Nahaufnahme der Tigerstreifen von Enceladus

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Credit: Paul Shenk (LPI), USRA; Cassini Imaging Team, SSI, JPL, ESA, NASA

Beschreibung: Könnte es unterhalb von Enceladus Leben geben? Ein Vorbeiflug an Saturns eisigem Mond unterstützt diese faszinierende Idee. Vor zwei Jahren führten Bilder der robotschen Raumsonde Cassini, welche Saturn umrundet, Astronomen zu dem unbestreitbaren Schluss, dass Saturns Mond Enceladus Fontänen aus Gas und Eiskristallen durch die Risse an seiner Oberfläche, die an Tigesrstreifen erinnern, speit. Letzten Monat tauchte Cassini durch einige dieser Schwaden und entdeckte, dass diese Wasserdampf enthalten, versetzt mit kleinen Mengen Methan und einfachen sowie komplexen organischen Molekülen. Überraschenderweise erscheinen die Schwaden auf Enceladus vom Aufbau her ähnlich denen vieler Kometen. Weiters lassen Temperatur und Dichte der Schwaden den Schluss zu, dass sie von einer wärmeren Quelle stammen – womöglich einer flüssigen Quelle – unterhalb der Oberfläche. Ein Meer aus flüssigem Wasser, das organische Moleküle enthält, ist ein passender Ort für um sich nach Leben umzusehen. Oben abgebildet ist eine in der vertikalen Dimension überhöhte Nahaufnahme einiger langer, ventilartiger Tigerstreifen. Das Computer-Komposit wurde von Bildern und Schatten gewonnen, die während des Cassini-Vorbeiflugs vor kurzem gemacht wurden. Neun weitere Vorbeiflüge an Enceladus durch Cassini sind noch vorgesehen.

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Schwache Gravitationslinsen verzerren das Universum

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Credit: S. Colombi (IAP), CFHT Team

Beschreibung: Ist das weit entfernte Universum tatsächlich so, wie es uns erscheint? Astronomen hoffen das. Dazwischenliegende Dunkle Materie, die normalerweise unsichtbar ist, könnte ihr Vorhandensein zeigen, indem sie Bilder verzerrt, die aus dem weit entfernten Universum stammen, ähnlich wie ein altes Fenster Bilder von der anderen Seite verzerrt. Wenn man herausfindet, wieweit Hintergrundgalaxien ungewöhnlich flach und ungewöhnlich ähnlich ihren Nachbargalaxien erscheinen, kann die Verteilung der Dunklen Materie, die diese schwache Gravitationslinsenverzerrung verursacht, abgeschätzt werden. Die Analyse der Formen von 200.000 weit entfernten Galaxienbildern, abgebildet mit dem Canada-France-Hawaii-Teleskop (CFHT) lässt auf das Vorhandensein eines massereichen Netzwerkes von verteilter Dunkler Materie schließen. Zukünftige Ergebnisse könnten sogar Details dieser Verteilung erkennen lassen. Das obige computergenerierte Simulationsbild zeigt, wie Dunkle Materie (rot) den Lichtweg und die scheinbare Form von weit entfernten Galaxien verzerrt – blau dargestellt.

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Spiralgalaxie NGC 2841

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Credit und Bildrechte: Johannes Schedler (Panther Observatory)

Beschreibung: Die Spiralgalaxie NGC 2841, so an die 50 Millionen Lichtjahre entfernt, kann man im nördlichen Sternbild Ursa Major bewundern. Diese detailreiche Ansicht des prächtigen Inseluniversums zeigt einen auffallenden gelben Kern und die galaktische Scheibe mit eng gewundenen Spiralarmen. NGC 2841 hat einen Durchmesser von mehr als 150.000 Lichtjahren – sie ist somit größer als unsere eigene Milchstraßengalaxie. Die Staubbahnen und turbulenten Sternbildungsregionen befinden sich in den Spiralarmen, doch Bilder im Röntgenlicht legen den Schluss nahe, dass Winde und Sternexplosionen Schwaden aus heißem Gas erzeugen, die sich in einen Halo rund um NGC 2841 ausbreiten. Die markanten, punktförmigen Sterne im Bild sind natürlich nahe Vordergrundobjekte innerhalb der Milchstraße und stehen in keinem Zusammenhang mit NGC 2841.

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Quer durchs Universum

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Credit: NASA Swift Team, Stefan Immler (GSFC) et al.

Beschreibung: Wie weit können Sie sehen? Sogar die blassesten mit dem Auge sichtbaren Sterne sind lediglich Hunderte oder Tausende Lichtjahre entfernt, praktisch alle innerhalb unserer eigenen Milchstraße. Wenn Sie natürlich wissen, wo Sie hingucken müssen, können Sie auch die Andromeda-Galaxie als blasses, verschwommenes Wölkchen erkennen, etwa 2,5 Millionen Lichtjahre entfernt. Doch falls Sie am 19. März zum nördlichen Sternbild Bootes geblickt haben sollten, sogar ohne Fernglas oder Teleskop, dann könnten Sie Zeuge des schwachen, kurzen Lichtblitzes eines Gammastrahlen-Ausbruchs geworden sein. Die Quelle des Ausbruchs liegt, wie man herausfand, weiter als die halbe Strecke zum Rand des Universums in einer Entfernung von etwa 7,5 Milliarden Lichtjahren. Die kosmische Explosion hält den Rekord, das am weitesten entfernte mit bloßem Auge sichtbare Objekt zu sein, und zusätzlich das bei weitem hellste je beobachtete Objekt, nämlich mehr als geschätzte 2,5 Millionen Mal heller als die hellste bekannte Supernova. Der monströse Ausbruch wurde vom Satelliten Swift entdeckt und lokalisiert, was die rasche Entfernungsmessung und nachfolgende Beobachtungen mit großen erdgebundenen Teleskopen ermöglichte. Das verblassende Nachleuchten des Gammastrahlen-Ausbruchs, katalogisiert als GRB080319B, ist auf diesen beiden Bildfeldern im Gammastrahlen-Bereich (links) und im Ultraviolettlicht (rechts) zu sehen.

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Der N44-Komplex

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Credit und Bildrechte: Don Goldman, Macedon Ranges Observatory

Beschreibung: N44, ein wahrhaft gigantischer Komplex von Emissionsnebeln, misst etwa 1.000 Lichtjahre im Durchmesser. Er scheint am südlichen Himmel als Bewohner unserer Nachbargalaxie, der Großen Magellanschen Wolke, 170.000 Lichtjahre entfernt. Winde und intensive Strahlung von heißen, jungen lichtstrken Sternen in N44 formen Filamente und Bänder aus leuchtendem Nebel-Gas und regen sie an. Doch Supernovae – die Todesexplosionen von massereichen, kurzlebigen Sternen – trugen wahrscheinlich ebenfalls zu den enormen aufgeblasenen Formen bei. Der Haufen junger Sterne nahe dem Zentrum liegt in einer Riesenblase, die einen Durchmesser von fast 20 Lichtjahren hat. Diese detailreiche Falschfarbenaufnahme mit komplexen Strukturen codiert Emissionen von Wasserstoff, Sauerstoff und Schwefel in blauen und grünen Schattierungen.

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Der Nebel NGC 3576

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Credit und Bildrechte: Ken Crawford (Rancho Del Sol Observatory), Macedon Ranges Observatory

Beschreibung: Ein interessanter, schöner Nebel, NGC 3576, treibt durch den Sagittarius-Arm unserer Milchstraßen-Spiralgalaxie. In dieser Region sorgen wahrscheinlich Episoden von Sternbildung für die komplexen und suggestiven Formen. Mächtige Winde von den im Nebel eingebetteten jungen, massereichen Sternen formen die schleifenförmigen Filamente. Das pathetische Falschfarben-Bild hebt auch die Abgaben von Wasserstoff, Schwefel und Sauerstoff hervor, die von der intensiven ultravioletten Strahlung zum Leuchten angeregt werden. Doch der Schimmer umreißt auch dichte Wolken aus Staub und Gas. Zum Beispiel die beiden verdichtenden dunklen Wolken im oberen Teil des Bildes sind vielversprechende Orte für Sternbildung. NGC 3576 misst etwa 100 Lichtjahre im Durchmesser und ist 9.000 Lichtjahre entfernt im südlichen Sternbild Carina (Schiffskiel), nicht weit von dem berühmten Eta Carinae-Nebel entfernt. Nahe dem Bildrand liegt NGC 3603, eine viel größerere, aber weiter entfernte Sternbildungsregion.

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Galaxy Wars: M81 versus M82

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Credit: Rainer Zmaritsch und Amexander Goss

Beschreibung: Links, umgeben von blauen Spiralarmen, ist die Spiralgalaxie M81. Rechts, von roten Staub- und Gaswolken markiert, ist die irreguläre Galaxie M82. Diese beeindruckende Ansicht zeigt die beiden Mammutgalaxien, die in einen gravitativen Nahkampf verwickelt sind, der schon Milliarden von Jahren andauert. Die Gravitation jeder Galaxie beeinflusst die andere während jeder Hundert-Millionen-Jahre-Passage auf dramatische Art und Weise. Beim letzten Durchgang rief die Gravitation von M82 wahrscheinlich die Dichtewellen hervor, die sich rund um M81 kräuseln, woraus die Fülle an Spiralarmen in M81 resultiert. Doch M81 ließ M82 mit gewaltigen Sternbildungsregionen und kollidierenden Gaswolken zurück, die so energiereich sind, dass die Galaxie im Röntgenlicht leuchtet. In wenigen Milliarden Jahren wird nur eine Galaxie übrig bleiben.

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Saturn und Titan von Cassini

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Credit: Cassini Imaging Team, SSI, JPL, ESA, NASA

Beschreibung: Die Raumsonde Cassini nimmt weiterhin spektakuläre Ansichten von Saturn und seinen Monden auf. Nach ihrem Start von der Erde im Jahr 1997 trat die robotische Sonde Cassini 2004 in den Orbit um Saturn ein und revolutionierte vieles von dem Wissen der Menschheit über den Ringplaneten, seine ausgedehnten und komplexen Ringe und viele alte und angeschlagene Monde. Schon bald nachdem sie Saturn erreicht hatte, entließ Cassini die Sonde Huygens, welche auf Titan, Saturns größtem Mond landete und beispiellose Bilder von unterhalb Titans undurchdringlicher Wolkendecke zurückschickte. Aktuelle Radarbilder Titans von Cassini zeigen flache Regionen, die wahrscheinlich Seen aus flüssigem Methan sind, was auf ein komplexes Wettersystem schließen lässt, in dem es möglicherweise benzinähnliche Chemikalien regnet. Oben abgebildet ist der prächteige Saturn mit dem rätselhaften Titan, kürzlich in Echtfarben von Cassini aufgenommen.

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Molekülwolke Barnard 68

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Credit: FORS Team, 8,2-Meter-VLT Antu, ESO

Beschreibung: Wohin sind all die Sterne verschwunden? Was man früher für ein Loch im Himmel hielt, ist nunmehr unter Astronomen als dunkle Molekülolke bekannt. Eine hohe Konzentration aus Staub und molekularem Gas absorbiert praktisch das gesamte sichtbare Licht, das von den dahinter liegenden Sternen ausgestrahlt wird. Die unheimlich dunkle Umgebung sorgt dafür, dass die inneren Bereiche von Molekülwolken zu den kältesten und isoliertesten Orten im Universum zählen. Einer der bemerkenswertesten dieser dunklen Absorptionsnebel ist eine Wolke im Sternbild Ophiuchus, bekannt als Barnard 68, oben abgebildet. Dass im Zentrum keine Sterne zu sehen sind, lässt darauf schließen, dass Barnard 68 relativ nahe liegt; den Messungen zufolge ist er etwa 500 Lichtjahre entfernt und hat einen Durchmesser von einem halben Lichtjahr. Wie sich Molekülwolken wie Barnard 68 bilden, ist nicht genau bekannt, doch man weiß, dass diese Wolken selbst wahrscheinliche Orte für Sternbildung sind. Im Infrarotlicht kann man durch die Wolke hindurchblicken.

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Katzenauge von Hubble remixed

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Credit und Bildrechte: Vicent Peris (OAUV / PTeam), MAST, STScI, AURA, NASA

Beschreibung: Der faszinierende Katzenaugen-Nebel (NGC 6543), der durch den Weltraum blickt, ist dreitausend Lichtjahre von der Erde entfernt. Er ist einer der bekanntesten planetarischen Nebel am Himmel, misst mehr als ein halbes Lichtjahr im Durchmesser und stellt eine letzte, kurze und dennoch glorreiche Phase im Leben eines sonnenähnlichen Sterns dar. Der sterbende Zentralstern dieses Nebels könnte das einfache, äußere Muster von staubhaltigen konzentrischen Hüllen erzeugt haben, indem er seine äußeren Hüllen in einer Serie von regelmäßigen Sternbeben abgeworfen hat. Doch die Bildung der schönen, komplexeren inneren Strukturen kann noch nicht genau erklärt werden. Hier wurden Archiv-Bilddaten des Hubble-Weltraumteleskops neu aufbereitet, um ein neues Bild des kosmischen Katzenauges zu kreieren. Verglichen mit gut bekannten Hubble-Bildern soll diese alternative Ausarbeitung die Sichtbarkeit von Details in den hellen und dunklen Bereichen des Nebels schärfen und verbessern und verwendet dafür eine umfangreichere Farbpalette. Mit einem tiefen Blick in das Katzenauge könnten Astronomen auch das Schicksal unserer Sonne erkennen, die ihre Entwicklung als planetarischer Nebel in etwa 5 Milliarden Jahren beginnen wird.

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Wo ist HD 189733?

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Bild-Credit: NASA, ESA, A. Fujii, and Z. Levay (STScI)

Beschreibung: Der Stern, der als HD 189733 katalogisiert ist, ist läppische 63 Lichtjahre entfernt. Er befindet sich auf diesem detailreichen Weitwinkel-Bild des Himmels mit dem nördlichen Sternbild Schwan (Cygnus) im Zentrum. Wenn man die vielen hellen Sterne, Nebel und Sternhaufen in dieser Region, die Sternguckern vertrauter sind, berücksichtigt, mag HD189733 nicht besonders auffällig erscheinen, doch man weiß von ihm, dass er mindestens einen heißen Planeten von etwa der Größe Jupiters besitzt, der ihn in sehr geringem Abstand mit einer eindrucksvoll kurzen Umlaufzeit von 2,2 Tagen umkreist. Da der Planet den Stern regelmäßig verdunkelt, können Astronomen das Sternenlicht, das direkt durch die Atmosphäre des Planeten dringt, analysieren und so die Moleküle mittels Spektroskopie bestimmen. Nach der Entdeckung von Wasserdampf in der Atmosphäre des Planeten berichten Astronomen nun, dass Daten des Hubble-Weltraumteleskops auch die chemische Signatur von Methan (CH4) anzeigen. Das hochinteressante Ergebnis ist der erste Nachweis eines organischen Moleküls auf einem Planeten, der einen fremden Stern umkreist. Obwohl der Planet von HD 189733 wahrscheinlich zu heiß und zu unwirtlich für Leben ist, ist diese Arbeit ein Schritt zur Bestimmung der Beschaffenheit und der Chemie auf anderen extrasolaren Planeten, auf denen Leben vorkommen könnte.

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