Die Wächter von Rapa Nui unter der Milchstraße

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Bildcredit und Bildrechte: Rositsa Dimitrova; Text: Keighley Rockcliffe (NASA GSFC, UMBC CSST, CRESST II)

Mit den Worten der Astrofotografin des Tages, Rositsa Dimitrova: Was haben diese stummen Beobachter schon alles am Himmel geschehen gesehen? Die vulkanischen Mo’ai (das bedeutet Statue) von Ahu Tongariki wachen über Rapa Nui. Die Osterinsel ist eine polynesische Insel. 1888 wurde sie von Chile annektiert. Sie liegt Tausende Kilometer von der Küste Südamerikas entfernt mitten im Pazifischen Ozean.

Dank ihrer Abgeschiedenheit können die Mo’ai mit dem Rücken zum dunklen Ozean den klaren, strahlenden Nachthimmel bestaunen. Auf unserem Bild betrachten die überlebensgroßen Statuen das helle Band der Milchstraße. Es wird durch interstellare Staubwolken verdunkelt und ist auch zum Teil von Wolken auf der Erde verdeckt.

Unter dem klaren Nachthimmel haben die Rapa Nui auch Sternwarten errichtet. Sie verwendeten astronomische Beobachtungen für die Navigation. Sie nutzen Astronomie auch für ihren Kalender, für Festtage und vieles mehr. Solche Bilder erinnern uns an die Bedeutung des Nachthimmels. Sie ermahnen uns, wie wichtig es ist, das Land und die Kulturen zu schützen, die er inspiriert hat.

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Grüne Umgebung: Nordlicht über Norwegen

Der Himmel ist voller Nordlichter, die eine verschneite Landschaft grün beleuchten. Vorne ragt ein spitzer Gipfel auf. Dort steht eine Person mit erhobenen Armen.

Bildcredit und Bildrechte: Max Rive

Hebe die Arme, wenn du Nordlichter siehst! Mit dieser Anweisung vergingen zwei Nächte mit hauptsächlich dichten Wolken. Bei der Rückkehr in der dritten Nacht zu denselben Gipfeln war es dann aber soweit. Der Himmel klarte nicht nur auf, sondern erstrahlte in spektakulären Nordlichtern. Die Arme streckten sich zum Himmel. Geduld und Erfahrung wurden mit dieser außergewöhnlichen Aufnahme belohnt.

Das kreative Bild entstand aus drei einzelnen Aufnahmen. Die Szenerie ist ein Berggipfel im Austnesfjorden in der Nähe der Stadt Svolvær auf Lofoten im nördlichen Norwegen. Man schrieb das Jahr 2014. Heuer passiert die Sonne wieder ein Maximum ihres 11-jährigen Aktivitätszyklus. Darum gab es in letzter Zeit auch jede Menge spektakuläre Nordlichter zu sehen.

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Orions Schätze über verschneiten Bergen

Unten steht eine Person in einer verschneiten Landschaft und leuchtet mit einer Taschenlampe auf den Boden. Am Horizont dahinter stehen Bäume und schneebedeckte Berge. Am Sternenhimmel oben schimmern mehrere bekannte rote Nebel.

Bildcredit und Bildrechte: Włodzimierz Bubak; Text: Ogetay Kayali (MTU)

Über einem vereisten Tal in der Tatra steht das bekannte Sternbild Orion mit seinen hellen Sternen und berühmten Nebeln. Das Foto entstand in Polens höchstem Gebirge, das im Süden steht. Der dunkle Nachthimmel passt gut zu der gebirgigen Umgebung und zeigt die Schönheit der Erde und unserer Galaxis.

Die Berge sind von Schnee bedeckt. Darüber strahlen die hellen Sterne in Orions Gürtel über einem Himmelsgebiet, das berühmt ist für seine hell leuchtenden interstellaren Gaswolken. Der große Orionnebel ist ein gewaltiges Gebiet, in dem Sterne entstehen. Es ist sogar mit freiem Auge sichtbar und leuchtet mitten im Bild. Die riesige Barnard-Schleife (Barnards‘ Loop), eine Wolke aus ionisiertem Wasserstoff, windet sich außen herum. Sie reicht fast um das ganze Sternbild.

Links schimmert das sanfte Leuchten des Rosettennebels. Der gräuliche Hexenkopfnebel steht rechts neben der Bildmitte. Er wird vom Licht naher Sterne erleuchtet. Der orange Riesenstern Beteigeuze am oberen Bildrand bildet die Schulter des Jägers Orion.

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Meteorstaub

Über den nebelverhangenen Gelben Bergen (Huang Shan) im Osten von China flammt ein heller Meteor der Geminiden am sternklaren Himmel auf. Nach links zieht eine rötliche blasse Staubspur. Oben strahlt der helle Stern Sirius.

Bildcredit und Bildrechte: Xu Chen

Was geschieht mit diesem Meteor? Während er durch die Erdatmosphäre rast und sich dabei erhitzt, verliert er seine äußersten Schichten. Die Temperatur steigt rasch an. So entsteht nicht nur das helle Leuchten des beeindruckenden Streifens, sondern es schmelzen und verdampfen auch Teile des Meteors. Dabei entsteht Staub.

Dieser Staub wird üblicherweise vom Wind fortgeblasen. Nur ein paar Minuten später sieht man keine Spuren mehr. Der größte Teil des Staubs sinkt allmählich zur Erdoberfläche herab.

Das Bild wurde Mitte Dezember beim Sternschnuppenstrom der Geminiden fotografiert. Links oben leuchtet Sirius, der hellste Stern am Nachthimmel. Im Vordergrund stehen die nebelverhangenen Hänge des Huang Shan, das Gebirge der Gelben Berge im Osten von China.

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Polar-Korona

Panoramaufnahme einer isländischen Landschaft mit See im Vordergrund. Am Himmel ist sehr helles Polarlicht in rot, grün, und violett zu sehen.

Bildcredit und Bildrechte: Roi Levi

Dank des Maximums des 25. Sonnenzyklus war das Jahr 2025 großartig für Nordlichter (und Südlichter). Die starke Aktivität der Sonne dürfte im Jahr 2026 noch andauern. Genießt dieses spektakuläre Polarlicht, während ihr den Beginn des neuen Jahrs feiert. Das Nordlicht erfüllte den sternenbedeckten Nachthimmel über dem Kirkjufell in Island.

Die eindrucksvolle Polarlicht-Korona strahlte während eines starken geomagnetischen Sturms. Er entstand im März 2025 durch intensive Sonnenaktivität während der Tagundnachtgleiche. Wenn ihr direkt von unten in die Schleier eines Polarlichts blickt, könnt ihr so eine Korona sehen. Das Panorama der nordischen Landschaft und des eindrucksvollen Schauspiels am Himmel besteht aus 21 Einzelbildern.

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Ein künstlicher Komet

Die weißen Streifen, die vom Horizont nach links aufsteigen und sich nach oben auffächern, erinnern an einen Kometen. An derselben Stelle steigt die Milchstraße nach rechts auf. Der sternklare Himmel schillert in bunten Farben.

Bildcredit und Bildrechte: Wang Chao

Kann der Schweif eines Kometen das auch? Nein! Und das hier ist nicht der Schweif eines Kometen. Das Bild zeigt einer Gruppe von Satelliten, die im Juni gemeinsam die Erde umkreisten, als geschickt überlagerte Zeitraffersequenz. Es handelt sich um Kommunikationssatelliten von Starlink in einem niedrigen Erdorbit. Sie reflektierten kurz vor Sonnenaufgang das Sonnenlicht in die Innere Mongolei in China.

Das menschliche Auge sieht die Satelliten als Punkte. Doch die Kamera belichtete 20 Sekunden, daher ziehen sie kurze Streifen. Derzeit kreisen mehr als 9.000 Satelliten von Starlink im Orbit. Fast jede Woche starten weitere. Auch andere Satellitenkonstellationen sind in Planung.

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Geminiden über schneebedeckten Bergen

Über einer Landschaft mit schneebedeckten Bergen und einem Haus, das hinter einigen Nadelbäumen steht, zischen Meteore über den sternklaren Himmel. Die Bilder, die den Himmel zeigen, wurden lang belichtet. Daher sieht man auch rötliche Nebel, zum Beispiel die Barnardschleife im Sternbild Orion.

Bildcredit und Bildrechte: Tomáš Slovinský

Woher kommen all diese Meteore? Was die Richtung am Himmel betrifft, lautet die pointierte Antwort: aus dem Sternbild Zwillinge (Gemini). Daher kennt man den größten Meteorschauer im Dezember als die Geminiden, denn alle Meteore des Schauers strömen scheinbar von einem Punkt in den Zwillingen aus.

Dreidimensional gesehen stößt der ungewöhnliche Asteroid 3200 Phaethon die Teilchen aus. Sie sind etwa so groß sind wie Sandkörner und folgen einer klar definierten Bahn um unsere Sonne. Der Teil der Bahn, dem die Erde am nächsten kommt, liegt vor dem Sternbild Zwillinge. Wenn also die Erde diese Bahn kreuzt, liegt der Radiant der fallenden Teilchen in diesem Sternbild.

Dieses Bild zeigt ein Komposit aus vielen Fotos. Sie wurden in den letzten Tagen am dunklen Himmel in der Slowakei aufgenommen. Hinten stehen die schneebedeckten Gipfel der Belianske Tatry. Über den Himmel ziehen zahllose helle Meteorspuren der Geminiden. Orion geht über dem Horizont auf. Der helle Stern nahe beim Radianten ist Kastor.

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Nordische Fuchsfeuer

Auf einer verschneiten Weite steht ein Polarfuchs. Dahinter steht rechts ein Berg, nach links stehen am ganzen Horizont Berge. Am klaren Himmel oben ist ein spiralförmiges Polarlicht.

Bildcredit und Bildrechte: Dennis Lehtonen

In einer finnischen Sage heißt es, dass ein Polarfuchs, der so schnell rennt, dass sein buschiger Schwanz die Berge streift, flammende Funken in den Himmel schleudert. Diese erzeugen das Nordlicht. Das finnische Wort „revontulet“ ist eine Bezeichnung für die Aurora Borealis oder das Nordlicht. Es kann mit „Feuerfuchs“ übersetzt werden.

Diese Sage hatte für den Fotografen eine besondere Bedeutung. Die nächtliche Himmelslandschaft über dem finnischen Lappland liegt nahe beim Kilpisjärvi-See. Der Mond beleuchtet die verschneite Landschaft. Rechts hinten erhebt sich Lapplands ikonischer Berg Saana.

Während die wunderschönen Nordlichter über dem Fotografen tanzten, rannte der wilde Feuerfuchs im Vordergrund begeistert um ihn und seine Ausrüstung herum. Dadurch war es nicht so einfach, diesen Zufallstreffer auf einer einzigen Aufnahme zu erwischen.

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