Orion in der Tiefe

Diese dreidimensionale Ansicht des Sternbildes Orion, basierend auf daten des Hipparcos-Katalogs, zeigt, dass nicht Rigel oder Betelgeuse, sondern Alnilam der hellste Stern im Orion ist.

Illustrationscredit und Bildrechte: Ronald Davison

Beschreibung: Orion ist ein vertrautes Sternbild. Die scheinbaren Positionen seiner Sterne bilden ein bekanntes zweidimensionales Muster am Himmelsgewölbe über dem Planeten Erde. Doch auf dieser 3-D-Ansicht sieht Orion nicht so vertraut aus.

Die Illustration zeigt die relativen Positionen der hellen Sterne in Orion. Dazu verwendet sie Daten aus dem Hipparcos-Katalog der parallaktisch gemessenen Entfernungen. Der am weitesten entfernte Stern ist Alnilam. Er ist der mittlere der drei Sterne, die vom Planeten Erde aus in der projizierten Richtung den Gürtel des Orion bilden.

Alnilam ist fast 2000 Lichtjahre entfernt, das ist fast die dreifache Entfernung der anderen Gürtelsterne Alnitak und Mintaka. Rigel und Beteigeuze erscheinen zwar am Himmel des Planeten Erde heller, doch in Wirklichkeit ist der weiter entfernte Alnilam (in absoluter Größenklasse) der hellste der vertrauten Sterne im Orion.

Messfehler der gemessenen Sternparallaxen im Orion entsprechen im Hipparcos-Katalog einer Entfernungsabweichung von ungefähr 100 Lichtjahren.

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Das Tal in Orion

Nahaufnahme des berühmten Orionnebels, die aus Daten der Weltraumteleskope Hubble und Spitzer modelliert wurde.

Visualisierungscredit: NASA, ESA, F. Summers, G. Bacon, Z. Levay, J. DePasquale, L. Frattare, M. Robberto, M. Gennaro (STScI) and R. Hurt (Caltech/IPAC)

Beschreibung: Diese interessante, ungewohnte Ansicht des Orionnebels ist eine Visualisierung, die auf astronomischen Daten und Filmwiedergabetechniken basiert.

Auf Tuchfühlung mit dem berühmten Sternentstehungsgebiet, das normalerweise aus einer Entfernung von 1500 Lichtjahren zu sehen ist, zeigt das digital modellierte Bild links eine Darstellung in sichtbarem Licht, basierend auf Hubble-Daten. Diese geht über zu Infrarotdaten des Weltraumteleskops Spitzer auf der rechten Seite. Der mittlere Bildausschnitt blickt ein Tal entlang, das breiter ist als ein Lichtjahr, und das in der Wand der gewaltigen Molekülwolke der Region liegt.

Das Tal des Orion endet in einem Hohlraum, der von den energiereichen Winden und der Strahlung der massereichen Zentralsterne des Trapez-Sternhaufens geschaffen wurde. Das Einzelbild stammt aus einem dreidimensionalen Video in mehreren Wellenlängen, das dem Betrachter einen immersiven Drei-Minuten-Flug durch den großen Orionnebel zeigt.

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M43: Staub, Gas und Sterne im Orionnebel

Der Orionnebel mit den Messier-Objekten M42 und M43 umfasst etwa 40 Lichtjahre und liegt im gleichen Spiralarm der Galaxis wie unsere Sonne.

Bildcredit: NASA, ESA, Hubble, HLA; Neubearbeitung und Bildrechte: Bryan Goff

Beschreibung: Unglaubliche Schönheit und unvorstellbares Chaos sind im Orionnebel vereint. Der große Nebel im Orion, eine gewaltige interstellare Molekülwolke, ist wohl der berühmteste aller astronomischen Nebel. Er ist nur 1500 Lichtjahre entfernt.

Dieses detailreiche Bild des Weltraumteleskops Hubble, das in zugeordneten Farben abgebildet ist, zeigt einen Teil des Nebelzentrums, der als M43 bekannt ist. Man findet den großen Nebel im Orion leicht mit bloßem Auge in der Nähe der leicht erkennbaren Gürtelsterne im beliebten Sternbild Orion.

Der ganze Orionnebel mit M42 und M43 umfasst ungefähr 40 Lichtjahre und liegt im gleichen Spiralarm unserer Galaxis wie die Sonne.

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Orion über den argentinischen Bergen

Bergpanorama mit den Gürtelsternen des Orion und dem Orionnebel, dem Pferdekopfnebel, dem Flammennebel und der Barnardschleife.

Bildcredit und Bildrechte: Nicolas Tabbush

Beschreibung: Erkennen Sie das Sternbild Orion? Es ist auf dem heute gezeigten Bild vielleicht schwieriger als sonst, weil die Kamera das Zentrum optisch näherholte. Außerdem wurden die Aufnahmen länger belichtet, um mehr Nebel darzustellen als jene, die das bloße menschliche Auge sehen kann.

Wenn man sich erst einmal orientiert hat, erkennt man in der Mitte die drei Gürtelsterne des Orion senkrecht in einer Reihe, und links oben den vertrauten Orionnebel. Zu den berühmten blassen, hier sichtbaren Strukturen gehören die dunkle Einkerbung des Pferdekopfnebels in der Bildmitte und rechts daneben der staubige Flammennebel. Ganz rechts ist auch ein Teil der Barnarschleife zu sehen, die rings um Orion verläuft.

Für das Bild wurden mehrere nachgeführte Aufnahmen vom Hintergrund in verschiedenen Farben mit einer einzelnen statischen Vordergrundaufnahme kombiniert. Alle Fotos wurden mit derselben Kamera am selben Ort fotografiert und. Die malerische Szene entstand Anfang des letzten Jahres in den Bergen von San Juan in Argentinien.

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Hinter Beteigeuze

Der rote Überriesenstern Beteigeuze im Sternbild Orion ist so hell, dass er auch in kleineren Teleskopen größer als nur ein Lichtpunkt erscheint.

Bildcredit und Bildrechte: Adam Block, Steward-Observatorium, Universität von Arizona

Beschreibung: Was liegt hinter Beteigeuze? Der rote Überriesenstern Beteigeuze ist einer der helleren und ungewöhnlicheren Sterne am Himmel, man findet ihn im berühmten Sternbild Orion. Beteigeuze ist uns viel näher als die meisten der anderen hellen Sterne dieses Sternbildes, und er liegt auch vor dem großen Orion-Molekülwolkenkomplex.

In Zahlen ausgedrückt braucht das Licht von Beteigeuze ungefähr 700 Jahre, um uns zu erreichen. Das Licht des Orionnebels mit dem Staub und Gas, das ihn umgibt, braucht hingegen zirka 1300 Jahre, um zu uns zu gelangen. Alle Teleskope – bis auf die größten – sehen Beteigeuze nur als Lichtpunkt, aber dieser Punkt ist so hell, dass er durch die Unschärfe, die im Teleskop und in der Erdatmosphäre entsteht, ausgedehnt erscheint.

Auf diesem lang belichteten Bild sieht man Tausende Hintergrundsterne in unserer Milchstraße hinter Beteigeuze sowie den dunklen Staub der Orion-Molekülwolke und einige rot leuchtende Emissionen von Wasserstoff im Außenbereich des weiter entfernten Lambda-Orionis-Ringes.

Beteigeuze wurde nun nach seiner ungewöhnlich blassen Erscheinung in den letzten sechs Monate wieder heller, doch man erwartet weiterhin, dass er irgendwann im Laufe der nächsten (ungefähr) 100.000 Jahre als spektakuläre Supernova explodiert.

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Orion, 212 Stunden belichtet

Das Sternbild Orion und die umgebende Region mit Barnardschleife, Beteigeuze, Rigel, Lambda Orionis, Rosettennebel, Pferdekopfnebel, Hexenkopfnebel, Flammennebel, Fuchsfellnebel und vielen mehr (siehe Text).

Bildcredit und Bildrechte: Stanislav Volskiy, überlagerte Beschriftung: Judy Schmidt

Das Sternbild Orion bietet viel mehr als drei Sterne in einer Reihe. Es ist eine Richtung im Raum voller interessanter Nebel. Um diesen bekannten Ausschnitt am Himmel besser zu würdigen, wurde er in den Jahren 2013 und 2014 viele klare Nächte lang für eine extrem lang belichtete Aufnahme fotografiert. Die Kamerazeit betrug 212 Stunden, und die Dateien wurden ein weiteres Jahr bearbeitet. So entstand diese Collage aus 1400 Aufnahmen. Sie ist breiter als 40 Winkeldurchmesser des Mondes.

Ein besonders auffälliges Detail ist die Barnardschleife. Sie ist der helle, rote, runde Bogen, der sich von der Mitte aus nach links unten wölbt. Der Rosettennebel ist nicht der große rote Nebel oben. Dieser ist der größere, aber weniger bekannte Nebel Lambda Orionis. Doch man sieht auch der Rosettennebel. Es ist der kleine, rot-weiße Nebel links oben. Der helle orangefarbene Stern über der Bildmitte ist Beteigeuze. Rechts unten ist der helle blaue Stern Rigel.

Weitere berühmte Nebel sind der Hexenkopfnebel, der Flammennebel, der Fuchsfellnebel und – wenn ihr wisst, wo ihr suchen müsst – der relativ kleine Pferdekopfnebel. Die berühmten drei Sterne im Gürtel des Jägers Orion sind auf diesem überfüllten Bild schwer erkennbar. Doch ein scharfes Auge findet sie rechts unter der Bildmitte.

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M42: Im Inneren des Orionnebels

Bildfüllend ist der Orionnebel in Magenta und Hellviolett abgebildet, im Zentrum leuchtet der Nebel weißlich.

Bildcredit und Bildrechte: Josep M. Drudis und Don Goldman

Der große Nebel im Orion ist eine riesige Sternentstehungsregion in der Nähe. Er ist der vielleicht berühmteste astronomische Nebel. Leuchtendes Gas umgibt heiße, junge Sterne am Rand einer gewaltigen interstellaren Molekülwolke, die nur 1500 Lichtjahre entfernt ist.

Dieses detailreiche Bild in zugewiesenen Farben wird von den Emissionen in Sauerstoff und Wasserstoff betont. Fasern und Hüllen aus Staub und Gas treten markant hervor. Der große Nebel im Orion ist mit bloßem Auge zu sehen. Er befindet sich in der Nähe des leicht erkennbaren Gürtels aus drei Sternen im beliebten Sternbild Orion.

Der Orionnebel enthält viele weitere Sternentstehungsgebiete. Eins davon ist der helle offene Sternhaufen, der als Trapez bekannt ist. Darin befinden sich viel Wasserstoff, heiße junge Sterne, Proplyden und stellare Strahlströme, die Materie mit hohen Geschwindigkeiten ausstoßen.

Der Orionnebel ist auch als M42 bekannt, er ist etwa 40 Lichtjahre groß und liegt im gleichen Spiralarm unserer Galaxis wie die Sonne.

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Orion geht über Brasilien auf

Über einer dunklen Silhouette mit Baum am Horizont türmt sich das markante Sternbild Orion auf, es liegt kopfüber auf der Seite.

Bildcredit und Bildrechte: Carlos Fairbairn

Beschreibung: Haben Sie kürzlich den Orion gesehen? Die nächsten Monate sind die besten, um zu beobachten, wie das vertraute Sternbild nachts immer früher aufgeht. Doch Orions Sterne und Nebel sehen mit bloßem Auge nicht ganz so bunt aus wie auf dieser fantastischen Fotografie. Auf diesem Bild wurde Orion letzten Monat in Brasiliens Mittelwestregion mit einer Kamera fotografiert, die seine vollen Farben zur Geltung brachte.

Der kühle Rote Riese Beteigeuze leuchtet hier einem starken Orangeton, er ist der hellste Stern ganz links. Ansonsten sind Orions heiße blaue Sterne zahlreich, der Überriese Rigel balanciert Beteigeuze oben rechts, Bellatrix  oben links und Saiph rechts unten. Im Gürtel des Orion sind von unten nach oben in einer Reihe Alnitak, Alnilam und Mintaka, alle sind etwa 1500 Lichtjahre entfernt und in den bekannten, gut untersuchten interstellaren Wolken des Sternbildes entstanden. Falls Ihnen ein „Stern“ rechts oben in Orions Schwert rötlich und verschwommen vorkommt, ist das so in Ordnung. Es ist ein Sternentstehungsgebiet, das als Orionnebel bekannt ist.

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