NGC 2626 am Rand der Vela-Molekülwolke

In der Mitte dieser Aufnahme befindet sich ein Nebel, bestehend aus einem blauen Reflexionsnebel mit einem roten Rand, der teilweise von einer undurchsichtigen Staubwolke verdeckt ist. Beschreibung im Text.

Bildcredit und Bildrechte: Mike Selby und Mark Hanson

Mitten in dieser farbenprächtigen kosmischen Leinwand liegt der schöne, blaue Reflexionsnebel NGC 2626 in der südlichen Milchstraße. Er befindet sich neben einer undurchsichtigen Staubwolke und ist von den rötlichen Wasserstoffemissionen des großen H-II-Gebietes RCW 27 umgeben.

NGC 2626 liegt in einem Komplex aus staubhaltigen Molekülwolken, der als Vela-Molekülwolke bekannt ist, und er ist auch selbst eine Wolke aus interstellarem Staub, der das blaue Licht des heißen jungen Sterns reflektiert, der im Nebel eingebettet ist. Doch die astronomische Forschung zeigt viele weitere junge Sterne und damit verbundene Nebel in der Sternbildungsregion.

NGC 2626 ist ungefähr 3200 Lichtjahre entfernt. In dieser Distanz ist das Teleskopsichtfeld in der Vela-Molekülwolke etwa 30 Lichtjahre breit.

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Der Gum-Nebel-Supernova-Überrest

Das Bild zeigt eine großartige Himmelslandschaft mit einer braunen Wüstenstraße im Vordergrund und einen Himmel mit das galaktische Band der Milchstraße mit einem großen roten rechts, dem schwachen Gum-Nebel. Auch die Große Magellansche Wolke ist sichtbar.

Bildcredit und Bildrechte: Victor Lima

Der Gum-Nebel ist der nächstgelegene Supernovaüberrest, daher ist es schwierig, ihn zu beobachten. Der Nebel bedeckt am Himmel 40 Grad und erscheint so groß und blass, dass er leicht im Rauschen eines hellen, komplexen Hintergrundes untergeht.

Auf diesem Weitwinkel-Einzelfoto, das Ende Mai aufgenommen wurde, ist der Gum-Nebel mit seinen roten Emissionen rechts gut erkennbar. Der Bildausschnitt zeigt auch die Atacamawüste in Chile im Vordergrund, dahinter den Carinanebel in der Ebene unserer Milchstraße, die diagonal von links oben abwärts verläuft, und eine Nachbargalaxie, die Große Magellansche Wolke (GMW).

Der Gum-Nebel ist so nahe, dass der vordere Rand viel näher ist als der hintere Rand, die Entfernungen betragen 450 bzw. 1500 Lichtjahre. Der komplexe Nebel liegt in Richtung der Sternbilder Achterdeck und Segel. Seltsamerweise bleibt vieles über den Gum-Nebel unbekannt, zum Beispiel die Zeit und sogar die Anzahl der Supernovaexplosionen seiner Entstehung.

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Webb zeigt den südlichen Ringnebel

Der südliche Ringnebel - ein planetarischer Nebel im Sternbild Segel des Schiffs - wurde mit dem Weltraumteleskop James Webb fotografiert.

Bildcredit: NASA, ESA, CSA, STScI, NIRCam

Der Südliche Ringnebel ist als NGC 3132 katalogisiert. Er ist ein planetarischer Nebel, die letzte Hülle eines vergehenden sonnenähnlichen Sterns, der etwa 2500 Lichtjahre von der Erde entfernt ist. Die faszinierende kosmische Landschaft aus Gas und Staub ist fast ein halbes Lichtjahr groß und wurde beispiellos detailreich vom Weltraumteleskop James Webb abgebildet.

Der helle Stern in der Mitte des NIRCam-Bildes ist ein Begleiter des sterbenden Sterns. Die beiden Sterne befinden sich in einem gemeinsamen Orbit. Der Stern, dessen Transformation im Laufe Tausender Jahre die Gas- und Staubhüllen des Nebels ausgeworfen hat, ist der blassere stellare Partner, er entwickelt sich zu einem Weißen Zwerg.

Der blasse Stern liegt an der Beugungsspitze, die sich zur 8-Uhr-Position ausdehnt. Die Bahnbewegung dieses Sternpaares führte zu den komplexen Strukturen im Südlichen Ringnebel.

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Der Gum-Nebel über verschneiten Bergen

Der Gum-Nebel ist so nahe, dass er kaum erkennbar ist. Er wurde nach dem australischen Astronomen Colin Stanley Gum benannt.

Bildcredit und Bildrechte: Wang Jin

Der Gum-Nebel ist so groß und so nahe, dass er schwierig zu erkennen ist. Diese interstellare Weite aus leuchtendem Wasserstoff wird oft nicht bemerkt, weil sie 35 Grad umfasst, das sind mehr als 70 Vollmonde. Zusätzlich ist sie sehr blass.

Dieses prächtige 90-Grad-Mosaik wurde ausreichend breit und detailreich angelegt, um den Gum abzubilden. Er leuchtet rechts in Rot. Das Bild entstand Ende letzten Jahres. Dabei wurden der Vordergrund mit dem Haba-Schneeberg und der Hintergrund mit dem Zentralband der Milchstraße am selben Ort in Shangri-La in der chinesischen Provinz Yunnan mit derselben Kamera fotografiert.

Der Gum-Nebel ist so nahe, dass wir nur etwa 450 Lichtjahre vom vorderen Rand entfernt sind. Die Entfernung zum hinteren Rand beträgt etwa 1500 Lichtjahre. Er ist nach einem kosmischen Wolkenjäger benannt, dem australischen Astronomen Colin Stanley Gum (1924-1960).

Der Ursprung dieses komplexen Nebels wird noch erforscht. Eine führende Theorie zum Ursprung des Gum-Nebels besagt, dass er der Millionen Jahre alte Überrest einer Supernovaexplosion ist. Einer anderen Theorie zufolge ist der Gum eine Molekülwolke, die über Äonen hinweg von vielen Supernovae und den Windströmen mehrerer massereicher Sterne geformt wurde.

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Supernova-Stoßwelle im Bleistiftnebel

Der Nebel NGC 2736, auch Bleistiftnebel genannt, ist ein Teil des Vela-Supernovaüberrestes.

Bildcredit und Bildrechte: Greg Turgeon und Utkarsh Mishra

Beschreibung: Diese Supernova-Stoßwelle pflügt mit mehr als 500.000 Kilometern pro Stunde durch den interstellaren Raum. Die dünnen, hellen, verflochtenen Fasern, die auf diesem Farbkomposit mit scharfen Details von der Mitte aufwärts verlaufen, sind eigentlich lang gezogene Wellen in einer kosmischen Hülle aus leuchtendem Gas, die fast von der Seite sichtbar ist.

Der Nebel ist als NGC 2736 katalogisiert, seine längliche Erscheinung führte zu seinem landläufigen Namen: Bleistiftnebel. Er ist ungefähr fünf Lichtjahre lang und 800 Lichtjahre entfernt, und er ist nur ein kleiner Teil des Vela-Supernovaüberrestes. Der ganze Vela-Überrest hat einen Durchmesser von ungefähr 100 Lichtjahren. Er ist die wachsende Trümmerwolke eines Sterns, dessen Explosion vor ungefähr 11.000 Jahren zu sehen war. Ursprünglich breitete sich die Stoßwelle mit Millionen Kilometern pro Stunde aus, doch sie wurde inzwischen deutlich langsamer und fegte die interstellare Materie in ihrer Umgebung auf.

Auf diesem Schmalband-Weitwinkelbild markieren rote und blaue Farben das charakteristische Leuchten ionisierter Wasserstoff– und Sauerstoffatome.

Portal ins Universum: APOD-Zufallsgenerator

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Der Vela-Supernovaüberrest als Mosaik

Das lang belichtete Bild ist voller Sterne, zwischen denen lebhafte violette und rosarote Fasern und Nebel verteilt sind.
Bildcredit und Bildrechte: Robert Gendler, Roberto Colombari, Digitized Sky Survey (POSS II)

Die Ebene unserer Milchstraße läuft durch diese komplexe, schöne Landschaft am Himmel. Das Mosaik aus 200 Bildern ist 16 Grad breit. Es zeigt farbige Sterne am nordwestlichen Rand des Sternbildes Segel (Vela). Mitten im Bild liegen leuchten Fasern des Vela-Supernovaüberrestes. Er ist eine Trümmerwolke, die bei der finalen Explosion eines massereichen Sterns übrig blieb und sich ausdehnt.

Der Vela-Überrest entstand bei der Explosion einer Supernova. Ihr Licht erreichte die Erde vor etwa 11.000 Jahren. Die kosmische Knall komprimierte Fasern aus leuchtendem Gas. Dabei entstand auch ein unglaublich dichter, rotierender Sternkern, nämlich der Vela-Pulsar. Der Vela-Überrest ist etwa 800 Lichtjahre entfernt. Er ist wohl in den Gum-Nebel eingebettet. Auch der Gum-Nebel ist der Überrest einer Supernova, er ist älter und größer. Das breite Bild zeigt viele Emissions- und Reflexionsnebel, Sternhaufen und den markanten Bleistiftnebel.

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Der Bleistiftnebel in Rot und Blau

Blau leuchtende Fasern mit eingestreutem Rot breiten sich in diesem Bild aus, das dicht von Sternen bedeckt ist.
Bildcredit und Bildrechte: José Joaquín Perez

Diese Stoßwelle pflügt mit mehr als 500.000 km/h durch den interstellaren Raum. Das scharfe, detailreiche Farbkomposit zeigt dünne, geflochtenen Fasern. Sie sind eigentlich lange Wellen in einer kosmischen Schicht aus leuchtendem Gas, das als NGC 2736 katalogisiert ist. Wir sehen die Schicht fast genau von der Seite. Ihre längliche Erscheinung suggeriert den gängigen Namen Bleistiftnebel.

Der Bleistiftnebel ist ungefähr 5 Lichtjahre lang und 800 Lichtjahre entfernt. Er ist nur ein kleiner Teil im Vela-Supernovaüberrest. Der Vela-Überrest ist eine ungefähr 100 Lichtjahre große Wolke, die sich ausdehnt. Sie besteht aus dem Schutt eines Sterns, der vor etwa 11.000 Jahren explodierte. Ursprünglich bewegte sich die Stoßwelle mit Millionen Kilometern pro Stunde. Doch sie wurde stark abgebremst, als sie das umgebende interstellare Material auffegte.

Dieses Weitwinkelbild entstand mit Schmalbandfiltern. Rote und blaue Farben zeigen das typische Leuchten der ionisierten Atome von Wasserstoff und Sauerstoff.

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Der Kampf in NGC 3256

Die Galaxie im Bild sieht wild und unregelmäßig aus. Ihre Sterne wirken wie ein wild geschleuderter Nebel, der ein helles Zentrum mit markanten dunklen Staubbahnen umgibt.
Bildcredit und Lizenz: NASA, ESA, Weltraumteleskop Hubble

Die Galaxie NGC 3256 wirkt merkwürdig. Sie ist geprägt von einer ungewöhnlich hellen Zentralregion, wirbelnden Staubbahnen und ausladenden Gezeitenschweife. Sie sind die das Nachspiel einer wahrhaft kosmischen Kollision. Der Kampf zweier getrennter Galaxien dauert schon 500 Millionen Jahre. Er reicht auf diesem scharfen Bild von Hubble über etwa 100.000 Lichtjahre.

Wenn zwei Galaxien kollidieren, treffen sich ihre einzelnen Sterne nur selten. Stattdessen stoßen riesige galaktische Wolken aus Molekülen und Staub gegeneinander. Dann beginnen eindrucksvolle Ausbrüche an Sternbildung. Die beiden Galaxien hatten ursprünglich die Form von Spiralen. Vor dem Kampf hatten sie eine ähnliche Masse. Nun sind ihre Scheiben nicht mehr getrennt, und die beiden Galaxienkerne sind hinter undurchsichtigem Staub verschwunden. In wenigen Hundert Millionen Jahren verschmelzen wohl auch ihre Kerne. Dann wird aus NGC 3256 eine einzelne, große elliptische Galaxie.

NGC 3256 ist fast 100 Millionen Lichtjahre entfernt. Die Galaxie liegt im südlichen Segelsternbild Segel des Schiffs (Vela). Im Hintergrund sind viele Galaxien verteilt, die noch weiter entfernt sind. Die gezackten Sterne leuchten im Vordergrund.

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