Säulen und Strahlen in Trifid

In den Säulen von Messier 20, dem Trifidnebel, entstehen neue Sterne.

Bildcredit: NASA, ESA, Weltraumteleskop Hubble, HLA;  Bearbeitung: Advait Mehla

Beschreibung: Staubsäulen sind wie interstellare Berge. Sie überleben, weil sie dichter sind als ihre Umgebung, doch sie werden in einer widrigen Umgebung langsam erodiert. Auf diesem Bild ist das Ende einer riesigen Säule aus Gas und Staub im Trifidnebel (M20) abgebildet, mit einer kleineren, nach oben zeigenden Säule und einem ungewöhnlichen Strahl, der nach links zeigt.

Viele der Punkte sind neu gebildete Sterne mit geringer Masse. Die Strahlung eines sehr hellen Sterns, der oben außerhalb des Bildrandes liegt, befreit einen Stern am Ende der kleinen Säule langsam von seinem angesammelten Gas. Der Strahl ist fast ein Lichtjahr lang und wäre ohne Beleuchtung von außen nicht sichtbar.

Während das Gas und der Staub aus den Säulen verdampfen, wird wohl die verborgene stellare Quelle dieses Strahls langsam freigelegt, vielleicht im Laufe der nächsten 20.000 Jahre.

Galerie: Große Konjunktion von Jupiter und Saturn
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M16: Säulen der Sternenbildung

Dieses Bild des Adlernebels wurde 1995 mit dem Weltraumteleskop Hubble aufgenommen, es zeigt verdampfende Bok-Globulen, die in den Säulen aus molekularem Wasserstoff und Staub entstehen.

Bildcredit: NASA, ESA, Weltraumteleskop Hubble, J. Hester, P. Scowen (ASU)

Beschreibung: Diese dunklen Säulen sehen zwar zerstörerisch aus, doch sie schaffen neue Sterne. Dieses Bild vom Inneren des Adlernebels, das 1995 mit dem Weltraumteleskop Hubble aufgenommen wurde, zeigt verdampfende Bok-Globulen, die in den Säulen aus molekularem Wasserstoff und Staub entstehen.

Die riesigen Säulen sind Lichtjahre lang und so dicht, dass sich das Gas im Inneren durch Gravitation zusammenzieht und Sterne bildet. Am Ende jeder Säule führt die intensive Strahlung heller junger Sternes dazu, dass Material mit geringer Dichte verdampft. Dadurch werden Sternbildungsgebiete und dichtere Globulen freigelegt.

Der Adlernebel, der mit dem offenen Sternhaufen M16 zusammenhängt, ist etwa 7000 Lichtjahre entfernt. Die Säulen der Sternbildung wurden in jüngerer Zeit Infrarotlicht abgebildet, und zwar von Hubble, dem Weltraumteleskop Spitzer der NASA sowie dem Weltraumobservatorium Herschel der ESA. Diese Abbildungen zeigen neue Details.

Seid ehrlich: Habt ihr dieses Bild schon einmal gesehen?
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Die Antennengalaxien in Kollision

Die kollidierenden Galaxien sind als NGC 4038 und NGC 4039 im Sternbild Rabe sind als Antennengalaxien bekannt.

Bildcredit und Bildrechte: ESA/Hubble, NASA

Zwei große Galaxien kollidieren sechzig Millionen Lichtjahre entfernt im südlichen Sternbild Rabe (Corvus). Das kosmische Unglück dauert Hunderte Millionen Jahre. Dieses Bild entstand mit dem Weltraumteleskop Hubble. Es zeigt das Geschehen sehr detailreich.

Die kollidierenden Galaxien sind NGC 4038 und NGC 4039. Ihre Einzelsterne stoßen kaum je zusammen. Anders verhält es sich mit ihren großen Wolken aus molekularem Gas und Staub. Zusammenstöße von Molekülwolken lösten Schübe heftiger Sternbildung mitten in der Karambolage aus. Es entstand ein Durcheinander aus Sternhaufen und interstellarer Materie. Ein großer Teil davon wird durch die Gravitation weit vom Schauplatz der Havarie weggeschleudert.

Das Detailbild von Hubble ist in der Entfernung der Galaxien etwa 50.000 Lichtjahre breit. Noch breitere Bilder zeigen weit geschwungene Bögen. Sie wölben sich über Hunderttausende Lichtjahre. Ihre visuelle Erscheinung erinnert an den landläufigen Namen Antennengalaxien.

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NGC 346: Sternbildungshaufen in der KMW

NGC 346 ist eine Sternbildungswolke in der Kleinen Magellanschen Wolke (KMW) im Sternbild Tukan. Sie ist hier in violetten Tönen dargestellt.

Bildcredit und Lizenz: NASA, ESA, Hubble; Bearbeitung: Judy Schmidt

Entstehen in den Begleitgalaxien der Milchstraße immer noch Sterne? Die große Sternbildungsregion NGC 346 ist etwa 200 Lichtjahre entfernt. Sie liegt in den Haufen und Nebeln der Kleinen Magellanschen Wolke (KMW). Hier prangt sie mitten im Bild, das mit dem Weltraumteleskop Hubble aufgenommen wurde.

Die Kleine Magellansche Wolke (KMW) ist eine Begleitgalaxie der Milchstraße. Am Südhimmel ist sie ein Prachtstück. Sie ist 210.000 Lichtjahre entfernt und liegt im Sternbild Tukan (Tucana). Als man NGC 346 erforschte, fand sich eine Population unfertiger Sterne in der dunklen Staubbahn. Das Licht der jungen Sterne, die immer noch in den Wolken kollabieren, wo sie entstanden sind, ist durch den Staub gerötet, der dazwischen liegt. Weiter oben ist noch ein Sternhaufen mit wesentlich älteren, röteren Sternen.

Die kleine, irreguläre KMW gehört zu einer relativ häufigen Art von Galaxien im frühen Universum. Diese kleinen Galaxien waren wohl Bausteine für die größeren Galaxien, die wir heute sehen.

Alle 30: APODs vom November 2020 mit der Stimme einer AI

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NGC 6822: Barnards Galaxie

NGC 6822 ist eine irreguläre Zwerggalaxie, ähnlich wie die Kleine Magellansche Wolke, ihr Durchmesser beträgt etwa 7000 Lichtjahre.

Bildcredit und Bildrechte: Daten – Martin Pugh, Bearbeitung – Mark Hanson

Beschreibung: Prächtige Spiralgalaxien heimsen scheinbar häufig den ganzen Ruhm ein, indem sie ihre jungen, hellen, blauen Sternhaufen in schönen, symmetrischen Spiralarmen zur Schau stellen. Doch auch kleine Galaxien bilden Sterne, wie etwa die nahe gelegene NGC 6822, die auch als Barnards Galaxie bekannt ist.

NGC 6822 liegt jenseits der reichhaltigen Sternfelder im Sternbild Schütze. Sie ist an die 1,5 Millionen Lichtjahre entfernt und ein Mitglied unserer Lokalen Gruppe. NGC 6822 ist eine irreguläre Zwerggalaxie, ähnlich wie die Kleine Magellansche Wolke, ihr Durchmesser beträgt etwa 7000 Lichtjahre.

Helle Vordergrundsterne in unserer Milchstraße haben eine gezackte Erscheinung. Dahinter sehen wir Barnards Galaxie voller junger blauer Sterne und das charakteristische rötliche Wasserstoffleuchten von Sternbildungsregionen, die über das detailreiche Farbkompositbild verteilt sind.

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Der große Truthahnnebel

Dieser große, frei erfundene Truthahnnebel sieht dem Orionnebel überraschend ähnlich.

Illustrationscredit und Bildrechte: Eric Coles

Beschreibung: Der große Truthahnnebel, der dieses kreative Bild ausfüllt, sieht dem großen Orionnebel überraschend ähnlich. Wäre es der Orionnebel, dann wäre er natürlich unser nächstliegendes großes Sternentstehungsgebiet am Rand einer großen Molekülwolke, die etwa 1500 Lichtjahre entfernt ist.

Der Orionnebel ist auch als M42 bekannt, ihr seht ihn mit bloßem Auge als mittleren „Stern“ im Schwert des Jägers Orion. Dieses Sternbild geht derzeit am Abendhimmel des Planeten Erde auf. Die Sternwinde der Haufen neu entstandener Sterne, die überall im Orionnebel verteilt sind, formen seine Ränder und Höhlungen, die uns von Teleskopbildern her vertraut sind.

Dieser große, frei erfundene Truthahnnebel ist ähnlich groß wie der Orionnebel mit einem Durchmesser von ungefähr 13 Lichtjahren. Bleibt vorsichtig und gesund!

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Die Tarantelzone

Der Tarantelnebel 30 Doradus ist die größte heftigste Sternbildungsregion in der gesamten Lokalen Gruppe.

Bildcredit und Bildrechte: Ignacio Diaz Bobillo

Beschreibung: Der Tarantelnebel, auch bekannt als 30 Doradus, ist eine gewaltige Sternbildungsregion in einer nahen Begleitgalaxie, der Großen Magellanschen Wolke. Sein Durchmesser beträgt mehr als tausend Lichtjahren, er ist ungefähr 180.000 Lichtjahre entfernt; er ist die größte und heftigste Sternbildungsregion, die wir in der gesamten Lokalen Gruppe kennen.

Das kosmische Spinnentier breitet sich im oberen Teil dieser spektakulären Ansicht aus. Die Aufnahme wurde aus Bilddaten erstellt, die mit Schmalbandfiltern gewonnenen wurden, welche auf die Emissionen von ionisierten Wasserstoff- und Sauerstoffatomen begrenzt sind.

Im Inneren der Tarantel (NGC 2070) regen starke Strahlung, Sternwinde und Stoßwellen von Supernovae im zentralen jungen Haufen aus massereichen Sternen, der als R136 katalogisiert ist, das Leuchten des Nebels an und formen die spinnenartigen Fasern. Rund um die Tarantel liegen weitere Sternbildungsregionen mit jungen Sternhaufen, Fasern und ausgestoßenen, blasenförmigen Wolken. Das Bild zeigt auch den Schauplatz der nächstliegenden Supernova der Neuzeit: Rechts neben der Mitte befindet sich SN 1987A.

Das reichhaltige Sichtfeld im südlichen Sternbild Schwertfisch ist etwa 2 Grad oder 4 Vollmonde breit. Wäre der Tarantelnebel näher, sagen wir 1500 Lichtjahre entfernt wie der regionale, Sterne bildende Orionnebel, würde er den halben Himmel einnehmen.

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Der Galaxienhaufen im Herkules

Der Herkules-Galaxienhaufen ist 500 Millionen Lichtjahre entfernt und wird auch als Abell 2151 bezeichnet.

Bildcredit und Bildrechte: Howard Trottier

Beschreibung: Hier sind Galaxien des Herkuleshaufens, eine Gruppe an Inseluniversen, die etwa 500 Millionen Lichtjahre entfernt sind. Der Haufen ist auch als Abell 2151 bekannt und enthält viele gas- und staubreiche, Sterne bildende Spiralgalaxien. Er besitzt aber auch einige wenige elliptische Galaxien, denen es an Gas und Staub mangelt, und somit auch an den damit zusammenhängenden jungen Sternen.

An den Farben dieses detailreichen Kompositbildes erkennt man deutlich die Sterne bildenden Galaxien an ihrem blauen Farbton und Galaxien mit älteren Sternpopulationen an ihrem gelblichen Schimmer.

Das scharfe Bild zeigt ungefähr einen halben Grad im Zentrum des Haufens, was in der geschätzten Entfernung des Haufens mehr als 4 Millionen Lichtjahren entspricht. Die Beugungslichtkreuze um hellere Vordergrundsterne in unserer Milchstraße entstehen durch die Spiegelhalterung des abbildenden Teleskops.

Viele Galaxien auf dieser kosmischen Aussicht kollidieren oder verschmelzen anscheinend mit anderen, wieder andere wirken verzerrt – all das sind klare Hinweise, dass Haufengalaxien häufig miteinander wechselwirken. Man könnte sogar den Herkuleshaufen selbst als das Ergebnis einer andauernden Verschmelzungen kleinerer Galaxienhaufen betrachten, und man vermutet, dass er sich ähnlich verhält wie junge Galaxienhaufen im viel weiter entfernten frühen Universum.

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