50.000 Kilometer über der Sonne

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Bildcredit und Bildrechte: Pete Lawrence

Beschreibung: Was geschieht am Rand der Sonne? Hier ist scheinbar ein tobendes Ungeheuer abgebildet, doch es ist nur eine ungeheure Protuberanz – eine Hülle aus dünnem Gas, die vom Magnetfeld der Sonne über der Oberfläche gehalten wird. Das Sonnenereignis wurde letztes Wochenende mit einem kleinen Teleskop fotografiert, das Bild wurde dann invertiert und eingefärbt. Die Protuberanz erhebt sich, wie die Linien zeigen, mehr als 50.000 Kilometer über die Sonnenoberfläche, im Vergleich dazu wirken sogar die 12.700 km des Erddurchmessers klein. Unter der Riesenprotuberanz liegt die Aktive Region 12585, während helle Filamente über einem fließenden Sonnenteppich aus Fibrillen schweben. Filamente sind Protuberanzen und Fibrillen sind Spikulen, beide sind vor der Sonnenscheibe zu sehen. Energiereiche Ereignisse wie dieses werden nun seltener, da sich die Sonne einem Fleckenminimum ihres 11-jährigen Aktivitätszyklus nähert.

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Sternennacht-Schnitzeljagd

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Bildcredit: Vincent van Gogh; Digitalcollage und Bildrechte: Ronnie Warner

Beschreibung: Wussten Sie, dass van Goghs Gemälde Sternennacht den Kometen Hale-Bopp zeigt? Hoffentlich nicht, weil es nicht stimmt. Doch er ist auf diesem Bild. Das heutige Bild ist auf den ersten Blick eine originalgetreue digitale Reproduktion der ursprünglichen Sternennacht, doch eigentlich es ist eine moderne Interpretation, nicht nur zu Ehren eines der berühmtesten Gemälde des zweiten Jahrtausends, sondern auch eine Schnitzeljagd. Finden Sie einen Kometen, eine Spiralgalaxie, einen offenen Sternhaufen und einen Supernovaüberrest im Bild? Zu einfach? Gut, dann suchen Sie die Ringe der Supernova 1987A, den Nebel NGC 2392, den Krebsnebel, Thors Helm, die Wagenradgalaxie und den Ameisennebel. Immer noch zu einfach? Dann, bitte sehr, bestimmen Sie weitere versteckte Bilder, die hier nicht erwähnt wurden – es gibt mehrere – im APOD-Forum „The Asterisk“. Schlussendlich versteckte der Collagist auch die Vermeer-Fotomontage zum 10. Jahrestag von APOD, um APOD zu würdigen. (Danke!)

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M33: Dreiecksgalaxie

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Bildcredit und Bildrechte: Giovanni Benintende

Beschreibung: Das kleine nördliche Sternbild Dreieck enthält diese prächtige, von oben sichtbare Spiralgalaxie M33. Ihre landläufigen Namen sind unter anderem Feuerradgalaxie oder einfach Dreiecksgalaxie. M33 ist mehr als 50.000 Lichtjahre groß und nach der Andromedagalaxie (M31) und unserer Milchstraße die drittgrößte in der Lolalen Gruppe. M33 ist ungefähr drei Millionen Lichtjahre von der Milchstraße entfernt und vermutlich eine Begleiterin der Andromedagalaxie. Astronomen in diesen beiden Galaxien hätten wahrscheinlich eine atemberaubende Ansicht des jeweils anderen riesigen Sternsystemes. Dieses scharfe Kompositbild ist die Ansicht vom Planeten Erde aus und zeigt anschaulich die blauen Sternhaufen und rötlichen Sternbildungsregionen in den lose gewundenen Spiralarmen von M33. Die hellste Sternbildungsregion ist die höhlenartige NGC 604, hier etwa auf der Einuhrposition vom Zentrum der Galaxie aus zu sehen. Wie bei M31 half die Population gut vermessener veränderlicher Sterne M33, diese nahe Spirale zu einer kosmischen Messlatte bei der Festlegung der Entfernungsskala im Universum zu machen.

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Vollmond über Brünn

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Bildcredit und Bildrechte: Petr Horálek

Beschreibung: Am 20. Juli 2016 ging nach Sonnenuntergang dieser prächtige Vollmond über Brünn in Tschechien auf. Das Panoramabild entstand während einer Feier des 47. Jahrestages der Apollo-11-Mondlandung. Eine Aufnahmeserie zeigt die gelb gefärbte Mondscheibe vor den verblassenden Farben der Dämmerung, im Vordergrund steht die beleuchtete Festung Špilberk aus dem 14. Jahrhundert. Der heutige Vollmond wird Erntemond genannt. Der traditionelle Name des Vollmondes, welcher dem Herbstäquinoktium auf der Nordhalbkugel zeitlich am nächsten kommt, ist seit Langem als Geschichte und Lied bekannt. Die heutige Vollmondphase fällt auf eine dezente Halbschattenmondfinsternis, bei dieser wandert der Mond nur durch den diffusen äußeren Schatten der Erde.

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Rückläufiger Mars and Saturn

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Bildcredit und Bildrechte: Tunç Tezel (TWAN)

Beschreibung: Die wandernden Planeten Mars und Saturn waren einen Großteil dieses Jahres am Nachthimmel des Planeten Erde auffallend nahe beisammen.

Diese zusammengesetzte Himmelsansicht, eine Aufnahmeserie von Mitte Dezember bis Anfang dieser Woche, zeigt ihre gemeinsame Zeit auch während der Opposition nördlich des hellen Sterns Antares nahe der Zentralwölbung der Milchstraße. Im dazugehörigen Video sieht man Saturns scheinbare Bewegung vorwärts und rückwärts entlang der abgeflachten, kompakten Schleife, während Mars die weitere s-förmige Umkehrbahn im Bild von rechts oben nach links unten zieht. Um die Punkte und Daten zu verbinden, schieben Sie den Mauspfeil über das Bild oder folgen Sie diesem Link.

Obwohl es so aussieht, laufen Mars und Saturn auf ihrer Bahn nicht in die verkehrte Richtung. Ihre scheinbare rückläufige Bewegung vor dem Sternenhintergrund spiegelt die Bahnbewegung der Erde selbst. Eine rückläufige Bewegung ist immer dann zu beobachten, wenn die Erde Planeten überholt, deren Bahn weiter von der Sonne entfernt ist, weil die Erde sich auf ihrer engeren Bahn schneller bewegt.

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Der Norden und der Süden Jupiters

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Bildcredit: NASA, JPL, Juno Mission

Beschreibung: Eine stark elliptische Umlaufbahn brachte Juno am 27. August nahe an Jupiter heran. Als die Raumsonde die Pole des Riesenplaneten überflog, erhielt JunoCam diese erstklassigen direkten Polansichten, die sich von den Bildern hinausfliegender Raumsonden oder erdgebundener Teleskope mit dem üblichen Blickwinkel auf den Äquator unterscheiden. Die sonnenbeleuchtete Seite von Jupiters Nordpolregion (links) wurde zwei Stunden vor Junos größter Annäherung etwa 125.000 Kilometer über den Wolkenoberflächen fotografiert. Eine Stunde nach der Annäherung wurde die Südpolregion aus einer Entfernung von 94.500 Kilometern abgebildet. Auffallend anders als die hell gefärbten Zonen, welche sich um die vertraute Äquatorregion mit dunkleren Gürteln abwechseln, erscheinen die Wolken der Polregion verschlungener und übersät mit vielen rotierenden Sturmsystemen, die im und gegen den Uhrzeigersinn rotieren. Während der Juno-Mission sind weitere 35 nahe Vorbeiflüge im Orbit geplant.

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NGC 1672: Balkenspiralgalaxie von Hubble

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Bildcredit: Hubble Legacy Archive, NASA, ESA; Bearbeitung und Bildrechte: Steve Cooper

Beschreibung: Viele Spiralgalaxien haben Balken in der Mitte. Sogar unsere eigene Milchstraße hat vermutlich einen kleinen zentralen Balken. Die hier gezeigte Spiralgalaxie NGC 1672 mit einem mächtigen Balken wurde auf diesem Bild des Weltraumteleskops Hubble im Orbit besonders detailreich abgebildet. Zu sehen sind dunkle, faserartige Staubbahnen, junge Haufen heller blauer Sterne, rote Emissionsnebel aus leuchtendem Wasserstoff, ein langer, heller Balken aus Sternen in der Mitte und ein heller aktiver Kern, der wahrscheinlich ein sehr massereiches Schwarzes Loch enthält. Licht von NGC 1672 braucht etwa 60 Millionen Jahre, um uns zu erreichen. NGC 1672 ist etwa 75.000 Lichtjahre breit und im Sternbild Schwertfisch (Dorado) zu sehen. Sie wird untersucht, um herauszufinden, wie ein Spiralbalken zur Sternbildung in den Zentralregionen einer Galaxie beiträgt.

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Landesonde Philae auf dem Kometen 67P gefunden

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Bildcredit und Bildrechte: ESA, Rosetta, MPS, OSIRIS; UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA/Navcam

Beschreibung: Eine kleine Raumsonde war verschollen und wurde nun wiederentdeckt. 2014 sank die Landesonde Philae langsam von ihrer Ursprungsraumsonde Rosetta zum Kern des Kometen C67/P Tschurjumow-Gerassimenko. Auf der Oberfläche prallte die Landesonde nach dem Ausfall einer Harpune zweimal sanft ab und schickte schließlich Bilder von einem unbekannten Ort. Zu Beginn dieses Monats flog Rosetta tief genug, um ihr Junges zu entdecken. Der einen Meter große Philae ist ganz rechts im Hauptbild zu sehen, die Bildeinschübe zeigen eine Weitwinkel- und eine Teleobjektivaufnahme. Ende des Monats wird Rosetta zur Landung auf 67P gebracht, doch Rosettas Landung wird härter sein, und – trotz einzigartiger Bilder und Daten – die Mission beenden.

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Das Wasser des Planeten Erde

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Illustrationscredit und Bildrechte: Jack Cook, Adam Nieman, Woods Hole Oceanographic Institution, Howard Perlman, USGS

Beschreibung: Wie hoch ist der Wasseranteil des Planeten Erde? Sehr gering. Wasserozeane bedecken zwar etwa 70 Prozent der Erdoberfläche, doch sie sind im Vergleich zum Erdradius sehr seicht. Diese Illustration zeigt, was geschehen würde, wenn man alles Wasser auf oder nahe der Oberfläche der Erde in einer Kugel sammeln würde. Der Radius dieser Kugel würde nur etwa 700 Kilometer betragen, das ist weniger als die Hälfte des Mondradius und des Saturnmondes Rhea, der wie viele Monde im äußeren Sonnensystem, großteils aus Wassereis besteht. Wie dieser Anteil auf die Erde gelangt ist und ob eine beträchtliche Menge weit unter der Erdoberfläche eingeschlossen ist, wird weiterhin untersucht.

Umfrage: Haben Sie das heutige APOD schon einmal gesehen?
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Der Start von OSIRIS-REx

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Bildcredit: United Launch Alliance

Beschreibung: Am Donnerstag bei Sonnenuntergang war bei klarem Himmel der Start der Raumsonde OSIRIS-REx zu sehen. Ihre Trägerrakete Atlas V mit einer einzelnen Feststoffrakete hebt auf dieser Weitwinkelansicht mit Blick zur untergehenden Sonne von der Startrampe 41 auf Cape Canaveral ab. OSIRIS-REx hat Bennu zum Ziel und erreicht den berggroßen Asteroiden voraussichtlich 2018. Zuerst kehrt die Raumsonde jedoch für ein Gravitationsmanöver, das sie beschleunigen soll, zur Erde zurück. Nach einer genauen Untersuchung von Bennu wird OSIRIS-REx 2020 eine Probe von der Oberfläche des Asteroiden nehmen und 2023 damit zur Erde zurückkehren. Wenn alles gut geht, wird das die größte Probenrückholung einer Raumfahrtmission seit der Apollo-Ära.

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Die weite und tiefe Lagune

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Bildcredit und Bildrechte: Michael Miller, Jimmy Walker

Beschreibung: Grate aus leuchtendem interstellarem Gas und dunklen Staubwolken bevölkern die turbulenten, kosmischen Tiefen des Lagunennebels. Die helle Sternbildungsregion ist auch als M8 bekannt und etwa 5000 Lichtjahre entfernt. Sie ist immer noch ein beliebter Halt bei Teleskopstreifzügen im Sternbild Schütze beim Zentrum unserer Milchstraße. Diese atemberaubende, detailreiche Ansicht der Lagune ist fast 100 Lichtjahre breit und wird von vielsagenden roten Emissionen ionisierter Wasserstoffatome dominiert, die mit abgestreiften Elektronen rekombinieren. Die helle, kompakte, Sanduhrform rechts neben der Mitte ist Gas, das von der energiereichen Strahlung und den extremen Sternwinden eines massereichen jungen Sterns ionisiert und geformt wurde. Die vielen hellen Sterne des offenen Haufens NGC 6530 sind vor wenigen Millionen Jahren in der Lagune entstanden und treiben im Nebel.

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