Größter Mond des Jahres 2009 über den Alpen

Über schneebedeckten Bergen geht der Vollmond auf. Scheinbar wird er von einem Flugzeug getroffen.

Credit und Bildrechte: Vincent Jacques Sky Shows

Beschreibung: Einen größeren Mond wird es dieses Jahr nicht mehr zu sehen geben. Am vergangenen Wochenende war in der Nacht der größte Mond des Jahres 2009 von fast jedem klaren Beobachtungsort der Erde aus zu sehen. Eine große Winkelausdehnung des Vollmondes ist üblicherweise dann zu beobachten, wenn der Mond während seiner vollen Phase nahe an der Erde steht. Weil der Mond die Erde auf einer elliptischen Bahn umkreist, hängt seine Winkelgröße davon ab, wie nahe sich der Mond am erdnächsten (Perigäum) oder erdfernsten Punkt (Apogäum) befindet. Dennoch war die Fläche und Helligkeit des Mondes nur etwa 30 Prozent größer als ein typischer Vollmond. Auf diesem Bild wurde ein pathetisch positionierter Mondes von Breil-sur-Roya im Südosten Frankreichs aus fotografiert, während er über den Alpen aufging. Dieses Bild, das mit einer gewöhnlichen Digitalkamera zu einem außerordentlich gut gewählten Zeitpunkt aufgenommen wurde, hielt auch ein vorbeifliegendes Flugzeug fest. Der letzte Vollmond im Dezember 2008 war der größte Vollmond des Jahres 2008.

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Heimat von oben

Ein Astronaut mit Kopfhörern blickt aus einem runden Fenster, durch das man den Rand der Erde sieht.

Credit: Expedition 18, NASA

Nirgendwo ist es so schön wie zu Hause. Der Astronaut Greg Chamitoff blickt aus dem Fenster der Internationalen Raumstation ISS auf den Planeten, auf dem wir alle geboren wurden. Die ISS kreist etwa 350 Kilometer über der Erde. Das ist hoch genug, um den Horizont der Erde gekrümmt zu sehen. Durch das Fenster sah der Astronaut Chamitoff einige komplexe Wolken auf der Erde in Weiß. Die Atmosphäre und die Ozeane, die Leben ermöglichen, schimmern blau.

Die Raumstation kreist etwa alle 90 Minuten um die Erde. Menschen, die unten leben, können leicht zur ISS hinauf schauen. Man sieht die ISS ist immer wieder als hellen Lichtpunkt, der kurz nach Sonnenuntergang über den Himmel zieht. Mit Teleskopen erkennt man sogar den allgemeinen Aufbau der Raumstation. Das Bild entstand Anfang letzten Monats im Labor Kibō der ISS.

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Monddiamant

Das Gemälde zeigt den dunklen Mond, links ist eine Mondsichel mit vielen Kratern.

Bildcredit und Bildrechte: Deirdre Kelleghan

Beschreibung: Kameras auf der ganzen Erde waren diese Woche zum Himmel gerichtet, um die spektakuläre Konjunktion des zunehmenden Mondes mit den hellen Planeten Venus und Jupiter einzufangen. Doch die Astronomiekünstlerin Deirdre Kelleghan dokumentierte das Himmelsereignis, indem sie Skizzen von ihren Beobachtungen anfertigte. Mit ihrem kleinen Teleskop in Greystones in der Grafschaft Wicklow in Irland folgte sie der Mondbedeckung, bei der die gleißende Venus hinter dem dunklen Mondrand verschwand und später am hellen Mondrand wieder auftauchte. Ihre interessante Zeichnung des Wiedererscheinens der Venus entstand mit Pastellkreide auf einem A3-Zeichenblatt unter sehr kalten Bedingungen. Sie meint dazu: „Der Anblick, als die Venus noch einmal wie ein an den Mond gesteckter Diamant glitzerte, war fantastisch.“

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Venus im Mond

Vor einem sternklaren Abendhimmel leuchtet unten links neben dem Sichelmond der Planet Venus, oben steht Jupiter. Rechts unten ist die Silhouette eines Baums. Links oben ist der Sichelmond mit dem Planeten Venus unter der Sichel.

Credit und Bildrechte:  Johannes Schedler (Panther-Observatorium); Einschub: Vincent Jacques

Beschreibung: Am 1. Dezember begegneten sich die hellen Planeten Venus und Jupiter beim jungen Sichelmond – eine beeindruckende abendliche Himmelsszene auf der ganzen Welt. Doch an einigen Orten zog der Mond vor der Venus vorbei, was die enge Gruppierung mit einer Verfinsterung unterbrach. Diese Dämmerungsansicht, aufgenommen von Wildon in Österreich aus, zeigt den silbernen Abendstern etwa fünf Minuten bevor er hinter den dunklen Mondrand schlüpfte und für mehr als eine Stunde aus der Sicht verschwand. Das Bild ist eine Kombination aus lang und kurz belichteten Aufnahmen, wodurch Details auf der Mondoberfläche sichtbar werden, die sowohl vom blassen Erdlicht als auch vom hellen Sonnenlicht beleuchtet wird. Im Kastenbild, das später vor dem dunklen Himmel über Breil-sur-Roya im Südosten Frankreichs aufgenommen wurde, ist die gleißende Venus unter der hellen Mondsichel wieder aufgetaucht. Natürlich zeigt auch Jupiter, etwa drei Grad von Mond und Venus entfernt, seine eigenen Monde, die als nadelfeine Punkte aus Licht auf beiden Seiten des hellen Planeten zu sehen sind.

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Von Mondaufgang bis Sonnenuntergang

Das Bild ist ein sehr breites Panorama mit Blick über Lissabon, rechts geht die Sonne unter, links geht der Mond auf.

Credit und Bildrechte: Miguel Claro

Beschreibung: Auf diesem Panorama von Erde und Himmel, das am Donnerstag, dem 13. November aufgenommen wurde, erhebt sich der Vollmond weit links am östlichen Horizont. Natürlich geht dieser zu Sonnenuntergang auf, und an jenem Donnerstag wurde die untergehende Sonne weit rechts ebenfalls erfasst. Dazwischen wurden 17 Digitalbilder zusammengefügt, die den Süden entalang dem Horizont folgen und ein hübsches Zwielichtporträt des Zentrums von Lissabon in Portugal zeigen. Die stimmungsvolle Ansicht umfasst auch einen Teil der längsten Brücke Europas, die Vasco-da-Gama-Brücke unter dem aufgehenden Mond, und endet bei der Mündung des Flusses Tajo, wenn man nach Westen in Richtung des Sonnenuntergangs und des Atlantischen Ozeans blickt. Der Aussichtspunkt des Fotografen war das 28 Meter hohe Cristo-Rei-Monument am Südufer des Tajo am Fuß der anderen berühmten Brücke der Hafenstadt, der Ponte 25 de Abril.

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Cassini zeigt die Tigerstreifen auf Enceladus

Die Oberfläche des Saturnmondes Enceladus ist von tigerähnlichen Streifen überzogen.

Credit: Cassini-Bildgebungsteam, SSI, JPL, ESA, NASA

Was erzeugt die ungewöhnlichen Tigerstreifen auf dem Saturnmond Enceladus? Niemand weiß es. Um das herauszufinden, schickten Forschende die Roboter-Raumsonde Cassini letzte Woche knapp an dem Mond, der Schwaden speit, vorbei.

Zuvor fand man heraus, dass die getigerten Regionen Wassereiswolken ausstoßen, was vermuten lässt, dass es unter Enceladus‚ gefrorenem Äußeren flüssige Ozeane gibt. Solche Meere sind interessant, weil sie Kandidaten für mögliches außerirdisches Leben sind. Zu den wichtigen Prozessen in den getigerten Strukturen gehört eine mögliche Aufheizung von unten und Mondbeben. Dieses Bild zeigt Regionen auf Enceladus, die so jung sind, dass sie nur wenige Krater aufweisen.

Dieses neu veröffentlichte Rohbild zeigt zumindest eine Art falscher Artefakte, da scheinbare Kraterketten auf anderen, gleichzeitig veröffentlichten Bildern derselben Region nicht so klar erkennbar sind. Der riesige Tigerstreifen in der Bildmitte ist nicht nur wegen seiner Länge und Breite eindrucksvoll, sondern auch, weil er durch den riesigen Schatten im Inneren ziemlich tief erscheint.

Am 31. Oktober fliegt Cassini zum nächsten Mal an Enceladus vorbei.

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Cassini fliegt durch Eisschwaden von Enceladus

Die faltige Oberfläche von Enceladus ist oben von Kratern akzentuiert.

Credit: Cassini-Bildgebungsteam, SSI, JPL, ESA, NASA

Welche aufschlussreichen Fremdstoffe verunreinigen die Eisschwaden von Enceladus? Um das herauszufinden, flog die Roboter-Raumsonde Cassini letzte Woche weniger als 30 Kilometer an dem Saturnmond vorbei, der Eiswolken verströmt. Bei dieser engsten Annäherung, die je stattfand, versuchte Cassini zu „schnüffeln“ und chemische Messdaten der Partikel zu gewinnen, die von der gleichmäßigen Oberfläche ausgestoßen werden.

Bei früheren Besuchen flog Cassini geradewegs durch die Eisgeysire hindurch und sammelte Proben. Die Suche in den Daten nach Hinweisen auf Verunreinigungen in Wassereisschwaden und Oberflächenauswürfen wird fortgeführt. Die Hauptabsicht dieses Vorbeiflugs war die Analyse von Teilchen, doch es entstanden auch einige interessante Bilder.

Dieses Bild zeigt zum Beispiel einen senkrecht nach oben verlaufenden, ungewöhnlich grauen Schimmer – vielleicht Wasserdampf, der von den Oberflächenschluchten aufsteigt. Weitere interessante Details sind riesige Ebenen kraterloser eisiger Fugen, links die Schattenlinie zwischen Tag und Nacht – der Terminator -, sowie ein Gebiet im oberen Bereich mit vergleichsweise vielen Kratern. Cassini soll Ende dieses Monats nochmals an Enceladus vorbeifliegen und Bilder sammeln.

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Haumea im äußeren Sonnensystem

In der Mitte befindet sich ovaler Rundkörper mit zwei kleinen Begleitkörpern links oben und rechts unten.

Illustrationscredit: NASA

Eines der seltsamsten Objekte im äußeren Sonnensystem wurde letzte Woche als Zwergplanet eingestuft und erhielt den Namen Haumea. Sie ist der fünfte klassifizierte Zwergplanet nach Pluto, Ceres, Eris und Makemake. Wegen ihrer glatten, länglichen Form ist Haumea ein extrem ungewöhnliches Objekt. Haumea ist deutlich länger, aber ähnlich breit wie Pluto und sehr viel weniger hoch. Auf ihrer Bahn kommt Haumea der Sonne manchmal näher als Pluto, doch normalerweise ist sie weiter entfernt.

Auf diesem Bild visualisierte ein Künstler Haumea als fast strukturloses Ellipsoid. Wahrscheinlich gibt es auf Haumea interessante Krater und Oberflächenstrukturen, die aber noch unbekannt sind. Haumea erhielt bei ihrer Entdeckung 2003 die vorläufige Bezeichnung 2003 EL61 „Santa“ und wurde kürzlich von der IAU nach einer hawaiianischen Göttin benannt. Sie besitzt zwei kleine Monde, diese wurden 2005 entdeckt und kürzlich nach den Töchtern der Göttin in Hi’iaka und Namaka umbenannt.

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