M33, die Dreiecksgalaxie

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Bildcredit und Bildrechte: Robert Gendler, Subaru-Teleskop (NAOJ)
Bilddaten: Subaru-Teleskop, Robert Gendler, Brigham Young University Obs., Johannes Schedler

Beschreibung: Das kleine nördliche Sternbild Dreieck beherbergt die großartige, von vorne sichtbare Spiralgalaxie M33. Zu ihren gängigen Namen zählt Feuerradgalaxie oder einfach Dreiecksnebel. M33 hat einen Durchmesser von mehr als 50.000 Lichtjahren und ist nach der Andromedagalaxie (M31) und unserer eigenen Milchstraße die drittgrößte Galaxie in der Lokalen Gruppe. M33 ist etwa 3 Millionen Lichtjahre von unserer Milchstraße entfernt und wahrscheinlich selbst eine Begleitgalaxie der Andromedagalaxie; Astronomen in diesen beiden Galaxien hätten wahrscheinlich eine spektakuläre Sicht auf das jeweils andere Spiralsternsystem. Was die Sicht vom Planeten Erde aus betrifft, zeigt dieses scharfe Kompositbild, ein Mosaik aus 25 Bildern, die blauen Sternhaufen und rötlichen Sternbildungsregionen von M33, welche die lose gewundenen Spiralarme der Galaxie säumen. Tatsächlich ist die höhlenartige NGC 604 die hellste Sternbildungsregion, die hier vom Galaxienzentrum aus auf etwa ein Uhr zu sehen ist. Ähnlich wie bei M31 wurde anhand der Population gut vermessener veränderlicher Sterne in M33 diese nahe gelegene Spirale zu einer kosmischen Messlatte beim Aufbau einer Entfernungsskala des Universums.

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NGC 5189: ein ungewöhnlich komplexer planetarischer Nebel

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Bildcredit: NASA, ESA, Hubble Heritage Team (STScI/AURA)

Beschreibung: Warum ist dieser Nebel so komplex? Wenn ein Stern wie unsere Sonne stirbt, wirft er seine äußeren Hüllen ab, normalerweise in einer einfachen, globalen Form. Manchmal ist diese Form eine Kugel, manchmal ein Doppellappen und manchmal ein Ring oder eine Spirale. Im Fall des planetarischen Nebels NGC 5189 jedoch kam keine so einfache Struktur zustande. Um herauszufinden warum, beobachtete kürzlich das Weltraumteleskop Hubble in der Erdumlaufbahn NGC 5189 eingehend. Frühere Ergebnisse zeigen, dass es mehrere Zeiträume mit Materieabgang gab. Bei einem davon, der erst kürzlich erfolgte, entstand ein heller, aber verzerrter Wulst, der waagrecht durch die Bildmitte verläuft. Die Ergebnisse stehen im Einklang mit der Hypothese, dass der sterbende Stern Teil eines Doppelsternsystems mit einer präzedierenden Symmetrieachse ist. Anhand dieser neuen Daten wird die Forschung sicherlich fortgesetzt. NGC 5189 ist etwa drei Lichtjahre groß und befindet sich ungefähr 3000 Lichtjahre entfernt im südlichen Sternbild Fliege (Musca).

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Sonnensäule über Schweden

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Bildcredit und Bildrechte: Göran Strand

Beschreibung: Haben Sie schon einmal eine Lichtsäule gesehen? Wenn die Luft kalt ist und die Sonne auf- oder untergeht, können fallende Eiskristalle Sonnenlicht reflektieren und eine ungewöhnliche Säule aus Licht kreieren. Manchmal entstehen flache, sechsseitige Kristalle aus Eis, die aus hoch schwebenden Wolken fallen. Durch den Luftwiderstand sind diese Kristalle die meiste Zeit fast flach ausgerichtet, während sie zu Boden trudeln. Sonnenlicht wird von den passend ausgerichteten Kristallen reflektiert, wodurch der Lichtsäuleneffekt entsteht. Im obigen Bild, das letzte Woche fotografiert wurde, reflektiert eine Sonnensäule das Licht eines Sonnenuntergangs über Östersund in Schweden.

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NGC 922: Kollision einer Ringgalaxie

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Bildcredit: NASA, ESA; Danksagung: Nick Rose

Beschreibung: Warum enthält diese Galaxie so viele große Schwarze Löcher? Das ist nicht bekannt. Sicher ist, dass NGC 922 eine Ringgalaxie ist, die vor etwa 300 Millionen Jahren durch die Kollision einer großen und einer kleinen Galaxie entstand. Wie ein Stein, der in einen Teich geworfen wird, schickte die urzeitliche Kollision Wellen aus stark verdichtetem Gas vom Einschlagspunkt nahe der Mitte aus, die teilweise zu Sternen verdichtet wurden. Oben ist NGC 922 mit seinem schönen, komplexen Ring auf der linken Seite dargestellt, wie sie kürzlich vom Weltraumteleskop Hubble abgebildet wurde. Beobachtungen von NGC 922 mit dem Röntgenobservatorium Chandra zeigen jedoch mehrere leuchtende Knoten im Röntgenlicht, die wahrscheinlich große Schwarze Löcher sind. Die hohe Anzahl massereicher Schwarzer Löcher war etwas überraschend, da die Gaszusammensetzung in NGC 922 – reich an schweren Elementen – die Entstehung von fast allem, was so massereich ist, verhindert haben sollte. Die Forschung wird mit Sicherheit fortgesetzt. NGC 922 umfasst etwa 75.000 Lichtjahre, ist ungefähr 150 Millionen Lichtjahre entfernt und mit einem kleinen Teleskop im Sternbild Chemischer Ofen (Fornax) zu sehen.

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MWC 922: Der Quadratnebel

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Bildcredit und Bildrechte: Peter Tuthill (Sydney U.) und James Lloyd (Cornell)

Beschreibung: Wie kann ein Nebel entstehen, der wie ein Quadrat aussieht? Wir wissen es nicht. Doch das heiße Sternsystem, das als MWC 922 bekannt ist, ist offensichtlich in einen Nebel mit dieser Form eingebettet. Im obigen Bild sind Infrarotaufnahmen des Hale-Teleskops auf dem Mt. Palomar in Kalifornien und des Keck-2-Teleskops auf dem Mauna Kea in Hawaii miteinander kombiniert. Eine führende vorläufige Hypothese zur Entstehung des Quadratnebels besagt, dass der Zentralstern oder die Zentralsterne in einem späten Entwicklungsstadium auf irgendeine Weise Gaskegel ausstießen. Bei MWC 922 schließen diese Kegel zufällig fast einen rechten Winkel ein und sind von der Seite zu sehen. Weitere Hinweise für die Kegelhypothese sind unter anderem radiale Speichen im Bild, welche die Kegelwände entlang verlaufen könnten. Forscher vermuten, dass die Kegel von einem anderen Sichtwinkel aus ähnlich wie die gigantischen Ringe der Supernova 1987A aussehen würden, was vielleicht den Schluss zulässt, dass ein Stern in MWC 922 selbst eines Tages als eine ähnliche Supernova explodieren könnte.

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Wenn Gemini Sterne zum Paranal schickt

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Bildcredit und Bildrechte: Stéphane Guisard (Los Cielos de America), TWAN

Beschreibung: Von einem Radianten im Sternbild Zwillinge ausgehend regnete diese Woche der alljährliche Meteorstrom der Geminiden auf den Planeten Erde nieder. Diese Himmelslandschaft, fotografiert in den frühen Morgenstunden des 14. Dezember nahe dem Höhepunkt des Meteorstroms, zeigt die lieblichen Sternschnuppen der Geminiden auf einem sorgfältig erstellten Kompositbild aus 30 je 20 Sekunden belichtete Aufnahmen, die in der Dunkelheit der chilenischen Atacamawüste über dem Paranal-Observatorium der ESO fotografiert wurden. Vor den vier Very Large Telescopes auf dem Paranal stehen vier Hilfsteleskope und das VLT-Survey-Teleskop, alle geöffnet und in Betrieb. Am Himmel darüber leuchten der helle Jupiter (links), Orion, (oben links) und das blasse Licht der Milchstraße. Geminiden-Meteore sind Staub, der aus der Umlaufbahn des aktiven Asteroiden 3200 Phaethon zusammengefegt wird, und treten mit etwa 22 Kilometern pro Sekunde in die Atmosphäre ein.

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Schattenwelt

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Bildcredit und Bildrechte: Dennis L. Mammana (TWAN)

Beschreibung: Am Morgen des 14. November versammelten sich Himmelsbeobachter aus aller Welt auf diesem kleinen Planeten, um im dunklen Kernschatten des Mondes zu stehen. Natürlich warf der Mond seinen Schatten während der totalen Sonnenfinsternis im letzten Monat, und der kleine Planet liegt eigentlich am Strand von Green Island vor der Küste von Queensland in Australien. Das Bild selbst, die erste Kleiner-Planet-Projektion einer totalen Sonnenfinsternis, ist ein digital gekrümmtes und zusammengefügtes Panorama aus 8 Bildern, das 360×180 Grad abdeckt. Um es zu erstellen, musste sich der furchtlose Fotograf daran erinnern, dass er nicht nur zur, sondern während der aufregenden Finsternisphase auch in die entgegengesetzte Richtung (!) fotografieren musste. In Horizontnähe dieses kleinen Planeten steht die verfinsterte Sonne genau über der Mitte, umgeben vom Schein der Sonnenkorona. Am oberen Bildrand ist die Venus erkennbar. Unten rechts leuchtet der helle Stern Sirius auf an der Spitze eines beängstigend großen Baumes.

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Apollo 17: Ein Anaglyphenbild aus der Mondumlaufbahn

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Bildcredit: Gene Cernan, Apollo 17, NASA; Anaglyphe von Patrick Vantuyne

Beschreibung: Holen Sie Ihre rotblauen Brillen und sehen Sie dieses fantastische Anaglyphenbild einer fremden Welt an. Diese Szenerie fotografierte der Apollo-17-Missionskommandant Eugene Cernan am 11. Dezember 1972 einen Umlauf vor dem Abstieg zur Mondlandung. Das Stereobild wurde aus zwei Fotos erstellt (AS17-147-22465, AS17-147-22466), die er an seinem Aussichtspunkt im Mondmodul Challenger fotografierte, als er und Dr. Harrison Schmitt über den Landeplatz von Apollo 17 im Taurus-Littrow-Tal flogen. Die ausgedehnte, sonnenbeleuchtete Oberfläche des Berges, der als Südmassiv bezeichnet wird, erhebt sich in der Nähe der Bildmitte über den dunklen Boden von Taurus-Littrow links daneben. Hinter den Bergen, zum Mondrand hin, liegt das Mare Serenitatis. Die von Ron Evans gesteuerte Kommandokapsel America ist im Vordergrund vor dem Gipfel des Südmassivs in der Umlaufbahn zu sehen.

Heute Nacht:Der Meteorstrom der Geminiden
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Milchstraße über dem Köcherbaumwald

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Bildcredit und Bildrechte: Florian Breuer

Beschreibung: Vor einem berühmten Hintergrund aus Sternen und Galaxien stehen einige der ungewöhnlichsten Bäume der Erde. Sie sind als Köcherbäume bekannt und gehören eigentlich zu den sukkulenten Aloen, die so groß wie Bäume werden können. Die Bezeichnung Köcherbaum leitet sich vom historischen Nutzen ihrer hohlen Äste als Pfeilbehälter ab. Die Bäume, die oben auf einem Kompositbild aus 16 Aufnahmen zu sehen sind, kommen vorwiegend im Süden Afrikas vor und stehen hier im Köcherbaumwald im Süden Namibias. Einige der größten Köcherbäume im Park sind schätzungsweise 3000 Jahre alt. Hinter den Bäumen ist das Licht der kleinen Stadt Keetmanshoop in Namibia zu sehen. In weiter Ferne wölbt sich das majestätische Zentralband unserer Galaxis, der Milchstraße, über den Himmel. Sogar noch weiter entfernt sind links im Bild die Große und die Kleine Magellansche Wolke zu sehen – kleinere Begleitgalaxien der Milchstraße, die am irdischen Himmel der Südhalbkugel markant hervortreten.

Letzter Schnapszahltag dieses Jahrhunderts: Eine Sekunde lang sind heute Tag und Uhrzeit 12/12/12 12:12:12.
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NGC 604: Riesige Sternkrippe

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Bildcredit: Hubble Legacy Archive, ESA, NASA; Bearbeitung: Donald Waid

Beschreibung: Sterne entstehen manchmal mitten im Chaos. Vor etwa 3 Millionen Jahren brachte in der nahen Galaxie M33 eine riesige Gaswolke dichte Knoten im Inneren hervor, die durch Gravitation kollabierten, um Sterne zu bilden. NGC 604 war jedoch so groß, dass darin genügend Sterne für einen Kugelsternhaufen entstanden. Viele junge Sterne aus dieser Wolke sind im obigen Bild des Weltraumteleskops Hubble zu sehen, zusammen mit dem, was von der ursprünglichen Gaswolke übrig ist. Manche Sterne waren so massereich, dass sie sich bereits weiterentwickelt haben und als Supernova explodiert sind. Die hellsten Sterne, die übrig sind, strahlen so energiereiches Licht ab, dass sie eine der größten Wolken aus ionisiertem Wasserstoffgas erzeugen, die wir kennen, vergleichbar mit dem Tarantelnebel in einer Nachbargalaxie unserer Milchstraße, der Großen Magellanschen Wolke.

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Zeitraffer: eine totale Sonnenfinsternis


Videocredit und -rechte: Colin Legg

Beschreibung: Haben Sie schon einmal eine totale Sonnenfinsternis gesehen? Dieses dramatische, detailreiche Zeitraffervideo zeigt eine Finsternis, die letzten Monat in Australien zu sehen war. Zu Beginn des Videos ist die leichte Abdunkelung der Sonne und der umgebenden Landschaft kaum erkennbar. Während der Mond weiterwandert und schon fast die ganze Sonne bedeckt, fegt plötzlich die Dunkelheit von links heran – vom vollständig abgedeckten Teil der Sonne.

Während der Totalität reicht nur die helle Sonnenkorona über den Mondrand hinaus, und alles ist in Dunkelheit getaucht. Der ferne Horizont ist jedoch noch hell, da er nicht im dunkelsten Teil des Schattens liegt. Zur Mitte der Totalität wird der Horizont unter der abgedunkelten Sonne in die Dunkelheit getaucht, die vom Schattenkegel stammt – dieser Schattenkorridor reicht bis zum Mond hinauf. Gegen Ende der totalen Sonnenfinsternis – meist nach wenigen Minuten – dreht sich der Prozess um, und der Mondschatten wandert weiter auf die andere Seite.

Sonnenfinsternisse sind häufig Anlass für Gemeinschaftsreisen, aber auch für spezielle Kreuzfahrten und Flüge zur Beobachtung auf dem schmalen Finsternispfad.

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