Meteore über der inneren Mongolei

Viele Meteore ziehen über den Nachthimmel, sie spiegeln sich in einem See. Rechts steht eine Person mit einem Stativ. Am Horizont strahlt ein helles Licht.

Bildcredit und -rechte: Haitong Yu

Hat euch schon einmal ein Strom aus Sternschnuppen fasziniert? Dabei flammen fast jede Minute kurze Lichtblitze am Himmel auf. Das war das Schicksal dieses Astrofotografen beim Perseïden-Meteorstrom im letzten Jahr. Die Aufnahmen für dieses Bildkomposit entstanden im Lauf von 3 Stunden. Dabei fielen etwa 90 Perseïden über dem Duolun. Das ist ein See in der Inneren Mongolei in China. Wenn ihr den Spuren der Meteore rückwärts folgt, seht ihr, dass die meisten scheinbar aus einem Sternbild strömen. In diesem Fall ist es Perseus. Ihr seht sogar, welche Meteore keine Perseïden sind, denn sie laufen anders.

Heute Nacht ist wieder eine gute Gelegenheit für einen Meteorstrom, denn die Geminiden erreichen ihren Höhepunkt. Der Radiant des Stroms liegt in den Zwillingen. Sie gehen kurz nach Sonnenuntergang auf, und man sieht sie fast die ganze Nacht.

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Höhepunkte am Winterhimmel

Die Infografik zeigt Ereignisse am Nachthimmel im Winter 2018.

Illustrationscredit und -rechte: Universe2go.com

Was passiert diesen Winter am Himmel? Diese Grafik zeigt einige Höhepunkte für die Nordhalbkugel der Erde. Sie ist eine Art Ziffernblatt, das unten zentriert ist. Frühe Ereignisse am Winterhimmel sind links aufgefächert, späte Winterereignisse rechts. Objekte, die der Erde relativ nahe sind, liegen näher an der Gestalt mit Teleskop unten in der Mitte. Doch fast alles, was hier gezeigt ist, sieht man ohne Teleskop.

Ein Höhepunkt am Winterhimmel ist der Meteorstrom der Geminiden. Er erreicht diese Woche seinen Höhepunkt. Am Abendhimmel stehen das auffällige Sternbild Orion und viele Planeten. Sie gehen im Februar vor der Sonne auf. Wie zu jeder Jahreszeit zieht manchmal die Internationale Raumstation ISS über den Himmel. Man sieht sie, wenn man weiß, wann und wo man sie suchen muss.

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In grüner Gesellschaft: Polarlicht über Norwegen

Polarlicht über dem Austnesfjorden in der Nähe von Svolvear auf Lofoten in Nordnorwegen.

Bildcredit und Bildrechte: Max Rive

„Hebe die Arme, wenn du ein Polarlicht siehst.“ Mit dieser Anweisung vergingen zwei Nächte großteils mit Wolken. Doch in der dritten Nacht klarte der Himmel bei der Rückkehr zum selben Gipfel nicht nur auf. Er zeigte sogar eine spektakuläre Polarlichtschau. Die Arme flogen hoch in die Luft. Geduld und Erfahrung trugen Früchte. So entstand dieses faszinierende Bild.

Die Umgebung ist ein Gipfel beim Austnesfjorden. Dieser Fjord liegt in der Nähe von Svolvear auf Lofoten in Nordnorwegen. Es war Anfang 2014. Unsere Sonne nähert sich zwar dem Sonnenminimum und zeigt daher relativ wenig Oberflächenaktivität. Doch Löcher in der oberen Korona sorgten in den letzten Monaten für einige hübsche Polarlichter.

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Die Horizonte verbinden

Das Panorama läuft von Horizont zu Horizont über den Zenit. Daher stehen die Kuppeln am oberen Bildrand auf dem Kopf. Dazwischen verlaufen Milchstraße, Zodiakallicht, Nachthimmellicht und viele bekannte ikonische Himmelsobjekte.

Bildcredit und Bildrechte: Jean-Francois Graffand

Folgt dem Panorama von Horizont zu Horizont. Dabei streift der Blick über den Zenit am dunklen Nachthimmel über dem Observatorium auf dem Gipfel des Pic du Midi.

Für die Reise über ein Wolkenmeer wurden am 31. Oktober gegen Ende der Nacht 19 Bilder aufgenommen. Sie wurden als Mercatorprojektion montiert. Diese rechnet die beiden Horizonte flach. Oben seht ihr im Osten zur Kuppel des 1-Meter-Teleskops am Observatorium. Sie steht auf dem Kopf. Leicht erkennt ihr die Ebene der Milchstraße. Sie geht scheinbar von der Kuppel aus und läuft abwärts zum Horizont gegenüber. Rechts daneben leuchtet das auffallende diffuse Zodiakallicht. Es entsteht in der Ebene der Ekliptik im Sonnensystem.

Zodiakallicht und Milchstraße kreuzen sich nahe dem Zenit. Sie laufen abwärts zum Nachthimmellicht im Westen. In der Milchstraße sind Sternhaufen, kosmische Staubwolken und blasse Nebel verteilt. Sie verschwinden unten am westlichen Horizont hinter weiteren Kuppeln am Observatorium auf dem Pic du Midi und einer großen Antenne für Kommunikation.

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Großer Wagen über dem Pyramid Mountain

Eine Landschaft mit hohen Bergen in der Ferne und immergrünen Bäume in der Nähe. Oben ist ein sternenklarer Himmel, an dem die Sterne des Großen Wagens leicht erkennbar sind. Ein Rollover-Bild beschriftet die Namen der Sterne des Großen Wagens.

Bildcredit und Bildrechte: Steve Cullen

Seit wann kennt ihr diese Sterngruppe? Viele Leute auf der ganzen Welt kennen sie. Doch verschiedene Kulturen verbinden mit dieser Sterngruppe unterschiedliche Bilder und Sagen. In Europa kennt man sie als Großer Wagen. Sie gehören zu einem Sternbild, das 1922 von der Internationalen Astronomischen Union Große Bärin (Ursa Major) genannt wurde.

Die anerkannten Namen dieser Sterne sind – von links nach rechts – Alkaid, Mizar und Alkor, Alioth, Megrez, Phekda, Merak und Dubhe. Meist hängen die Sterne in einem beliebigen Sternbild physisch nicht zusammen. Daher überrascht es, dass die meisten Sterne im Großen Wagen anscheinend nahe beisammen stehen und gemeinsam durch den Raum pflügen.

Diese Eigenschaft teilen sie mit weiteren Sternen in einem noch größeren Bereich am Himmel. Ihre gemessene gemeinsame Bewegung lässt vermuten, dass sie alle zu seinem losen, nahen Sternhaufen gehören. Vermutlich ist er nur etwa 75 Lichtjahre entfernt und bis zu 30 Lichtjahre groß. Der Haufen wird passend Ursa-Major-Gruppe genannt.

Das Bild zeigt die kultigen Sterne. Es wurde über dem Pyramid Mountain in Alberta (Kanada) fotografiert.

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Der ganze Himmel mit STEVE

Das kreisrunde Himmelsbild entstand mit einem Fischauge. Am oberen Rand leuchtet grünes Polarlicht. Die Milchstraße läuft diagonal durchs Bild. Ein STEVE bildet einen nach unten gewölbten Bogen. Der STEVE verläuft quer über den ganzen Himmel und leuchtet purpurfarben.

Bildcredit und Bildrechte: Alan Dyer, Amazingsky.com, TWAN

Vertraute grüne und rote Polarlichter fluten den Himmel oben am nördlichen Horizont. Das Fischaugen-Panorama entstand am 27. September. Am milden, klaren Abend wölbt sich die Milchstraße über den Zenit am Himmel im Süden von Alberta. Sie endet dort, wo der sechs Tage alte Mond im Südwesten untergeht.

Im Süden ist ein seltsamer isolierter Bogen im Süden in Rosa und Weiß. Es ist ein sogenannter STEVE. Der Name für das Phänomen entstand in einer Facebook-Gruppe von Polarlichtjägern in Alberta. Leute in dieser Gruppe zeichneten Gebilde auf, die an Polarlichter erinnern.

Manche vermuteten hinter den rätselhaften Bögen der STEVEs ein Protonen-Polarlicht oder einen Protonenbogen. Er hing scheinbar mit Polarlichtern zusammen. Doch er lag näher am Äquator als die Schleier von Polarlichtern. In vielen Regionen wurden Bögen von STEVEs fotografiert. Kürzlich erforschte ein Satellit der Mission Swarm einen STEVE direkt.

Messungen zeigen, dass Bögen von STEVEs nicht durch die Strahlung angeregter Elektronen entstehen. Sie sind eher die Wärme-Emission von strömendem Gas. Das Akronym STEVE passt zufällig zur Bezeichnung Strong Thermal Emission from Velocity Enhancement. Übersetzt heißt das ungefähr „Starke thermische Strahlung durch Beschleunigung“. Ihr Ursprung bleibt rätselhaft.

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Milchstraße, Zodiakallicht und die australischen Pinnacles

Über den Pinnacles in Westaustralien wölbt sich die Milchstraße. Am Horizont steigt Zodiakallicht auf.

Bildcredit und Bildrechte: Jingyi Zhang

Was ist das für eine seltsame Welt? Es ist die Erde. Vorne im Bild stehen die Pinnacles. Sie sind ungewöhnliche Felsnadeln im Nambung-Nationalpark in Westaustralien. Diese malerischen Zinnen sind so groß wie eine Frau. Wie sie aus urzeitlichen Meeresmuscheln (Kalkstein) entstanden sind, wird weiterhin erforscht.

Das Panorama wurde letzten Monat fotografiert. Ein Strahl aus Zodiakallicht steigt nahe der Bildmitte vom Horizont auf. Zodiakallicht ist Sonnenlicht, das von Staubkörnchen reflektiert wird, die auf Bahnen in der Ebene der Planeten um die Sonne kreisen. Oben wölbt sich das zentrale Band unserer Milchstraße. Hinten sieht man auch die Planeten Jupiter und Saturn sowie mehrere berühmte Sterne am Nachthimmel.

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100 Schritte nach vorn

Eine Person geht von der Kamera fort über eine einsame Sandwüste mit Dünen. Rechts am Horizont gleißt eine Konjunktion aus Mond und Venus. In der Mitte steigt die Milchstraße nach rechts oben auf.

Bildcredit und Bildrechte: Camilo Jaramillo

Diese Landschaft zeigt den Nachthimmel über dem Planeten Erde mit einer schönen Konjunktion von Venus und Mond, einem Menschen, Sand und der Milchstraße. Die Szene ist ein Panorama aus 6 Fotos. Es zeigt einen Moment am Ende einer Reise. Vorne führen Fußstapfen über die vom Wind gewellten Dünen bei der Oase Huacachina. Sie liegt in der südwestlichen Wüste von Peru. Das Ergebnis ist ein bezaubernder Blick auf die Welt bei Nacht. Es gewann bei einem internationalen Wettbewerb für Erd- und Himmelsfotografie 2017 von The World at Night.

Abschied von Cassini

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