Südlicher Orion: Von Gürtel zu Hexe

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Credit und Bildrechte: Stéphane Guisard

Beschreibung: Erkennen Sie den Gürtel des Orion auf diesem Bild? Das vertraute Sternen-Trio, das man mit bloßem Auge erkennen kann, ist oben links zu finden. Ansonsten hat der südliche Teil des Sternbildes Orion auf dieser ungewöhnlich tiefen und weitwinkeligen Ansicht ein neues Aussehen angenommen. Beachten Sie zuerst, dass der linke untere Gürtelstern, Alnitak, den staubhaltigen Reflexionsnebel erhellt, der als M87 bekannt ist. Unmittelbar unter Alnitak enthüllt ein genauer Blick den Pferdekopfnebel. Weiter unten rechts befindet sich der Orion-Nebel, M42, der schon mit bloßem Auge sichtbar ist. Der hellste Stern im Bildfeld, unten rechts, ist Rigel. Dieser helle blaue Stern beleuchtet den unheilvoll geformten Staubflecken, der als Hexenkopf-Nebel bekannt ist, zu sehen als blauer Reflexionsnebel nahe der rechten unteren Ecke. Schließlich erscheint auch noch Barnards Loop als riesiger, roter Ring, der die gesamte Region umschließt. Menschen könnten diese gesamte Menagerie auch ohne Hilfsmittel sehen, wenn ihre Augen etwa 10.000 Mal empfindlicher wären.

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Geheimnisvolle weiße Felsfinger auf dem Mars

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Credit: G. Neukum (FU Berlin) et al., Mars Express, DLR Mars Express

Beschreibung: Was verursachte diese ungewöhnliche weiße Felsformation auf dem Mars? Fasziniert von der Möglichkeit, dass es Salzdepots sein könnten, die zurückblieben, als ein urzeitliches Seebett austrocknete, deuten detaillierte Studien dieser Finger nun darauf hin, dass das so nicht stimmt. Das helle Material scheint von dem umgebenden Areal wegerodiert zu sein, was auf eine Zusammensetzung mit sehr geringer Dichte schließen lässt, bestehend vielleicht aus vulkanischer Asche oder vom Wind angewehtem Staub. Der starke Kontrast zwischen den Felsen und dem umgebenden Sand steht mit der ungewöhnlich dunklen Erscheinung des Sandes in Verbindung. Dieses Bild wurde von der Raumsonde Mars Express aufgenommen, die derzeit den Planeten Mars umrundet. Die Planetologin Emily Lakdawalla und andere haben ihrer Neugier betreffend dieser ungewöhnlichen marsianischen Landschaft in Form einer faszinierenden Untersuchung nachgegeben, die im Weblog der Planetary Society eloquent beschrieben wird. Der geheimnisvolle weiße Fels erstreckt sich über etwa 15 Kilometer innerhalb eines größeren Kraters, der sich seinerseits über etwa 100 Kilometer erstreckt.

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Haarbüschel umgeben den Pferdekopfnebel

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Credit und Bildrechte: Star Shadows Remote Observatory

Beschreibung: Der berühmte Pferdekopfnebel im Orion ist nicht alleine. Eine lang belichtete Aufnahme zeigt, dass die dunkle, vertraute Form unterhalb der Mitte Teil eines unermesslichen Komplexes von absorbierendem Staub und leuchtendem Gas ist. Um die Details der Weide des Pferdekopfes herauszuarbeiten, haben Amateurastronomen am Star Shadow Remote Observatory in New Mexico (USA) ein kleines Teleskop länger als sieben Stunden auf die Region gerichtet und alles bis auf eine sehr spezifische Farbe von rotem Licht, das von Wasserstoff ausgestrahlt wird, herausgefiltert. Dann fügten sie das Bild einer Vollfarbaufnahme, die drei Stunden lang belichtet wurde, hinzu. Das spektakuläre Ergebnis zeigt einen detailreichen Wandteppich aus gasförmigen Grasbüscheln und staubbeladenen Filamenten, die im Laufe von Äonen durch stellare Winde und lang zurückliegende Supernovae erzeugt und geformt wurden. Der Pferdekopfnebel liegt etwa 1.500 Lichtjahre entfernt im Sternbild Orion. Zwei Sterne vom Gürtel des Orion sind im obigen Bild zu sehen.

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Jules Verne im Orbit

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Credit: ISS-Besatzung Expedition 16, NASA, ESA

Beschreibung: Der helle Rand des Planeten Erde verblasst in die Dunkelheit des Weltraums im Hintergrund dieser Ansicht von Jules Verne auf einer außergewöhnlichen Reise. Dieses Bild, aufgenommen letzten Montag, zeigt das Automated Transfer Vehicle (ATV) der Europäischen Weltraumagentur ESA, das nach dem Sciencefiction-Autor und Visionär des 19. Jahrhunderts benannt wurde und seine automatische Docking-Tauglichkeit bei der Annäherung an die Internationale Raumstation erprobt. Unter Verwendung eines Laser-gesteuerten Rendezvous-Systems dockte Jules Verne sanft und sicher am Dienstag an die Station im Orbit an und lieferte 4.600 Tonnen Ausrüstung, Versorgungsgüter und Treibstoff. Der zylindrische Körper des robotischen Raumtransporters misst 4,5 Meter im Durchmesser, ist 10,3 Meter lang und mit Sonnenpaneelen ausgerüstet, die sich über 22,3 Meter erstrecken. Jules Verne soll bis August an die Raumstation angedockt bleiben und diese in eine höhere Umlaufbahn anheben, bevor das ATV den Orbit verlässt.

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Schichten in Aureum Chaos

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Credit: HiRISE, MRO, LPL (U. Arizona), NASA

Beschreibung: Auf den ersten Blick könnten diese wellenförmigen Strukturen in blauen Schattierungen wie Wellen eines  Ozeans aussehen. Wie man hier in Falschfarben von der HiRISE-Kamera des Mars-Reconnaisance-Orbiters aus sieht, sind sie in Wirklichkeit geschichtete zu Tage getretene Felsen in der Region Aureum Chaos. Die größere Aureum Chaos-Region ist ein chaotisches Durcheinander von erodiertem Terrain im östlichen Teil der riesigen Marsschlucht Valles Marineris. Die ausgeprägten Schichten, aus denen sich diese Aufschlüsse zusammensetzen, könnten durch Staub oder vulkanischer Asche, die sich aus der Atmosphäre abgelagert haben, von Marswinden verwehten Sand oder Seimente, die sich auf dem Grund eines urzeitlichen Sees abgelagert haben, entstanden sein. Diese Nahaufnahme des ansonsten roten Planeten erstreckt sich über etwa 4 Kilometer, eine Entfernung, die man auf ebenem Boden in weniger als einer Stunde zu Fuß zurücklegen könnte.

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Im Süden Orions

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Credit und Bildrechte: Johannes Schedler (Panther Observatory)

Beschreibung: Dieses reizende Feld mit Nebeln und Sternen ist etwa 2 Grad südlich der berühmten Sternbildungsregion des Orion-Nebels. Die Region ist voll von energiereichen jungen Sternen, die Masseauswürfe und Ströme erzeugen, welche mit Geschwindigkeiten von Hunderten von Kilometern pro Sekunde durch das sie umgebende Material treiben. Diese Interaktionen erheugen leuchtende Stoßwellen, bekannt als Herbig-Haro-Objekte (HH). Der fließende Bogen genau rechts der Mitte zum Beispiel ist als HH 222 katalogisiert und wird auch als Wasserfallnebel bezeichnet. Unterhalb desWasserfalls befindet sich HH 401 mit einer ausgeprägten Kegelform. Der helle bläuliche Nebel links unterhalb der Mitte ist NGC 1999, eine staubhaltige Wolke, die Licht von einem eingebetteten variablen Stern reflektiert. Die ganze kosmische Szenerie erstreckt sich über 30 Lichtjahre am Rand des Orion-Molekülwolken-Komplexes, so an die 1.500 Lichtjahre entfernt.

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Kugelsternhaufen M55 vom CFHT

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Credit und Bildrechte: Jean-Charles Cuillandre (CFHT) und Giovanni Anselmi (Coelum Astronomia), Hawaiian Starlight

Beschreibung: Der 55. Eintrag in Charles Messiers Katalog, M55, ist ein großer und wunderschöner Kugelsternhaufen mit etwa 100.000 Sternen. Er ist nur 20.000 Lichtjahre entfernt im Sternbild Sagittarius und erscheint Beobachtern auf der Erde mit einem Durchmesser von fast zwei Dritteln des Vollmondes. Kugelsternhaufen wie M55 wandern im Halo unserer Milchstraßen-Galaxie, da sie gravitativ gebundene Sternpopulationen sind, die bekanntlich viel älter sind als Sterngruppen, die man in der galaktischen Scheibe findet. Astronomen, die detailreiche Studien von Kugelhaufen-Sternen machen, können das Alter und die Entfernung dieser Haufen genau bestimmen. Ihre Ergebnisse legen auch das Alter des Universums fest (… es muss älter sein als die Sterne darin!) und liefern eine tragende Sprosse der astronomischen Entfernungsleiter. Dieses bemerkenswerte Farbbild wurde mit dem 3,6-Meter-CFHT- Teleskop gemacht und umfasst etwa 100 Lichtjahre quer über dem Kugelsternhaufen M55.

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Neuer Raumstationsroboter möchte „Dextre der Wunderbare“ genannt werden

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Credit: Besatzung der Expedition 16, NASA

Beschreibung: Mit einer überraschenden und womöglich beunruhigenden Anfrage verlangte der neue Roboter der Weltraumstation, der als Dextre bekannt ist, die Astronauten mögen ihn in Zukunft mit „Dextre der Wunderbare“ titulieren. Das mobile Wartungssystem dankte den Menschen für seine Erschaffung, indem es mit seinen Elektrowerkzeugen herumfuchtelte, die jeden Handwerker erröten lassen würden, und versprach ihnen eine glorreiche Zukunft, in der die Menschen in der neuen Roboter-Ordnung eine wichtige Rolle spielen würden. Fröhlichen 1. April wünschen die Leute von APOD. Die klassische Mär von Menschen, die versehentlich technische Bösewichter erschaffen, geht auf Frankenstein zurück und umfasst auch berühmte fiktive Schurken wie HAL und den Terminator. Dextre gibt es zwar tatsächlich, er ist jedoch kein Frankenstein, weil seine Computerintelligenz hauptsächlich dient, ihn von den Astronauten fernsteuern zu lassen. Dextre ging letzten Monat in Betrieb, um beim Aufbau und der Wartung der Internationalen Raumstation behilflich zu sein. Wie im Bild oben zu sehen, ist Dextre tatsächlich ein technisches Wunderwerk, das seine langen Arme, die sowohl mit kleinen Werkzeugen als auch großen Modulen umgehen können, mit präziser Geschicklichkeit schwingt.

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