumdaten von Chandra (Röntgen), XMM-Newton (Ultraviolett), Hubble (sichtbar) und Spitzer (Infrarot) sind in violetten, blauen, grünen und gelben Farbtönen dargestellt. Die Radiodaten des Very Large Array auf der Erde sind rot abgebildet.

Der Krebs-Pulsar – der helle Punkt nahe der Bildmitte – gehört zu den exotischsten Objekten, die zeitgenössische Astronomen kennen – er ist ein Neutronenstern, der 30-mal pro Sekunde rotiert. Dieser kollabierte Überrest des Sternkerns liefert wie ein kosmischer Dynamo die Energie für die Emissionen der Krabbe im gesamten elektromagnetischen Spektrum. Der Krebsnebel ist etwa 12 Lichtjahre groß und 6500 Lichtjahre entfernt im Sternbild Stier.

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UGC 1810: Wild wechselwirkende Galaxie von Hubble

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Bildcredit: NASA, ESA, Hubble, HLA; Bearbeitung und Bildrechte: Domingo Pestana

Beschreibung: Was passiert mit dieser Spiralgalaxie? Obwohl die Details unklar sind, handelt es sich hier sicherlich um einen fortdauernden Kampf mit ihrer kleineren galaktischen Nachbarin. Diese Galaxie wird als UGC 1810 bezeichnet, doch zusammen mit ihrer Kollisionspartnerin ist sie als Arp 273 bekannt. Die allgemeine Form von UGC 1810 – besonders ihr blauer äußerer Ring – ist wahrscheinlich das Ergebnis wilder, gewaltsamer GravitationsWechselwirkungen. Die blaue Farbe des Ringes entsteht durch massereiche, blauheiße Sterne, die erst in den letzten Millionen Jahren entstanden sind. Die innere Galaxie erscheint älter, röter und von kühlen Fäden aus fasrigem Staub durchzogen.

Wenige helle Sterne liegen weit im Vordergrund und hängen nicht mit UGC 1810 zusammen, während mehrere Galaxien weit dahinter sichtbar sind. Arp 273 ist etwa 300 Millionen Lichtjahre entfernt im Sternbild Andromeda. Ziemlich wahrscheinlich wird UGC 1810 im Laufe der nächsten Milliarden Jahre ihren Galaxienkumpel fressen und eine klassische Spiralform annehmen.

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