Enceladus im Blickfeld

Links unten verläuft ein sehr heller Streifen schräg durchs Bild, es ist der Rand von Saturn. Rechts oben ist der unterste Teil einer beleuchteten Sichel eines Himmelskörpers zu sehen.

Credit: Cassini-Bildgebungsteam, ISS, JPL, ESA, NASA

Beschreibung: Die sonnenbeleuchtete Sichel des Saturnmondes Enceladus liegt auf diesem Bild der Raumsonde Cassini vor der Nachtseite von Saturn. Diese Ansicht wurde am 13. August 2010 bei einem Vorbeiflug an dem Eismond aufgenommen. Die Ansicht blickt zur Sonne und zeigt auch Schichten der oberen Saturnatmosphäre, die am hellen Rand des Planeten Sonnenlicht streuen.

Enceladus ist etwa 60.000 Kilometer von Cassinis Kamera entfernt, er ist also der Raumsonde näher als Saturn. Der Mond hat einen Durchmesser von 500 Kilometern. Die südliche Polregion des Mondes ist beleuchtet, auch die Schwaden aus Wasserdampf und Eispartikeln sind im Licht, sie strömen aus den langen Rissen auf der Oberfläche des Mondes.

Die Spalten wurden als Tigerstreifen bezeichnet. Die Schwaden wurden 2005 erstmals auf Cassinibildern entdeckt, sie sind ein klarer Hinweis auf flüssiges Wasser unter der Oberfläche des überraschend aktiven Mondes Enceladus.

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Schatten eines Marsroboters

Der Schatten des Marsrovers Opportunity fällt auf steiniges Gelände, im Hintergrund ragt ein Kraterwall auf.

Credit: Mars Exploration Rover Mission, JPL, NASA

Was ist, wenn man einen Schatten auf dem Mars sieht, und er ist nicht menschlich? Dann ist es wohl der Rover Opportunity, der gerade den Mars erkundet. Opportunity und seine Schwestersonde Spirit erforschen seit Anfang 2004 den Roten Planeten. Sie fanden Hinweise auf urzeitliches Wasser und schickten atemberaubende Bilder durch das innere Sonnensystem.

Oben blickt Opportunity von der Sonne weg in den Krater Endurance und sieht seinen eigenen Schatten. Unten sind links und rechts zwei Räder. Dahinter sieht man den Boden und die Wände des ungewöhnlichen Kraters.

Der Rover Spirit steckt inzwischen fest. Doch Opportunity setzt seine lange Reise zum großen Marskrater Endeavour fort.

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Morgendlicher Monduntergang in Rio

Neben einem Berg geht der Vollmond im Nebel an einem violetten Himmel unter.

Bildcredit und Bildrechte: Babak Tafreshi (TWAN)

Beschreibung: Bei Sonnenaufgang ging ein fast voller Mond über dieser ruhigen Küstenlandschaft unter. Das Bild wurde letzten Montag im brasilianischen Rio de Janeiro fotografiert. Vorne beleuchtet das rötliche Sonnenlicht am Morgen einen Abschnitt der südatlantischen Küstenlinie. Im Westen liegt die Favela Vidigal unter den Zwillingsgipfeln des Morro Dois Irmãos (Zwei-Brüder-Berg). Diese Szene ist Strandbesuchern von Ipanema in Rio vertraut.

Dieses gut komponierte, mehrfach belichtete Bild zeigt den Fortschritt des malerischen Monduntergangs. Die Zeit zwischen den einzelnen Aufnahmen beträgt 6,5 Minuten. Meeresvögel, die bei Tagesanbruch aus ihren Nestern fliegen, sind nur auf der letzten Einzelaufnahme zu sehen.

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Vor 50 Jahren: Juris Planet

Über der Erde leuchet die Sonne, sie spiegelt sich im Wasser der Ozeane. Die Erde ist von Wolken bedeckt.

Credit: Besatzung ISS Expedition 7, EOL, NASA

Beschreibung: Am 12. April 1961 wurde der russische Kosmonaut Juri Alexejewitsch Gagarin der erste Mensch im All. Sein ferngesteuertes Raumschiff Wostok 1 brachte ihn in eine Höhe von mehr als 300 Kilometern und flog ihn einmal um den Planeten Erde.

Über seinen ersten Blick aus dem All berichtete er: „Der Himmel ist sehr dunkel; die Erde ist bläulich. Alles ist sehr klar zu sehen“. Seine Aussicht kann man mit diesem Bild vergleichen, das 2003 auf der Internationalen Raumstation fotografiert wurde. Alan Shepard, der erste US-Astronaut, startete fast einen Monat später und flog einen vergleichsweise kurzen Suborbitalflug.

Gagarin wurde am 9. März 1934 geboren. Er war Militärpilot, bevor er 1960 für die erste Kosmonautengruppe ausgewählt wurde. Nach seinem historischen Flug wurde er ein internationaler Held. Er starb 1968, als sein MIG-Jet bei einem Trainingsflug abstürzte. Seine Asche wurde bei einem Staatsbegräbnis an der Kremlmauer beigesetzt.

Zwanzig Jahre später, am 12. April 1981, startete die NASA die erste Raumfähre.

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Discovery in der Dämmerung

Über einem ruhigen See breitet sich ein dunkelblauer Himmel mit Strichspuren von Sternen aus, die sich im Wasser spiegeln. Hinten am Ufer stehen die Silhouetten von nackten Bäumen. Am Himmel verläuft eine helle gekrümmte Spur von links oben nach rechts unten. das hellste Licht am Himmel ist der Mond.

Credit und Bildrechte: Tamas Ladanyi (TWAN)

Beschreibung: Als am 7. März die Abenddämmerung verblasste, bewunderten Leute auf der ganzen Welt ein hübsches Paar aus jungem Sichelmond und dem gleißenden Planeten Jupiter. Die beiden Himmelslichter – Mond und Jupiter darunter – zogen zusammen mit den Sternen auf dieser gut geplanten Langzeit-Aufnahme kurze Spuren. Das Bild ist ein Komposit aus 54 Einzelaufnahmen, die je 4 Sekunden belichtet wurden.

Die zweite nahe Begegnung auf dieser nächtlichen Himmelslandschaft bildeten die Raumfähre Discovery auf ihrem letzten Flug und die Internationale Raumstation ISS. Im niedrigen Erdorbit waren sie noch vom Sonnenlicht beleuchtet und zogen grazile Bögen von rechts unten nach links oben, die einander überlappten.

Mond, Jupiter, Discovery und ISS spiegelten sich im ruhigen Wasser eines Sees bei Bakonybél in Ungarn. Hier seht ihr die Bildfolge als kurzes Youtube-Video. Darin ist zu sehen, wie sich die Spuren von ISS und Discovery trennen, während das Paar über dem Mond vorbeifliegt.

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Die Internationale Raumstation ISS wird wieder erweitert

Über der Erde schwebt die Internationale Raumstation. Links und rechts sind riesige Solarpaneele angebracht.

Credit: Besatung der Mission STS-133, NASA

Beschreibung: Die Internationale Raumstation ISS hat ihre Erscheinung erneut verändert. Kürzlich besuchte die Raumfähre Discovery bei ihrem letzten Flug die ISS und lieferte neue Komponenten, zum Beispiel das Multi-Purpose Logistics Module Leonardo.

Dieses Bild wurde von der Besatzung der Discovery fotografiert, nachdem sie die ISS verlassen hatten, um zur Erde zurückzukehren. Es zeigt die ISS mit ihren vielen Modulen und ausladenden Solarpaneelen. Wenn man dieses Bild mit früheren Bildern vergleicht, ist die Entwicklung des Außenpostens im All im Lauf der letzten Jahre erkennbar. Auch viele verschiedene Arten von Modulen und Versorgungsschiffen sind zu sehen. Der Aufbau der ISS begann 1998.

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Discovery besucht die Raumstation

Die Raumfähre ist mit der Nase nach unten an die Raumstation gekoppelt. Vor der geöffneten Ladebucht warten der Canadarm2 und Dextre. Dahinter schwebt oben die Erde im Weltraum.

Credit: Raumfährenbesatzung STS-133, Raumstation-Besatzung Expedition 26, NASA

Beschreibung: Was geschieht außerhalb der Raumstation? Eine Raumfähre hat angelegt. Vor fünf Jahren startete die Raumfähre Discovery mit sechs Besatzungsmitgliedern und dem riesigen Leonardo Multi Purpose Logistics Module an Bord zur Internationalen Raumstation.

Das Bild zeigt, wie vor drei Jahren die angedockte Raumfähre darauf vorbereitet wurde, von Dextre, dem Roboter der Raumstation, und Canadarm2 entladen zu werden. Das breite Bild zeigt jedoch viel mehr, etwa Japans Kibo Experiment Module rechts unten, die Erde am oberen Bildrand und einen scheinbar sternenlosen Weltraum in der Ferne im Hintergrund.

In der nächsten Woche sollen die Besatzungen des Shuttles und der ISS Leonardo dauerhaft montieren und Teile der ISS befestigen und aufrüsten. Nach bisher 38 Reisen ist diese Reise voraussichtlich die letzte Weltraummission der Raumfähre Discovery.

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Japans Versorgungsschiff Kounotori2 erreicht die Raumstation ISS

Durch das Fenster der Internationalen Raumstation fällt der Blick auf die Erde, davor schwebt eine zylinderförmige Raumsonde. Ein Greifarm wird in ihre Richtung geschwenkt, um sie einzufangen.

Credit: Expedition-26-Besatzung, NASA

Beschreibung: Das Versorgungsschiff von der Erde ist angekommen. Letzte Woche startete Japan die automatisierte Raumsonde Kountori2, um notwendige Versorgungsgüter wie Essen zur Internationalen Raumstation ISS zu liefern. Kountori2 startete vor etwas mehr als einer Woche von Japans Raumfahrtzentrum Tanegashima und erreichte Ende letzter Woche die ISS im niedrigen Erdorbit.

Das Bild zeigt die Sonde Kountori2, nachdem sie die ISS erreicht hatte. Danach wurde sie mit dem Canadarm2 eingefangen und am Modul Harmony befestigt. Das Bild wurde durch ein Fenster der ISS fotografiert. Im Hintergrund befindet sich die Erde mit weißen Wolken, blauem Wasser und Landmassen in verschiedenen Brauntönen.

Neben bemannten Starts könnten dieses Jahr noch zehn Roboter-Raumschiffe zur Raumstation starten, darunter Raumschiffe aus Russland, Europa, Japan und einer privaten Gesellschaft in den USA.

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