Asteroid Eros, rekonstruiert

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Credit: NEAR Project, NLR, JHUAPL, Goddard SVS, NASA

Beschreibung: Der Asteroid 433 Eros, der die Sonne zwischen Mars und der Erde umrundet, wurde im Februar 2000 von der Raumsonde NEAR-Shoemaker besucht. Hochaufgelöste Oberflächenbilder und Messungen, welche der Laser Rangefinder (NLR) der Sonde NEAR erstellte, wurden zu der obigen Visualisierung kombiniert, die auf einem abgeleiteten 3D-Modell des taumelnden Weltraumfelsens basiert. Mit NEAR entdeckten Wissenschaftler, dass Eros ein einzelner fester Körper ist, dass seine Zusammensetzung fast einheitlich ist, und dass er in den frühen Jahren unseres Sonnensystems entstand. Doch manches bleibt rätselhaft, zum Beispiel warum manche Felsen auf der Oberfläche zerfallen sind. Am 12. Februar 2001 kam es zu einem dramatischen Ende der Mission NEAR durch eine gesteuerte Bruchlandung auf der Oberfläche des Asteroiden, die sie gut genug überlebte um eine Analyse der Zusammensetzung des Oberflächenregoliths zu liefern. Im Dezember 2002 machte die NASA einen erfolglosen Versuch, mit der Raumsonde Kontakt aufzunehmen, nachdem diese 22 Monate auf der Oberfläche des Asteroiden verbracht hatte. NEAR wird wahrscheinlich Milliarden Jahre auf dem Asteroiden bleiben, als Monument menschlichen Einfallsreichtums am Wechsel zum dritten Jahrtausend.

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Einarmige Spiralgalaxie NGC 4725

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Credit und Bildrechte: Mike Siniscalchi

Beschreibung: Während die meisten Spiralgalaxien, auch unsere Milchstraße, zwei oder mehr Spiralarme haben, scheint NGC 4725 nur einen einzigen zu besitzen. Auf diesem gestochen scharfen Farbbild ist die einzelne spira mirabilis eng gewunden und von bläulichen, neu geborenen Sternhaufen gezeicnhet. Die seltsame Galaxie besitzt auch undurchsichtige Staubschneisen, einen markanten Ring und eine gelbliche Zentralbalkenstruktur, die aus einer älteren Sternpopulation besteht. NGC 4725 hat einen Durchmesser von mehr als 100.000 Lichtjahren und liegt 41 Millionen Lichtjahre entfernt im gepflegten Sternbild Haar der Berenike. Computersimulationen der Bildung einzelner Spiralarme lassen vermuten, dass sie, bezogen auf die Gesamtrotation der Galaxie, sowohl führende als auch nachlaufende Arme sein können.

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Sterne und Staub in der Corona Australis

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Credit und Bildrechte: Andrey Oreshko

Beschreibung: Kosmische Staubwolken sind über ein reichhaltiges Sternfeld auf dieser weitläufigen Teleskopansicht nahe der nördlichen Grenze der Südlichen Krone (Corona Australis) verstreut. Der dichteste Teil der Staubwolke, der vielleicht weniger als 500 Lichtjahre entfernt ist und Licht von weiter entfernten Hintergrundsternen der Milchstraße verdeckt, ist etwa 8 Lichtjahre lang. An der Spitze (oben rechts) liegt eine Gruppe lieblicher Reflexionsnebel, die als NGC 6726, 6727, 6729 und IC 4812 katalogisiert sind. Die charakteristische blaue Farbe entsteht, wenn Licht heißer Sterne von kosmischem Staub reflektiert wird. Der kleinere gelbliche Nebel (NGC 6729) umgibt den jungen veränderlichen Stern R Coronae Australis. In der oberen rechten Ecke dieser Ansicht liegt der prächtige Kugelsternhaufen NGC 6723. Obwohl NGC 6723 Teil der Gruppe zu sein scheint, liegt er in Wirklichkeit fast 30.000 Lichtjahre entfernt weit jenseits der Staubwolken der Corona Australis.

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Sonnenflecken an einem wolkigen Tag

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Credit und Bildrechte: Stefan Seip (TWAN)

Beschreibung: Am 2. Juni teilten sich über Stuttgart in Deutschland die Wolken und enthüllten, was ein relativ seltener Anblick geworden ist: Flecken auf der Sonne. Tatsächlich ist der zirka 11 Jahre dauernde Sonnenfleckenzyklus immer noch in einem überraschend niedrigen Minimum, und die Jahre 2008 und 2009 wiesen die niedrigste Anzahl an Sonnenflecken seit den 1950er Jahren auf. Sogar die aktuellsten Prognosen besagen, dass der neue Zyklus, Sonnenzyklus 24, im Mai 2013 ein Maximum mit einer unterdurchschnittlichen Sonnenfleckenzahl erreichen wird. Die hier aufgenommenen Sonnenflecken des Sonnenzyklus 24 liegen in der aktiven Region AR 1019. Zuvor gab es nur zwei im Mai sichtbare und zum Zyklus 24 zu rechnende aktive Regionen mit Sonnenflecken, AR 1018 und AR 1017.

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VB 10: Ein großer Planet umrundet einen kleinen Stern

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Illustrationscredit: JPL-Caltech, NASA

Beschreibung: Kann ein Planet gleich groß sein wie der Stern, den er umrundet? Aktuelle Beobachtungen ergaben, dass der nahe liegende Van Briesboecks Stern einen so großen Planeten besitzen könnte. Obwohl VB 10 nur etwa 20 Lichtjahre entfernt ist, ist der kleine rote Zwergstern 17. Größe so leuchtschwach, dass man ein Teleskop braucht um ihn zu sehen. Van Briesboecks Stern ist für seine rasche Eigenbewegung am Himmel bekannt – er bewegt sich so schnell, dass er in nur 1000 Jahren einen Vollmonddurchmesser zurücklegt. Astronomen fanden ein Schwänzeln im Bahnverlauf von VB 10 und konnten so auf die Existenz eines Planeten mit mehreren Jupitermassen schließen. Obwohl der Stern VB 10 vielleicht die zehnfache Masse des neu entdeckten Planeten VB 10b besitzt, ist der Stern wahrscheinlich stärker komprimiert, daher könnten die beiden fast gleich groß sein. Ein solches System ist oben auf der Illustration eines Künstlers veranschaulicht. Da schwache M-Sterne wie VB 10 häufig vorkommen, könnten Planetensysteme um solche Sterne mit Planeten, die größer als ihr Zentralstern sind, häufiger vorkommen als solche wie unser Sonnensystem.

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Speichen erscheinen wieder in Saturns Ringen

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Credit: Cassini Imaging Team, ISS, JPL, ESA, NASA

Beschreibung: Wie entstehen die geheimnisvollen Speichen in Saturns Ringen? Solche Speichen, wie sie auch im obigen Bild als helle, geisterhafte Muster zu sehen sind, wurden erstmals von der Raumsonde Voyager entdeckt, als sie in den frühen 1980er Jahren an Saturn vorbeiraste. Ihre Existenz war überraschend. Seltsamerweise wurden die Speichen häufiger beobachtet, wenn Saturns Ringe eher mit der Kante zur Sonne weisen und kamen auf den frühen Bildern der Raumsonde Cassini, die derzeit Saturn umkreist, eindeutig nicht vor. Analysen der archivierten Voyager-Bilder führten zu dem Schluss, dass die kurzlebigen Speichen, die innerhalb weniger Stunden entstehen und wieder verschwinden können, aus elektrisch geladenen Schichten kleiner, staubkorngroßer Teilchen bestehen. Eine der Hypothesen für die Bildung der Speichen besagt, dass kleine Meteore die Ringe treffen, laut einer anderen schlagen Elektronenstrahlen aus Saturns Atmosphäre die Ringe hinaus. Während Saturn sich der Tag- und Nachtgleiche nähert, werden Sichtungen wie die oben abgebildete zunehmend häufiger, was Planetologen neue Bilder und Daten liefert, mit denen sie die ursprünglichen Thesen überprüfen können.

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Spirit trifft auf dem Mars auf weichen Untergrund

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Credit: Mars Exploration Rover Mission, JPL, NASA

Beschreibung: Wird Spirit sich aus dem weichen Marsboden befreien können? Der Roboter-Rover Spirit, der derzeit über den Mars rollt, geriet letzten Monat in unerwartet weichen Untergrund, während er den Roten Planeten erforschte. Es gibt Anlass zur Sorge, dass der Boden so weich ist, dass Spirit sich nicht selbst befreien kann, an Ort und Stelle bleiben und in Zukunft das untersuchen muss, was er von seiner aktuellen Postition aus nahe einer ungewöhnlichen Marslandschaft mit der Bezeichnung Home Plate erreichen kann. Auf dem obigen Bild scheint sich das Vorderrad vorwiegend weiter einzugraben, wenn es gedreht wird, während sich das Vorderrad auf der anderen Seite nicht mehr dreht und von dem fünf Jahre alten maschinellen Forscher weitergeschleift wird. In der Ferne füllen Steine und rostiger Schmutz die außerirdische Landschaft vor dem dahinter liegenden Husband Hill. Die NASA beobachtet die Situation weiterhin, Ingenieure und Wissenschaftler haben immer noch neue Ideen, wie man Spirits sechs Räder einsetzen könnte. Weit entfernt auf dem Mars setzt Spirits Zwilling Opportunity seine zwei Jahre lange Reise zum Endeavour-Krater fort.

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