Falcon 9: Start und Landung

Eine Rakete startet, der helle Feuerstrahl dringt durch eine lose Wolkenbank. Auch die Lichtspuren von der Rückkehr der ersten Stufe sind zu sehen.

Bildcredit und Bildrechte: Michael Seeley

Am 18. Juli startete kurz nach Mitternacht eine Falcon 9-Rakete von SpaceX vom Startkomplex 40 am Raumfahrt-Stützpunkt Cape Canaveral in Florida. Etwa 9 Minuten später kehrte die erste Stufe zum Raumfahrtzentrum zurück.

Dieses Einzelbild wurde lang belichtet. Es entstand im Jetty Park, der nur ein paar Meilen entfernt ist. Man sieht den Lichtbogen vom Start der Rakete und eine Lichtspur, die bei ihrer Landung entstand. Die gekrümmte Flugbahn steigt beim Start an. Sie zeigt das Startbrennen der ersten Stufe, das vor der Stufentrennung an der Spitze des hellen Bogens endet.

Durch die Perspektive erscheint das nächste helle Feuern im Bild über der Spitze des Startbogens, denn die erste Stufe kehrte näher am Cape zurück. Die letzte Zündung vor der Landung erzeugte einen langen Streifen. Dabei bremste die erste Stufe ab und kam auf Landing Zone 1 zum Stehen. Mit der zweiten Raketenstufe gelangte der Dragon-Frachttransporter in den Orbit. Gestern dockte er an die Internationale Raumstation ISS an.

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Jagd auf Juno

Ein Kind läuft einen Sandstrand entlang in Richtung einer startenden Rakete. Die Rakete bringt die Mission Juno ins All.

Bildcredit und Bildrechte: Melissa Christine Kendall

Warte auf mich! 2011 startete die NASA-Mission Juno von Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida. Letzte Woche erreichte sie den Planeten Jupiter. Die Sonde zündete ihre Triebwerke. Sie wurde die erst zweite Raumsonde, die in den Orbit um den größten Planeten im Sonnensystem eintrat.

Juno soll die nächsten zwei Jahre den jovianischen Riesen untersuchen. Sie kreist in einem stark elliptischen Orbit, auf dem sie sich Ende August Jupiters Wolkenoberflächen nähert. Natürlich konnte der Dreijährige auf dem Foto die startende Rakete nicht einholen. Heute, fünf Jahre später, ist er acht Jahre alt und jagt immer noch Raketen. Er will nun Astronaut werden.

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Falcon 9 und Milchstraße

Hinter den Silhouetten von Palmen wölbt sich ein feuriger Bogen zur Milchstraße. Es ist das Triebwerk einer Rakete bei einem Start.

Bildcredit und Bildrechte: Derek Demeter (Emil Buehler Planetarium)

Der Start einer Falcon 9 von SpaceX beleuchtete am 6. Mai nach Mitternacht den dunklen Himmel über Merritt Island auf der Erde. Die zweite Raketenstufe flog weiter in den Erdorbit. Dieses interessante Kompositbild blickt nach Südosten. Darauf ist die Rakete scheinbar auf Kurs zum Zentrum der Milchstraße.

Zwei Bilder wurden nacheinander mit einer Kamera auf einem Stativ fotografiert und kombiniert. Es zeigt die Rakete und die Galaxis. Eine Aufnahme mit geringer Empfindlichkeit wurde 3 Minuten belichtet. Sie zeigt das Feuern der ersten Raketenstufe als hellen, orangefarbenen Bogen. Eine 30 Sekunden lange Belichtung mit hoher Empfindlichkeit zeigt die Sterne und die zarte Milchstraße. Rechts oben markiert der hellorange Mars den sternklaren Himmel.

Nach wenigen Minuten wurden die Startbeschleuniger erneut gezündet. Dann war die erste Stufe der Falcon 9 unterwegs zur Landung auf einem autonomen Drohnenschiff, das als Weltraumbahnhof diente. Es heißt Of Course I Still Love You und wartet geduldig im Atlantik gut 600 Kilometer östlich von der Startanlage auf Cape Canaveral.

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Hitomi startet

Am klaren Himmel startet eine Rakete. Nach unten zeigt ein hell leuchtender Feuerstrahl, der in Wolken endet.

Bildcredit und Bildrechte: F. Scott Porter (NASA, Goddard-Raumfahrtzentrum)

Am 17. Februar um 17:45 JST dröhnte diese H-IIA-Rakete in den Himmel. Sie startete am Raumfahrtzentrum Tanegashima, das von JAXA betrieben wird. Es liegt an der Südküste von Japan auf dem Planeten Erde. An Bord befand sich der astronomische Röntgensatellit ASTRO-H. Er kreist nun im Orbit.

Das Satelliten-Observatorium wurde gebaut, um den extremen Kosmos zu untersuchen. Es beobachtet Objekte von Schwarzen Löchern bis hin zu Galaxienhaufen mit viel Masse. Das Observatorium besitzt vier neuartige Teleskope für Röntgenlicht. Dazu kommen Instrumente, die Photonenenergien von 300 bis 600.000 Elektronenvolt messen können. Zum Vergleich: Die Energie von Photonen im sichtbaren Licht beträgt 2 bis 3 Elektronenvolt.

Es gibt eine Tradition, dass Satelliten nach ihrem erfolgreichen Start umbenannt werden. Daher wurde ASTRO-H „Hitomi“ genannt, nach einer uralten Legende über Drachen. Es bedeutet „Pupille im Auge“.

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Die erste Stufe der Falcon 9 landet

Video-Credit: SpaceX

Das Hilfstriebwerk ist gelandet. In der Raumfahrt gab es letzte Woche einen Schritt hin zu geringeren Kosten. Die erste Stufe einer Falcon-9-Rakete setzte auf einer Landeplattform in der Nähe ihres Starts in Florida auf. Zuvor wurden die meisten Raketenstufen nicht geborgen – mit Ausnahme der Raumfähren, die auf einer Landebahn landeten. Ihre Feststofftriebwerke wurden aus dem Meer gefischt.

Während der Landung stieg die zweite Stufe der Falcon 9 weiter. Sie brachte mehrere Kommunikationssatelliten in den niedrigen Erdorbit. Die kontrollierte Landung, die SpaceX durchführte, war die erste dieser Art. Sie folgte auf die Landung eines Hilfstriebwerks letzten Monat von Blue Origin, bei dem keine Satelliten gestartet wurden.

Boeing und SpaceX wurden letztes Jahr von der NASA ausgewählt, um in Zukunft Astronauten zur Internationalen Raumstation zu bringen. Das Hilfstriebwerk, das im Video zu sehen ist, wird auf Abnutzung und Wiederverwendbarkeit getestet. Es soll dann aber eingemottet werden.

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Unerwartete Abgasfahne einer Rakete über San Francisco

Über San Francisco breitet sich am dunklen Himmel eine blau leuchtende Abgasfahne aus. Vorne liegen die Bucht und die Golden Gate Bridge.

Bildcredit und Bildrechte: Abe Blair (Abe Blair Gallery)

Was ist dieses ungewöhnliche Licht am Himmel? Das ist eine häufig gestellte Frage. Doch dieses besondere Licht war nicht nur hell, es wanderte auch noch und dehnte sich aus. Es erschien genau zu der Zeit, als der Astrofotograf und sein Freund die Golden Gate Bridge im kalifornischen San Francisco vor einem leicht vorhersagbaren Nachthimmel fotografierten.

Die beiden waren mit der Sichtung des ungewöhnlichen Schauspiels nicht allein. Hunderte Menschen in Kalifornien berichteten von einem ähnlichen Anblick. Die übereinstimmende Meinung von Leuten, die Erfahrung mit Himmelsbeobachtung hatten, war, dass die Schwade von einem Raketenstart stammte. Diese Erklärung wurde bald bestätigt. Es handelte sich um einen inoffiziellen Test mit einem Unterwasserstart für eine waffenlose Trident II D5-Atomrakete.

Solche Tests sind nicht ungewöhnlich. Sie werden aber meist nicht so kurz nach Sonnenuntergang und nicht in der Nähe einer bedeutenden Großstadt durchgeführt, wo sie von besonders vielen Menschen beobachtet werden können. Wenn die Bilder der Schwade nicht im Netz veröffentlicht worden und rasch als solche erkannt worden wären, hätte das Himmelsspektakel so manche grandiose, aber falsche Erklärung gefunden.

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Aufstieg einer Atlas V

Hinter einem Gewässer steigt ein leuchtend gelber Lichtbogen links zum Himmel auf. Rechts ist eine Abgasfahne, die von der Sonne beleuchtet wird. Darunter zieht die Venus eine kurze, helle Spur.

Bildcredit und Bildrechte: Mike Deep

Es war an der Weltraumküste von Florida auf dem Planeten Erde. Dort sah man am 2. September morgens einen spektakulären Start. Der Himmel war noch dunkel. Vor Beginn der Dämmerung startete eine Atlas V am Luftwaffenstützpunkt Cape Canaveral in den Erdorbit. An Bord war ein Kommunikationssatellit der US-Marine.

Die Aufnahme wurde mehrere Minuten belichtet. Sie zeigt den Lichtbogen der Rakete, die nach Osten über den Atlantik aufstieg. Als die Rakete über den Erdschatten stieg, schimmerte ihre feurige Spur als gespenstische, nachtleuchtende Abgasfahne im Sonnenlicht. Die kurze, helle Strichspur über der Wolkenbank ist die Venus, die gerade aufgeht. Gerade leuchtet sie als gleißender Morgenstern am Himmel.

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Cape Canaveral: Der erste Raketenstart

Eine Rakete startet und stößt unten einen weißen Strahl aus. Vorne wird das Ereignis gefilmt und fotografiert.

Bildcredit: GRIN, NASA

Ein neues Kapitel der Raumfahrt begann im Juli 1950 mit dem Start der ersten Rakete auf Cape Canaveral in Florida: Bumper V-2. Das Bild zeigt Bumper-V-2. Es war ein ehrgeiziges zweistufiges Raketenprogramm. Dabei wurde eine WAC Corporal-Rakete auf eine V-2-Rakete gesetzt. Die Oberstufe erreichte eine Rekordhöhe von fast 400 Kilometern. Das ist höher, als einst die Raumfähren flogen.

Bumper-V-2 startete unter der Regie der General Electric Company. Er diente dem Test von Raketensystemen und sollte die obere Atmosphäre erforschen. Die Bumper-V-2-Raketen trugen kleine Nutzlasten. Damit wurden Eigenschaften wie Lufttemperatur und Auswirkungen der kosmischen Strahlung gemessen. Sieben Jahre später startete die Sowjetunion Sputnik I und Sputnik II. Es waren die ersten Satelliten im Erdorbit. Als Reaktion darauf gründeten die USA 1958 die NASA.

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