Zodiakallicht versus Milchstraße

Hinter Teleskopkuppeln steigt am sternklaren Himmel links Zodiakallicht auf, rechts wölbt sich die Milchstraße.

Credit und Bildrechte: Daniel López, IAC

Zwei Ebenen am irdischen Himmel wetteifern hier um Aufmerksamkeit. Die Weitwinkel-Ansicht wurde am 23. Jänner aufgenommen. Links steigt Zodiakallicht vom Horizont in den Nachthimmel auf. Es ist Sonnenlicht, das von Staub in der ekliptischen Ebene gestreut wird. Der Gegenspieler rechts besteht aus blassen Sternen, Staubwolken und Nebeln in der Ebene unserer Milchstraße. Beide Himmelsbänder wölben sich über den Kuppeln und Türmen des Teide-Observatoriums auf der Insel Teneriffa.

Am makellosen, dunklen Himmel über den Kanarischen Inseln leuchten auch die gleißende Venus links unten und die weit entfernte Andromeda-Galaxie nahe der Bildmitte. Ganz oben steht der hübsche Sternhaufen der Plejaden. Leute mit Erfahrung erkennen auch M33, den Kaliforniennebel, IC1805 sowie den Doppelsternhaufen im Perseus. (Braucht ihr Hilfe? Schiebt einfach den Mauspfeil über das Bild.)

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Mondaufgang am Lick-Observatorium

Hinter dem Lick-Observatorium auf einem Berg geht ein orangefarbenen Mond auf.

Credit und Bildrechte: Rick Baldridge

Beschreibung: Von einem gut gewählten Beobachtungsort aus ging bei Sonnenuntergang der prächtige Oktober-Vollmond hinter dem Mount Hamilton auf, östlich von San Jose in Kalifornien. Auf dieser hübschen Teleskopansicht befindet sich das historische Lick-Observatorium auf dem etwa 1300 Meter hohen Gipfel; das Observatorium und der aufgehende Mond teilen sich für einen Moment die warmen Farben des gefilterten Sonnenlichts. Natürlich können heute Abend jene, die mit einem klaren Himmel gesegnet sind, ebenfalls einen prächtigen Vollmond genießen. Tatsächlich erreicht der Vollmond von heute seine volle Phase um 16:37 UT während nur weniger Stunden des Perigäums, des uns nächstgelegenen Punktes auf seiner elliptischen Bahn. Die nahe Annäherung macht den Dezember-Vollmond zum größten des Jahres 2008, sogar wenn er hoch über dem Horizont steht.

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Mondstrahlen über dem Byurakan-Observatorium

Vor einem lebhaften, dunklen Himmel mit Wolken, die teilweise orange beleuchtet sind, befindet sich die Silhouette eines Obeservatoriums und eines Baums.

Credit und Bildrechte: Babak Tafreshi (TWAN)

Beschreibung: Am 7. September bildeten der zunehmende Halbmond und vorüberziehende Wolken einen dramatischen Nachthimmel über dem Bjurakan-Observatorium. Links zeigt das Panoramabild den östlichen Horizont mit den aufgehenden Sternen im Sternbild Perseus. Weiter rechts (Süden) seht ihr die Silhouette der riesigen Sternwartenkuppel mit einem 2,6-Meter-Teleskop vor den Lichtern nahe gelegenen armenischen Hauptstadt Jerewan. Über der Kuppel posiert der helle Riesenstern Enif im halben, fliegenden Sternbild Pegasus. Weiter rechts steht knapp über den Wolken Jupiter, der größte Gasriese im Sonnensystem. Ganz rechts steht der Mond, der von einer Wolkenbank fast verdeckt wird, doch die Wolken werfen im hellen Mondlicht Schatten. So entsteht der Effekt von Mondstrahlen am Abendhimmel.

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Gegenschein über Chile

Links unten sind die Teleskope des VLT auf dem Paranal als dunkle Silhouetten vor dem fast gleich dunklen Sternenhimmel zu sehen, von links unten steigt der Gegenschein nach rechts oben steil auf.

Credit und Bildrechte: Yuri Beletsky (ESO)

Liegt die dunkelste Stelle am Nachthimmel gegenüber der Sonne? Nein. Dort sieht man nämlich bei extrem dunklem Himmel einen kaum erkennbaren zarten Schimmer. Er liegt genau 180 Grad gegenüber der Sonne. Man kennt ihn als Gegenschein. Er entsteht durch Sonnenlicht, das von kleinen Staubteilchen im interplanetaren Raum reflektiert wird. Die Staubpartikel sind millimetergroße Splitter von Asteroiden. Sie umkreisen die Sonne in der ekliptischen Ebene, wo auch die Planeten sind.

Dieses Bild entstand letzten Oktober. Es ist eines der spektakulärsten Bilder des Gegenscheins, die je fotografiert wurden. Das lang belichtete Bild zeigt den extrem dunklen Himmel über dem Paranal-Observatorium in Chile. Der Gegenschein schimmert so klar, dass man sogar in seiner Umgebung ein Leuchten sieht. Vorne stehen mehrere Module des Very Large Telescope (VLT). Es gehört zur Europäischen Südsternwarte (ESO).

Zu den interessanten Objekten im Hintergrund zählen die Andromeda-Galaxie links unten sowie der Sternhaufen der Plejaden. Beide stehen knapp über dem Horizont. Anders als das Zodiakallicht, das nahe bei der Sonne leuchtet, hat der Gegenschein einen hohen Reflexionswinkel. Tagsüber ist ein Phänomen zu sehen, das dem Gegenschein ähnlich ist, nämlich die Glorie. Man sieht sie, wenn man aus einem Flugzeug blickt, in reflektierender Luft oder in Wolken, die gegenüber der Sonne stehen.

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Winternacht am Pic du Midi

Siehe Beschreibung. Ein Klick auf das Bild liefert die höchste verfügbare Auflösung.

Credit und Bildrechte: Alain Sallez (picdumidi.org), David Romeuf (Université Lyon 1)

Beschreibung: Diese traumhafte Aussicht nach Süden vom historischen Berggipfel des Pic du Midi-Observatoriums kombiniert Kuppeln im Mondlicht, einen Winternachthimmel und die verschneiten Gipfel der französischen Pyrenäen. Lichter des Skigebietes La Mongie stören die Nacht, indem sie die nahen Bergpisten beleuchten. Der Schein am fernen Horizont stammt von Städten in Südfrankreich und Spanien.

Der Nachthimmel zeigt Sterne des Sternbildes Orion und Zwillinge mit dem hellen Planeten Mars nahe dem linken oberen Bildrand. Die drei markanten Kuppeln beherbergen von links nach rechts ein 0,6-Meter-Teleskop, das für Amateurastronomen reserviert ist, ein 1-Meter-Teleskop, das dazu verwendet wurde, um die Apollo-Mondlandemissionen zu unterstützen, und das neue CLIMSO für Sonnenbeobachtung.

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Eine rote Kuppel unter dem großen Wagen

Siehe Beschreibung; Ein Klick auf das Bild liefert die größte verfügbare Auflösung des Bildes.

Credit und Bildrechte: M. Colleen Gino

Beschreibung: Warum erscheint die Kuppel dieser Sternwarte durchsichtig rot? Während eines der Teleskope des Etscorn-Observatoriums von New Mexico Tech darauf wartete, kleine Ausschnitte des Nachthimmels zu beobachten, beschlossen verspielte Beobachter dieses ungewöhnliche Bild zu fotografieren.

Mit diesen Tricks gelang die scheinbar unmögliche Aufnahme: Die Kuppel wurde ein klein wenig geöffnet, der Innenraum mit rotem Licht beleuchtet, die Kuppel gedreht und mit langer Belichtungszeit aufgenommen. Durch den offenen Kuppelspalt wurde das Innere der Sternwarte mit Teleskop schrittweise abgebildet. Eine zufällige Wolkenlücke ließ schließlich noch die Sterngruppe des großen Wagen durchscheinen.

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ISS über dem Observatoire du Mont Mégantic

Über der Kuppel des Observatoire du Mont Mégantic zieht die Internationale Raumstation ISS über den blauen Himmel. Das Bild wurde länger belichtet, daher ist der Himmel so hell, und die Sterne ziehen kurze Spuren. Auf der Galerie sind schemenhafte Gestalten.

Credit und Bildrechte: Guillaume Poulin (Astrolab du Parc du Mont-Megantic)

Am 1. August entstand diese Langzeitbelichtung. Sie zeigt eine surreale Ansicht des Morgenhimmels über dem südlichen Quebec. Nur das Licht des fast vollen Mondes beleuchtet den Himmel und die Kuppel des 1,6-Meter-Teleskops am Observatoire du Mont Mégantic.

Die schemenhaften Gestalten auf der Galerie sind Forschende der Astronomie. Sie unterbrachen ihre Arbeit, um einen Blick auf die Internationale Raumstation (ISS) am Himmel zu werfen. Die ISS war das hellste „Gestirn“ am mondhellen Himmel. Sie war leicht zu sehen, als sie vor dem sternklaren Hintergrund durch das hoch fliegende Sternbild Pegasus zog.

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