Polarlicht und Sonnenaufgang

Die Polarlichter, die sich unter der ISS ausbreiten, sind nur noch kurz zu sehen. Links oben kündigt sich schon der Sonnenaufgang an. Vom Rand ragen Solarpaneele und eine Kapsel ins Bild. Unten ist die Erde, am oberen Ende verläuft ein bräunlicher Rand aus Nachthimmellicht.

Bildcredit: NASA, Internationale Raumstation, Ricky Arnold

Auf der Internationalen Raumstation ISS kann man ein Polarlicht nur bis zum Sonnenaufgang bewundern. Danach wird die Erde im Hintergrund zu hell. Leider dauert es nach Sonnenuntergang wegen des schnellen Umlaufs der ISS um die Erde bis zum Sonnenaufgang meist weniger als 47 Minuten. Dieses Bild zeigt grüne Polarlichter unter der ISS und rechts oben am Horizont. Links oben breitet sich schon der Sonnenaufgang aus.

Im Weltraum ein Polarlicht zu beobachten kann verzaubern. Die veränderliche Form wurde mit einer riesigen grünen Amöbe verglichen. Polarlichter entstehen, wenn energiereiche Elektronen und Protonen von der Sonne auf das Erdmagnetfeld treffen. Dort wirbeln sie so schnell zur Erde hinab, dass dadurch Atome und Moleküle in der Atmosphäre aufleuchten. Die ISS kreist fast in derselben Höhe wie Polarlichter. Häufig fliegt sie mitten durch die dünnen oberen Schichten eines Polarlichts. Das schadet aber weder den Astronauten, noch verändert es die Form des Polarlichts.

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Polarlichtdrache über Norwegen

Über einer verschneiten, gebirgigen Landschaft flackert ein kurvenreiches grünes Polarlicht über den Himmel. Seine Form erinnert an einen Drachen.

Bildcredit und Bildrechte: Marco Bastoni

Was ist da am Himmel? Ein Polarlicht. Letzten Monat öffnete sich ein großes koronales Loch. Es war ein paar Tage, bevor dieses Bild entstand. Das koronale Loch schleuderte eine Wolke schneller Elektronen, Protonen und Ionen zur Erde. Ein Teil davon traf die Magnetosphäre unserer Erde. Das führte in hohen nördlichen Breiten zu eindrucksvollen Polarlichtern.

Hier schimmert ein besonders schöner Polarlichtschleier über der norwegischen Stadt Tromsø. Das grüne Leuchten entstand, als Sauerstoff in der Luft rekombinierte. Der Astrofotograf sah darin einen großen Drachen. Teilt aber gerne mit, was ihr hier erkennt. Das Maximum an Sonnenaktivität ist zwar schon vorbei. Doch die Sonne ist weiterhin gelegentlich aktiv. Dann erzeugt sie eindrucksvolle Polarlichter. Erst letzte Woche waren welche auf der Erde zu sehen.

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Flug über die Erde bei Nacht II

Videocredit: NASA, Portal für Weltraumfotografie; Musik: The Low Seas (The 126ers)

Was sieht man, wenn man um die Erde kreist? Die Internationale Raumstation ISS tut das alle 90 Minuten. Die Leute an Bord fotografieren dabei Bildfolgen, aus denen manchmal Videos entstehen.

Dieses Video zeigt in Zeitraffer viele Naturschauspiele auf der dunklen Erde. Zu Beginn schimmern links oben grüne und rote Polarlichter über den weißen Wolken. Bald kommen Stadtlichter in Sicht. An diesen erkennt man, dass die Raumstation über Nordamerika und weiter über Florida zieht. In der zweiten Sequenz fliegt sie über Europa und Afrika und zieht am Ende über den Nil. Kurze Lichtblitze beleuchten die Gewitter. Weit entfernte Sterne gehen hinter dem grünlich-goldenen Schimmer der Erdatmosphäre auf.

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Hubble zeigt Jupiter in Infrarot

Jupiter ist hier in seltsamen Farben abgebildet. Die Wolken, die normalerweise beige oder braun gefärbt sind, leuchten hier blau oder rosarot. Der Rote Fleck ist zartrosa, die Pole leuchten magentafarben. Das Bild zeigt Jupiter in Infrarotlicht.

Bildcredit: NASA, ESA, Hubble; Daten: Michael Wong (UC Berkeley) et al.; Bearbeitung und Lizenz: Judy Schmidt

Jupiter sieht im Infrarotlicht etwas anders aus. Das Weltraumteleskop Hubble fotografiert regelmäßig den ganzen jovianischen Riesen. So will man die Bewegungen von Jupiters Wolken besser verstehen. Die Bilder helfen auch der robotischen NASA-Raumsonde Juno. Jupiter wird in viel mehr Farben beobachtet, als Menschen sehen können. Dazu gehören auch ultraviolettes und infrarotes Licht.

Das Bild entstand 2016. Drei Bänder im nahen Infrarot wurden digital zu einem farbcodierten Bild vereint. Jupiter wirkt in Infrarot fremd, weil das Sonnenlicht anders reflektiert wird. Die Helligkeit mancher Wolkenhöhen und Breitengrade wirkt daher unstimmig.

Viele Strukturen auf Jupiter sind vertraut. Dazu gehören die hellen Zonen und dunklen Gürtel um den Planeten nahe am Äquator. Man erkennt auch den großen Roten Fleck links unten und die Sturmsysteme, die wie Perlenketten südlich vom Roten Fleck verlaufen. Die Pole leuchten, weil dort geladene Teilchen in Jupiters Magnetosphäre Dunst in großer Höhe anregen.

Juno vollendete nun 10 von 12 geplanten wissenschaftlichen Runden um Jupiter. Die Sonde zeichnet weiterhin Daten auf. Damit will die Menschheit nicht nur Jupiters Wetter verstehen, sondern auch das, was unter Jupiters dicken Wolken liegt.

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Feuerkugel in der Arktis

Am sternklaren Himmel blitzt eine Feuerkugel. Unten stehen die Silhouetten von Bäumen in der verschneiten Landschaft.

Bildcredit und Bildrechte: Yang Sutie

Etwas sehr Helles leuchtete plötzlich in der Arktis – was war es? Der Astrofotograf hatte ursprünglich die Idee, eine Serie Polarlichtbilder für ein Zeitraffervideo zu fotografieren. Doch als die Nacht plötzlich zum Tag wurde, merkte er schnell, dass er etwas viel Eindrucksvolleres sah. Über den Himmel zog ein Meteor der Geminiden, und zwar ausgerechnet vor dem Großen Wagen. Er war so hell, dass man ihn eine Feuerkugel nennen könnte.

Der Meteor wurde heller und leuchtete mehrere Sekunden lang. Zum Glück erfasste die Polarlichtkamera die ganze Bahn. Das Foto entstand in der Nacht nach dem Höhepunkt des Meteorschauers der Geminiden. Es wurde in der Nähe des Sees Lowosero im russischen Murmansk fotografiert. Der Ort liegt knapp nördlich des Polarkreises.

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In grüner Gesellschaft: Polarlicht über Norwegen

Polarlicht über dem Austnesfjorden in der Nähe von Svolvear auf Lofoten in Nordnorwegen.

Bildcredit und Bildrechte: Max Rive

„Hebe die Arme, wenn du ein Polarlicht siehst.“ Mit dieser Anweisung vergingen zwei Nächte großteils mit Wolken. Doch in der dritten Nacht klarte der Himmel bei der Rückkehr zum selben Gipfel nicht nur auf. Er zeigte sogar eine spektakuläre Polarlichtschau. Die Arme flogen hoch in die Luft. Geduld und Erfahrung trugen Früchte. So entstand dieses faszinierende Bild.

Die Umgebung ist ein Gipfel beim Austnesfjorden. Dieser Fjord liegt in der Nähe von Svolvear auf Lofoten in Nordnorwegen. Es war Anfang 2014. Unsere Sonne nähert sich zwar dem Sonnenminimum und zeigt daher relativ wenig Oberflächenaktivität. Doch Löcher in der oberen Korona sorgten in den letzten Monaten für einige hübsche Polarlichter.

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Nacht auf einem schaurigen Planeten

Vor einem grünen Polarlicht tanzen schaurige Säulen aus Wasserdampf.

Bildcredit und Bildrechte: Stéphane Vetter (Nuits sacrées)

Welcher gruselige Planet ist das? Es ist die Erde in einer dunklen, stürmischen Nacht im Jahr 2013. Das Bild entstand in Hverir. Dort ist eine geothermisch aktiven Region. Sie liegt in einer vulkanischen Landschaft im Nordosten von Island. Geomagnetische Stürme führten zu dem Polarlicht am sternklaren Nachthimmel. Aus Fumarolen strömten geisterhafte Türme aus Dampf und Gas. Sie tanzten vor dem schaurigen grünen Licht.

Heute Nacht gibt es wieder eine Gelegenheit für geomagnetische Stürme. Die aktuelle Sonnenaktivität könnte sie auslösen. Seid also in hohen Breiten auf der Hut. Vielleicht tanzen bald auch in eurer Nachbarschaft geisterhafte Gestalten.

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Der ganze Himmel mit STEVE

Das kreisrunde Himmelsbild entstand mit einem Fischauge. Am oberen Rand leuchtet grünes Polarlicht. Die Milchstraße läuft diagonal durchs Bild. Ein STEVE bildet einen nach unten gewölbten Bogen. Der STEVE verläuft quer über den ganzen Himmel und leuchtet purpurfarben.

Bildcredit und Bildrechte: Alan Dyer, Amazingsky.com, TWAN

Vertraute grüne und rote Polarlichter fluten den Himmel oben am nördlichen Horizont. Das Fischaugen-Panorama entstand am 27. September. Am milden, klaren Abend wölbt sich die Milchstraße über den Zenit am Himmel im Süden von Alberta. Sie endet dort, wo der sechs Tage alte Mond im Südwesten untergeht.

Im Süden ist ein seltsamer isolierter Bogen im Süden in Rosa und Weiß. Es ist ein sogenannter STEVE. Der Name für das Phänomen entstand in einer Facebook-Gruppe von Polarlichtjägern in Alberta. Leute in dieser Gruppe zeichneten Gebilde auf, die an Polarlichter erinnern.

Manche vermuteten hinter den rätselhaften Bögen der STEVEs ein Protonen-Polarlicht oder einen Protonenbogen. Er hing scheinbar mit Polarlichtern zusammen. Doch er lag näher am Äquator als die Schleier von Polarlichtern. In vielen Regionen wurden Bögen von STEVEs fotografiert. Kürzlich erforschte ein Satellit der Mission Swarm einen STEVE direkt.

Messungen zeigen, dass Bögen von STEVEs nicht durch die Strahlung angeregter Elektronen entstehen. Sie sind eher die Wärme-Emission von strömendem Gas. Das Akronym STEVE passt zufällig zur Bezeichnung Strong Thermal Emission from Velocity Enhancement. Übersetzt heißt das ungefähr „Starke thermische Strahlung durch Beschleunigung“. Ihr Ursprung bleibt rätselhaft.

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