Der Südpol des Asteroiden Vesta

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Bildcredit: NASA, JPL-Caltech, UCLA, MPS, DLR, IDA

Beschreibung: Was erzeugte die kreisförmige Struktur am Südpol des Asteroiden Vesta? Oben ist die Unterseite des zweitgrößten Objekts im Asteroidengürtel abgebildet, das kürzlich erstmals vom robotischen Satelliten Dawn abgebildet wurde, der letzten Monat dort ankam. Eine genaue Betrachtung des Bildes mit 260 Meter großen Details zeigt nicht nur Hügel und Krater und Klippen und noch mehr Krater, sondern auch gezackte, kreisförmige Strukturen, die unten rechts einen Großteil des 500 Kilometer großen Objekts bedecken. Ersten Überlegungen zufolge könnte die Struktur durch eine Kollision und Verschmelzung mit einem kleineren Asteroiden entstanden sein. Alternativ könnten die Merkmale von einem Prozess im Inneren stammen, kurz nachdem sich der Asteroid bildete. Neue Hinweise könnten in den nächsten Monaten kommen, wenn sich Dawn auf einer Spiralbahn der felsigen Welt nähert und zunehmend höher aufgelöste Bilder aufnimmt.

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Eine scharfe Ansicht der Sonne

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Credit: SST, Royal Swedish Academy of Sciences

Beschreibung: Hier ist eine der schärfsten Ansichten der Sonne, die je fotografiert wurden. Dieses atemberaubende Bild zeigt bemerkenswerte Details eines dunklen Sonnenflecks am unteren Bildrand und zahllose kochende Granulen, die wie Getreidekörner oberhalb verteilt sind. Das Bild wurde 2002 mit dem Swedish Solar Telescope aufgenommen, das auf der kanarischen Insel La Palma betrieben wird. Das hoch aufgelöste Bild wurde mit der komplexen adaptiven Optik und digitaler Bildverschmelzung und weitere Bearbeitungstechniken um das durch die Erdatmosphäre erzeugte Flimmern zu kompensieren. Derzeit wandert eine Fleckengruppe über die Sonne, die so groß ist, dass vorsichtige Beobachter sie leicht sehen können – sogar ohne Vergrößerung.

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Spitzers Orion

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Credit: NASA, JPL-Caltech, T. Megeath (Univ. Toledo, Ohio)

Beschreibung: Wenige kosmische Sehenswürdigkeiten regen so sehr die Fantasie an wie der Orionnebel, eine enorme stellare Kinderstube 1500 Lichtjahre von der Erde. Dieses atemberaubende Falschfarbenbild aus Infrarotdaten des Weltraumteleskops Spitzer zeigt einen etwa 40 Lichtjahre messenden Ausschnitt des Nebels. Wie im sichtbaren Licht ist auch im Infraroten der Bereich um Orions junge massive Sterne des Trapezhaufens am hellsten. Aber zusätzlich zeigt das Infrarotbild auch die zahlreichen Protosterne des Nebels, die noch in der Sternbildung begriffen sind, hier zu erkennen an den rötlichen Farbtönen. Die roten Punkte in dem dunklen Filament links vom leuchtkräftigen Cluster enthalten unter anderem den Protostern HOPS 68, in dessen protostellarer Gas- und Staubhülle Astronomen jüngst Kristalle des Silikatminerals Olivin gefunden haben.

Übersetzung: Lars Fischer (danke!)
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Erntemond im September

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Bildcredit und Bildrechte: Stefano De Rosa

Beschreibung: Ein aufgehender Vollmond kann eine dramatische Himmelsansicht sein, und Vollmonde können viele Namen haben. Zum Beispiel war der Vollmond diesen Montag der diesjährigen nördlichen Herbst-Tag-und-Nachtgleiche zeitlich am nächsten und wird daher traditionellerweise als Erntemond bezeichnet. Der Legende nach passt dieser Name, weil Bauern am Ende der Anbausaison bis spät in die Nacht hinein auf dem Feld arbeiten konnten, um im Mondlicht das Korn zu ernten. Dieses stimmungsvolle mit Teleobjektiv aufgenommene Foto zeigt den Aufgang des Erntemondes in diesem September über Turin (Italien). Als Silhouette vor der orangen Mondscheibe ist Turins Superga auf dem Hügel zu sehen.

APOD-Rückblick: Ernte- und Jagdmonde
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NGC 3521: Galaxie in einer Blase

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Bildcredit und Bildrechte: R Jay Gabany (Blackbird Obs.), Arbeitsgemeinschaft: David Martinez-Delgado (MPIA, IAC), et al.

Beschreibung: Die prächtige Spiralgalaxie NGC 3521 ist etwa 35 Millionen Lichtjahre entfernt im Sternbild Löwe. NGC 3521 ist am Himmel des Planeten Erde relativ hell und mit kleinen Teleskopen leicht sichtbar, wird aber von Amateurfotografen, die andere Spiralgalaxien wie etwa M66 und M65 bevorzugen, oft übersehen. Doch auf diesem farbenprächtigen kosmischen Porträt ist sie schwer zu ignorieren. Die Galaxie umfasst etwa 50.000 Lichtjahre und besitzt charakteristische ungleichmäßige, irreguläre Spiralarme, die von Staub, rosigen Sternbildungsregionen und Haufen aus jungen, blauen Sternen gesäumt sind. Bemerkenswerterweise ist NGC 3521 auf diesem detailreichen Bild auch in riesige, blasenartige Hüllen eingebettet. Die Hüllen sind wahrscheinlich Gezeitenüberreste – Ströme von Sternen, die aus Begleitgalaxien herausgerissen wurden, welche in der fernen Vergangenheit mit NGC 3521 verschmolzen sind.

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Die Blase und M52

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Bildcredit und Bildrechte: Lóránd Fényes

Beschreibung: Für das Auge hält der Blasennebel – auf dieser kosmischen Komposition unten rechts – dem offenen Sternhaufen M52 auf hübsche Weise die Waage. Das Paar wäre aber auf einer anderen Skala sehr ungleichgewichtig. Der Blasennebel, auch bekannt als NGC 7635, der in einen Komplex aus interstellarem Staub und Gas eingebettet und von den Winden eines einzigen, massereichen O-Sterns aufgeblasen wird, ist nur etwa 10 Lichtjahre groß. M52 auf der anderen Seite ist ein reichhaltiger, offener Haufen mit etwa tausend Sternen. Der Haufen ist zirka 25 Lichtjahre groß. Die geschätzte Entfernung zum Blasennebel und dem mit ihm verbundenen Wolkenkomplex, der an der nördlichen Grenze der Kassiopeia zu sehen ist, beträgt ungefähr 11.000 Lichtjahre, während der Sternhaufen M52 fast 5000 Lichtjahre entfernt ist. Das weite Teleskopfeld umfasst etwa 1,5 Grad am Himmel oder dreimal den scheinbaren Vollmonddurchmesser.

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Der große Orionnebel

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Bildcredit und Bildrechte: Jesús Vargas (Astrogades) und Maritxu Poyal (Maritxu)

Beschreibung: Der große Nebel im Orion, auch bekannt als M42, ist einer der berühmtesten Nebel am Himmel. Rechts auf diesem scharfen, farbenprächtigen Bild stehen die leuchtenden Gaswolken und heißen, jungen Sterne der Sternbildungsregion, die auch den kleineren Nebel M43 nahe der Mitte und links den staubigen, bläulichen Reflexionsnebel NGC 1977 samt Freunden enthält. Diese augenfälligen Nebel, die am Rande eines ansonsten unsichtbaren, riesigen Molekülwolkenkomplexes liegen, sind nur ein kleiner Teil dieses Reichtums an interstellarer Materie in der galaktischen Nachbarschaft. In dieser gut untersuchten Sternkrippe entdeckten Astronomen anscheinend auch zahllose junge Sonnensysteme. Die großartige Himmelslandschaft umfasst beinahe zwei Grad – oder in der geschätzten Entfernung des Orionnebels von 1500 Lichtjahren etwa 45 Lichtjahre.

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Felsgebilde Tisdale 2 auf dem Mars

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Bildcredit: Mars Exploration Rover Mission, Cornell, JPL, NASA

Beschreibung: Warum enthält dieser Marsfelsen so viel Zink? Vor wenigen Wochen stieß der Roboter-Rover Opportunity, der derzeit über den Mars rollt, zufällig auf diesen seltsamen, flachen Stein mit heller Oberfläche, der etwa die Größe und Form eines geneigten Kaffeetischs hat. Anfang letzten Monats erreichte Opportunity den Endeavour-Krater, das größte Oberflächenmerkmal, den er je besuchte, und sucht nun Endeavours Rand nach Hinweisen darauf ab, wie nass der Mars vor Milliarden Jahren war. Das ungewöhnliche, oben abgebildete und Tisdale 2 genannte Felsgebilde wurde letzte Woche von Opportunity untersucht und wird nun für einen Überrest gehalten, der bei dem Einschlag ausgeworfen wurde, welcher den nahe gelegenen Odyssey-Krater erzeugte. Die chemische Analyse von Tisdale 2 zeigte, dass er ungewöhnlich viel von dem Element Zink enthält. Der Grund dafür ist derzeit unbekannt, könnte jedoch ein Hinweis auf die Geschichte der gesamten Region sein. Opportunity findet bereits Felsen, die älter sind als alle, die zuvor untersucht wurden, und wird in weiterer Folge mehrere andere eindrucksvolle Feldformationen untersuchen, die bis jetzt nur aus der Ferne flüchtig zu sehen waren.

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An der Quelle des Goldes

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Bildcredit: Dana Berry, NASA

Beschreibung: Woher kam das Gold in Ihrem Schmuck? Niemand weiß das genau. Unser Sonnensystem scheint mit mehr Gold angereichert zu sein, als im frühen Universum, in Sternen und sogar bei typischen Supernovaexplosionen entstanden sein kann. Einige Astronomen schlugen kürzlich vor, dass neutronenreiche, schwere Elemente wie Gold am leichtesten bei seltenen, neutronenreichen Explosionen wie Kollisionen von Neutronensternen entstehen könnten. Oben ist die Illustration eines Künstlers zu sehen, die zeigt, wie sich zwei Neutronensterne einander auf spiralförmigen Bahnen nähern, kurz bevor sie zusammenstoßen. Da Neutronensternkollisionen auch als Ursprung der kurz anhaltenden Gammablitze vorgeschlagen wurden, könnte es sein, dass Sie bereits ein Andenken an eine der mächtigsten Explosionen im Universum besitzen.

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Zurückrollen von GRAILs Rakete

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Bildcredit und Bildrechte: Ben Cooper (Launch Photography)

Beschreibung: Dieses dramatische Zeitraffer-Foto zeigt das 20 Minuten dauernde, spätabendliche Zurückrollen des beleuchteten mobilen Wartungsturms am Startkomplex 17 der Luftwaffenbasis Cape Canaveral. Im Inneren der 13 Stockwerke hohen, startbereiten Delta-2-Rakete sind Zwillingssonden sicher verstaut. Das Duo wird im Rahmen der Gravity Recovery and Interior Laboratory mission (GRAIL) der NASA zum Mond reisen, wo es in präziser Formation fliegen wird, um das Gravitationsfeld des Mondes zu kartieren. Die Szenerie wurde vor dem ersten Startversuch aufgenommen, der am 8. September wegen Höhenwinden abgebrochen wurde. Ein neues Startfenster für GRAIL beginnt heute am 10. September. Der GRAIL-Start ist der letzte, der am Komplex 17 durchgeführt werden soll, dem ältesten, noch aktiven Startkomplex auf Cape Canaveral, der seit 1957 in Betrieb ist.

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Komet Garradd und der Kleiderbügel

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Bildcredit und Bildrechte: Rogelio Bernal Andreo

Beschreibung: Bei seiner Wanderung über den Nachthimmel des Planeten Erde besuchte Komet Garradd (C/2009 P1) letztes Wochenende dieses liebliche Sternfeld in der Milchstraße im Sternbild Vulpecula (Füchslein). Die vielsagend angeordnete Himmelslandschaft zeigt die Sterne einer Sterngruppe, die als Kleiderbügel bekannt ist, wobei der Kometenschweif nach Südosten zeigt. Der Kleiderbügel selbst, auch bekannt als Al Sufi’s Haufen, ist wahrscheinlich nur eine zufällige Anordnung und kein Haufen zusammenhängender Sterne. Doch gleich rechts neben dem Kleiderbügel, fast am Bildrand, ziert ein kompakter, offenener Sternhaufen, nämlich NGC 6802, das Sichtfeld. Komet Garradd ist nicht mit bloßem Auge sichtbar, erreichte aber die 7. Helligkeits-Größenklasse und war somit ein gutes Ziel für Ferngläser und kleine Telesklope. Doch der von Mondlicht hell beleuchtete Himmel wird diese Woche seine Sichtung erschweren.

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