NGC 1365: Majestätisches Inseluniversum

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Bildcredit und Bildrechte: Martin Pugh

Beschreibung: Die Balkenspiralgalaxie NGC 1365 ist ein wahrhaft majestätisches Inseluniversum mit einem Durchmesser von 200.000 Lichtjahren. NGC 1365 liegt ungefähr 60 Millionen Lichtjahre entfernt im chemischen Sternbild Fornax und ein markantes Mitglied des gut erforschten Fornax-Galaxienhaufens. Dieses eindrucksvoll scharfe Farbbild zeigt aktive Sternbildungsregionen an den Enden des Balkens und entlang der Spiralarme sowie Details von Staubbahnen, die durch den hellen Kern der Galaxie schneiden.

Im Kern liegt ein sehr massereiches Schwarzes Loch. Astronomen vermuten, dass der markante Balken in NGC 1365 eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung der Galaxie spielt, indem er Gas und Staub in einen Mahlstrom zieht, der Sterne bildet und schlussendlich Materie in das zentrale Schwarze Loch speist.

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Der prächtige Carinanebel

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Bildcredit und Bildrechte: Maicon Germiniani

Beschreibung: Der große Carinanebel, ein Juwel des Südhimmels, ist auch als NGC 3372 bekannt, er umfasst mehr als 300 Lichtjahre und ist eine der größten Sternbildungsregionen unserer Galaxis. Wie der kleinere, nördlichere große Orionnebel ist der Carinanebel leicht mit bloßem Auge sichtbar, obwohl er mit einer Entfernung von 7500 Lichtjahren ungefähr 5-mal weiter entfernt ist.

Diese prächtige Teleskop-Nahaufnahme zeigt bemerkenswerte Details der leuchtenden Fasern aus interstellarem Gas und undurchsichtigen kosmischen Staubwolken im Zentrum der Region. Das Sichtfeld ist größer als 50 Lichtjahre.

Der Carinanebel enthält junge, extrem massereiche Sterne, darunter die Sterne des offenen Haufens Trumpler 14 (links über der Mitte) und den immer noch rätselhaften Veränderlichen Eta Carinae, ein Stern mit weit über 100 Sonnenmassen. Eta Carinae ist der hellste Stern hier in der Mitte, knapp unter dem staubigen Schlüssellochnebel (NGC 3324). Eta Carinae steht vielleicht am Rand einer Supernovaexplosion. Bilder im Röntgenlicht lassen vermuten, dass der große Carinanebel eine wahre Supernovafabrik war.

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NGC 6357: Der Hummernebel

Blau leuchtende Regionen breiten sich um junge Sterne aus. Die blauen Regionen sind von braun-orangen und dunklen Fasern aus Gas umgeben.

Bildcredit: Dean Carr

Im Hummernebel entstehen einige der massereichsten Sterne, die wir kennen. Warum das so ist, wissen wir nicht. Der Hummernebel ist als NGC 6357 katalogisiert. Nahe bei seinem Zentrum befindet sich der offene Sternhaufen Pismis 24. Er besteht aus ungewöhnlich hellen, massereichen Sternen. Um seine inneren Sternbildungsregionen breitet sich blaues Leuchten aus. Es sind die Emission von ionisiertem Wasserstoff.

Dieses Bild zeigt auch den Nebel, der ihn umgibt. Es ist ein komplexer Bildteppich aus Gas, dunklem Staub und Sternen, die noch entstehenden oder neu entstanden sind. Die verworrenen Muster entstehen durch komplexe Wechselwirkungen zwischen interstellaren Winden, Strahlungsdruck, Magnetfeldern und Gravitation. NGC 6357 ist ungefähr 400 Lichtjahre breit. Er ist etwa 8000 Lichtjahre entfernt und befindet sich im Sternbild Skorpion.

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M43: Die Orionfälle

Unter dem Trapezhaufen am oberen Bildrand strömt scheinbar ein Nebel nach unten, der von dunklen Staubfasern durchzogen ist. Der Bildausschnitt erinnert an einen Wasserfall.

Bildcredit und Bildrechte: Zhuoqun Wu, Chilescope Telescope 2

Gibt es im Orion einen Wasserfall? Nein. Aber ein Teil des Staubs in M43 ist ähnlich wie ein Wasserfall auf der Erde. M43 liegt im Orion-Molekülwolkenkomplex. Er wird häufig fotografiert, aber er ist der selten erwähnte Nachbar des berühmteren Nebels M42. Dieser enthält die hellen Sterne im Trapezhaufen und liegt über der Szene.

Auch M43 ist eine Region mit Sternbildung. Er ist zwar von Fasern aus dunklem Staub gesäumt, doch er besteht großteils aus leuchtendem Wasserstoff. Das ganze Feld im Orion ist ungefähr 1600 Lichtjahre entfernt und von vielen komplexen malerischen Staubfasern durchzogen.

Dunkler Staub ist im sichtbaren Licht undurchsichtig. Er entsteht in den äußeren Atmosphären massereicher kühler Sterne und wird von einem starken äußeren Wind aus Protonen und Elektronen ausgestoßen.

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Die Fee des Adlernebels

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Bildcredit: NASA, ESA, The Hubble Heritage Team, (STScI/AURA)

Beschreibung: Die Staubskulpturen im Adlernebel verdampfen. Starkes Sternenlicht schnitzt die kühlen kosmischen Berge fort. Die übrig bleibenden statuenhaften Säulen kann man sich als mythologische Untiere vorstellen. Hier ist eine von mehreren auffälligen Staubsäulen im Adlernebel abgebildet, die man als als gewaltige außerirdische Fee beschreiben könnte. Diese Fee ist jedoch zehn Lichtjahre groß und speit Strahlung, die viel heißer ist gewöhnliches Feuer.

Der größere Adlernebel, M16, ist eigentlich eine riesige verdampfende Hülle aus Gas und Staub, in deren Inneren sich eine wachsende Höhle befindet, die mit einer eindrucksvollen Sternkrippe gefüllt ist, in der ein offener Sternhaufen entsteht. Diese prächtige Säule ist ungefähr 7000 Lichtjahre entfernt und verdampft wahrscheinlich in etwa 100.000 Jahren.

Dieses Bild in wissenschaftlich neu zugewiesenen Farben wurde 2005 zum 15. Jahrestag des Starts des Weltraumteleskops Hubble veröffentlicht.

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Durch die Südliche Krone

In den ausgedehnten braunen Staubwolken in der Südlichen Krone sind blaue Reflexionsnebel um helle Sterne verteilt. Rechts oben ist ein Kugelsternhaufen, der viel älter und weiter entfernt ist.

Bildcredit und Bildrechte: Fabian Neyer

Dieses Weitwinkelpanorama wurde mit Teleskop fotografiert. Es liegt bei der nördlichen Grenze der Südlichen Krone (Corona Australis). Kosmische Staubwolken sind in einem reichen Sternfeld drapiert. Sie sind weniger als 500 Lichtjahre entfernt. Die dichten Wolken verdecken das Licht der weiter entfernten Sterne im Hintergrund in der Milchstraße. Die ganze Aussicht zeigt etwa 5 Grad. Das sind in der geschätzten Entfernung der Wolken fast 45 Lichtjahre.

Rechts liegt eine Gruppe bläulicher Reflexionsnebel. Sie sind als NGC 6726, NGC 6727, NGC 6729 und IC 4812 katalogisiert. Die markante blaue Farbe entsteht, wenn das Licht heißer Sterne von kosmischem Staub reflektiert wird. Der Staub verdeckt auch die Sterne in der Region, die gerade erst entstehen.

Der kleine gelbliche Nebel NGC 6729 umgibt den jungen veränderlichen Stern R Coronae Australis. Darunter liegen Bögen und Schleifen. Es sind Herbig-Haro-Objekte (HH), die mit energiereichen neuen Sternen einhergehen.

Der prächtige Kugelsternhaufen NGC 6723 leuchtet rechts über den Nebeln. NGC 6723 ist zwar scheinbar ein Teil der Gruppe. Doch seine urzeitlichen Sterne sind fast 30.000 Lichtjahre entfernt. Sie liegen weit hinter den jungen Sternen der Staubwolken in Corona Australis.

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IC 1871 im Seelennebel

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Bildcredit und Bildrechte: Mark Hanson

Beschreibung: Diese kosmische Nahaufnahme blickt tief in den Seelennebel. Die dunklen, brütenden Staubwolken links sind von hellen Graten aus leuchtendem Gas umrandet und als IC 1871 katalogisiert. Das Teleskopsichtfeld ist ungefähr 25 Lichtjahre groß und zeigt nur einen kleinen Teil des viel größeren Herz- und Seelenebels. Der Sternbildungskomplex liegt ungefähr 6500 Lichtjahre entfernt im Perseus-Spiralarm unserer Milchstraße und ist am Himmel des Planeten Erde im Sternbild Kassiopeia zu sehen.

Die dichten Sternbildungswolken von IC 1871 sind ein Beispiel für ausgelöste Sternbildung, sind entstanden selbst durch die intensiven Winde und die Strahlung der massereichen jungen Sterne in der Region. Dieses Bild erscheint vorwiegend rot, wegen der Emissionen einer bestimmten Farbe des Lichts, das von angeregtem Wasserstoff abgestrahlt wird.

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Der Tarantelnebel

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Bildcredit und Bildrechte: Peter Ward (Barden Ridge Observatory)

Beschreibung: Der Tarantelnebel, auch als 30 Doradus bekannt, ist eine riesige Sternbildungsregion mit einem Durchmesser von mehr als 1000 Lichtjahren in einer nahen Begleitgalaxie, der Großen Magellanschen Wolke. Er ist ungefähr 180.000 Lichtjahre entfernt und die größte, gewaltsamste Sternbildungsregion, die wir in der gesamten Lokalen Gruppe kennen.

Das kosmische Spinnentier breitet sich über diese spektakuläre Ansicht aus. Sie wurde aus Daten erstellt, die mithilfe von Schmalbandfiltern gewonnen wurden, welche auf die Emissionen ionisierter Wasserstoffatome eingeschränkt sind.

Die intensive Strahlung, Sternwinde und Supernova-Stoßwellen vom zentralen jungen Haufen liefern die Energie für das Nebelleuchten im Tarantelnebel (NGC 2070), der als R136 katalogisiert ist, und formen die spinnenartigen Fasern. Im Umfeld der Tarantel befinden sich andere Sternbildungsregionen mit jungen Sternhaufen, Fasern und aufgeblähten blasenförmigen Wolken.

Das Bild enthält sogar den Ort der nächstgelegenen Supernova der jüngsten Vergangenheit: SN 1987A links neben der Mitte. Das reichhaltige Sichtfeld im südlichen Sternbild Schwertfisch ist etwa 1 Grad oder 2 Vollmonde breit. Wenn der Tarantelnebel näher wäre, sagen wir 1500 Lichtjahre entfernt wie der örtliche Sterne bildende Orionnebel, würde er den halben Himmel einnehmen.

Radiotipp:

Ö1-SendungSternderl schauen – dem Himmel so nah“ – online nachhören!

Immer noch aktiv: der Meteorstrom der Leoniden

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