Barnard 150: Seepferdchen im Kepheus

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Bildcredit und Bildrechte: Daten – Steve Milne und Barry Wilson, Bearbeitung – Steve Milne

Beschreibung: Diese Lichtjahre große, vielsagende Form ist als Seepferdchennebel bekannt und erscheint als Silhouette vor einem reichhaltigen, hellen Sternenhintergrund. Die staubigen undurchsichtigen Wolken befinden sich im königlichen nördlichen Sternbild Kepheus. Sie sind Teil einer ungefähr 1200 Lichtjahre entfernten Molekülwolke in der Milchstraße.

Der Seepferdchennebel ist auch als Barnard 150 (B150) gelistet, einer von 182 dunklen Markierungen am Himmel, die im frühen 20. Jahrhundert vom Astronomen E. E. Barnard katalogisiert wurden. Im Inneren entstehen aus den kollabierenden Kernen Häufungen an Sternen mit geringer Masse, die nur in langen Infrarotwellenlängen sichtbar sind. Farbenprächtige Sterne im Kepheus sind Teil der hübschen galaktischen Himmelslandschaft.

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M16: In und um den Adlernebel

Das Bild ist von Staubwolken gefüllt, außen sind sie dunkel und bräunlich, rechts oben ist eine hellblaue Öffnung, die von orangefarbenen Wolken umgeben ist. Das Bild ist von Fasern umgeben.

Bildcredit und Bildrechte: Andrew Klinger

Beschreibung: Aus der Ferne betrachtet sieht das Ganze wie ein Adler aus. Ein genauerer Blick auf den Adlernebel zeigt jedoch, dass die helle Region eigentlich ein Fenster ins Zentrum einer größeren dunklen Staubhülle ist.

Durch dieses Fenster sieht man in eine hell erleuchtete Werkstätte, in der ein ganzer offener Sternhaufen entsteht. In der Höhlung bleiben riesige Säulen und runde Globulen aus dunklem Staub und kaltem molekularem Gas zurück, in denen immer noch Sterne entstehen. Schon sind mehrere junge, helle blaue Sterne sichtbar, deren Licht und Winde die übrig bleibenden Fasern und Wände aus Gas und Staub verbrennen und zurückstoßen.

Der Adler-Emissionsnebel wird als M16 bezeichnet, er ist ungefähr 6500 Lichtjahre entfernt, umfasst etwa 20 Lichtjahre und ist mit einem Fernglas im Sternbild Schlange (Serpens) zu sehen. Dieses Bild wurde aus Aufnahmen mit mehr als 25 Stunden Gesamtbelichtung erstellt und kombiniert drei spezifische Farben, die von Schwefel (rot gefärbt), Wasserstoff (gelb) und Sauerstoff (blau) abgestrahlt werden.

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Das Helle, das Dunkle und das Staubige

Rote Emissionsnebel und dunkle Staubwolken prägen diesen Bildausschnitt. Dazwischen sind Sterne dicht verteilt. Der Ausschnitt liegt im Sternbild Kepheus.
Bildcredit und Bildrechte: Tasos Liampos

Diese farbige Landschaft liegt am Himmel im königlichen Sternbild Kepheus. Der Ausschnitt im Bild ist ungefähr so breit wie zwei Vollmonde. Die nebelreichen Sternfelder liegen in der Ebene unserer Milchstraße am Rand einer massereichen Molekülwolke. Die Region ist ungefähr 2400 Lichtjahre von uns entfernt.

Rechts unter der Mitte glimmt die hellrote Emissionsregion Sharpless (Sh) 155. Man kennt sie auch als den Höhlennebel, der ungefähr 10 Lichtjahre breit ist. Heiße, junge Sterne in der Umgebung ionisieren mit ihrem ultravioletten Licht die hellen Gasränder der kosmischen Höhle. Auf der interstellaren Leinwand gibt es auch viele staubige blaue Reflexionsnebel wie vdB 155 links oben sowie dichte Staubwolken. Die astronomische Forschung brachte noch mehr dramatische Anzeichen für Sternbildung zum Vorschein. Eins davon ist der helle rote Fleck von Herbig-Haro (HH) 168. Der energiereiche Strahl eines neuen Sterns erzeugt das Herbig-Haro-Objekt oben in der Mitte.

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Die Dreiecksgalaxie M33

Die Spiralgalaxie M33 im Sternbild Dreieck (Triangulum) ist bildfüllend dargestellt. Ihre Spiralarme wirken zerfleddert. Sie enthalten viele blaue Sternhaufen und rosarote Regionen mit Sternbildung.
Bildcredit und Bildrechte: Christoph Kaltseis, CEDIC

Im kleinen, nördlichen Sternbild Dreieck (Triangulum) liegt die prächtige Spiralgalaxie M33. Wir sehen sie von oben. Ihre gängigen Namen sind Feuerradgalaxie oder einfach Dreiecksgalaxie. M33 ist mehr als 50.000 Lichtjahre groß. Sie ist die drittgrößte Galaxie in der Lokalen Gruppe. Die größeren Galaxien sind die Andromedagalaxie (M31) und unserer Milchstraße.

M33 ist ungefähr 3 Millionen Lichtjahre von der Milchstraße entfernt. Vermutlich ist sie eine Begleiterin der Andromedagalaxie. Forschende in den beiden Galaxien hätten eine prachtvolle Aussicht auf das jeweils andere prächtige Spiralsystem.

Das scharfe Bild zeigt die Aussicht vom Planeten Erde. Wir sehen viele blaue Sternhaufen und rosarote Regionen mit Sternbildung in den losen Spiralarmen der Galaxie M33. Die hellste Sternbildungsregion ist die poröse Struktur NGC 604. Von der Galaxienmitte aus liegt sie ungefähr bei 7 Uhr. Wie bei M31 gibt es auch in M33 eine Population veränderlicher Sterne, die gut vermessen sind. Sie machen diese nahe Spirale zu einem kosmischen Meilenstein, um die Entfernungsskala des Universums zu definieren.

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Sterne und Staub in der Südlichen Krone

Helle Sterne sind von blauen Nebeln umgeben. Dazwischen befinden sich auch Herbig-Haro-Objekte mit gekrümmten Staubbögen. Um die blauen Nebel sind dunkle Nebel verteilt. Sie verdecken Sterne, die dahinter liegen.
Bildcredit und Bildrechte: Josep Drudis

Kosmische Staubwolken und junge Sterne mit viel Energie sind auf dieser Ansicht verteilt. Sie ist weniger als 500 Lichtjahre entfernt und entstand mit einem Teleskop. Wir finden den Ausschnitt im Norden der Südlichen Krone (Corona Australis). Blaue Staubwolken verdecken das Licht der Sterne in der Milchstraße dahinter.

Der eindrucksvolle Komplex besteht aus den Reflexionsnebeln NGC 6726, NGC 6727 und IC 4812. Die charakteristische Farbe entsteht, wenn der kosmische Staub das blaue Licht der heißen, jungen Sterne in der Region reflektiert. Der Staub verdeckt auch Sterne, die gerade erst entstehen.

Rechts oben ist der kleinere gelbliche Nebel NGC 6729. Er krümmt sich um den jungen veränderlichen Stern R Coronae Australis. Eingebettete neue Sterne komprimierten die leuchtenden Bögen und Schleifen in der Nähe der Ausströmungen. Man bezeichnet sie als Herbig-Haro-Objekte.

Am Himmel ist dieses Sichtfeld ungefähr 1 Grad breit. Das entspricht in der geschätzten Entfernung der nahen Sternbildungsregion fast 9 Lichtjahren.

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Der Kokonnebel in einem detailreichen Feld

Das Sternfeld im Bild wirkt leicht vernebelt. Rechts oben schimmert ein zarter blau-rosa Nebel mit dunklen Schlieren.
Bildcredit und Bildrechte: Marcel Drechsler (Mediendesign)

Im Kokonnebel entsteht ein neuer Sternhaufen. Der kosmische Kokon rechts oben durchbricht außerdem eine lange Spur aus undurchsichtigen interstellaren Staubwolken, die links daneben verläuft.

Der Kokonnebel ist als IC 5146 katalogisiert. Er ist fast 15 Lichtjahre groß und ungefähr 3300 Lichtjahre entfernt. Wir finden ihn im nördlichen Sternbild Schwan (Cygnus). Wie auch andere Regionen mit Sternbildung wird sie von rot leuchtendem Wasserstoff markiert, der von jungen, heißen Sternen angeregt wird, und blauem Staub, der Sternenlicht reflektiert. Der Staub liegt am Rand einer Molekülwolke, die man kaum sieht.

Der helle Stern mitten im Nebel ist wahrscheinlich nur ein paar Hunderttausend Jahre alt. Er liefert die Energie für das Leuchten des Nebels, während er langsam einen Raum im Staub und Gas der Molekülwolke aushöhlt. Diese farbige Ansicht des Kokonnebels ist außergewöhnlich detailreich. Sie folgt den Strukturen in und um das staubige Gebiet mit Sternbildung.

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ESO 137-001 entblättert sich

Links oben liegt eine Spiralgalaxie hinter Sternen mit Zacken, die eine breite, blau leuchtende Spur aus Gas hinter sich herzieht.
Bildcredit: NASA, ESA, CXC

Die Spiralgalaxie ESO 137-001 rast durch den massereichen Galaxienhaufen Abell 3627, der ungefähr 220 Millionen Lichtjahre entfernt ist. Das farbige Kompositbild stammt von Hubble und Chandra. Es zeigt die Galaxie hinter den Sternen der Milchstraße im Sternbild Südliches Dreieck. Die Spirale rast mit fast 7 Millionen km/h dahin. Deshalb ist der Staudruck des heißen, dünnen Mediums im Galaxienhaufen stärker als die Gravitation in der Galaxie. Das dünne Medium streift Gas und Staub darin ab.

Hubbles Daten im sichtbaren Licht zeigen klar, dass in dem Material in der blauen Schliere kurz hinter der Galaxie helle Sternhaufen entstanden sind. In Chandras Röntgendaten erkennt man die gewaltige Ausdehnung des aufgeheizten Gases, das abgestreift wurde. Es zieht in diffusen Bahnen in dunklem Blau zum rechten unteren Rand. Das blaue Band ist etwa 400.000 Lichtjahre lang. Weil die Galaxie deutlich Staub und Gas verloren hat, wird neue Sternbildung in dieser Galaxie schwierig. Rechts im Bild liegt neben ESO 137-001 eine gelbliche elliptische Galaxie. Ihr mangelt es an Staub und Gas, in dem Sterne entstehen könnten.

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Messier 20 und 21

Der Trifidnebel links oben leuchtet rosarot. Dunkle Staubbahnen teilen ihn in Segmente, in der Mitte leuchtet ein heller Stern. Außen ist er von einem blauen Reflexionsnebel umgeben. Rechts unten ist ein offener Sternhaufen, der viel älter ist.
Bildcredit und Bildrechte: Ignacio Diaz Bobillo

Der schöne Trifidnebel ist auch als Messier 20 bekannt. Er ist ungefähr 5000 Lichtjahre entfernt. Mit einem Teleskop findet man ihn leicht im nebelreichen Sternbild Schütze. Das gut komponierte Feld ist das fast 1 Grad breit und eine farbige Studie kosmischer Kontraste. Trifid teilt es sich mit dem offenen Sternhaufen Messier 21 (rechts unten).

Der Trifidnebel ist ungefähr 40 Lichtjahre breit. Staubbahnen teilen ihn grob in drei Keile. Er ist an die 300.000 Jahre alt. Damit ist er eine der jüngsten Regionen mit Sternbildung am Himmel. Die neuen, noch nicht fertigen Sterne sind in Staub- und Gaswolken eingebettet, in denen sie entstehen. Der offene Haufen M21 ist ähnlich weit entfernt wie M20. Obwohl sich die beiden Objekte die prächtige Landschaft am Himmel teilen, gibt es keine offensichtliche Verbindung dazwischen. Die Sterne von M21 sind nämlich ungefähr 8 Millionen Jahre alt, also viel älter als die in M20.

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