Auf der Straße nach Carina

Siehe Beschreibung. Nachthimmel mit Milchstraße und Carinanebel über der Atacamawüste. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Babak Tafreshi (TWAN)

Beschreibung: Diese holprige Straße durch die dunkle Atacamawüste führt scheinbar zum Himmel – zu den hellen Sternen und den leuchtenden Nebeln der südlichen Milchstraße. Wenn Sie der Straße folgen, gelangen Sie zum Cerro Armazones in Chile, der künftigen Baustelle für das 40-Meter- European Extremely Large Telescope.

Wenn Sie Ihren Mauspfeil über das Bild schieben, sehen Sie die Wunder des Südhimmels. Die Szenerie wird vom rötlichen Leuchten des großen Carinanebels markiert, dieser ist eine der größten Sternbildungsregionen unserer Milchstraße. Tatsächlich ist diese außergewöhnlich Himmelslandschaft kein Komposit aus voneinander abweichenden Aufnahmen oder eine Fotomontage.

Die Landschaft, die weit von den Quellen der Lichtverschmutzung entfernt ist, wird vom Sternenlicht und der Milchstraße beleuchtet. Sie wurde mit einer modifizierten Digitalkamera und einer schnellen Linse fotografiert. Das empfindliche System dokumentierte auf dieser relativ kurz belichteten Aufnahme den Planeten Erde und den Himmel.

Zur Originalseite

An der Westwand des Kraters Aristarchus

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit: NASA / GSFC / Arizona State Univ. / Lunar Reconnaissance Orbiter

Beschreibung: Das Aristarchus-Plateau ist in den gewaltigen Lavaströmen des Oceanus Procellarum auf dem Mond verankert. Am südöstlichen Rand des Plateaus liegt der spektakuläre Krater Aristarchus, ein 3 Kilometer tiefer Einschlagkrater mit einem Durchmesser von 40 Kilometern. Wenn Sie dieses bemerkenswerte Panorama entlangwandern, blicken Sie direkt auf ein etwa 25 Kilometer langes Stück der Westwand des Kraters. Zu den Strukturen entlang der abgestuften Wand zählen dunkle Einschlagschmelzen und Trümmerablagerungen, helles Aushubmaterial und mehr als 100 Meter große Brocken. Dieses gestochen scharfe Mosaik mit einer vollen Auflösung von 1,6 Metern pro Bildpunkt wurde aus Bildern erstellt, die im November 2011 mit der Narrow Angle Camera (NAC) des Lunar Reconnaissance Orbiters aufgenommen wurden. Der Aussichtspunkt des Orbiters lag 70 Kilometer östlich der Kratermitte und nur 26 Kilometer über der Mondoberfläche.

Zur Originalseite

NGC 5965 und NGC 5963 im Drachen

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Stephen Leshin

Beschreibung: Dieses fotogene Spiralgalaxien-Paar ist innerhalb der Grenzen des nördlichen Sternbildes Drache zu finden. NGC 5965 kontrastiert in Farbe und Ausrichtung. Sie ist in unserer Sichtlinie fast von der Seite zu sehen und erscheint in vorwiegend gelblichen Farbtönen, während die bläuliche NGC 5963 eher von oben sichtbar ist. Natürlich dringen auch weitere Galaxien in die Szenerie dieses gut gewählten kosmischen Schnappschusses, etwa die kleine elliptische NGC 5969 unten links. Hellere, gezackte Sterne in unserer eigenen Milchstraße sind im Vordergrund verstreut. Obwohl sie einander scheinbar nahe und fast gleich groß sind, sind die Galaxien NGC 5965 und NGC 5963 weit voneinander entfernt und liegen am Himmel nur zufällig nebeneinander. NGC 5965 ist etwa 150 Millionen Lichtjahre entfernt und hat einen Durchmesser von mehr als 200.000 Lichtjahren. Die viel kleinere NGC 5963 ist ungefähr 40 Millionen Lichtjahre entfernt und steht daher in keiner Verbindung mit der von der Seite sichtbaren Spirale. Die außergewöhnlich blassen, blauen Spiralarme von NGC 5963, die schwer erkennbar sind, sind typisch für Galaxien mit niedriger Oberflächenhelligkeit.

Zur Originalseite

Meropes Reflexionsnebel

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Leonardo Orazi

Beschreibung: Reflexionsnebel reflektieren das Licht eines nahen Sterns. Viele kleine Kohlenstoffkörnchen im Nebel reflektieren das Licht. Die blaue Farbe, die typisch für Reflexionsnebel ist, entsteht, weil der Kohlenstoffstaub blaues Licht effizienter streut als rotes. Die Helligkeit des Nebels wird von der Größe und Dichte der reflektierenden Körnchen bestimmt, aber auch von der Farbe und Helligkeit des Nachbarsterns oder der Nachbarsterne. NGC 1435, oben abgebildet, umgibt Merope (23 Tau), einen der hellsten Sterne der Plejaden (M45). Die Nebeligkeit der Plejaden entstand durch die zufällige Begegnung eines offenen Sternhaufens mit einer staubhaltigen Molekülwolke.

Zur Originalseite

Der Rosettennebel

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Brian Davis

Beschreibung: Der Rosettennebel ist nicht die einzige kosmische Wolke aus Gas und Staub, die das Bild einer Blume heraufbeschwört – doch er ist der berühmteste. Die Blütenblätter dieser Rose, die etwa 5000 Lichtjahre entfernt am Rand einer großen Molekülwolke im Einhorn (Monoceros) liegt, sind eigentlich eine Sterngeburtsstätte, deren liebliche, symmetrische Form von den Winden und der Strahlung ihres zentralen Sternhaufens aus heißen, jungen Sternen geformt wird. Die Sterne im energiereichen Haufen, der als NGC 2244 katalogisiert ist, sind nur wenige Millionen Jahre alt, und die zentrale Höhle im Rosettennebel, der als NGC 2237 katalogisiert ist, hat einen Durchmesser von ungefähr 50 Lichtjahren. Den Nebel im Sternbild Einhorn (Monoceros) können Sie mit einem kleinen Teleskop selbst sehen.

Zur Originalseite

Ein ungewöhnliches Venus-Oval

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Doug Zubenel (TWAN)

Beschreibung: Warum sieht die Venus oval aus? Die Venus ist von der Oberfläche der Erde aus häufig zu sehen, und jedes Mal streut die Erdatmosphäre ihr Licht bis zu einem gewissen Grad anders. Wenn die Luft die richtige Menge an Staub oder Wassertröpfchen enthält, werden kleine, aber ferne Objekte wie die Venus zu einem Strahlenkranz mit großem Winkeldurchmesser auseinandergezogen. Strahlenkränze sind nicht ungewöhnlich und sind häufig als runder Hof um Sonne oder Mond zu sehen. Kürzlich wurden jedoch Höfe fotografiert, die nicht rund, sondern eindeutig oval waren. Der obige ovale Venushof wurde von einem Astrofotografen fotografiert, der das ungewöhnliche Phänomen erstmals vor drei Jahren bemerkte. Die ungewöhnliche Verzerrung war zunächst umstritten, wurde inzwischen jedoch von verschiedenen Astrofotografen mehrfach bestätigt. Was die elliptische Form verursacht, ist noch unbekannt, und obwohl es mehrere Hypothesen gibt, denen zufolge waagrecht ausgerichtete Eiskristalle dafür verantwortlich sind, gibt es immer noch Diskussionen darüber.

Zur Originalseite

Orion in Gas, Staub und Sternen

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte: Rogelio Bernal Andreo (Deep Sky Colors)

Beschreibung: Das Sternbild Orion bietet viel mehr als drei Sterne in einer Reihe. Eine lang belichtete Aufnahme zeigt alles, von Dunkelnebeln bis Sternhaufen, die allesamt in den ausgedehnten Bereich der gasförmigen Wolkenfetzen im großen OrionMolekül wolken komplex eingebettet sind. Die hellsten drei Sterne ganz links sind tatsächlich die berühmten drei Sterne, die den Gürtel des Orion bilden. Knapp unter Alnitak, dem untersten der drei Gürtelsterne, steht der Flammennebel, in dem angeregtes Wasserstoffgas leuchtet, das in Fasern aus dunklem, braunem Staub eingebettet ist. Unter der Bildmitte, rechts von Alnitak, liegt der Pferdekopfnebel, eine dunkle Kerbe aus dichtem Staub. Er ist die vielleicht am leichtesten wiedererkennbare Nebelform am Himmel. Oben rechts liegt M42, der Orionnebel, ein energiereicher Kessel aus ungestümem Gas, der mit bloßem Auge sichtbar ist, und in dem ein neuer offener Sternhaufen entsteht. Gleich links neben M42 steht ein markanter, bläulicher Reflexionsnebel, der manchmal laufender Mann genannt wird, und der viele helle, blaue Sterne enthält. Das obige Bild ist ein digital zusammengefügtes Komposit, das im Laufe mehrerer Nächte aufgenommen wurde. Es bedeckt einen Bereich von etwa 75 Lichtjahren und zeigt Objekte, die grob geschätzt 1500 Lichtjahre entfernt sind.

Zur Originalseite

Lichthof um den Mond im Februar

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit und Bildrechte:  Rafael Schmall

Beschreibung: Der Februarvollmond, der letzten Dienstag die Nacht erhellte, wird manchmal Schneemond genannt. Doch der Mond war auf dieser Mosaik-Himmelslandschaft, die am 2. Februar südlich von Budapest in Ungarn fotografiert wurde, nicht ganz voll, und es gab dort auch kein Schnee. Es hingen jedoch dünne Wolken aus Eiskristallen am kalten, winterlichen Himmel und bildeten diesen prächtigen Mondhalo. Durch die Brechung des Mondlichtes in den sechsseitigen Kristallen entstand der leicht gefärbte Hof mit einem charakteristischen Radius von 22 Grad. Knapp unter dem Mond steht der helle Stern Aldebaran. Rechts innerhalb des Hofes steht der Sternhaufen der Plejaden. Unten links stehen knapp unter dem Rand des Hofes die Sterne des Orion, und die helle Kapella, Alphastern des Sternbildes Fuhrmann (Auriga), befindet sich am oberen Bildrand.

Zur Originalseite

Im Herzen von NGC 6752

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: ESA/Hubble, NASA

Beschreibung: Dieses gestochen scharfe Bild des Weltraumteleskops Hubble blickt tief in NGC 6752 hinein. Der Kugelsternhaufen, der etwa 13.000 Lichtjahre entfernt im südlichen Sternbild Pfau steht, durchwandert den Hof unserer Galaxis, der Milchstraße. NGC 6752 ist älter als 10 Milliarden Jahre und enthält mehr als 100.000 Sterne in einem Bereich mit einem Durchmesser von zirka 100 Lichtjahren. Der Hubble-Bildrahmen umfasst die zentralen 10 Lichtjahre und löst Sterne nahe dem dichten Zentrum des Haufens auf. Das Bildfeld enthält auch einige der blauen Nachzüglersterne des Haufens, das sind Sterne, die scheinbar zu jung und zu massereich sind, um in einem Haufen zu existieren, dessen Sterne allesamt mindestens doppelt so alt wie die Sonne sein sollten. Untersuchungen von NGC 6752 lieferten Hinweise, dass ein beachtlicher Anteil an Sternen nahe dem Haufenzentrum Mehrfachsternsysteme sind, was dafür spricht, dass die blauen Nachzüglersterne in Haufen bei Sternverschmelzungen und Sternkollisionen in der dicht gepackten Sternumgebung entstehen.

Zur Originalseite

Bäume, Sterne, Polarlicht!


Videocredit und Copyright: Christian Mülhauser; Musik: Elemental von Pulse Faction; Path of Stars von Jonathan Geer

Beschreibung: Haben Sie schon einmal ein Polarlicht gesehen? Polarlichter treten jetzt wieder häufiger auf. Während die Sonne im Lauf der letzten vier Jahre ungewöhnlich ruhig war, blieb das Aufkommen an von der Sonne ausgelösten Polarlichtern ungewöhnlich gering. In jüngerer Zeit jedoch wurde unsere Sonne zunehmend aktiver und stellte einen größeren Reichtum an Sonnenflecken, Sonnenfackeln und koronalen Massenauswürfen zur Schau. Bei Sonnenaktivität wie dieser werden üblicherweise geladene Teilchen ins Sonnensystem geschleudert, von denen einige auf der Erde Polarlichter auslösen können. Vor zwei Wochen führte ein Sonnensturm hinter Bäumen und vor Sternen zu der oben gezeigten Zeitrafferdarstellung pittoresker Polarlichter über Ravnastua in Skoganvarre und Lakselv in Norwegen. Wenn energiereiche Teilchen zur Erde fallen und die Luftmoleküle hoch oben in der Erdatmosphäre anregen, fließen, schimmern und tanzen Schleier aus vorwiegend grünem Polarlicht. Da das Sonnenmaximum immer noch in der Zukunft liegt, könnte es im Lauf der nächsten paar Jahre sogar noch bessere Gelegenheiten geben, um spektakuläre Polarlichter zu sehen.

Zur Originalseite

Saturn beleuchtet Enceladus von hinten

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: Cassini Imaging Team, SSI, JPL, ESA, NASA; Farbkomposit: Gordan Ugarkovic

Beschreibung: Dieser Mond glänzt im Licht seines Planeten. Genauer gesagt, ein großer Teil von Enceladus, der oben abgebildet ist, wird hauptsächlich von Sonnenlicht beleuchtet, das zuerst vom Planeten Saturn reflektiert wurde. Das Ergebnis ist, dass der normalerweise schneeweiße Mond in der goldenen Farbe von Saturns Wolkenoberflächen leuchtet. Da der Großteil der Beleuchtung von links kommt, wirft ein Labyrinth aus Furchen rechts der Bildmitte deutliche Schatten, während die kilometertiefe Schlucht Labtayt Sulci unmittelbar darunter zu sehen ist. Die helle, dünne Sichel rechts ist der einzige Teil von Enceladus, der direkt von der Sonne beleuchtet wird. Das obige Bild wurde letztes Jahr von der robotischen Raumsonde Cassini während eines nahen Vorbeiflugs an dem rätselhaften Mond fotografiert. Bei genauer Betrachtung des unteren Teils des digital geschärften Bildes sieht man Schwaden aus Eiskristallen, die möglicherweise aus einem Meer unter der Oberfläche stammen.

Zur Originalseite