Keplers Bahn

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Credit und Bildrechte: Ben Cooper

Beschreibung: Die Delta II-Rakete, deren Start hier zu sehen ist, trägt die NASA-Raumsonde Kepler hinauf in die klare Nacht des 6. März. Diese Langzeitbelichtung der pathetischen Szenerie stammt vom überfüllten Landungssteg im Jetty Park am nördlichen Ende der Cocoa Beach in Florida, etwa 3 Meilen vom Startplatz auf Cape Canaveral entfernt. Die Mission Kepler soll nach erdähnlichen Planeten suchen, welche sich in der habitablen Zone fremder Sterne befinden. Ein Planet, dessen Orbit in der habitablen Zone eines Sterns liegt, hätte eine Oberflächentemperatur, bei der Wasser in flüssiger Form vorkommen kann, was eine essenzielle Voraussetzung für Leben in der uns bekannten Form wäre. Um erdähnliche Planeten zu finden werden Keplers Teleskop und seine große, empfindliche Kamera ein reichhaltiges Sternfeld nahe der Ebene unserer Galaxis untersuchen. Keplers Sichtfeld, das im Sternbild Schwan (Cygnus) liegt, wird es möglich machen, die Helligkeit vieler Sterne in der Umgebung der Sonne zu beobachten und geringfügige Lichtschwankungen, die beim Durchgang eines möglichen erdähnlichen Planeten vor seinem Stern entstehen, festzustellen.

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Dreivierteleuropa

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Credit: Galileo-Projekt, JPL, NASA; neu bearbeitet von Ted Stryk

Beschreibung: Auch wenn die Phase dieses Mondes vertraut sein mag, der Mond selbst ist es nicht. Diese Dreiviertelphase zeigt nämlich Teile von Jupiters Mond Europa. Die robotische Sonde Galileo fotografierte dieses Bildmosaik während ihrer Mission von 1995-2003 im Orbit um Jupiter. Zu sehen sind Ebenen aus hellem Eis, Verwerfungen, die bis zum Horizont verlaufen, und dunkle Flecken, die wahrscheinlich Eis und Schmutz enthalten. Erhobenes Terrain ist vor allem nahe dem Terminator erkennbar, wo es Schatten wirft. Europa ist fast gleich groß wie der Erdmond, doch viel glatter, mit wenig Hochland oder großen Einschlagskratern. Hinweise und Bilder der Raumsonde Galileo lassen den Schluss zu, dass sich unter der eisigen Oberfläche flüssige Ozeane befinden könnten. Um die Vermutungen, dass diese Ozeane Leben enthalten könnten, näher zu untersuchen, starteten nun ESA und NASA zusammen die Vorentwicklung der Europa-Jupiter-System-Mission, einer Raumsonde, die Europa besser untersuchen soll. Wenn das Oberflächeneis dünn genug ist, könnte eine zukünftige Mission Wasserroboter ausbringen, um sich zu den Ozeanen durchzugraben und nach Leben zu suchen.

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Komet Lulin und ferne Galaxien

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Credit und Bildrechte: Johannes Schedler (Panther Observatory)

Beschreibung: Komet Lulin, der nun langsam wieder von unserem Nachthimmel verschwindet, bot so manche reizende kosmische Ansicht. Während er rasch vor dem Hintergrund der Sterne wanderte, posierte Lulin kurz mit Objekten wie Saturn und Regulus (Alpha Leonis). Hier jedoch ist er vor einem Feld ferner Galaxien zu sehen. Um die blassen Hintergrundgalaxien sichtbar zu machen und dem sich nach hinten ausdünnenden Schweif zu folgen, ist dieses bemerkenswerte Bild ein Komposit aus Teleskopaufnahmen, die teils an den Sternen, aber auch an der Geschwindigkeit des Kometen ausgerichtet sind. Die größten Galaxien, die links vom Kometenkopf oder der Koma zu sehen sind, haben die Katalogbezeichnungen NGC 3016, NGC 3019, NGC 3020 und NGC 3024 und befinden sich in einer Entfernung von etwa 100 Millionen Lichtjahren. Am 28. Februar, als die Aufnahmen gemacht wurden, war der Komet etwa 3,6 Lichtminuten von der Erde entfernt.

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Mond und Venus als Sichel

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Credit und Bildrechte: Drew Sullivan (Ancient Starlight)

Beschreibung: Letzten Freitag teilten sich Mond und Venus bei einer bildschönen Konjunktion den frühen Abendhimmel. Sie waren nur zwei Grad voneinander entfernt und beide in einer Sichelphase. Wie auch unser Mond kann die Venus als volle Scheibe oder dünne Sichel erscheinen. Die Venus, häufig das hellste Objekt nach Sonnenuntergang oder vor Sonnenaufgang, ist so klein, dass man normalerweise ein Fernglas oder ein kleines Teleskop braucht, um ihre Phase deutlich zu erkennen. Dieses Teleskopbild von der Konjukntion am Freitag zeigt die ähnlichen Phasen mit der winzigen Sichelvenus oben rechts.

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IC 5146: Der Kokonnebel

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Bildcredit und Bildrechte: Neil Fleming, David Plesko

Beschreibung: Im Inneren des Kokonnebels befindet sich ein neu gebildeter Sternhaufen. Der herrliche Nebel, katalogisiert als IC 5146, ist fast 15 Lichtjahre groß und an die 4000 Lichtjahre entfernt in Richtung des nördlichen Sternbildes Schwan (Cygnus). Wie andere Sternbildungsregionen sticht rotes, leuchtendes Wasserstoffgas hervor, das von jungen, heißen Sternen angeregt wird, und blaues, von Staub reflektiertes Sternenlicht am Rand einer ansonsten unsichtbaren Molekülwolke. Der helle Stern nahe des Zentrums dieses Nebels ist wahrscheinlich nur wenige hunderttausend Jahre alt und liefert die Energie für das Leuchten des Nebels, indem er eine Höhlung im Sterne bildenden Staub und Gas der Molekülwolke freiräumt. Diese außergewöhnlich farbenprächtige Ansicht des Kokonnebels zeigt interessante Strukturen im Inneren und in der Umgebung der Sternbildungsstätte.

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Saturn in Sicht

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Credit und Bildrechte: Jean-Luc Dauvergne, Francois Colas, OMP

Beschreibung: In den nächsten Tagen können wir sehr gute Teleskopansichten von Saturn erwarten, da sich der beringte Planet seiner Opposition am 8. März nähert – seiner größten Annäherung an die Erde im Jahr 2009. Natürlich bedeutet Opposition die am irdischen Himmel der Sonne gegenüberliegende Seite – eine Anordnung, die Saturn fast jedes Jahr erreicht. Doch während Saturn selbst auf Teleskopbildern größer wird, scheinen seine Ringe zu verschwinden, da die Neigung zu unserer Sichtlinie kleiner wird. Am 4. September werden die Ringe fast unsichtbar sein, weil wir dann auf die Kante blicken. Dieses scharfe Bild vom 28. Februar wurde mit dem 1-Meter-Teleskop am Pic Du Midi aufgenommen, einem Berggipfel-Observatorium in den französischen Pyrenäen. Die Ringe sind fast von der Kante zu sehen, doch in den Wolkenbändern des Gasriesen sind bemerkenswerte Details zu beobachten. Der eisige Mond Tethys ist links neben den Ringen zu sehen.

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Der Helixnebel vom La-Silla-Observatorium

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Credit: WFI, MPG/ESO 2,2-Meter-Teleskop, La-Silla-Obs., ESO

Beschreibung: Wird unsere Sonne eines Tages so aussehen? Der Helixnebel ist einer der hellsten und am nächsten gelegenen Exemplare planetarischer Nebel – Gaswolken, erzeugt am Ende des Lebens sonnenähnlicher Sterne. Die äußeren Gase des Sterns, die ins All abgestoßen wurden, erscheinen von unserer Perspektive aus, als ob wir in eine Spirale hineinblicken würden. Der zentrale Kern des Sternenüberrests, der dazu bestimmt ist ein weißer Zwerg zu werden, leuchtet in einem Licht, das so energiereich ist, dass es das zuvor abgestoßenene Gas zum fluoreszieren bringt. Der Helixnebel, um eine technische Beschreibung von NGC 7293 zu geben, liegt etwa 700 Lichtjahre entfernt im Sternbild Wassermann und umfasst etwa 2,5 Lichtjahre. Das obige Bild wurde mit dem Wide Field Imager des 2,2-Meter-Teleskops am La Silla-Observatorium der Europäischen Südsternwarte aufgenommen. Eine Nahaufnahme des inneren Randes des Helixnebels zeigt komplexe Gasknoten unbekannten Ursprungs.

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Earthgrazer: Die große Tageslicht-Feuerkugel von 1972

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Credit und Bildrechte: James M. Baker

Beschreibung: Was ist dieser Streifen am Himmel? Ein heller die Erde streifender Meteor. 1972 wurde ein ungewöhnlich heller Meteor aus dem All beobachtet, der von der Erdatmosphäre abprallte, ähnlich einem hüpfenden Stein, der von einem ruhigen See hochspringt. Das eindrucksvolle Ereignis dauerte mehrere Sekunden, war bei Tageslicht zu sehen und Berichten zufolge von Utah in den USA bis Alberta in Kanada zu beobachten. Die Feuerkugel, oben abgebildet, wurde fotografiert, als sie über die Teton Range hinter dem Jackson Lake in Wyoming (USA) streifte. Die große Tageslicht-Bolide von 1972 hatte möglicherweise die Größe eines kleinen LKW und hätte wahrscheinlich eine eindrucksvolle Luftdetonation verursacht, wenn sie die Erde geradliniger getroffen hätte. Die Erde streifende Meteore sind selten, sind aber häufiger zu sehen, wenn der Radiant eines Meteorstroms gerade auf- oder untergeht. Zu dieser Zeit würden Meteore, die der Erde näher kommen als Earthgrazer, die Erde nahe dem Horizont treffen, während Meteore, die weiter entfernt sind als Earthgrazer, sie gänzlich verfehlen würden.

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Omega Centauri: Der größte uns bekannte Kugelsternhaufen

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Credit und Bildrechte: Thomas V. Davis (tvdavisastropix.com)

Beschreibung: Diese riesige Kugel aus Sternen ist älter als unsere Sonne. Lange bevor sich die Menschheit entwickelte, noch bevor die Dinosaurier lebten, ja sogar ehe unsere Erde überhaupt existierte, verdichteten sich uralte Kugeln aus Sternen und umrundeten eine junge Galaxie – die Milchstraße. Von den etwa 200 Kugelsternhaufen, die bis heute überlebt haben, ist Omega Centauri der größte. Er enthält mehr als zehn Millionen Sterne. Omega Centauri ist auch der hellste Kugelsternhaufen. Mit einer scheinbaren Helligkeit von 3,9 Magnituden ist er für Beobachter des Südhimmels mit bloßem Auge sichtbar. Omega Centauri ist als NGC 5239 katalogisiert, etwa 18.000 Lichtjahre entfernt und hat einen Durchmesser von 150 Lichtjahren. Anders als viele andere Kugelsternhaufen weisen die Sterne in Omega Centauri unterschiedliche Alter und chemische Isotopenhäufigkeiten auf, was darauf schließen lässt, dass der zwölf Milliarden Jahre alte Kugelsternhaufen eine komplexe Geschichte hat.

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