Jupiter-Murmel von Juno

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Bildcredit: NASA/JPL-Caltech/SwRI/MSSS; Bearbeitung: Kevin M. Gill

Beschreibung: Wie sieht Jupiter in der Nähe aus? Die meisten Bilder von Jupiter werden aus großer Entfernung fotografiert, entweder von der Erde aus oder so weit entfernt, dass fast die Hälfte des Planeten sichtbar ist. Dieser Schnappschuss entstand jedoch aus Bildern, die aus relativ großer Nähe aufgenommen wurden, sodass weniger als die Hälfte des Planeten sichtbar war. Von hier aus erscheint Jupiter noch kugelförmig, aber durch die perspektivische Verzerrung sieht er nun eher wie eine Murmel aus.

Auf Jupiters Wolkenoberflächen sind ein markanter dunkler horizontaler Gürtel mit einer weißen ovalen Wolke und eine weiße Wolkenzone sichtbar, beide reichen um den ganzen Planeten. Der große Rote Fleck ragt rechts oben auf. Dieses Bild entstand aus Bildern der Roboter-Raumsonde Juno, die im Februar bei ihrem 17. nahen Vorbeiflug am größten Planeten unseres Sonnensystems aufgenommen wurden.

Die Mission Juno wurde nun bis 2021 verlängert. Sie besteht darin, Jupiter auf eine neue Art zu untersuchen. Junos Daten lieferten bereits neue Erkenntnisse, zum Beispiel, dass Jupiters Magnetfeld überraschend ungleichmäßig ist und manche von Jupiters Wolkensystemen etwa 3000 Kilometer in den Planeten hinabreichen.

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Der ganze Merkur

Bildcredit: NASA/JHU-Labor für angewandte Physik/Carnegie Inst. Washington

Die Oberfläche des Planeten Merkur wurde erst vor sechs Jahren ganz kartiert. Robotische Sonden untersuchten die ungewöhnliche Kruste des innersten Planeten gründlich. Es begann, als die Raumsonde MESSENGER im Jahr 2008 erstmals an Merkur vorbeiflog. Die Mission dauerte bis zum kontrollierten Absturz 2015.

Davor war der größte Teil von Merkurs Oberfläche unbekannt. Sie ist nämlich zu weit entfernt für einen genauen Blick mit Teleskopen auf der Erde. Auch die Raumsonde Mariner 10 kartierte bei ihren Vorbeiflüge in den 1970er-Jahren nur etwa die Hälfte der Oberfläche.

Dieses Video kombiniert Tausende Bilder von Merkur. Sie wurden in verstärkten Farben dargestellt. So kam der Kontrast zwischen verschiedenen Strukturen auf der Oberfläche besser zur Geltung.

Das Video zeigt Merkur als rotierende Welt. Von einem nördlichen Einschlag gehen Strahlen aus. Sie breiten sich über einen Großteil des Planeten aus. Etwa zur Hälfte des Videos kommt das helle Caloris-Becken in Sicht. Es ist die Struktur eines urzeitlichen Einschlags im Norden, die sich mit Lava füllte. Aktuelle Untersuchungen von MESSENGERs Daten zeigen, dass der innere Kern von Merkur fest ist.

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Die Milchstraße im nördlichen Frühling

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Bildcredit und Bildrechte: Taha Ghouchkanlu (TWAN)

Beschreibung: Diese Nachthimmelslandschaft im Frühling ist eine Postkarte vom Planeten Erde mit Blick über den Alandan-See im Elbursgebirge. Sie wurde am 17. April nach der örtlichen Nachtmitte fotografiert. Die zentrale Milchstraße geht über dem südöstlichen Horizont auf, ihre leuchtende Spur aus Sternen und Nebeln in der Ebene unserer Galaxis wird vom spiegelglatten See reflektiert.

Das hellste Himmelslicht – eingebettet in das diffuse galaktische Sternenlicht – ist Jupiter. Der etwas schwächere Saturn steht links darunter über den Bergen. Als der Frühling Blätter auf die Bäume brachte und das galaktische Zentrum in die nördliche Nacht, merkte der Fotograf, dass er auch Fröschen eine Stimme verliehen hatte, die wie eine Melodie über dem ruhigen Wasser klang.

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Mond bedeckt Saturn

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Bildcredit und Bildrechte: Cory Schmitz

Beschreibung: Manchmal verschwindet Saturn. Er geht zwar nicht fort, wird aber unsichtbar, wenn sich unser Mond davorschiebt. So eine Saturnbedeckung war Ende letzten Monats auf einem kleinen Streifen auf der Erde – von Brasilein bis Sri Lanka – zu beobachten.

Dieses Farbbild ist eine digitale Kombination der schärfsten Bilder, die fotografiert wurden fortlaufender Videos des Ereignisses, aufgenommen in Rot, Grün und Blau. Saturn und der vergleichsweise helle Mond wurden getrennt aufgenommen. Die Aufnahmen entstanden in Südafrika kurz vor der Verfinsterung – und kurz vor Sonnenaufgang. Als Saturn fast zwei Stunden später auf der anderen Seite des Mondes wieder auftauchte, war die Sonne bereits aufgegangen.

Dieses Jahr treten fast monatlich Bedeckungen von Saturn durch den Mond auf, leider sind sie nur für Leute am richtigen Ort bei klarem, dunklem Himmel sichtbar.

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Höhepunkte des nördlichen Frühlingshimmels

Die Infografik zeigt übersichtlich, was im Frühjahr 2019 am Himmel zu sehen ist.
Bildcredit und Bildrechte: Universe2go.com

Was sehen wir in dieser Jahreszeit am Nachthimmel? Die Grafik zeigt einige Höhepunkte auf der Nordhalbkugel der Erde. Sie wird als Ziffernblatt gelesen. Der Mittelpunkt liegt unten. Frühe nördliche Ereignisse im Frühling sind nach links aufgefächert, späte Ereignisse liegen rechts. Objekte, die relativ nahe an der Erde sind, befinden sich näher bei der Figur mit Teleskop unten in der Mitte. Fast alles, was dargestellt ist, sieht man ohne Teleskop.

Zu jeder Jahreszeit sehen die Sternbilder Jahr für Jahr gleich aus. Der Meteorstrom der Lyriden erreicht wie immer Mitte April seinen Höhepunkt. Auch die Internationale Raumstation (ISS) strahlt von Zeit zu Zeit als heller Fleck, der nach Sonnenuntergang über den Himmel zieht.

Nächste Woche ist die Tagundnachtgleiche im Frühling. Danach werden auf der Nordhalbkugel die Tage länger als die Nacht. Die Ungleichheit steigt im Lauf des Frühlings. Außerdem sieht man Jupiter im Laufe des Frühlings nachts immer früher. Gegen Ende des Frühlings gibt es im Mai zwei Vollmonde. Den zweiten davon nennt man einen „Blauen Mond„.

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Himmlische Anordnung über der sizilianischen Küste

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Bildcredit und Bildrechte: Dario Giannobile

Beschreibung: An diesen Sonnenaufgang würde man sich erinnern. Vor etwa einem Monat, kurz vor der Morgendämmerung, war im Osten eine eindrucksvolle Anordnung an Himmelsobjekten zu sehen. Am hellsten und dem Horizont am nächsten stand der Mond. Das orangefarbene Leuchten des Mondes entsteht, weil die dazwischenliegende Atmosphäre blaues Licht streut. Das nächsthellste und zweite Objekt am Horizont war der Planet Venus. Die Venus erscheint bläulicher als der Mond – was man (auch) in der Reflexion auf dem Wasser sieht. Als Nächstes folgt Jupiter, und das helle Objekt über Jupiter ist der Stern Antares.

Die Darbietung war fast auf dem gesamten Planeten Erde zu beobachten, doch dieses Bild wurde an einem malerischen Strand in der Nähe von Syrakus auf der Insel Sizilien in Italien aufgenommen. Diesen Monat erscheint Saturn vor Sonnenaufgang zwischen Venus und Jupiter, während Mars kurz nach Sonnenuntergang sichtbar ist.

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Familienporträt des Sonnensystems

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Bildcredit: Voyager-Projekt, NASA

Beschreibung: Die Raumsonde Voyager 1 blickte am Valentinstag 1990, als sie 6,4 Milliarden Kilometer von der Sonne entfernt war, ein letztes Mal zurück, um dieses allererste Familienporträt des Sonnensystems zu fotografieren. Das vollständige Porträit ist ein Mosaik aus 60 Einzelbildern, die an einem Aussichtspunkt fotografiert wurden, der 32 Grad über der Ebene der Ekliptik lag.

Die Einzelbilder von Voyagers Weitwinkelkamera tasten links das innere Sonnensystem ab und schaffen eine Verbindung nach rechts zum Gasriesen Neptun, dem äußersten Planeten des Sonnensystems. Die Positionen von Venus, Erde, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun sind mit Buchstaben markiert, die Sonne ist der helle Punkt nahe der Mitte des Bilderbogens. Die eingefügten Bildfelder für jeden Planeten stammen von Voyagers Telekamera. Merkur, der zu nahe an der Sonne steht, um ihn aufzuspüren, ist auf diesem Porträit unsichtbar, ebenso der Mars, der leider hinter Sonnenlicht verborgen ist, das ins optische System der Kamera gestreut wurde. Die Postition des kleinen, blassen Pluto, der damals der Sonne näher stand als Neptun, wurde nicht einbezogen.

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Mond, vier Planeten und Emu

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Bildcredit und Bildrechte: Alex Cherney (Terrastro, TWAN)

Beschreibung: Eine lichtstarke Milchstraße fällt auf dieser detailreichen Nachthimmelslandschaft zum Horizont, sie beginnt beim oberen Bildrand mit den Sternen im Kreuz des Südens und dem dunklen Kohlensacknebel. Auf diesem Bild, das in der Dunkelheit vor der Dämmerung des 2. Februar in Victoria (Australien, Planet Erde) fotografiert wurde, leuchtet der 26 Tage alte abnehmende Sichelmond noch hell am Horizont.

Die zweit- und dritthellsten Himmelslichter sind Venus und Jupiter im unteren Teil der Zentralwölbung der Milchstraße. Saturn liegt fast in einer Linie mit den hellen Planeten und dem Mond, er ist der Nadelstich aus Licht, der rechts unter dem Licht des Mondes gerade so sichtbar ist. Australiens erste Astronomen sahen in der länglichen gewölbten Form der vertrauten Milchstraße einen großen himmlischen Emu. Der Mond und die Planeten wirken in der sternklaren Nacht beinahe wie die Eier des Emus.

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