NGC 4945 im Zentauren

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Credit und Bildrechte: Dietmar Hager, Thorsten Brandes, Johannes Schedler

Beschreibung: Die riesige, staubhaltige Spiralgalaxie NGC 4945 ist nahe der Mitte dieses reichhaltigen Teleskopbildes von der Seite zu sehen. Die Ansicht erstreckt sich über fast 2 Grad oder etwa 4 Vollmonddurchmesser in Richtung des ausgedehnten südlichen Sternbildes Zentaur. NGC 4945, etwa 13 Millionen Lichtjahre entfernt, ist fast gleich groß wie unsere eigene Milchstraße. Doch Beobachtungen im Röntgen- und Infrarotlicht enthüllen sogar mehr energiereiche Strahlung und Sternbildung im Herzen von NGC 4945. Die andere markante Galaxie in diesem Sternfeld, NGC 4976, ist eine elliptische Galaxie. NGC 4976, links der Mitte, ist viel weiter entfernt in einer Entfernung von etwa 35 Millionen Lichtjahren und nicht physisch mit NGC 4945 verbunden.

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NGC 2736: Der Bleistiftnebel

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Credit und Bildrechte: Ken Crawford (Rancho Del Sol Observatory)

Beschreibung: Diese Stoßwelle pflügt mit mehr als 500.000 Kilometern pro Stunde durch den Weltraum. Die dünnen, verflochtenen Filamente, die sich auf diesem herrlich detaillierten Farbkomposit von rechts nach links bewegen, sind in Wirklichkeit lange Wellen auf einer Schicht aus leuchtendem Gas, die fast von der Seite zu sehen ist. Die schmale Erscheinung legt den volkstümlichen Namen „Bleistiftnebel“ nahe; katalogisiert ist er als NGC 2736. Der Bleistiftnebel, etwa 5 Lichtjahre lang und an die 800 Lichtjahre entfernt, ist nur ein kleiner Teil des Supernovaüberrestes im Schiffssegel. Der ganze Vela-Überrest misst etwa 100 Lichtjahre im Durchmesser und ist die sich ausdehnende Trümmerwolke eines Sterns, dessen Explosion vor etwa 11.000 Jahren zu sehen war. Ursprünglich bewegte sich die Stoßwelle mit Millionen Kilometern pro Stunde, doch inzwischen wurde sie beträchtlich langsamer, als sie durch das sie umgebende interstellare Gas fegte.

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Das galaktische Zentrum in Infrarot

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Credit: Hubble: NASA, ESA und D. Q. Wang (U. Mass, Amherst); Spitzer: NASA, JPL und S. Stolovy (SSC/Caltech)

Beschreibung: Was geschieht im Zentrum unserer Milchstraßengalaxis? Um das herauszufinden, konbinierten die Weltraumteleskope Hubble und Spitzer ihre Kapazizäten, um die Region mit noch nie dagewesenem Detailreichtum im Infrarotlicht zu durchmustern. Infrarotlicht ist besonders nützlich um das Zentrum der Milchstraße zu erforschen, weil sichtbares Licht in höherem Ausmaß von Staub verdunkelt wird. Das obige Bild besteht aus mehr als 2000 Bildern des Instruments NICMOS des Hubble-Weltraumteleskops, die im letzten Jahr aufgenommen wurden. Das Bild umfasst 300 mal 115 Lichtjahre mit einer so hohen Auflösung, dass Strukturen mit nur 20mal der Göße unseres Sonnensystems erkennbar sind. Zu sehen sind Wolken leuchtenden Gases und dunklen Staubs sowie drei riesige Sternhaufen. Magnetfelder könnten oben links nahe dem Arches-Haufen Plasma leiten, während energiereiche Sternwinde nahe dem Quintuplet-Haufen links unten Säulen herausschälen. Der massereiche zentrale Sternhaufen, der Sagittarius A* umgibt, ist rechts unten zu sehen. Warum mehrere zentrale, helle, massereiche Sterne offenbar nicht mit diesen Haufen verbunden sind, konnte noch nicht herausgefunden werden.

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Jupiter bedeckt Ganymed

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Credit: NASA, ESA und E. Karkoschka (U. Arizona)

Beschreibung: Wie dunstig ist Jupiters obere Atmosphäre? Um das herauszufinden richteten Astronomen das Hubble-Weltraumteleskop auf Jupiter und beobachteten, wie er seinen Mond Ganymed bedeckte. Obwohl Ganymed Jupiter einmal pro Woche umkreist, passiert er normalerweise über oder unter dem Planeten, sodass eine gute Bedeckung eher selten vorkommt. Eine solche Bedeckung wurde im April 2007 mit zahlreichen visuellen Details aufgenommen. Nahe dem Rand von Jupiter reflektiert Ganymed Sonnenlicht durch Jupiters obere Atmosphäre hindurch. Das erlaubt Astronomen nach Dunst zu suchen, indem sie eine geringfügige Abschwächung verschiedener Farben feststellen. Ein Ergebnis dieser Untersuchung ist das obige spektakuläre Bild, auf dem Wolkenbänder, die Jupiter umkreisen, deutlich zu sehen sind, aber auch prächtige wirbelnde Sturmsysteme wie der Große Rote Fleck. Ganymed, am unteren Bildrand, zeigt ebenfalls bemerkenswerte Details auf seiner dunklen, eisigen Oberfläche. Da Jupiter und Ganymed sehr hell sind, können viele Bedeckungen auch von der Erde aus mit kleinen Teleskopen beobachtet werden.

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Komet und Meteor

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Credit und Bildrechte: Babak Tafreshi (TWAN)

Beschreibung: Dieser Meteor, der am frühen Morgenhimmel des 3. Januar zum Horizont streift, gehört zum jährlich wiederkehrenden Meteorstrom der Quadrantiden. Die Meteorspur, die zum Radianten des Meteorstroms hoch im Norden (außerhalb der Bildoberkante) weist, streift auf der rechten Seite des hellen bläulichen Sterns Beta Scorpii vorbei. Bemerkenswert ist auch der kleine Punkt am oberen Ende der Spur – das verschwommene grünliche Leuchten eines Kometen. Komet Lulin (C/2007 N3), der im Juli 2007 entdeckt wurde, ist derzeit zu blass, um leicht mit bloßem Auge entdeckt zu werden, doch er wird wahrscheinlich heller werden und Ende Februar für Himmelsbeobachter sichtbar werden. Die zeitlich gut abgestimmte Himmelslandschaft, die sowohl einen Kometen als auch einen Meteor zeigt, ist besonders passend, da kometenartige Körper bekanntlich der Ursprung der jährlichen Meteorschauer über dem Planeten Erde sind.

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Fernes Licht brechen

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Credit: VIMOS, VLT, ESO

Beschreibung: Im fernen Universum scheint die Zeit langsamer zu laufen. Da das zeit-dilatierte Licht zum roten Ende des Spektrums verschoben zu sein scheint (rotverschoben), können Astronomen die kosmologische Zeitverzögerung dazu verwenden, die gewaltigen Entfernungen im Universum zu vermessen. Oben wurde das Licht ferner Galaxien in seine Einzelfarben (Spektren) zerlegt, was den Astronomen die Messung der Rotverschiebung bekannter Spektrallinien ermöglicht. Das Novum des obigen Bildes ist, dass die Entfernung hunderter Galaxien nun in einem einzigen Bildfeld vermessen werden kann, wenn man den Visible MultiObject-Spektrographen verwendet, der am Very Large Telescope array in Chile in Betrieb ist. Die Untersuchung der räumlichen Verteilung weit entfernter Objekte wird einen Einblick bieten, wann und wie sich im frühen Universum Sterne, Galaxien und Quasare bildeten, zu Haufen formierten und entwickelten.

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Doppelsternhaufen im Perseus

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Credit und Bildrechte: Roth Ritter (Dark Atmospheres)

Beschreibung: Dieses Paar offener oder galaktischer Sternhaufen, etwa 7000 Lichtjahre entfernt, ist ein leicht zu findendes Feldstecherobjekt – ein liebliches Sternenfeld im nördlichen Sternbild Perseus. Da es von dunklen Regionen aus auch mit bloßem Auge sichtbar ist, wurde es 130 v.Chr. von dem griechischen Astronomen Hipparchos katalogisiert. Die Haufen, nunmehr bekannt als  h und chi Persei oder NGC 869 (oben rechts) und NGC 884, liegen nur wenige hundert Lichtjahre voneinander entfernt und enthalten Sterne, die viel jünger und heißer sind als die Sonne. Zusätzlich dazu, dass sie physisch nahe beieinander liegen, sind die Haufen auch etwa gleich alt, was anhand des Alters ihrer Einzelsterne festgestellt wurde – ein Indiz dafür, dass die Haufen wahrscheinlich in derselben Sternbildungsregion entstanden sind.

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Alpine Konjunktion

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Credit und Bildrechte: Tamas Ladanyi (TWAN)

Beschreibung: Haben Sie sie gesehen? Die letzte Konjunktion des Mondes mit hellen Planeten im Jahr 2008 bot am 31. Dezember einen jungen Sichelmond und die strahlende Venus im Westen nach Sonnenuntergang. Hier sind die beiden Himmelslichter, die den Nachthimmel des Planeten Erde dominieren, in der dunklen, klaren Bergluft von Mönchkirchen in Österreich zu sehen. Dieses Paar war schwer zu übersehen, aber Sternenbeobachter, die im frühen Dämmerlicht tiefer am westlichen Horizont beobachtet haben, könnten auch eine Begegnung von Jupiter und Merkur erspäht haben, da sich die beiden gegen Jahresende am Himmel der Sonne annäherten. Während diese Einzelaufnahme mit einer Belichtungszeit von 5 Sekunden die sonnenbeleuchtete Sichel des Mondes deutlich überbelichtet, zeigt sie einen weiteren Planeten, der mit bloßem Auge nicht sichtbar ist. Der winzige Lichtpunkt direkt über dem Kopf des Fotografen im Bild ist der weit entfernte Planet Neptun.

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Willkommen im Internationalen Jahr der Astronomie

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Credit: IYA2009, IAU, UNESCO

Beschreibung: Astronomen auf der ganzen Welt laden ein den Nachthimmel zu erleben – im Rahmen des Internationalen Jahres der Astronomie 2009. Dieses Jahr wurde von der Internationalen Astronomischen Union und der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) gewählt, weil vor 400 Jahren Galileo als einer der ersten Teleskope zum Himmel richtete. Als er durch dieses kleine Fenster blickte, entdeckte Galileo, dass der Mond Krater besitzt, Venus Phasen zeigt, um Jupiter Monde kreisen und Saturn Ringe hat. Dieses Jahr können Sie diese und viele weitere Wunder des phantastischen Bildteppichs über unseren Köpfen entdecken, der allen Menschen gemeinsam ist. Wenn Sie, wie viele andere, den nächtlichen Himmel wundervoll und lehrreich finden, nehmen Sie doch ein einer IYA2009-Veranstaltung in Ihrer Umgebung teil und erzählen Sie Schulen und Kindern, die sich dafür interessieren könnten, davon. Sehen Sie sich auch die umfangreichen IYA2009-Webseiten an, um internationale Medienangebote zu finden, darunter Blogs, Webcasts und viel viel mehr.

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