Strichspuren über dem Elbursgebirge

Über zerklüfteten Bergen, die von rechts beleuchtet werden, ziehen Sterne einen dichten Teppich aus farbigen Strichspuren. In der Mitte erkennt man das Sternbild Orion mit seinem markanten rosafarbenen Nebel.

Bildcredit und Bildrechte: Stéphane Guisard (Los Cielos de America, TWAN)

Über dieser weiten Landschaft mit Bergen und Himmel ziehen farbige Sternspuren durch die Nacht. Die Bilder wurden auf einem rotierenden Planeten mit einer Kamera auf Stativ fotografiert und digital kombiniert. Der Blick reicht nach Süden über das Elbursgebirge im Norden des Iran.

Über den zerklüfteten Bergen ziehen die Sterne konzentrische Bögen um den Himmelssüdpol des Planeten, der unter dem Horizont steht. Viele kurz belichtete Bilder wurden kombiniert. Sie bringen auch die schönen Sternfarben zur Geltung. Bläuliche Spuren stammen von Sternen, die heißer sind als unsere Sonne. Dagegen stammen gelbliche Spuren von kühleren Sternen. Die markante rosafarbene Spur nahe der Mitte zog der Orionnebel, in dem Sterne entstehen.

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Helle Bänder in der Nacht

Über dem Horizont steigen links Zodiakallicht und rechts die Milchstraße auf. Im ruhigen Fluss unten spiegeln sich die Strichspuren von Sternen.

Bildcredit und Lizenz: Ruslan Merzlyakov (RMS Photography)

Was sind diese zwei Bänder am Himmel? Das rechte Band ist häufiger zu sehen. Es ist das zentrale Band unserer Milchstraße. Die Sonne kreist in der Scheibe dieser Spiralgalaxie. Von innen gesehen läuft ihr fast gleichmäßig helles Band um den ganzen Himmel. Die Milchstraße steht das ganze Jahr über am Himmel. Man sieht sie, wenn man weit genug von einer Stadt entfernt ist.

Das linke Band ist seltener zu sehen. Es ist Zodiakallicht und entsteht, wenn Sonnenlicht von Staub reflektiert wird, der um die Sonne kreist. Das Zodiakallicht schimmert nahe bei der Sonne am hellsten. Daher sehen wir es kurz vor Sonnenaufgang oder nach Sonnenuntergang. Vor allem in den Monaten März und April sieht man im Norden das Band aus Zodiakallicht ziemlich gut am Abend nach Sonnenuntergang. Kürzlich fanden Forschende heraus, dass Zodiakalstaub vorwiegend von Kometen stammt, die nahe an Jupiter vorbeizogen.

Nur zu bestimmten Zeiten im Jahr sieht man beide Bänder nebeneinander, so wie hier. Im Bild spiegeln die beiden Lichtstreifen scheinbar das Ufer des Liver Å an den Himmel. Das Panorama entstand aus Bildern, die vor etwa drei Wochen im dänischen Nordjylland nacheinander fotografiert wurden.

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Mondfliege und Strichspuren

Hinter einem kahlen Baum ist der Himmel dicht von den Strichspuren von Sternen überzogen. Links oben ist eine seltsame Spur. Sie ist an den Enden sehr hell, dazwischen ist sie dunkler und rötlich. Es ist der Mond während einer totalen Finsternis. Hinten am Horizont stehen Berge.

Bildcredit und Bildrechte: Haitong Yu

Am 31. Jänner konnte man auf der ganzen Nachtseite der Erde eine geruhsame Mondfinsternis bewundern. Es war die erste von drei totalen Mondfinsternissen, die nacheinander stattfinden. Dieses dramatische Zeitrafferbild entstand in der Provinz Hebei im Norden von China. Es zeigt das himmlische Schauspiel und kombiniert eine Serie an Aufnahmen, die im Laufe von drei Stunden belichtet wurden.

Eine Kamera auf einem Stativ fotografierte den Vollmond, als er über den klaren Nachthimmel glitt. Die Spur des Mondes erinnert an eine Fliege. Sie ist vor und nach der Finsternis sehr hell. Während der dunkleren totalen Finsternisphase, die eine Stunde und 16 Minuten dauerte, wird sie schmal und rot. Weit hinten laufen die farbigen Strichspuren in konzentrischen Bögen über und unter dem Himmelsäquator.

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Totale Mondfinsternis über Tadschikistan

Videocredit und -rechte: Jean-Luc Dauvergne (Ciel et Espace); Musik: Valère Leroy und Sophie Huet (Space-Music)

Was sieht man, wenn der Vollmond plötzlich verblasst? Dieses mitreißende Zeitraffervideo zeigt die Antwort. Es wurde bei der totalen Mondfinsternis 2011 in Tadschikistan gefilmt. Bei einer totalen Mondfinsternis wandert die Erde zwischen Sonne und Mond. Dadurch verblasst der Mond dramatisch. Er wird jedoch niemals ganz dunkel, weil die Erdatmosphäre etwas Licht bricht.

Der Beginn dieses Videos wirkt wie eine Tagesszene im Sonnenlicht, doch es ist Nacht. Das Licht des Vollmondes beleuchtet die Szene. Während der Mond verdunkelt wird, ebbt der Wind ab. Vorne spiegeln sich die Sterne im See. Sehr eindrucksvoll füllt sich der Himmel um den verfinsterten Mond plötzlich mit Sternen. Dahinter verläuft die belebte Ebene der Milchstraße. Der Ablauf wiederholt sich mit kleinerem Bildausschnitt. Das Schlussbild zeigt den verfinsterten Mond nahe bei Adler-, Schwanen-, Trifid– und Lagunennebel.

Fast zwei Stunden nach Beginn der Finsternis tritt der Mond aus dem Erdschatten. Sein voller Glanz erhellt wieder den Himmel. Diesen Mittwoch findet wieder eine totale Mondfinsternis statt – diesmal mit einem seltenen blauen Super-Butmond.

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Sterne über einer Lagune in der Salar de Atacama

Die glatte Lagune mitten im Bild erinnert an ein Auge, das zum Himmel blickt. Rechts steht die Fotografin. Darin spiegeln sich die Milchstraße, die Planeten Mars und Jupiter, die Magellanschen Wolken und das Zodiakallicht.

Bildcredit und Bildrechte: Kerry-Ann Lecky Hepburn (Weather and Sky Photography)

In der Salar de Atacama blickt eine von vielen Lagunen in einer ruhigen Nacht zum Himmel und spiegelt die Sterne. Die Lagune liegt nahe bei San Pedro de Atacama in Chile auf dem Planeten Erde. Im Zentrum der Milchstraße verlaufen kosmische Risse aus Staub, Sternwolken und Nebeln. Sie gehen im Osten hinter den Vulkanen am Horizont auf.

Das besinnliche Panorama aus sechs Einzelbildern entstand am 15. Jänner am frühen Morgen. Nahe der Ekliptik leuchten Jupiter und Mars. Die hellen Planeten im Sonnensystem sind in Zodiakallicht getaucht. Es steigt links über dem galaktischen Zentrum auf. Rechts stehen im Süden über dem Horizont die Große und die Kleine Magellansche Wolke. Sie sind Begleitgalaxien der Milchstraße.

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Drei Galaxien und ein Komet

Eine Bergkette bildet den Horizont. Rechts neben einem steil abfallenden Hang wölbt sich der prächtige Schweif des Kometen McNaught. Von links steigt die südliche Milchstraße nach oben auf. Rechts schimmern die Große und die Kleine Magellansche Wolke.

Bildcredit und Bildrechte: Miloslav Druckmuller (Technische Universität Brünn)

Das diffuse Sternenlicht und die dunklen Nebel in der südlichen Milchstraße wölben sich über den Horizont. Sie steigen auf dieser nächtlichen Landschaft diagonal nach rechts auf. Das atemberaubende Mosaik ist ganze 100 Grad breit. Vorne liegt das schroffe Gelände im argentinischen Teil von Patagonien.

Das Bild zeigt die Innenansicht unserer Galaxis und unseren Blick von außen auf zwei unregelmäßige Begleitgalaxien. Es sind die Große und die Kleine Magellansche Wolke. Der breite Schweif und die helle Koma des Kometen McNaught stehen knapp über dem Horizont. Er war der prachtvolle Komet 2007.

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Start und Landung

Am heiteren, leicht bewölkten Himmel zieht eine startende Rakete eine Leuchtspur, eine zweite Spur leuchtet am Scheitel des großen Bogens und eine dritte unten am Horizont.

Bildcredit und Bildrechte: John Kraus

Für diese nächtliche Landschaft wurden drei Fotos kombiniert, die nacheinander an einem Strand der Weltraumküste auf dem Planeten Erde entstanden sind. Sie zeigen den Start einer Falcon-9-Rakete am 7. Jänner und die Landung der ersten Stufe.

Der helle Streifen ganz links zeigt die Anfangsphase des Raketenfluges. Der Start fand an der Cape Canaveral Air Force Station statt. Beim Scheitel des Bogens ist ein deutlicher Haken nach oben. Er markiert eine Rückschubzündung. Damit beginnt die Rückkehr der ersten Stufe, während die zweite Stufe abkoppelt und zur Umlaufbahn weiterfliegt.

Ein heller Streifen zeigt das Abbremsen und die Rückkehr der ersten Stufe zum Kap. Wegen der Perspektive liegt er über dem Scheitel des Startbogens. Der Streifen am Horizont in der Mitte ist ein Schub, der 17 Sekunden dauert. Er bremst die erste Stufe endgültig ab. Etwa 8 Minuten nach dem Start findet die erfolgreiche senkrechte Landung bei Landezone 1 statt. Während der langen Belichtungszeit ziehen die Sterne hinten kurze Strichspuren am Nachthimmel des rotierenden Planeten.

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Carina über Lake Ballard

Über einem Hügel, der aus der Ebene eines trockenen Salzsees ragt, steigt die Milchstraße auf. Im Bild sind auch die Sterne Alpha und Beta Centauri, der Carinanebel, der Kohlensack und das Kreuz des Südens. Die Szene ist von Mondlicht beleuchtet.

Bildcredit und Bildrechte: William Vrbasso

Der große Carinanebel ist ein Juwel am Südhimmel. Man kennt ihn auch als NGC 3372. Er ist eine der größten Regionen mit Sternbildung in unserer Galaxis. Der Nebel ist leicht mit bloßem Auge erkennbar. Er leuchtet auf dieser heiteren Landschaft hoch am Nachthimmel über dem unverkennbaren Hügel beim Lake Ballard. Das ist ein ausgetrockneter Salzsee in Westaustralien. Das Bild entstand am 25. Dezember 2017.

Die Milchstraße steigt im Süden vom Horizont auf. An der Milchstraße liegen über der rechten Flanke des Hügels die hellen Sterne Alpha und Beta Centauri. Über der Hügelkuppe befinden sich das Kreuz des Südens und der dunkle Kohlensack. Die Szene ist ein Mosaik aus 22 Bildfeldern. Es wurde beschnitten, um die Schönheit der Region in der südlichen Milchstraße noch besser zur Geltung zu bringen.

In der kurzen Sommernacht wurden die Mosaikbilder des Himmels mit einer Kamera auf einer Montierung aufgenommen, die den Sternen folgte. Um den Vordergrund im Mondlicht abzulichten, wurde der Antrieb gestoppt.

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