Andromeda auf Eis

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Bildcredit und Bildrechte: Cristian Fattinnanzi

Beschreibung: Wie weit können Sie sehen? Die 2,5 Millionen Lichtjahre ferne Andromedagalaxie ist das am weitesten entfernte Objekt, das man leicht mit bloßem Auge sieht. Weitere augenscheinliche Bewohner des Nachthimmels – Sterne, Sternhaufen und Nebel – sind üblicherweise wenige Hundert bis ein paar Tausend Lichtjahre entfernt und liegen deutlich innerhalb unserer eigenen Galaxis, der Milchstraße. Die Andromedagalaxie, auch als M31 bekannt, ist der zarte Fleck oben in der Mitte dieser Erd- und Himmelslandschaft, die in Ostitalien in der Nähe von Monte Conero an der Adriaküste fotografiert wurde. Der Umfang der Sichtweite, die von wenigen Zentimetern bis zu einigen Millionen Lichtjahren reicht, ist erstaunlich groß. Doch obwohl Galaxie und Küstenfelsen in dieser klaren Sommernacht mit bloßem Auge zu sehen waren, fotografierte keine Kamera diese Aussicht mit einer einzigen Aufnahme. Da sich die Sterne während der Aufnahme über dem Horizont bewegten, wurden nachgeführte Aufnahmen der Sterne mit einem Foto der Steine und Klippen kombiniert, das mit fixierter Kamera fotografiert wurde, um diese reizvolle Szene zu schaffen.

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Die Internationale Raumstation über der Erde

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Bildcredit: Besatzung STS-132, Besatzung Expedition 23, NASA

Beschreibung: Die Internationale Raumstation ist das größte Objekt, das Menschen je im Weltraum konstruiert haben. Die Station ist größer als etwa der Bereich eines Fußballfeldes, nur ein kleiner Teil davon besteht aus für Menschen bewohnbaren Modulen. Die Station ist so groß, dass sie nicht in einem Stück gestartet werden könnte – sie wird weiterhin schrittweise erweitert. Um ihre Funktion zu erfüllen, braucht die ISS große Träger zur Versteifung und um Strom und Kühlflüssigkeit zu leiten, manche sind länger als 15 Meter und haben eine Masse von mehr als 10.000 Kilogramm. Hier wurde die gewaltige Raumstation von der inzwischen ausgemusterten Raumfähre Atlantis nach einem einwöchigen Aufenthalt 2010 fotografiert. Oben hängt ein Teil der hellen blauen Erde, die einen starken Kontrast zur Dunkelheit des interstellaren Raumes bildet.

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Asperitas über Neuseeland

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Bildcredit und Bildrechte: Witta Priester

Beschreibung: Was sind das für Wolken? Obwohl ihre Ursache derzeit unbekannt ist, sind solche ungewöhnlichen atmosphärischen Strukturen, so bedrohlich sie aussehen mögen, nicht die Vorboten eines meteorologischen Untergangs. Die Erscheinung der Undulatus asperatus, wie sie informell genannt werden, ist oft überwältigend und ihre Ausprägung ungewöhnlich. Sie sind kaum untersucht und wurden sogar als neue Wolkenart vorgeschlagen. Während die meisten niedrigen Wolkendecken flache Unterseiten haben, weisen Asperatuswolken unten deutliche vertikale Strukturen auf. Es gibt daher Vermutungen, dass Asperatuswolken mit Lenticulariswolken verwandt sind, die in der Nähe von Bergen entstehen, oder Mammatus, die mit Gewittern einhergehen, oder vielleicht Föhn – eine Art trockener Fallwind, der von Bergen hinabfließt. Ein solcher Wind, der als Canterbury Northwester bezeichnet wird, strömt zur Ostküste von Neuseelands Südinsel. Dieses Bild, das 2005 über Hanmer Springs in Canterbury (Neuseeland) fotografiert wurde, ist sehr detailreich, weil das Sonnenlicht die gewellten Wolken von der Seite beleuchtet.

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Heliopause Electrostatic Rapid Transit System

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Bildcredit: NASA, Marshall Space Flight Center

Beschreibung: Möchten Sie schnell zum Rand des Sonnensystems reisen? Dann ziehen Sie eine Reise mit einem Heliopause Electrostatic Rapid Transit System (HERTS) in Betracht. Das Konzept wird derzeit getestet, und die mehr als 100 Astronomischen Einheiten (15 Milliarden Kilometer) weite Reise könnte nur 10 bis 15 Jahre dauern. Das ist schnell, wenn man es mit der Reisezeit von 35 Jahren vergleicht, welche die derzeit fernste Raumsonde der Menschheit, Voyager 1, brauchte, um die Heliopause zu erreichen – das ist die äußere Einflussgrenze des Sonnenwindes. HERTS verwendet ein modernes elektrisches Sonnensegel, das mehrere etwa 20 Kilometer lange und 1 Millimeter dünne positiv geladene Drähte von einer rotierenden Raumsonde ausbreitet. Die so erzeugte elektrostatische Kraft stößt schnelle Sonnenwindprotonen ab, um Schub zu erzeugen. Anders als ein reflektierendes Sonnenlichtsegel – ein weiteres treibstofflose Antriebssystem für den fernen Weltraum – könnte das elektrische Sonnenwindsegel in größerer Entfernung zur Sonne weiter beschleunigen und immer noch Schub generieren, während es zu den äußeren Planeten reist.

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Merkur und Sichelmond gehen unter

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Bildcredit und Bildrechte: Miguel Claro (TWAN, Dark Sky Alqueva)

Beschreibung: Der innerste Planet Merkur und ein dünner Sichelmond sind am Himmel des Planeten Erde niemals weit von der Sonne entfernt. Diese farbenprächtige Abendhimmelslandschaft, die am 8. April nach Sonnenuntergang fotografiert wurde, zeigt, wie beide kurz nach der Sonne im Westen untergehen. Im Vordergrund fließt der breite Tajo, und die Stadtlichter von Lissabon (Portugal) leuchten unter dem ruhigen Himmel in der Dämmerung. Die helle, schmale Mondsichel nahe dem Perigäum – dem erdnächsten Punkt – entspricht etwa 3 Prozent der Mondscheibe, die vom Sonnenlicht beleuchtet sind. Auf dem Mond würde natürlich eine fast volle Erde die Mondnacht beleuchten, und das helle Perigäums-Erdlicht macht den Rest der Mondscheibe in der Szene sichtbar. Der helle Merkur bleibt in den nächsten Tagen für Beobachter auf der Nordhalbkugel bei Sonnenuntergang weit über dem westlichen Horizont. Der flüchtige Planet erreicht am 18. April die größte Elongation – den größten Winkelabstand zur Sonne. Dann schwingt Merkur zur Sonne zurück und zieht am 9. Mai sogar vor der Sonnenscheibe vorbei – beim ersten Merkurtransit seit 8. November 2006.

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Volle Venus und Sichelmond gehen auf

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Bildcredit und Bildrechte: A. Rosenberg, D. López (El Cielo de Canarias) / IAC

Beschreibung: Der innere Planet Venus und ein dünner Sichelmond sind am irdischen Himmel niemals weit von der Sonne entfernt. Dieses Zeitraffer-Komposit, das am 6. April in der Dämmerung fotografiert wurde, zeigt, wie beide kurz vor der Sonne aufgehen. Die Kuppeln des Teide-Gipfelobservatoriums auf der glücklichen Insel Teneriffa zeichnen sich als Silhouetten in der Dämmerung ab. Die Serie der Teleobjektivaufnahmen zeigt die Bedeckung der Venus durch den Mond in drei Bildern. Die Venus war auf ihrer Bahn weit von der Erde entfernt in fast voller Phase zu 96 Prozent beleuchtet. Die schmale Mondsichel befindet sich nahe dem Perigäum – das ist der erdnächste Punkt der Mondbahn -, und nur etwa 2 Prozent der Mondscheibe sind vom Sonnenlicht beleuchtet. Der gleißende Morgenstern, der auf den ersten beiden Bildern sichtbar ist und hinter dem hellen Mondrand hervorblitzt, verschwindet im dritten. Fünf Minuten der dramatischen Bedeckung in der Dämmerung sind in diesem Zeitraffervideo (vimeo) auf 15 Sekunden komprimiert.

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Orion in Rot und Blau

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Bildcredit und Bildrechte: David Lindemann

Beschreibung: Wann wurde Orion so grell? Diese farbenprächtige Wiedergabe eines Teils des Sternbildes Orion stammt von rotem Licht, das von Wasserstoff und Schwefel (SII) abgestrahlt wird, sowie dem blau-grünen Licht des Sauerstoffs (OIII). Durch die digitale Neuzuweisung der Farbtöne auf diesem Bild erkennt man ihr Ursprungselement – es wird dadurch außerdem für das menschliche Auge sehr eindrucksvoll. Das atemberaubende Komposit wurde gewissenhaft aus Hunderten Bildern erstellt, deren Beschaffung fast 200 Stunden dauerte. Die unten abgebildete Barnard-Schleife scheint interstellare Gebilde wie den komplexen Orionnebel rechts neben der Mitte einzubetten. Der Flammennebel ist ebenfalls leicht erkennbar, aber man braucht ein scharfes Auge, um die leichte Einkerbung des dunklen Pferdekopfnebels zu erkennen. Was Orions Glanz betrifft – eine der besten Erklärungen für den Ursprung der Barnard-Schleife ist eine Supernovaexplosion, die vor etwa zwei Millionen Jahren stattfand.

Den Himmel teilen: NASA – offene API für APOD
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Kombinierte Sonnenfinsternis-Korona von Erde und Weltraum

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Bildcredit: J. Vilinga (Angola, IAP), LASCO, NRL, SOHO, ESA, NASA;
Bearbeitung: R. Wittich; Komposition und Bildrechte: S. Koutchmy (IAP, CNRS)

Beschreibung: Manchmal ist eine totale Finsternis eine gute Gelegenheit, um die Sonne zu betrachten. Dieses Bild nützt die Chance einer ungewöhnlichen Anordnung von Erde, Mond und Sonne und zeigt die totale Sonnenfinsternis vom letzten Monat, wie sie – fast gleichzeitig – auf der Erde und im Weltraum aussah. Das innere Bild zeigt die totale Finsternis am Boden, die Pupille in der Mitte entsteht, indem der vergleichsweise dunkle Mond die helle Sonne bedeckt. Die abgedeckte Sonnenscheibe ist von der zarten Korona der Sonne umgeben, die in weißem Licht abgebildet ist und vom Boden aus nur bei einer Finsternis leicht sichtbar ist. Normalerweise ist die weit von der Sonne entfernte Korona schwierig zu beobachten, doch auf dieser Montage sind Falschfarbenbilder der Sonne eingepasst, die mit dem Sonnen- und Heliosphären-Weltraumobservatorium (SOHO) der NASA und ESA im Sonnenorbit fotografiert wurden. Beobachtungen wie diese ermöglichen, die ständig wechselnde magnetische Aktivität nahe und fern der Sonne zu untersuchen – dieselbe Aktivität, die schließlich zu Polarlichtern auf der Erde führt.

APOD ist auch auf arabisch, indonesisch, katalanisch, chinesisch, chinesisch, kroatisch, tschechisch, niederländisch, Farsi, Farsi, galicisch, deutsch, französisch, hebräisch, japanisch, koreanisch, montenegrinisch, polnisch, rumänisch, russisch, serbisch, slowenisch, spanisch und türkisch verfügbar.
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Der Komet und der Sternhaufen

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Bildcredit und Bildrechte: José J. Chambó (Cometografia)

Beschreibung: Komet Linear wurde unerwartet hell. Der im Jahr 2000 entdeckte Komet hatte eine Woche vor seiner Passage an der Erde in einer Entfernung von 14 Monddistanzen, die letzten Monat stattfand, einen 100-fachen Ausbruch. Der Komet wurde letzte Woche etwa bei Größenklasse 6 fotografiert – gerade hell genug für das bloße Auge – als er vor dem fernen Kugelsternhaufen M14 vorbeizog. Komet 252/P LINEAR gehört zu der Gruppe seltener Kometen, die alle 5 Jahre zwischen Erde und Jupiter hin- und herwandern. Wie der Komet sich entwickelt, ist ungewiss, doch es gibt große Hoffnung, dass er noch ein bis zwei Wochen lang ein gutes Fernglasobjekt am Nordhimmel bleibt.

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Cassini nähert sich Saturn

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Bildcredit: Cassini Imaging Team, SWRI, JPL, ESA, NASA

Beschreibung: Die Roboterraumsonde Cassini, die 1997 von der NASA gestartet wurde, kam 2002 ihrem Zielplaneten Saturn nahe genug, um viele Ringe und Monde aufzulösen. Damals schoss Cassini während eines Techniktests mehrere Bilder. Einige davon wurden zu diesem kontrastverstärkten Farbkomposit kombiniert. Unten sieht man Saturns Ringe und Wolkenoberflächen, sein größter Mond Titan ist der oben sichtbare Fleck. Als Cassini im Juli 2004 bei Saturn ankam, begann der Orbiter das Saturnsystem zu umkreisen und zu untersuchen. Ein Höhepunkt war der Start der Sonde Huygens, die 2005 eine beispiellose Landung auf Titan durchführte und detailreiche Bilder schickte. Nun, da sich das Missionsende nähert, soll Cassini Ende 2016 ein gigantisches Finale beginnen, bei dem sie wiederholt zwischen dem Riesenplaneten und den innersten Ringen pendelt.

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Ein grüner Frühlingsblitz

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Bildcredit und Bildrechte: Murray Schukar

Beschreibung: Dieser Urlaubsschnappschuss, fotografiert am 20. März auf dem Gipfel des Haleakala auf der Insel Maui (Planet Erde) zeigt den ersten Sonnenaufgang des nördlichen Frühlings. Diese mit Teleobjektiv fotografierte Aussicht von der vulkanischen Kaldera über einem Wolkenmeer zeigt auch einen flüchtigen grünen Blitz am oberen Sonnenrand. Atmosphäreschichten mit scharfen Temperaturänderungen verursachen dort, wo die Sonne hinter einer fernen Wolkenbank aufgeht, den farbigen Blitz. Die Lichtbrechung entlang der Sichtlinien durch die Luftschichten erzeugt verzerrte Mehrfachbilder der Sonne und kann für einen Augenblick die kürzeren Wellenlängen des grünen Lichtes sichtlich ablenken.

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