Supernovakanone stößt den Pulsar J0002 aus

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Bildcredit: F. Schinzel et al. (NRAO, NSF), Canadian Galactic Plane Survey (DRAO), NASA (IRAS); Komposition: Jayanne English (U. Manitoba)

Beschreibung: Was kann einen Neutronenstern wie eine Kanonenkugel ausstoßen? Eine Supernova. Vor etwa 10.000 Jahren zerstörte die Supernova, die den nebelartigen Überrest CTB 1 erzeugte, einen massereichen Stern, doch zusätzlich schoss sie den neu entstandenen Kern eines Neutronensterns – einen Pulsar – in die Milchstraße hinaus.

Der Pulsar rotiert 8,7-mal pro Sekunde um seine Achse. Er wurde mithilfe der Software Einstein@Home entdeckt, die  Daten des Gammastrahlen-Weltraumteleskops Fermi der NASA durchsucht. Der Pulsar PSR J0002+6216 (kurz J0002) rast mit einer Geschwindigkeit von mehr als 1000 Kilometern pro Sekunde dahin. Er hat den Supernovaüberrest CTB 1 bereits verlassen und ist schnell genug, um aus unserer Galaxis hinauszukommen. Die hier abgebildete Spur des Pulsars entspringt – wie man sieht – links unter dem Supernovaüberrest.

Dieses Bild ist eine Kombination aus Radiobildern des VLA– und des DRAO-Radioobservatoriums sowie Daten, die mit dem Infrarotobservatorium IRAS der NASA gewonnen wurden. Es ist bekannt, dass Supernovae sich wie Geschütze und Pulsare wie Kanonenkugeln verhalten können – doch wir wissen nicht, wie Supernovae das anstellen.

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Der alte Mond in den Armen des neuen Mondes

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Bildcredit und Bildrechte: Stan Honda

Beschreibung: Heute Nacht ist der Mond wieder jung, doch dieses faszinierende Bild eines jungen Mondes nahe dem westlichen Horizont wurde am 10. Oktober kurz nach Sonnenuntergang fotografiert. Die sonnenbeleuchtete, nur zwei Tage alte Sichel umarmt auf der Mondscheibe den Erdschein – Erdlicht, das von der Nachtseite des Mondes reflektiert wird.

Am Horizont vor der abklingenden Dämmerung stehen die Silhouetten der Antennenschüsseln von Radioteleskopen des Very Large Array in New Mexico (Planet Erde).

Die Aussicht auf dem Mond wäre ebenfalls beeindruckend. Wenn der Mond am Erdhimmel als schmale Sichel erscheint, wäre auf der Mondoberfläche eine strahlend helle, fast volle Erde zu sehen. Vor 500 Jahren beschrieb Leonardo da Vinci den Erdschein als Sonnenlicht, das von den Ozeanen der Erde reflektiert wird und die dunkle Mondoberfläche beleuchtet.

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Strichspuren und die Bracewell-Radiosonnenuhr

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Bildcredit und Bildrechte: Miles Lucas am NRAO

Beschreibung: Sonnenuhren messen anhand der Schattenposition die Rotation der Erde und zeigen die Tageszeit an. Daher passt es gut, dass diese Sonnenuhr am Radioteleskop-Observatorium Very Large Array in New Mexico an die Geschichte der Radioastronomie und den Radioastronomiepionier Ronald Bracewell erinnert.

Die Radiosonnenuhr wurde aus Teilen einer Sonnenvermessungs-Radioteleskopanordnung gebaut, die Bracewell ursprünglich in der Nähe des Campus der Universität Stanford gebaut hatte. Mit Bracewells Anlage wurden Daten zur Planung der ersten Mondlandung gesammelt, ihre Säulen wurden von Gastwissenschaftlern und Radioastronomen signiert, darunter zwei Nobelpreisträger.

Wie bei den meisten Sonnenuhren folgt der Schatten, den der Gnomon in der Mitte wirft, den Markierungen für die Sonnenzeit des Tages sowie die Sonnenwenden und Äquinoktien. Doch Markierungen der Radiosonnenuhr sind auch nach der lokalen siderischen Zeit angeordnet. Diese Markierungen zeigen die Position der unsichtbaren Radioschatten dreier heller Radioquellen am irdischen Himmel: den Schatten des Supernovaüberrestes Cassiopeia A, der aktiven Galaxie Cygnus A und der aktiven Galaxie Centaurus A.

Siderische Zeit bedeutet einfach „Sternzeit“ – dabei misst man die Erdrotation an Sternen und fernen Galaxien. Diese Rotation spiegelt sich auf dieser einstündigen Aufnahme wider. Über der Bracewell-Radiosonnenuhr ziehen die Sterne konzentrische Spuren um den Himmelsnordpol.

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Geminiden des Nordens

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Bildcredit und Bildrechte: Yin Hao

Beschreibung: Der alljährliche Geminiden-Meteorstrom auf der Erde enttäuschte nicht, als unser lieblicher Planet durch Staub des aktiven Asteroiden 3200 Phaethon pflügte. Die Meteore, die auf dieser Nachtlandschaft der Nordhalbkugel fotografiert wurden, strömen vom Radianten des Meteorstroms in den Zwillingen aus.

Für dieses Bild wurden in der Nacht von 12. auf 13. Dezember im Zeitraum von 8,5 Stunden 37 Einzelbilder mit Meteorspuren fotografiert. Für das Ergebniskomposit wurden am sternklaren Himmel ausgerichtet, und zwar über einer Radioantenne der Radioteleskopanordnung MUSER zur Sonnenbeobachtung an der astronomisch benannten Mingantu-Station in der Inneren Mongolei in China, ungefähr 400 Kilometer von Peking entfernt.

Sirius, der Alphastern von Canis Major, leuchtet hell über der Radioschüssel, die Milchstraße reicht bis zum Zenit. Der gelbliche Beteigeuze rechts neben der nördlichen Milchstraße ist ein Blickfang im Orion. Der Radiant des Stroms liegt links oben hoch über dem Horizont bei Castor und Pollux, den Zwillingssternen in Gemini. Der Radianteffekt entsteht durch die Perspektive, die parallelen Meteorbahnen laufen scheinbar in der Ferne zusammen. Geminiden-Meteore treten mit etwa 22 Kilometern pro Sekunde in die Erdatmosphäre ein.

Schicken Sie an APOD: Die (bisher) besten Bilder des Geminiden-Meteorstroms 2017
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Mond, Merkur und Radioantenne in der Dämmerung

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Bildcredit und Bildrechte: Pierluigi Giacobazzi

Beschreibung: Merkur stand am 29. September in der Morgendämmerung beim Mond und war so weit wie möglich von der Sonne entfernt. Der innerste Planet erreichte am Himmel des Planeten Erde fast seine größte Elongation. Auf dieser bunten Szene stehen die abnehmende sonnenbeleuchtete Mondsichel und die erdbeleuchtete Nachtseite des Mondes beim flüchtigen Merkur. Der neue Mond lag in den Armen des alten Mondes. Unten befindet sich die italienische Medicina Radio Astronomical Station nahe Bologna mit einer Reihe niedriger Antennen, die zur ersten italienischen Radioteleskopanordnung mit der Bezeichnung „Kreuz des Nordens“ gehört, und eine 32 Meter große Parabolantenne. Natürlich müssen Mondbeobachter am 8. Oktober nicht frühmorgens aufstehen. Nach Sonnenuntergang steht der Mond bei der Internationale Mondbeobachtungsnacht hoch und hell als Halbmond am Abendhimmel.

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Five hundred meter Aperture Spherical Telescope

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Bildcredit und Bildrechte: Jeff Dai (TWAN)

Beschreibung: Das Five-hundred-meter Aperture Spherical Telescope (FAST) ist in ein natürliches Becken eingebettet. Es liegt in der abgelegenen, bergigen Provinz Guizhou im Süden von China. Dieses Foto zeigt das neue Radioteleskop mit dem Spitznamen Tianyan oder „Auge des Himmels“. Es wurde am 25. September kurz vor Beginn der Testphase für den Betrieb fotografiert. Seine aktive Oberfläche kann ausrichten und fokussieren. Seine gewaltige Parabolantenne wurde aus 4450 einzelnen dreieckigen Paneelen konstruiert. Mit einem Antennendurchmesser von 500 Metern ist FAST das größte verkleidete Radioteleskop auf dem Planeten Erde, das aus nur einem Spiegel besteht. FAST erforscht das Universum in Radiowellenlängen. Es wird Emissionen von Wasserstoff in der Milchstraße und fernen Galaxien finden. Es entdeckt blasse galaktische und extragalaktische Pulsare und sucht nach möglichen Radiosignalen von Außerirdischen.

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PanSTARRS über Parkes

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Bildcredit und Bildrechte: John Sarkissian (CSIRO Parkes Observatory)

Beschreibung: Komet PanSTARRS (C/2011 L4), der am 5. März schnell über den Südhimmel zog, folgt auf dieser Dämmerungsszene der Sonne unter dem westlichen Horizont. Im Vordergrund befindet sich das australische CSIRO Parkes-Observatorium, eine 64 Meter große, steuerbare Schüssel, die in der Kometenforschung des Raumfahrtzeitalters keine Unbekannte ist. Im März 1986 folgte die Parkes-Antenne der ESA-Raumsonde Giotto, als diese am Kometen Halley vorbeiflog und die ersten je erstellten Nahaufnahmen von Halleys Kern machte. Komet PanSTARRS ist mit bloßem Auge zu sehen und erreichte am 5. März die geringste Entfernung zur Erde. Seine größte Annäherung an die Sonne erreicht er am 10. März. Auf dem Weg nach Norden beginnt nun PanSTARRS lang ersehnter Auftritt auf der Nordhalbkugel nach Sonnenuntergang tief am westlichen Horizont. Halten Sie am 12. März Ausschau nach dem Kometen, wenn er in der Nähe des jungen Sichelmondes den westlichen Horizont umarmt.

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Antennendämmerung

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Bildcredit und Bildrechte: Alex Cherney (Terrastro, TWAN)

Beschreibung: Zu den wandernden Planeten Venus und Jupiter gesellte sich am Osthorizont des 15. Juli ein alter Sichelmond. Diese heitere südliche Himmelsansicht der lange erwarteten Konjunktion in der Dämmerung umfasste auch den lieblichen Sternhaufen der Plejaden und die hellen Sterne Aldebaran und Beteigeuze, die am Himmel in einer Reihe standen.

Um die Sterne und Sternbilder leichter zu erkennen, schieben Sie einfach den Mauspfeil über das Bild. Das Radioteleskop im Vordergrund ist die Parkes-Antenne in New South Wales (Australien) mit einem Durchmesser von 64 Metern.

Die große, schwenkbare Antenne ist nicht nur für die Erforschung des fernen Universums in Radio-Wellenlängen bekannt, sondern auch für ihren außergewöhnlich guten Fernsehempfang vom Mond. Am 21 Juli 1969 empfing die Schüssel Übertragungen vom Mond, die den Bewohnern des Planeten Erde die Beobachtung der Apollo-11-Mondbegehung ermöglichten.

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Atlantis‘ Abschied von Parkes

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Bildcredit und Bildrechte: John Sarkissian (CSIRO Parkes Observatory)

Beschreibung: Das Parkes-Radioteleskop mit einem Durchmesser von 64 Metern ist berühmt für seine Beiträge zur bemannten Raumfahrt: es lieferte den Erdbewohnern während Apollo 11 Fernsehbilder vom Mond. Die riesige, steuerbare Einzelschüssel ragt im Vordergrund dieser frühabendlichen Himmelslandschaft auf. Darüber stehen am sternklaren Himmel von New South Wales in Australien die vertrauten südlichen Sternbilder Segel, Achterdeck und Wasserschlange, dazu ein Anblick, der nie wieder zu sehen sein wird: die Raumfähre Atlantis, die gerade zum letzten Mal von der Internationalen Raumstation abgelegt hat. Sie leuchtet noch im Sonnenlicht und zieht unter der Fokuskabine des Teleskops einen Lichtstreifen von rechts nach links. Die Raumstation selbst folgte Atlantis etwa zwei Minuten später in einem Bogen von der rechten unteren Bildecke aus in einer niedrigen Erdumlaufbahn. Die letzte Landung der Atlantis ist für heute in den frühen Morgenstunden (21. Juli, 5:56 EDT) am Kennedy-Raumfahrtzentrum der NASA vorgesehen.

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Aufgang der Centaurus-Radio-Strahlen

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Credit: Ilana Feain, Tim Cornwell und Ron Ekers (CSIRO/ATNF); ATCA nördlich zeigender mittlerer Lappen – Dank an R. Morganti (ASTRON); Parkes-Daten – Dank an N. Junkes (MPIfR); ATCA und Mondfoto: Shaun Amy, CSIRO

Beschreibung: Was wäre, wenn Sie sehen könnten, wie die riesigen Radiostrahlen von Centaurus A aufgehen? Die Radiostrahlen von Cen A sind nicht nur länger als eine Million Lichtjahre, sie besetzen eine Winkelregion, die 200mal größer ist als der Vollmond am Himmel der Erde. Die gerichteten, hoch beschleunigten Materieströme werden von einem schwarzen Loch mit mehreren Millionen Sonnenmassen ausgestoßen, das tief im Zentrum der nahe gelegenen aktiven Galaxie Cen A liegt. Das schwarze Loch erzeugt die sich schnell bewegenden Strahlen, während andere Materie hineinfällt. In diesem Bild wurden Radioteleskope des Australian Telescope Compact Array (ATCA) nahe Narrabri (NSW, Australien) vor dem Vollmond aufgenommen und mit dem Radiobild von Cen A in ihrer tatsächlichen Winkelgröße im Hintergrund überlagert. Das obige Bild enthält die detailreichste Karte, die bisher von den Radiostrahlen irgendeiner Galxienklasse im Universum gemacht wurde, und es waren mehrere Jahre und mehr als 1000 Stunden Belichtungszeit nötig um es zu erstellen. Details im Foto könnten Hinweise darauf enthalten, wie die Radio-Strahlen mit Sternen und intergalaktischem Staub wechselwirken. Die Lichtpunkte im Bild sind keine Sterne, sondern typischerweise andere im Radiolicht hell leuchtende Galaxien im weiter entfernten Universum.

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Planet und Antennenschüssel

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Credit und Bildrechte:  Alex Cherney (Terrastro)

Beschreibung: Welcher Planet ist das? Er scheint aus „Der kleine Prinz“ zu stammen, doch es ist die Erde, genauer gesagt ein kleiner Teil der Erde. Vier Bilder wurden zu einer stereografischen „Kleiner-Planet“-Projektion kombiniert. Das Fischaugenbild in der Mitte zeigt nach unten, die umgebenden Weitwinkelbilder wurden mit einer Neigung von 30 Grad aufgenommen und später digital hinzugefügt.

Die irdischen Gegenstände rund um die Bildmitte sind grünes Gras, dunkle Schatten sowie nahe und ferne Bäume. Am oberen Bildrand (12 Uhr, wenn der Planet eine Uhr wäre) befindet sich die beleuchtete Parkes-Radioteleskopantenne in New South Wales (Australien). Der Himmel rundum zeigt viele Juwelen des Nachthimmels, etwa den Mond auf 9 Uhr, die Ebene unserer Galaxis, der Milchstraße zwischen 1:30 und 7 Uhr sowie die Galaxie Kleine Magellansche Wolke auf 5 Uhr. Ein interaktive Vollbildversion ist hier zu sehen.

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