Philae versucht eine Landung auf dem Kometenkern

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: ESA

Beschreibung: Heute macht die Menschheit ihren ersten Versuch, eine Sonde auf einem Kometenkern zu landen. Im Laufe des Tages trennt sich die Landesonde Philae von der Raumsonde Rosetta und treibt hinunter zur Oberfläche des Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko. Da die Struktur der Kometenoberfläche unbekannt ist und die Oberflächengravitation sicherlich gering ist, wird Philae dann versuchen, sich zu verankern – noch nie zuvor wurde so etwas versucht. Hier ist eine künstlerische Darstellung von Philae abgebildet – er hat die Größe eines Geschirrspülers – so könnte er auf der Oberfläche des Kometen Tschurjumow-Gerassimenko aussehen, dazu Textfelder, welche die wissenschaftlichen Instrumente an Bord erklärt. Viele Menschen auf einem blauen Planeten irgendwo im Sonnensystem werden ungeduldig auf Nachrichten und Aktuelles warten. Ob Philae tatsächlich landet, ob er an einer glatten Stelle landet, ob die Harpnuen Halt finden und wie tief die Roboter-Landesonde in die Oberfläche sinkt, das alles sollte heute Laufe des Tages bekannt werden.

Aktuelles vom Kometenlander von der ESA
Zur Originalseite

Rosettas Selbstporträt

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: ESA/Rosetta/Philae/CIVA

Beschreibung: Dieses Selbstporträt der Raumsonde Rosetta wurde am 7. Oktober fotografiert, als die Raumsonde etwa 472 Millionen Kilometer vom Planeten Erde entfernt war, aber nur 16 Kilometer von der Oberfläche des Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko. Von dem seltsamen zweilappigen Kometenkern, der sich oben hinter der Raumsonde abzeichnet, strömen Staub und Gas aus, auf einem der 14 Meter langen Solarpaneele schimmert helles Sonnenlicht. Um die dramatische, kontrastreiche Szenerie zu fotografieren, wurden zwei Aufnahmen – kurz und lang belichtet – kombiniert, die mit dem CIVA-Kamerasystem auf Rosettas noch befestigter Landesonde Philae aufgenommen wurden. Der gewählte primäre Landeplatz ist auf dem Kopf des Kerns zu sehen. Dies hier ist voraussichtlich das letzte Bild von Philaes Kameras vor dem Ablegen der Landesonde von Rosetta am 12. November. Kurz nach der Trennung wird Philae ein weiteres Bild fotografieren, das zum Orbiter zurückblickt, bevor sein Abstieg zum Kometenkern beginnt.

Zur Originalseite

62 Kilometer über dem Kometen Tschurjumow-Gerassimenko

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: ESA / Rosetta / MPS für das OSIRIS Team; MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA; Zusätzliche Bearbeitung und Bildrechte: Elisabetta Bonora und Marco Faccin (Alive Universe Images)

Beschreibung: Die Raumsonde Rosetta nähert sich, umkreist und kartiert weiterhin den Kometen Tschurjumow-Gerassimenko. Die robotische Raumsonde kreuzte zehn Jahre lang durchs innere Sonnensystem, um letzten Monat in die Nähe des Kometen zu gelangen, und fotografiert weiterhin den ungewöhnlichen doppellappigen Kometenkern. Das oben gezeigte rekonstruierte Farbbild wurde vor etwa zehn Tagen aufgenommen und zeigt, wie dunkel dieser Kometenkern ist. Die Oberfläche des Kometen reflektiert durchschnittlich nur vier Prozent des einfallenden sichtbaren Lichts, womit er so dunkel wie Kohle ist. Komet 67P/Tschurjumow–Gerassimenko ist etwa vier Kilometer lang und hat eine so geringe Oberflächenbeschleunigung, dass ein Astronaut wegspringen könnte. In etwa zwei Monaten soll Rosetta die erste Sonde freisetzen, die je kontrolliert auf einem Kometenkern landen soll.

Fast Hyperraum: APOD-Zufallsgenerator
Zur Originalseite

Kontrastreiches Gelände auf dem Kometen Tschurjumow-Gerassimenko

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: ESA / Rosetta / MPS für OSIRIS Team; MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA

Beschreibung: Wo sollte Philae landen? Während die Roboter-Raumsonde Rosetta der ESA dem Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko entgegenkreist, muss eine Entscheidung getroffen werden, wo sein mechanisches Landegerät versuchen soll, aufzusetzen. Rosetta, die den Kometen zu Beginn des Monats erreichte, sendet detailreiche Bilder des ungewöhnlichen Kometenkerns, aus denen eine ebene Landestelle gewählt wird. Der oben abgebildete Kopf des Kometenkerns weist schroffe Kerben auf, während der Körper am unteren Bildrand ein Flickwerk aus Regionen aufweist, die teils durch schartige Hügel getrennt sind. Manche der Flickwerk-Regionen, die sowohl am Kopf als auch am Körper zu sehen sind, scheinen Felder mit relativ ebenem Gelände zu sein. In der Verbindungsregion, die als Hals bezeichnet wird, tritt jedoch in der Bildmitte ein relativ großer Streifen eines hellen glatten Geländes auf, das nur gelegentlich von großen Felsen unterbrochen wird. Rosetta soll Philae in Richtung des dunklen, berggroßen Kometenkerns entlassen, das voraussichtliche Landedatum ist November.

Springen Sie im Universum herum: APOD-Zufallsgenerator
Zur Originalseite

Rosetta erreicht den Kometen Tschurjumow-Gerasimenko


Bildcredit und Bildrechte: ESA, Raumsonde Rosetta, NavCam; Musik: Eine kleine Nachtmusik (Mozart)

Beschreibung: Wie sieht es aus, wenn man sich einem Kometen nähert? Zu Beginn dieses Monats bekam die Menschheit einen neuen Eindruck davon, als die Roboter-Raumsonde Rosetta zum Kern des Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko reiste und ihn zu umrunden begann. Diese Annäherung erwies sich als besonders faszinierend, weil sich zuerst zeigte, dass der Kometenkern eine unerwartete Doppelstruktur hat, und später, dass er eine ungewöhnliche, schroffe Oberfläche besitzt. Das oben gezeigte Zeitraffervideo aus 101 Bildern zeigt detailliert die Annäherung der Raumsonde vom 1. bis 6. August. Der eisige Kometenkern hat die Größe eines Berges und rotiert alle 12,7 Stunden. Rosettas Bilder und Daten könnten den Ursprung von Kometen und die Frühgeschichte unseres Sonnensystems beleuchten. Gegen Ende des Jahres soll Rosetta die Landesonde Philae freisetzen, die versuchen wird, im Randbereich des Kometen Tschurjumow–Gerasimenko zu landen und sich auf der Oberfläche zu verankern.

Zur Originalseite

Rosettas Rendezvous

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: ESA / Rosetta / MPS für OSIRIS Team; MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA

Beschreibung: Am 3. August fotografierte die Teleobjektiv-Kamera der Raumsonde Rosetta dieses faszinierende Bild vom Kern des Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko. Nach 10 Jahren und einer Reise von 6,5 Milliarden Kilometern auf einer gravitationsgestützten Flugbahnen, deren Schleifen durch den interplanetaren Raum liefen, hatte sich Rosetta ihrem Ziel auf weniger als 285 Kilometer genähert. Die seltsame zweilappige Form des Kerns ist erstaunlich detailreich mit einer Auflösung von 5,3 Metern pro Bildpunkt abgebildet. Der Kometenkern mit einem Durchmesser von etwa 4 Kilometern befindet sich derzeit etwas mehr als 400 Millionen Kilometer von der Erde entfernt zwischen den Bahnen von Jupiter und Mars. Rosetta, die erste Raumsonde, die einen störanfälligen Orbit um einen Kometen anstrebt, nähert sich diesem in den nächsten Wochen auf weniger als 50 Kilometer, um bis zum Ende des Jahres geeignete Landeplätze für ihre Sonde Philae zu suchen.

Zur Originalseite

Raumsonde Rosetta zeigt: Komet hat zwei Komponenten

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: ESA/Rosetta/MPS für das OSIRIS Team; MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA

Beschreibung: Warum hat dieser Kometenkern zwei Komponenten? Die überraschende Entdeckung, dass Komet 67P/Tschurjumow-Gerasimenko einen Doppelkern hat, kam Ende letzter Woche, als die interplanetare robotische Raumsonde Rosetta der ESA ihre Annäherung an den urzeitlichen Kometenkern fortsetzte. Hier einige der aktuellen spekulativen Ideen, wie der Doppelkern entstanden sein könnte: Der Komet Tschurjumow-Gerasimenko ist eigentlich das Ergebnis der Verschmelzung zweier Kometen; der Komet ist ein loser Haufen Schutt, der durch Gezeitenkräfte auseinandergezogen wird; das Eis, das auf dem Kometen verdampfte, war asymmetrisch verteilt; auf dem Kometen fand eine Art explosives Ereignis statt. Oben ist zu sehen, wie der ungewöhnliche 5 km große Kern des Kometen im Laufe weniger Stunden rotiert, wobei die Einzelbilder in Zeitabständen von 20 Minuten fotografiert wurden. Bessere Bilder – und hoffentlich bessere Theorien – werden erwartet, wenn Rosettas Kurs Anfang nächsten Monat zum Eintritt in eine Umlaufbahn um den Kern des Kometen Tschurjumow-Gerasimenko führt, um gegen Ende des Jahres, falls möglich, eine Sonde darauf zu landen.

Zur Originalseite

Rosettas Zielkomet

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Bildcredit: ESA / Rosetta / MPS OSIRIS-Team

Beschreibung: Die Raumsonde Rosetta fotografierte zwischen 27. März und 4. Mai diese bemerkenswerte Serie von 9 Bildern, als sie sich ihrem Zielkometen von 5 auf 2 Millionen Kilometer näherte. Zu sehen ist, wie der periodische Komet 67P/Tschurjumow-Gerasimenko, der seiner 6,5 Jahre lange Bahn entlangwandert und nächstes Jahr die größte Annäherung an die Sonne erreicht, vor einem fernen Sternenhintergrund im Schlangenträger und dem Kugelsternhaufen M107 vorbeiwandert. Am Ende der Bildfolge ist sogar die sich entfaltende Koma des Kometen zu sehen, die sich etwa 1300 km in den Raum erstreckt. Für Anfang August ein Rendezvous Rosettas mit dem Kometenkern geplant. Der nun eindeutig aktive Kern hat einen Durchmesser von etwa 4 Kilometern und bildet eine staubhaltige Koma, während sein schmutziges Eis im Sonnenlicht zu sublimieren beginnt. Der Kontakt der Rosetta-Landesonde mit der Oberfläche des Kerns ist für November vorgesehen.

Meteorjagd heute Nacht: Halten Sie Ausschau nach den Camelopardaliden
Zur Originalseite

Rosetta nähert sich dem Asteroiden Lutitea


Bildcredit: ESA / MPS / UPD / LAM / IAA / RSSD / INTA / UPM / DASP / IDA; Videokompilierung: Daniel Machacek / YouTube: planetaryprobes

Beschreibung: Wie sieht es aus, wenn man sich einem Asteroiden in einem Raumschiff nähert? 2010 zischte die robotische Raumsonde Rosetta der ESA am Asteroiden 21 Lutetia vorbei. Dabei sammelte sie Daten und schoss Bilder, um die Geschichte des Asteroiden und den Ursprung seiner ungewöhnlichen Farben besser untersuchen zu können. Kürzlich wurde aus vielen Bildern einer Kamera, die ständig auf den Asteroiden gerichtet war, das obige Video erstellt. Zwar ist die Zusammensetzung von Lutetia nicht bekannt, doch er ist jedenfalls nicht massereich genug, um unter dem Einfluss der Gravitation eine Kugel zu bilden. Mit einem Durchmesser von 100 Kilometern ist Lutetia derzeit der größte Asteroid oder Kometenkern, der von einer von Menschen gestarteten Raumsonde besucht wurde. Lutetia, der im Asteroidengürtel kreist, erweist sich als mit zahlreichen Kratern übersäter Überrest des frühen Sonnensystems. Lange nach der Begegnung mit Lutetia steuert die Raumsonde Rosetta weiterhin auf den Kometen Tschurjumow-Gerasimenko zu, auf dem sie planmäßig 2014 landen soll.

Zur Originalseite

Lutetia: Der bislang größte besuchte Asteroid

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit: ESA, NASA, JAXA, RAS, JHUAPL, UMD, OSIRIS; Montage: Emily Lakdawalla (Planetary Society) und Ted Stryk

Beschreibung: Seit Menschen das Universum erforschen, ist der Rekord für den größten je von einer Raumsonde besuchten Asteroiden wieder gewachsen. Diesen Monat schwirrte die robotische Raumsonde Rosetta der ESA an dem Asteroiden 21 Lutetia vorbei und sammelte Daten und Schnappschüsse bei dem Versuch die Geschichte des Asteroiden und der Herkunft seiner ungewöhnlichen Farben besser zu ermitteln. Die Zusammensetzung von Lutetia ist zwar unbekannt, sicher ist jedoch, dass er nicht massereich genug ist um sich unter dem Einfluss seiner Gravitation zu einer Kugel zu formen. Oben rechts ist der 100 Kilometer durchmessende Lutetia im Vergleich mit den anderen neun Asteroiden und vier Kometen, die bereits von irdischen Raumsonden besucht wurden, zu sehen. Lutetia selbst, der im Hauptasteroidengürtel kreist, erweist sich als stark mit Kratern übersäter Überrest des frühen Sonnensystems. Die Raumsonde Rosetta fliegt nun weiter zum Kometen Tschurjumow-Gerassimenko, wo ihre Landung für 2014 geplant ist.

Zur Originalseite

Erdsichel von der abreisenden Raumsonde Rosetta

Siehe Erklärung. Ein Klick auf das Bild lädt die höchstaufgelöste verfügbare Version.

Credit und Bildrechte: ESA (MPS für OSIRIS-Team), MPS/UPD/LAM/IAA/RSSD/INTA/UPM/DASP/IDA

Beschreibung: Auf Wiedersehen, Erde. Diesen Monat raste die interplanetare ESARaumsonde Rosetta auf ihrer weiten Reise durch das Sonnensystem an der Erde vorbei. Wie oben zu sehen zeigte die Erde eine helle Sichelphase, wobei sie dem vorbeifliegenden Raumschiff den Südpol präsentierte. Rosetta, die 2004 von der Erde startete, nützte die Gravitation der Erde, um mit ihrer Hilfe an Mars vorbeizubeschleunigen und 2014 den Kometen Tschurjumow-Gerassimenko zu treffen. Letztes Jahr passierte die Roboter-Raumsonde den Asteroiden 2867 Steins und soll nächstes Jahr den rätselhaften Asteroiden 21 Lutetia erreichen. Wenn alles gutgeht, wird Rosetta eine Sonde freisetzen, die 2014 auf dem Kometen mit einem Durchmesser von 15 Kilometern landen wird.

Zur Originalseite